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Wintergerste Wattlung 2018/2019

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Wintergerste Wattlung 2018/2019

Beitragvon simon1980 » Fr Jul 19, 2019 16:46

Sandra 12,9% Feuchte, 9250 kg/ha, Preis 135€ neto (nordost slowenien). KAS(160+130+160), Axial one 1l+Moddus 0.5l+Zantara 1.5l, Ascra Xpro 1.2l+Amistar Opti 1.5l.
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Re: Wintergerste Wattlung 2018/2019

Beitragvon Ulikum » So Jul 21, 2019 21:02

Wini hat geschrieben:Särs liebe Watten-Freunde,

das schöne Kartenspiel ist aus für heuer.

Die Wintergerste Highlight hatte auch heuer wieder aller Trümpfe in der Hand.

Hier die Druschergebnisse der Wintergerste Highlight in der Sahelzone Bayerns:
Ernte in KW27 mit 10-11% Feuchte und 66-70kg/hl
Ertrag auf 30er Böden 5600kg/ha - 6000 kg/ha (24 Ztr/Morgen)
Ertrag auf 60er Böden 7250kg/ha (30 Ztr/Morgen)

Werde auch im nächsten Jahr diese schöne, langstrohige Wintergerstensorte wieder nachbauen.
Sie hat sich mittlerweile wunderbar an die hiesigen Trockenverhältnisse angepasst.

Flächen werden derzeit alle sofort nach Ernte gepflügt, um das schöne, feuchte Stroh zum Humusaufbau zu nutzen
und zur Rapssaat vorgewalzt.

Gute Ernte wünscht
Wini


:mrgreen:
Humusaufbau - von was träumst du sonst noch so?
Um den Humusgehalt- C um 0,1% zu heben benötigt man mind. 40 to Gerstenstroh je ha.
Bei 7 to Ertrag dürften es so ungefähr 4,5to Stroh gewesen sein die du unproduktiv im Boden versenkt hast.
Somit dürften sich meines Erachtens Zufuhr von C und Reduzierung durch falsche Bodenbearbeitung im günstigsten Falle die Waage halten.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Humus und Stickstoffbilanz

Beitragvon adefrankl » So Jul 21, 2019 22:04

Ulikum hat geschrieben:
:mrgreen:
Humusaufbau - von was träumst du sonst noch so?
Um den Humusgehalt- C um 0,1% zu heben benötigt man mind. 40 to Gerstenstroh je ha.
Bei 7 to Ertrag dürften es so ungefähr 4,5to Stroh gewesen sein die du unproduktiv im Boden versenkt hast.
Somit dürften sich meines Erachtens Zufuhr von C und Reduzierung durch falsche Bodenbearbeitung im günstigsten Falle die Waage halten.

Das Problem dürfte vor allem die Stickstoffbilanz sein. Humus hat typischerweise in C/V Verhältnis von 12:1 bis 14:1 wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Das heißt wenn ein deutlicher Humusaufbau gelingt wird auch entsprechend Stickstoff gebunden. Der fehlt aber dann in der Bilanz und führt dann leicht zu einem Verstoß gegen die Düngeverordnung. Daher Humunsaufbau wird durch die Düngeverordnung bedroht/bestraft während ein Hmusabbau es einen deutlich erleichtern kann die Düngeverordnung einzuhalten. Das ist nachhaltiges wirtschften in der neunen Ökowelt.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Humus und Stickstoffbilanz

Beitragvon Ulikum » Mo Jul 22, 2019 7:10

adefrankl hat geschrieben:Das Problem dürfte vor allem die Stickstoffbilanz sein. Humus hat typischerweise in C/V Verhältnis von 12:1 bis 14:1 wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Das heißt wenn ein deutlicher Humusaufbau gelingt wird auch entsprechend Stickstoff gebunden. Der fehlt aber dann in der Bilanz und führt dann leicht zu einem Verstoß gegen die Düngeverordnung. Daher Humunsaufbau wird durch die Düngeverordnung bedroht/bestraft während ein Hmusabbau es einen deutlich erleichtern kann die Düngeverordnung einzuhalten. Das ist nachhaltiges wirtschften in der neunen Ökowelt.


