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Wie stellt ihr euch die ideale Agrarpolitik vor?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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61 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Wie stellt ihr euch die ideale Agrarpolitik vor?

Beitragvon SHierling » Sa Mär 03, 2007 10:19

Würde mich mal interessieren.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Komatsu » Sa Mär 03, 2007 10:42

In dem der Staat endgültig die Finger und das Geld raus lässt.
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Beitragvon euro » Sa Mär 03, 2007 11:17

IHC833 hat geschrieben:In dem der Staat endgültig die Finger und das Geld raus lässt.


Wer den "Segen" neoliberalistischer Landwirtschaftspolitik live erleben will braucht nur nach Neuseeland oder UK zu fahren und die dortigen Bauern zu fragen wie toll das doch ist ...
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Beitragvon H.B. » Sa Mär 03, 2007 13:09

Hallo!

Mir würd gefallen, wenn etwas mehr Sachverstand Einzug halten würde.

Für den Eintritt in ein politisches Amt sollten Grundkenntnisse des zukünftigen Fachbereichs nachgewiesen werden müssen.
Jeder, der nicht mal die geringste Grundahnung hat, kann Gelder für kontraproduktive, sinnlose und weder für Mensch noch Umwelt nützliche Maßnahmen verteilen.
So gut sie´s auch meinen mögen, sie machen´s so falsch, daß wenn man sich näher damit befasst, jedesmal verzweifeln könnte.
Übrigens: In der neuen Ausgabe der topagrar ist ein optimal zum Thema passender Leserbrief drinn.....

@euro, der Schaden hat den Nutzen längst übertroffen (In D).

H.B.
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Beitragvon Schweinchen » Sa Mär 03, 2007 14:09

jo Hb völlig richtig :!:

Für mich ergibt sich aber auch ein Problem, dass wir viel zu abhängig geworden sind von den großen Konzernen. Ich rede da gerne zb vom aktuellen Bio-Boom. Wenn jetzt alle wie wild umstellen und dann in en paar Jahren die Bioprodukte da sind die jetzt fehlen dann dauert das nicht lange bvis der Handel die Preise drückt und selber natürlich die Gewinnspanne hält.

Meiner Meinung nach müsste es zb um von Bio reden zu können einen Max Tierbestand etc geben und auch riesen Konzerne sind da ein Problem ich meine ok man kann sie nicht verbieten aber früher muss es dann doch besser gewesen sein, als die Viecher noch zum Metzger um die Ecke gingen etc.
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Beitragvon automatix » Sa Mär 03, 2007 15:13

Ich war gestern bei der Jahreshauptversammlung bei unserer WBV und wie es halt so brauch ist, darf jeder Politiker mal was sagen und was sagte unser Wahlkreisabgeordneter Franz Obermeier (CSU, als Landrat nicht gewählt, aber fürn Bundestag war er dann doch gut genug):
Ihm gefällt nicht, und seinen Kollegen im Wirtschaftsausschuß auch nicht, wie das Marktgefüge sich entwickelt, weil ja die armen Milchviehbauern jetzt ja soviel für ihren Mais zahlen müßten - und da gehört eingriffen - er selber sei ja kein Freund der Eingriffe des Staates, weil da ja mehr kaputtgemacht wird als gut, aber eingegriffen gehört....
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Beitragvon H.B. » Sa Mär 03, 2007 20:42

Es ist auch eine große Fehlentwicklung, daß Leute in der politische Ämter bekleiden dürfen, die keine Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben finden, weil sie den ganzen Tag damit beschäftigt sind, wie wunderbar schwul sie auch sind.......

Namen will ich keine nennen, aber die gabs auch in der Landwirtschaftspolitik, da aber weniger intensiv.


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Beitragvon Komatsu » Sa Mär 03, 2007 20:59

Ist doch ganz einfach ich werde EU-Agrarkommisar und das Agrarressort wird in den Regierungen der Mitgliedsstaaten abgeschafft.
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Beitragvon mmm007 » Mo Mär 05, 2007 19:04

@euro

wie meinst du das?
Wie gefällt das den Neuseeländischen und UK-Bauern?

