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Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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137 Beiträge • Seite 1 von 10 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 10
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Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Manfred » Do Jan 20, 2022 23:16

Für mich ist die Wirkung der zahlreichen "Reformen" in der Landwirtschaft in den nächsten Jahren auf die Betriebsgewinne nicht mehr überschaubar.

Wie schätzt ihr die Entwicklung in den nächsten Jahren ein, je nach Betriebszweig und evtl. nach Standortfaktoren?

Speziell interessiert mich, wie sich der Ackerbau auf schwächeren, klein strukturierten Standorten entwickeln wird.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Do Jan 20, 2022 23:30

Es wird nicht mehr gelingen wie die letzten 25 Jahre steigende Kosten mittels Kostensenkungen und Steigerung der biologischen Leistungen für 90% des Marktsegments durch zu setzen.
Eigentlich müssten dann unsere Preise stärker steigen wie die Inflation, dass wird aber aufgrund des Weltmarkts und der Verbrecher vom LEH nur bestenfalls jedes dritte Jahr gelingen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 826 » Do Jan 20, 2022 23:40

T5060 hat geschrieben:Es wird nicht mehr gelingen wie die letzten 25 Jahre steigende Kosten mittels Kostensenkungen und Steigerung der biologischen Leistungen für 90% des Marktsegments durch zu setzen.
Eigentlich müssten dann unsere Preise stärker steigen wie die Inflation, dass wird aber aufgrund des Weltmarkts und der Verbrecher vom LEH nur bestenfalls jedes dritte Jahr gelingen.


Das sehe ich leider genauso...
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 826 » Do Jan 20, 2022 23:47

Ich finde, dass das eine ganz interessante Diskussion werden kann. Ich weiss für unseren Bertrieb nicht mehr, in welche Richtung ich ihn entwickeln soll.
Den Ökoscheiß kann und will ich nicht mitmachen. Aber wie soll man als Schweinemäster mit nem halb abbezahlten Maststall und genug Eigenland und auch nem vernünftigen Teil Pachtfläche zu vernünftigenn Preisen jetzt reagieren??? Die Poitik agiert komplett gegen die Marktwirtschaft, aber die war für unseren Betrieb immer am besten.....
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Manfred » Fr Jan 21, 2022 0:02

Die Kosten für Gebäude (steigende Baukosten + Mehrkosten durch höheren Platz- und Ausstattungsanspruch je Tiere), für Maschinen, für Teibstoff, für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, für Saatgut etc., für Bürokratischen Aufwand, für Personal steigen alle überproportional im internationalen Vergleich.
Trotzdem treiben die Komapächter weiter die Pachtkosten, wie auch immer sie das finanzieren.
Bei Ausweitung der Roten Gebiete und des Ökolandbaus sinken auf diesen Flächen die Ernteerträge.
Im Ökolandbau drücken die zusätzlichen Mengen auf die Preise.
Immer mehr Verbraucher werden durch steigenden Lebenshaltungskosten zum Sparen gezwungen.
Die Flächenprämien werden durch die Inflation entwertet.
Wir haben keinen nennenswerten Außenschutz.

Wenn nicht die Erzeugerpreise stark steigen / die Pachtpreise deutlich sinken, wird das für sehr viele Betriebe böse enden.
Ich sehe nirgendwo Licht, wo ich sagen könnte, das ist der Betriebszweig der zukünftig die Gewinne bringt...
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 21, 2022 0:17

Mir reden bei heutigen Betriebsgrößen und den Baupreisen von einer Million € Kosten plus/minus.
Das Geld werden sehr viele Höfe nicht reinstecken wollen oder können.
Zuletzt geändert von T5060 am Fr Jan 21, 2022 0:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 826 » Fr Jan 21, 2022 0:20

danke. Besser hätte ich es nicht zusammenfassen können...Ich hab heute 2 Angebote für Landmaschinen reinbekommen, weil wir uns über lohnarbeiten diversifizieren wollen....
Naja, das muss man sich aber auch alles schönrechnen.....
andererseits: Zinsen noch billig, inflation steigt an, sachwerte bilden...? Was ist da richtig?
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 826 » Fr Jan 21, 2022 0:24

T5060 hat geschrieben:Mir reden bei heutigen Betriebsgrößen und den Baupreisen von einer Million € Kosten plus/minus.
Das Geld werden sehr viele Höfe nicht reinstecken wollen oder können.


Und das wäre bei uns auch die Größenordnung um in Tierwohlstufe 3 oder 4 zu kommen. Wobei der letzte Stall 500000 komplett gekostet hat. Das steht doch in keinem Verhältniss...
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 21, 2022 2:20

Währenddessen bietet die Lebensmittelzeitung ein Seminar über Rohstoffmangel und Lieferkettenprobleme an

https://dfvcg-events.de/digital-talk/ve ... ement_2022

Zu den Themen zählen:

Wie können Rohstoffmangel und Probleme bei den Lieferketten gehandelt werden?
Welche Lösungsansätze und Alternativen bieten sich an?
Welche Folgen bringen aktuelle deutsche und EU-Gesetze mit sich? Verstärken diese die Lieferengpässe?
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon böser wolf » Fr Jan 21, 2022 8:41