:mrgreen:
das sollte doch für Wini kein Problem darstellen er hat doch schon geschrieben wie man mit Privatvermögen die gesetzlichen Vorgaben umgeht.

Nachhaltiges wirtschaften in der neuen Ökowelt ist die Folge von Misswirtschaft in der Vergangenheit mit punktuellen Maßlosen übertreiben gekoppelt an eine sich verändernde Wahrnehmung der Gesellschaft die im Überfluss lebt.
Wer überleben will wird sich dem Thema stellen müssen und das ganze nennt sich dann für die Landwirtschaft Evolution die Politik wird es dem Bürger als eine Revolution verkaufen.
Überleben wird der der mit Doppelmoral das System am besten für sich zu nutzen weiss.
Zuletzt geändert von Ulikum am Do Aug 01, 2019 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Humus und Stickstoffbilanz

Beitragvon Freakshow » Mo Jul 22, 2019 10:11

Ulikum hat geschrieben:Überleben wird der der mit Doppelmoral das System am besten für sich zu nutzen weiss.


Stimmt, um eine Generation durch zu kommen ist es doch ganz einfach und man kann sich selbst auch noch eine blitzsaubere Ökobilanz attestieren (Ironie!):

1. Stroh und damit Nährstoffe abfahren -> super für die Nährstoffbilanz
2. dann schön brav den Pflug durch ziehen -> kein Glyphos. Bis man Erosion am Ertrag merkt dauert es in unseren Breiten laaange
3. spätestens jedes dritte Jahr Silomais für die "Bio"gasanlage anbauen
usw.

Ironie aus.

Allerdings denke ich mir manchmal, dass das alles garnicht so dumm ist, denn wenn man eines Tages auf politischer Ebene doch noch zu dem Entschluss kommt, dass Humusaufbau eine erhebliche CO2-Senke sein kann, Nitrat doch nicht so böse ist und ein Totalherbizid nichts mit dem totalen Krieg zu tun hat, werden sich diese Betriebe leicht tun ihren Humusgehalt im Boden zu steigern, ganz einfach weil sie ihn vorher zerstört haben.
Also manchmal ist mit dem Strom schwimmen und tun was einem gesagt wird nicht die schlechteste Handlungsalternative...
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Re: Wintergerste Wattlung 2018/2019

Beitragvon Wini » Sa Jul 27, 2019 21:33

Also ich schätze bei meiner langstrohigen Highlight den Strohertrag pro Hektar auf knapp 7 Tonnen.
Damit kann man doch im Laufe von mehreren Jahren ordentlich Humusaufbau im Boden betreiben.
Schließlich muss man als Ackerbauer in Jahrzehnten denken und nicht nur von einem auf das nächste Jahr.
Das Stroh bindet mir auch zur Umsetzung jede Menge Stickstoff.
Da kann ich meinen Raps auch heuer wieder im Herbst ordentlich andüngen und das Bodenleben fördern.

Bei der Trockenheit könnt ihr nämlich auf die Hilfe von Regenwürmern nicht mehr zählen.
Hier zählen die Mikroorganismen und Pilze im Boden, die schließlich ordentlich Futter und Sauerstoff benötigen.

Gruß
Wini
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Re: Wintergerste Wattlung 2018/2019

Beitragvon Ulikum » Di Jul 30, 2019 10:45

Wini hat geschrieben:Also ich schätze bei meiner langstrohigen Highlight den Strohertrag pro Hektar auf knapp 7 Tonnen.
Damit kann man doch im Laufe von mehreren Jahren ordentlich Humusaufbau im Boden betreiben.
Schließlich muss man als Ackerbauer in Jahrzehnten denken und nicht nur von einem auf das nächste Jahr.
Das Stroh bindet mir auch zur Umsetzung jede Menge Stickstoff.
Da kann ich meinen Raps auch heuer wieder im Herbst ordentlich andüngen und das Bodenleben fördern.