Ich habe mit neuseeländischen Farmern gesprochen, die eigentlich ganz zufrieden waren. Vor allem waren Sie stolz auf Ihre Produkte, die in die ganze Welt exportiert werden.
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Beitragvon stadlerg » Mo Mär 05, 2007 20:06

der marktregelt das sieht man am besten bei der Milchquote ,stellt euch mal vor die häts nie gegeben ,denn nehmen wir das geld das sie gekostet hat mit allen und teilen es unter den milcherzeuger auf gibt sicher eine gewaltige summe
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Beitragvon euro » Mo Mär 05, 2007 20:33

mmm007 hat geschrieben:@euro

wie meinst du das?
Wie gefällt das den Neuseeländischen und UK-Bauern?

Ich habe mit neuseeländischen Farmern gesprochen, die eigentlich ganz zufrieden waren. Vor allem waren Sie stolz auf Ihre Produkte, die in die ganze Welt exportiert werden.


http://www.arbeit-wirtschaft.at/aw_02_2000/art3.htm
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Beitragvon SHierling » Di Mär 06, 2007 8:53

Hallo,
der marktregelt das sieht man am besten bei der Milchquote ,stellt euch mal vor die häts nie gegeben ...

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber die Milchquote ist damals eingeführt worden, weil der Markt eben gerade NICHT alles so geregelt hat, wie man es haben wollte. Das hieß damals "Milchsee" und "Höfesterben" - und wenn ich die Sprüche heute so überschlage, dann ist das auch genau das, was man bekommen wird, wenn die Quote ersatzlos wegfällt - Konzentration halt. 2 oder 3 Molkereien, weil bei noch weniger das Kartellamt meckert, und wer am billigsten produziert, legt den Preis fest, der Rest springt über die Klinge.

Ich halts da mehr mit automatix
und da gehört eingriffen - er selber sei ja kein Freund der Eingriffe des Staates, weil da ja mehr kaputtgemacht wird als gut, aber eingegriffen gehört....
und H.B.
Mir würd gefallen, wenn etwas mehr Sachverstand Einzug halten würde.
und solche Gegebenheiten hatten wir ja auch schon, mit allerbesten Erfolg, bei der Bundesbank. Die ist von Anfang an unabhängig vom Wähler dazu dagewesen, die Geldwertstabilität zu gewährleisten, da hat man nie irgendjemand dazwischenreden lassen, die waren gegenüber der Politik völlig unabhängig und haben über Lombardsatz und Rediskont-Kontingent dafür gesorgt, daß wir mit der DM immer gut gefahren sind. Das ging dann erst mit Kohl und seiner "Notstandsmasche" in die Grütze,und selbst da mußte er vor der Währungsunion noch den Bundesbankchef zum Rücktritt zwingen, sonst hätte es die nämlich so nie gegeben (und da wäre vielen einiges erspart geblieben!)

Ich finde, unsere Lebensgrundlagen (Agrar, Umwelt, Wasser, Energie) sind mindestens so viel Wert wie die D-Mark - von daher sollte meiner Meinung nach auch nicht die Politik bzw der Geiz-ist-Geil-Wähler da eingreifen dürfen, sondern der sollte bestenfalls "Richtungs-Vorgaben" machen können, deren Umsetzung dann aber - wie bei der Bundesbank damals - unabhängigen Fachleuten überlassen bleibt. Und wenn es nach mir ginge, müßte man dann allerdings auch echte Mehrheiten nehmen, nicht solche Wischi-Waschi-Prozente wie zur Zeit. Wenn der Wähler z:B sagt, er hätte am liebsten Kleine und Mittlere Betriebe, dann gibt es ja auch ausreichend Möglichkeiten, sowas vernünftig zu fördern. Und wenn die Bevölkerung meint, sie möchte gerne nur noch niedrige Preise, dann ist da eben das Ende der Fahnenstange, wenn früher jemand nach "mehr Geld" und "billigeren Zinsen" gejammert hat, dann hat das auch nichts genutzt.

