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Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Teddy Bär » Di Mär 25, 2014 10:33

Das ist leider so.
Der Vereinsvorsitzende hier hat leider viele Anhänger. Je magerer die Wiese desto besser. Und wenn dann noch viele schöne grosse Disteln und Brennesseln drin stehen, dann geht dem einer ab und der "Bewirtschafter" (wenn man die Leute so nennen kann) bekommt den Ritterschlag.
Die Vorfahren der jetzigen Bewirtschafter würden sich im Grabe umdrehen wenn sie das mit ansehen müssten. Die alten Bauern haben immer alle Hanglagen und verwinkelten Ecken gepflegt. Die haben mit der Hand dort Dünger gestreut und mit der Sense die Disteln entfernt und waren dann stolz wenn die Wiesen gepflegt waren.
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Ferengi » Di Mär 25, 2014 15:19

Naja, wenn die "Naturschützer" auf Brennesseln stehen, dann sorg doch dafür das die sich dort wohl fühlen.

30cm hohen Erdwall um die Wiese, und dann mit Gülle fluten. :twisted: :lol: :lol: :twisted:

Spaß bei seite, ich finde Brennesseln super.
Wenns gescheites Saatut, zu halbwegs gescheiten Preisen, geben würde, würd ich die als Futterpflanze anbauen.
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Freakshow » Do Mär 27, 2014 21:39

Nochmal zum Thema:
Ich persönlich finde diese Fruchtfolge sehr riskant. Kann lange gut gehen, aber fakt ist:
1. Jedes zweite Jahr enorme Erosionsgefahr -wenn Hanglage- über Auswaschung, in jedem Fall aber auch Winderosion nach dem Weizen (Kann gerade bei schluffigen Böden auch schnell 2t/Jahr ausmachen). Eine ordentliche Zwischenfrucht ist eigentlich Pflicht.

2. Ebenfalls enorme Gefahr für Bodenverdichtungen (enorme Unterschiede je nach Bodenart) durch das Silieren.

3. Der Sinn einer Biogasanlage ist nunmal "leider", dass der Kohlenstoff zum Auspuff rausgeht und nicht im Gärrest zu finden ist. Deshalb ist die Rücklieferung an organischer Substanz über den Gärrest praktisch null. (Ist bei tierischer Gülle sooo viel besser wie viele behaupten aber auch nicht). Die vielen Nährstoffe können nur humusausfbauend wirken wenn das C/N Verhältnis stimmt, aber das tuts nicht weil defacto kein Kohlenstoff auf dem Acker bleibt. N geht flöten, "wohin auch immer"...

4. Punkt 2 und 3 verstärken sich wechselseitig. Wenig Humus=schlechte Bodenstruktur=Verdichtungen=Humusaufbau geht zurück.

Aber nun die guten Nachrichten:
1. Diese Auswirkungen lassen sich laaaange durch "viel hilft viel" tuschieren, so dass weder du noch der Bauer in guten/normalen(!) Jahren was merken.
2. Es kann dir egal sein, weil sich zumindest mittelfristig immer ein Pächter finden wird.
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Harald » Do Mär 27, 2014 22:52

Freakshow hat geschrieben:Deshalb ist die Rücklieferung an organischer Substanz über den Gärrest praktisch null. (Ist bei tierischer Gülle sooo viel besser wie viele behaupten aber auch nicht). Die vielen Nährstoffe können nur humusausfbauend wirken wenn das C/N Verhältnis stimmt, aber das tuts nicht weil defacto kein Kohlenstoff auf dem Acker bleibt. N geht flöten, "wohin auch immer"...

Interessante Theorie. Aus was besteht Deiner Meinung nach die Gärrest-Trockenmasse, wenn nicht aus organischer Substanz?

Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft zu dem Thema:
http://www.humusnetzwerk.de/uploads/med ... inhold.pdf
5. Zusammenfassende Schlussfolgerungen
... Prinzipiell ist festzustellen, dass im Rahmen des untersuchten Fruchtartenspektrums durch den erweiterten Anbau von Bioenergiepflanzen zur Biogaserzeugung keine Risiken für die Humusreproduktion des Bodens bestehen. ... Im Gegensatz zur Produktion von nachwachsenden Rohstoffen, bei der eine vollständige Abfuhr der Biomasse aus dem Betrieb erfolgt (z.B. Verbrennung, Herstellung von BTL-Kraftstoffen), führt Biogas durch die Kohlenstoffrückführung mit der Biogasgülle nicht zur Verschlechterung der Humusbilanz.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Freakshow » Fr Mär 28, 2014 22:15

Naja, sehr schwammige Ergebnisse in deinem Link. Man darf hier aber auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

Es mag wohl richtig sein, dass Biogasgülle das Selbe (oder aufgrund des höheren NH3 Gehaltes der Biogasgülle sogar ein höheres) VERMÖGEN hat humusaufbauend zu wirken - jedoch nützt das nichts wenn kein C auf dem Acker zu finden ist. Sehr schön ist das in deinem Link auf der essentiellen letzten Grafik zu sehen: schau dir an was passiert wenn du Getreide durch 30% Silomis ersetzt -> wir nähern uns der Null. Mit 50% Silomaisanteil dürftest du demnach deutlich im Minus liegen.
Und es bleibt dabei: die Mengen an C, die du mit der Gülle aufs Feld fährst sind (fast) vernachlässigbar und das -da hast du recht- sowohl bei Biogas-, als auch tierischer (bei Rindergülle abgeschwächt) Gülle.

Bei Biogas laut deinem Link: 142kg Humus C pro Tonne TS. Das bedeutet bei 6% TS pro m³ Gülle und 25m³/ha grob geschätzt:

25m³/ha x 60 kg TS/m³ = 1500 kg TS/ha

1500 kg TS/ha x 142kg Humus c/t = 213 kg Humus C/Jahr.
Laut LfL beträgt der Humusabbau durch Silomais Pi x Daumen ca 800 kg pro Jahr.

Damit kommst du leicht zum selben Ergebnis: http://www.lfl.bayern.de/iab/boden/031164/
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Todde » Fr Mär 28, 2014 23:39

IHC_833 hat geschrieben:
Ferengi hat geschrieben:Naja, wenn die "Naturschützer" auf Brennesseln stehen, dann sorg doch dafür das die sich dort wohl fühlen.

30cm hohen Erdwall um die Wiese, und dann mit Gülle fluten. :twisted: :lol: :lol: :twisted:

Spaß bei seite, ich finde Brennesseln super.
Wenns gescheites Saatut, zu halbwegs gescheiten Preisen, geben würde, würd ich die als Futterpflanze anbauen.


Die brennessel ist eine saugeile Faserpflanze.

a) Der Produktionsprozeß ist durch Patente blockiert
b) im vergleich zu Baumwolle oder Kunstseide zu teuer

Der daraus gewonnene Stoff trägt sich sehr gut, wasserabweisend und sehr leicht mit einer leichten Seidenoptik


Und die Demeter rühren das gute Zeug einfach so bei Vollmond im Misthaufen unter :klug:
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Wird mein Boden in 10 Jahren zerstört

Beitragvon Ferengi » Sa Mär 29, 2014 1:10

Und wenn schon.

Jedenfalls ist die Brennessel eine total unterschätzte Pflanze.

Denn sie enthält nicht nur sehr viel Vitamin A und C, sondern auch sehr viel Eiweiß (prozentual gesehen deutlich mehr als z.B. die Soja-Bohne).
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