Bei der Trockenheit könnt ihr nämlich auf die Hilfe von Regenwürmern nicht mehr zählen.
Hier zählen die Mikroorganismen und Pilze im Boden, die schließlich ordentlich Futter und Sauerstoff benötigen.

Gruß
Wini


:mrgreen:

mal was zu lesen
wieviel von den genannten Punkten beachtest du um einen Humusaufbau zu erreichen ?
https://www.oekoregion-kaindorf.at/index.php?id=623
und ein paar Bilder
https://www.oekoregion-kaindorf.at/akad ... mm.99.html
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Re: Wintergerste Wattlung 2018/2019

Beitragvon Lonar » Di Jul 30, 2019 11:26

Ökoregion Kaindorf hat geschrieben:Der Aufwand für die Bodenbearbeitung wird nachhaltig um über 50 % reduziert - anstelle des Pfluges wird im Herbst nur mehr der Grubber eingesetzt und gleichzeitig die Gründüngung eingesät - dadurch wird 50 % an Zeit und rund 70 % an Dieselverbrauch eingespart.Im folgenden Frühjahr wird nur mehr seicht (4cm) mit der Kreiselegge das Saatbeet mit einem Arbeitsgang fertiggestellt (früher: Abschleppen, Gülle ausbringen, Eggen und Sähen - also 4 Arbeitsgänge. Nach Getreide im Sommer wird überhaupt auf die gesamte Bodenbearbeitung verzichtet!
Im Getreidebau kann ab sofort auf den gesamten Pestizideinsatz verzichtet werden - es wird also nur mehr angebaut und geerntet. Im Vergleich dazu sind im konventionellen Getreidebau bis zu 4 Arbeitsgänge erforderlich:- Herbizid gegen Unkraut - Insektizid gegen Getreidehähnchen - Halmverkürzer - Fungizid gegen Mehltau
Die Humusgehalte wurden auf unseren schweren Böden von ursprünglich 3 % auf 5-6% angehoben

Sagenhaft was man da so alles an Arbeitsgänge einsparen kann, selbst säen braucht man nicht mehr. Dann wird man wohl auch die Ernte einsparen können. :mrgreen:
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Re: Wintergerste Wattlung 2018/2019

Beitragvon böser wolf » Di Jul 30, 2019 15:39

Ulikum hat geschrieben:
Wini hat geschrieben:Also ich schätze bei meiner langstrohigen Highlight den Strohertrag pro Hektar auf knapp 7 Tonnen.
Damit kann man doch im Laufe von mehreren Jahren ordentlich Humusaufbau im Boden betreiben.
Schließlich muss man als Ackerbauer in Jahrzehnten denken und nicht nur von einem auf das nächste Jahr.
Das Stroh bindet mir auch zur Umsetzung jede Menge Stickstoff.
Da kann ich meinen Raps auch heuer wieder im Herbst ordentlich andüngen und das Bodenleben fördern.

Bei der Trockenheit könnt ihr nämlich auf die Hilfe von Regenwürmern nicht mehr zählen.
Hier zählen die Mikroorganismen und Pilze im Boden, die schließlich ordentlich Futter und Sauerstoff benötigen.