Wie man das dann im einzelnen regelt, ob über so eine Art "pauschalen Vorsorgesatz" als Puffer (ähnlich dem Rediskontkontingent) oder über Quoten oder Lieferrechte oder Preise kann man dann produktabhängig oder betriebsabhängig regeln, und zwar so, daß der oberste Grundsatz die "Stabilität der inländischen Lebensmittelversorgung" insofern gewährleistet ist, das eine maximale Anzahl von Betrieben (oder ein Richtwert dafür) erhalten bleibt, bei _davon abhängig_ möglichst günstigem Preis.

Überläßt man das ganze wie in der Industrie dem Markt, wüßte ich nicht, wie man der Konzentration sonst entgegenwirken könnte, in den letzten 30 Jahren gab es nichts, aber auch nichts, was da an Möglichkeiten etwas genutzt hätte, weder bei den Rüben noch bei der Milch noch beim Getreide, und ständig wachsende Betriebe gehen immerhin letzten endes "gegen die Interessen der Allgemeinheit", das dürfte ja Grund genug sein, das ganze anders zu gestalten.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon 251at » Di Mär 06, 2007 10:12

SHierling hat geschrieben:Hallo,
der marktregelt das sieht man am besten bei der Milchquote ,stellt euch mal vor die häts nie gegeben ...

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber die Milchquote ist damals eingeführt worden, weil der Markt eben gerade NICHT alles so geregelt hat, wie man es haben wollte. Das hieß damals "Milchsee" und "Höfesterben" - und wenn ich die Sprüche heute so überschlage, dann ist das auch genau das, was man bekommen wird, wenn die Quote ersatzlos wegfällt - Konzentration halt. 2 oder 3 Molkereien, weil bei noch weniger das Kartellamt meckert, und wer am billigsten produziert, legt den Preis fest, der Rest springt über die Klinge.

< snip >


Der Milchsee enstand erst nachdem der Staat sich eingemischt hat und Preise garantiert hat. Die Quote war da schon eine verbesserung.#

Allegemein ist es so das der Staat niemals so schnell und fein regeln kann wie der Markt, genau deshalb funktioniert Planwirtschaft ja auch nicht.

Wenn man natürlich einen kleinstrukturierte, vieleicht auch noch ökologische Landwirtschaft haben will dann geht das nur über Subventionen und einem Staatlich gelenkten Markt. Das ist aber rechtlich nicht unproblematisch (bzw. nicht machbar) und kostet richtig viel Geld.
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Beitragvon SHierling » Di Mär 06, 2007 11:35

Hallo,
das die Quote damals schon "eine Verbesserung" war, hab ich auch nicht bestritten, sondern nur, daß sie ein "probates Mittel gegen Höfesterben" ist.
"enormes Geld" kostet die Landwirtschaft heute auch, immerhin kassiert jeder Betrieb mehr als 3x ALG II jedes Jahr, die heutigen Landwirte wären alle als Arbeitslose wesentlich billiger zu halten. Nur ist die billigste Lösung auch da eben nicht automatisch die beste!

Grüße
Brigitta
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Beitragvon H.B. » Di Mär 06, 2007 12:07

SHierling hat geschrieben: immerhin kassiert jeder Betrieb mehr als 3x ALG II jedes Jahr, die heutigen Landwirte wären alle als Arbeitslose wesentlich billiger zu halten. Nur ist die billigste Lösung auch da eben nicht automatisch die beste!

Ja Brigitta, das kann schon sein. Aber im Gegensatz zum ALG II-Empfänger geht vom durchschnittlichen Landwirt mit der nachgelagerten Industrie eine vielfach höhere Wirtschaftsleistung aus.......

Nur mal so...........
Wenn man das ganze pauschalieren möchte, müsste jeder zwischen 20 und 60 Jahre alter in Deutschland lebender Bürger dem Staat 25000€ überweisen. Im Gegenzug könnten sämtliche Steuern und Subventionen abgeschafft werden. Wer dieses Geld nicht zahlen kann, bekommts gestundet, nach dem Tod erlischt die Forderung. Ganz nebenbei wäre der Staat in 20 Jahren Schuldenfrei, die Wirtschaft würde blühen und, und, und..............
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