Verallgemeinern lässt sich auch bei diesem Thema nichts .
Wer die Möglichkeit zur direktvermartung hat , der kann auch in Zukunft mit einem bezahlten Kuhstall 30 Kühen und einer Milchtankstelle, sowie einem hühnermobil den Großteil seines Einkommens generieren.
Nur braucht es dazu halt auch die richtige Lage .
In Zukunft werden die mittleren Betriebe auf der Strecke bleiben , Betriebe mit überschaubarer grösse ohne fremdkapital mit nieschenproduktion oder Nebenerwerb und ganz grosse mit Spezialisierung werden wohl mittelfristig überleben.
Ich war im vergangenen Jahr beim pachten nur der zweite Sieger, weil ich nur einen dreijährigen Pachtvertrag unterschreiben wollte .
Letztendlich bekam mein Mitbewerber den Zuschlag weil er bereit war sich auf zehn Jahre festzulegen ...
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Fr Jan 21, 2022 8:50

Wieso sieht die denn so schlecht aus? Gerade erst wieder eine Fläche für 800 €/ha verloren, der neue Pächter muss doch eine riesen Gewinnentwicklung seines Betriebes sehen, oder warum kann der mehr als das doppelte wie ich bezahlen, wobei ich sogar Vollkostenrechnung betreibe und das beurteilen kann? Mit gebrauchten Gelumpe fährt hier auch keiner mehr rum und die Trecker werden immer größer. Ihr täuscht Euch also gewaltig, die Gewinne werden in der Landwirtschaft immer größer :lol: :lol:
Aluhut Akbar !
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Patrik85 » Fr Jan 21, 2022 9:04

böser wolf hat geschrieben:Verallgemeinern lässt sich auch bei diesem Thema nichts .
Wer die Möglichkeit zur direktvermartung hat , der kann auch in Zukunft mit einem bezahlten Kuhstall 30 Kühen und einer Milchtankstelle, sowie einem hühnermobil den Großteil seines Einkommens generieren.
Nur braucht es dazu halt auch die richtige Lage .
In Zukunft werden die mittleren Betriebe auf der Strecke bleiben , Betriebe mit überschaubarer grösse ohne fremdkapital mit nieschenproduktion oder Nebenerwerb und ganz grosse mit Spezialisierung werden wohl mittelfristig überleben.
Ich war im vergangenen Jahr beim pachten nur der zweite Sieger, weil ich nur einen dreijährigen Pachtvertrag unterschreiben wollte .
Letztendlich bekam mein Mitbewerber den Zuschlag weil er bereit war sich auf zehn Jahre festzulegen ...


Exakt meine Einschätzung, wobei die von dir aufgezeigten Betriebsmodelle alle anspruchsvoller sind als mittelgroßer Standartackerbau.

Wie auch in den letzten Jahrzehnten ist es für den einzelnen wichtig den rechtzeitigen Absprung nicht zu verpassen! Gelingt dies nicht, wird Vermögen im großen Stil verbraucht.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon wastl90 » Fr Jan 21, 2022 9:11

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Wieso sieht die denn so schlecht aus? Gerade erst wieder eine Fläche für 800 €/ha verloren, der neue Pächter muss doch eine riesen Gewinnentwicklung seines Betriebes sehen, oder warum kann der mehr als das doppelte wie ich bezahlen, wobei ich sogar Vollkostenrechnung betreibe und das beurteilen kann? Mit gebrauchten Gelumpe fährt hier auch keiner mehr rum und die Trecker werden immer größer. Ihr täuscht Euch also gewaltig, die Gewinne werden in der Landwirtschaft immer größer :lol: :lol:

Den Eindruck kann man schon haben ja.
Es wird schon spannend was im Jahr 2023 kommt. In den letzten Tagen sind einige Dinge durchgesickert, unter anderem, dass die Stilllegung nicht auf dem eigenen Betrieb stattfinden muss. Schwache Standorte mit kleinen Parzellen und schlechten Böden, könnten doch für die starken Standorte (Sonderkulturen, Veredelungsgebiete und Co.) die Stilllegung übernehmen? Wäre zumindest ein Denkansatz.

Zur Zeit gibt es einfach zu viele Unwägbarkeiten um seriöse über die Zukunft spekulieren zu können. Inflation, teure Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und eine sehr dynamische Entwicklungen bei den politischen Wünschen, werden in der nahen Zukunft noch einige Überraschungen parat haben.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Patrik85 » Fr Jan 21, 2022 9:36

wastl90 hat geschrieben:
Es wird schon spannend was im Jahr 2023 kommt. In den letzten Tagen sind einige Dinge durchgesickert, unter anderem, dass die Stilllegung nicht auf dem eigenen Betrieb stattfinden muss. Schwache Standorte mit kleinen Parzellen und schlechten Böden, könnten doch für die starken Standorte (Sonderkulturen, Veredelungsgebiete und Co.) die Stilllegung übernehmen? Wäre zumindest ein Denkansatz.


Das ist nix Neues, bieten Brandenburger Betriebe schon länger für die Bördebauern an...
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon ReinerStoff » Fr Jan 21, 2022 10:54

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Wieso sieht die denn so schlecht aus? Gerade erst wieder eine Fläche für 800 €/ha verloren, der neue Pächter muss doch eine riesen Gewinnentwicklung seines Betriebes sehen, oder warum kann der mehr als das doppelte wie ich bezahlen, wobei ich sogar Vollkostenrechnung betreibe....

Nochmals zum Verständnis nachgefragt, du verlierst eine Pachtfläche für 800.- €/a, weil der/ein neuer Pächter 1600+ € bietet? :regen: n8
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