Gruß
Wini


:mrgreen:

mal was zu lesen
wieviel von den genannten Punkten beachtest du um einen Humusaufbau zu erreichen ?
https://www.oekoregion-kaindorf.at/index.php?id=623
und ein paar Bilder
https://www.oekoregion-kaindorf.at/akad ... mm.99.html


warst du schon mal auf einem lehrgang von wenz und näser ?
ich habe es bisher noch nicht geschaft aber steht immer noch auf meiner wunschliste .
böser wolf
 
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Geschichten aus dem Öko-Märchenland

Beitragvon adefrankl » Di Jul 30, 2019 23:41

böser wolf hat geschrieben:mal was zu lesen
wieviel von den genannten Punkten beachtest du um einen Humusaufbau zu erreichen ?
https://www.oekoregion-kaindorf.at/index.php?id=623
und ein paar Bilder
https://www.oekoregion-kaindorf.at/akad ... mm.99.html


warst du schon mal auf einem lehrgang von wenz und näser ?
ich habe es bisher noch nicht geschaft aber steht immer noch auf meiner wunschliste .[/quote]
Nun in der Quelle werden zunächst einige durchaus zustreffende Aussagen zum Humusaufbau gemacht.

Die Ökolegende fängt dann aber eigentlich schon an wenn die Düngung mit Kompost als Lösung zum Hmusaufbau und er CO2 Bindung empfohlen wird. Nun erhöht das sicher den Hmusgehalt. Nur wird das entsprechende Ausgangsmaterial ziemlich sicher bereits jetzt auf landwirtschaftliche Flägen ausgebracht (und nicht etwa verbrannt), so dass dies weitgehend ein Nullsummenspiel ist.

Dann kommen noch einige unbewießenen bzw. falschen Bebauptungen. Nämlich dass Handelsdünger und "Pestizide" zum Humusabbau führen würden. Bei Handelsdünfern wurde in Dauerversuchen genau das Gegenteil festgestellt und das mit den Pflanzenschutzmitteln ist auch so ein Märchen der Ökoreligion. (Trifft im Durchschnitt sicher nicht zu)

Richtig märchenhaft wird derBericht aber zum Hmusaufbau. Angeblich wurde durch Umstellung der Wirtschftsweise zwischen 2007 und Frühjahr 2012 "Die Humusgehalte wurden auf unseren schweren Böden von ursprünglich 3 % auf 5-6% angehoben.".Später wird nach dargelegt dasssich das auf 25cm Tiefe bezieht (Wobei der Boden nur deine Dichte von 1,17 hätte). Nun nachgerechnet heißt das, dass in den 5 Jahren pro qm also 7,3 kgHmus hinzu gekommen wären (also pro Jahr 14,6 t/ha Humus, derartige Zahlen habe ich noch nicht annährend in einer Hmusbilanz gesehen). Pro Jahr würden dort also 0,85 kg/qm Kohlenstoff gebunden (8500 kg/ha Kohlenstoff, was absurt hoch ist). Offensichtlich wird aber der Unsinn spätestens, wenn man berücksichtigt, dass Hmus ein C:N Verhältnis von höchstens 14:1 hat. Also würden dort pro Jahr 600 kg/ha Stickstoff zusätzlich durch die Humusbildung gebunden. Und derartige hohe Stickstoffmengen sicnd mit Sicherheit nicht annähernd auf diese Flächen gelangt (Als Jährlicher Überschuss!). Auch dann nicht wenn man die Stickstoffbindung durch Leguminosen berücksichtigt. Insofern sind die Angaben auf dieser Seite so offensichtlich falsch, dass diese nur noch als Märchen eingestuft werden können. Die große Frage ist nur, wurden diese Zahlen bewußt gefälscht oder sind die Leute dort so dumm oder ideologisch verbohrt dass sie diesen Unsinn selbst nicht mal wahrnehmen.

