AEgro hat geschrieben:Hallo Weizenbauern,
betreibe seit 11 Jahren meinen Ackerbau Getreide , Rüben, Raps rein pfluglos.
Standort Nördl.BW zw. Neckar, Bauland und Odenwald. 280-335 Höhenmeter, toniger Lehm auf Muschelkalk, teilweise Lößauflage.
Ich habe den Aussatzeitpunkt meines WW von 1. Oktoberhälfte die letzten 4- 5 Jahre auf 3. Oktoberdekade bis Mitte November verschoben als Normalsaattermin,( Raps- oder Stoppelweizen)
In Extremjahren wie Herbst 2013 oder nach später Rübenernte säe ich Akteur bis ca. 10 Dezember mit ca. 320-340 Körner pro Q.meter.
Bei Wechselweizen oder Sommerweizen im Nov. oder Dez. gesät hatte ich trotz mehrer Versuche (angeraten von versch, Beratern) jedes Mal deutliche Mindererträge gegenüber Akteur.
Für mich beginnt Spätsaat am 20. November.
Für meine Frühsaat reichen je nach Sorte z. B. Kerubino, Cubus, oder Akteur 280- 300 Kö.
Meine Erträge liegen bei gleichem Aufwand auf gleichem Nivea wie bei meinen Frühsaatkollegen.
Durchschnitt - nur E-Weizen im Anbau- 2012 88,8 dt; 2013 83, 8 dt.
Ich habe durch die spätere Saat vor allem den Vorteil, dass ich keine Schwierigkeiten mit resistentem Fuchsschwanz od. Trespe habe.
Ich brauche im Herbst keine Herbizidanwendungen. Frühjahranwendungen halte ich in meinem Fall für wirkungsvoller und billiger.
Viele meiner Frühsaatkolegen brauchen trotz Pflugeinsatz Gräserherbizide im Herbst u. Frühjahr.
Ich halte es mit dem Motto das ich von einem alten ,erfahrenen Landhändler habe: Wer sich selbst Schwierigkeiten machen will, muß nur früh genug säen
.Gruß AEgro
Fakt ist das Frühsaaten deutlich mehr Ertrag bringen. Das haben unzählige Versuche gezeigt.
Zudem versuche ich immer meinen Weizen, noch im Herbst mit einem Herbizid zu behandeln. Das bringt ebenfalls einige % Mehrertreg gegenüber einer Frühjahranwendung.
Der Vorteile der Spätsaaten liegen sicher bei Trespen oder Fuchsschwanzbefall. Aber ansonsten seh ich bei Spätsaaten gegenüber ende September/anfang Oktober gedrillten Weizen keine Vorteile.