P.S: Es heißt, dass seit den 40er Jahren sich der Hmusgehalt um 30 bis 50 Prozent reduziert hat. Für meine Flächen sind diese Zahlen mit Sicherheit völlig falsch. Zum Teil mögen sich die Zahlen dadurch erklärren, dass man früher weit flacher bearbeitet hat. Dadurch war der Hmusgehalt oben zwar höher, die Humusschicht aber wesentlich dünner, so dass insgesamt keinesfalls mehr Humus im Boden war.
Gerade die gesteigerten Erträge sorgen doch heute dafür, dass auch mehr Wurzelmasse und Pflanzenreste in den Boden kommt und so zur Hmusbildung beiträgt. Auf eiinen Acker sagte z.B. noch mein Großvater, dass dort kein Weizen wächst. Inzwischen habe ich dort aber den Humusgehalt soweit steigern können, dass Weizen dort regelmäßig gute Erträge leifert (70 - 75 dt) trotz eines Unterboden der weitgehend aus reinen Sand besteht (100 m weiter war mal eine Sandgrube!) und der Regenarmut im fränkischen Trockengebiet.
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Re: Geschichten aus dem Öko-Märchenland

Beitragvon Ulikum » Mi Jul 31, 2019 8:00

adefrankl hat geschrieben:...............................
Richtig märchenhaft wird derBericht aber zum Hmusaufbau.
........................

P.S: Es heißt, dass seit den 40er Jahren sich der Hmusgehalt um 30 bis 50 Prozent reduziert hat. Für meine Flächen sind diese Zahlen mit Sicherheit völlig falsch. Zum Teil mögen sich die Zahlen dadurch erklärren, dass man früher weit flacher bearbeitet hat. Dadurch war der Hmusgehalt oben zwar höher, die Humusschicht aber wesentlich dünner, so dass insgesamt keinesfalls mehr Humus im Boden war.
Gerade die gesteigerten Erträge sorgen doch heute dafür, dass auch mehr Wurzelmasse und Pflanzenreste in den Boden kommt und so zur Hmusbildung beiträgt. Auf eiinen Acker sagte z.B. noch mein Großvater, dass dort kein Weizen wächst. Inzwischen habe ich dort aber den Humusgehalt soweit steigern können, dass Weizen dort regelmäßig gute Erträge leifert (70 - 75 dt) trotz eines Unterboden der weitgehend aus reinen Sand besteht (100 m weiter war mal eine Sandgrube!) und der Regenarmut im fränkischen Trockengebiet.


:mrgreen:

Besorgt man sich die Zahlen aus den Anfangsjahren also von 2007 bis 2012 ist das alles kein Rätsel mehr.
Es wurden damals in der Tat unvorstellbare Menge von Humus je ha und Jahr ausgebracht, darüber habe ich aber auch schon 2011 in einem anderen Forum geschrieben.
Schaut man sich die Ökoregion und das System dahinter genauer an wird man feststellen das die Landwirtschaft wie so oft nur der zweite Gewinner in dem Spiel ist.

Ein Zitat der Initiative von damals :
DIE CHANCE LIEGT IN DER LANDWIRTSCHAFT!
Die Landwirtschaft hat in den letzten 50 Jahren, global gesehen, gleich viel CO2 in die Luft emittiert, wie die fossile Industrie.
Deswegen ist es so wichtig, jetzt bei der Landwirtschaft anzusetzen.
Sie kann einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie bodenaufbauende Maßnahmen betreibt und damit CO2 bindet.

Birgit Birnstingl-Gottinger
Arge Kreislaufwirtschaft und Mischkulturen eine Initiative der Ökoregion Kaindorf |


Darum ging es mir aber nicht bei der Verlinkung, ich wollte nur zeigen das es etwas mehr braucht wie Stroh um Humusaufbau zu betreiben.

Gibt es auch Untersuchungsergebnisse zu deinen gesteigerten Humusgehalten oder schließt du das aus höheren Erträgen?

böser wolf hat geschrieben:
warst du schon mal auf einem lehrgang von wenz und näser ?
ich habe es bisher noch nicht geschaft aber steht immer noch auf meiner wunschliste .

:mrgreen: nee kenne den Näser noch aus meiner Zeit bei der GKB, habe ihn dort bei einigen Veranstaltungen erlebt.
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Re: Geschichten aus dem Öko-Märchenland

Beitragvon adefrankl » Mi Jul 31, 2019 22:18

Ulikum hat geschrieben: :mrgreen:
Besorgt man sich die Zahlen aus den Anfangsjahren also von 2007 bis 2012 ist das alles kein Rätsel mehr.
Es wurden damals in der Tat unvorstellbare Menge von Humus je ha und Jahr ausgebracht, darüber habe ich aber auch schon 2011 in einem anderen Forum geschrieben.
Schaut man sich die Ökoregion und das System dahinter genauer an wird man feststellen das die Landwirtschaft wie so oft nur der zweite Gewinner in dem Spiel ist.
.....

Darum ging es mir aber nicht bei der Verlinkung, ich wollte nur zeigen das es etwas mehr braucht wie Stroh um Humusaufbau zu betreiben.

Gibt es auch Untersuchungsergebnisse zu deinen gesteigerten Humusgehalten oder schließt du das aus höheren Erträgen?
....
.

Also es sind nicht nur die gesteigerten Erträge, sondern auch die Änderung der Bodenstruktur. Auf der anderen Seite wird dieses Feld von der Bodenqualität etwas besser. Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Vater dieses Feld nach einen sehr trockenen Herbst 1982(?) gepflügt hatte und dort nur massiv grobe Schollen gab. Da war dann eine mehrmalige Behandlung mit schwerer Walze und Grupperer (jeweils abwechselnd) um den Boden einigermaßen saatgeeignet zu bekommen. Vor wenigen Jahren wurde dort bei einem ähnlich trockenen Herbst mit dem gleichen Pflug gepfügt (da gingen so mache Pflüge gar nicht in den Boden, weil es so trocken war) und nach dem Pflügen waren dort eben keine groben Schollen zu finden und die weitere Bestellung war recht problemlos. Messwerte habe ich nur einen von 2013. Da lag im sandigeren Bereich der Humusgehalt bei 2,1%. Bei einem Wasserleitungsbau durch diesen Feldbereich war übrigens klar zu erkennen, dass da wirklich nur reiner Sand darunter kommt.

Grundsätzlich ist es natürlich richtig sich auch die Methoden der Ökos anzuschauen. Sicher kann man da auch das eine oder andere lernen.

Allerdings wenn sie durch massive Ausbringung von Humus den Humusgehalt so stark erhöht haben, dann ist das in doppelten Sinn keine realsitische Lösung. Erstens weil durch diese konzentrierte Humusausbringung auf diesen Feldern eben genau dieser Humus anderen Flächen vorenthalten wird (ist ja nur eine Umverteilung). Auch wäre das ein massiver Verstoß gegen die Düngeverordnung. Bei einen C:N Verhältnis von 12-14:1 underlaubten 50 kg N/ha Düngeüberschuss sind höchstens 700 kg C Humuszuwachs erlaubt, und das auch nur wenn es sonst absolut keine Stickstoffverluste gäbe (was unmöglich ist).
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Re: Geschichten aus dem Öko-Märchenland

Beitragvon Ulikum » Do Aug 01, 2019 8:09

adefrankl hat geschrieben:........................
Grundsätzlich ist es natürlich richtig sich auch die Methoden der Ökos anzuschauen. Sicher kann man da auch das eine oder andere lernen.
....................


:mrgreen:

Das wichtigste deines Handelns beruht nach wie vor auf den traditionellen Methoden da ist kein Unterschied zu den "Öko´s " auch wenn du es nicht wahrhaben willst.
Handwerkliche Unterschiede sind einzig und allein in der Düngung und die Art des Pflanzenschutzes. Hier trennten sich die Wege 1913 und 1946.
Grundsätzliche Unterschiede sind aber in der Einstellung zum Leben zu finden, betrifft aber nur die Überzeugungstäter.
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