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Landwirtschaft....? Nein, danke!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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369 Beiträge • Seite 1 von 25 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 25

Wie würdet ihr auf den Brief der Bürgerinitiative reagieren?

Ja ankreuzen, Massentierhaltung ist nicht vertretbar
26
20%
Ja ankreuzen, und später anders entscheiden
0
Keine Stimmen
Nein ankreuzen, und gegen den Strom schwimmen
20
16%
Einen gesondert Brief schreiben und die eigene Position im Detail offen legen
55
43%
Gar nicht reagieren.
28
22%
 
Abstimmungen insgesamt : 129

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Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » So Aug 28, 2011 9:21

Bei uns tobt der Zeit ein schweres Ringen um den Bau einer Anlage zur Küken-Produktion. Es hat sich eine Bürgerinitiative gebildet die vor kurzem eine Podiumsdiskussion veranstaltet hat. Das eigentümlich war, dass sie aber nur Gegner der Anlage im speziellen und Gegner der Tierhaltung im allgemeinen eingeladen hatte. Es ging nur darum Wege zu finden den Bau zu verhindern und nicht darum einen Kompromiss zu finden mit dem alle Leben können. Es herrscht hier stellenweise wirklich schon eine feindliche Stimmung gegenüber der Landwirtschaft. Wenn ich öffentlich äußern würde, dass ich mir vorstellen könnte noch mal einen Stall zu bauen, könnte dass innerhalb kürzester zeit zur Gründung einer Bürgerinitiative führen.

http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Regi ... d,137.html

Kurz nach dieser Veranstaltung bekam ich als Kandidat für die Kommunalwahl einen Brief der Bürgerinitiative.

Brief BI Misselwarden.pdf
(138.08 KiB) 825-mal heruntergeladen


Ich finde dieses Schreiben ist doch schon ein starker Stück. Es wird keine Möglichkeit zur differenzierten Meinungsäußerung eingeräumt, sondern nur ein Schwarz-Weiß-Denken propagiert. Nach dem Motto: "Sind sie gut oder böse, und denken sie daran wir werden es noch vor der Wahl allen erzählen."
Wie soll ich mich dazu äußern, es wird nach Massentierhaltungsställen gefragt. Gibt es dafür eine Definition? Was macht einen Landwirten zum Massentierhalter? Welche Stückzahl welcher Gattung muss ich halten um in diese Kategorie zu fallen? Gilt die Zahl für jede Gattung einzeln oder gibt es einen Gesamtschlüssel zur Berechnung des Status als Massentierhalter. Wie kann ich mich guten Gewissen für oder gegen etwas aussprechen, von dem ich noch nicht einmal weiß wie es aussehen soll. Bedarf nicht jeder Antrag eines Baues der Einzelfallprüfung? Genauso wenig wie ich pauschal gegen die Tierhaltung sein kann, könnte ich mich pauschal für den Tourismus aussprechen. Wenn ich jetzt sagen würde ich unterstütze jede Form von Tourismus und in ein paar Jahren sollen "Bettenburgen für Ballermänner" gebaut werden, müsste ich doch mein Wort brechen oder?
Es wird immer heraus das der Landkreis Cuxhaven eine Touristenregion wäre, der Umsatz stärkste Wirtschaftszweig bei uns ist aber nach wie vor die Landwirtschaft.
Wie würdet ihr euch verhalten, Ja ankreuzen und dem Wähler nach dem Mund reden, Nein ankreuzen und sich den Zorn der Bevölkerung zuziehen, schweigen um sich jede Option offen zuhalten oder einen Brief an die Bürgerinitiative schreiben und den eigenen Standpunkt klar offenlegen?

Nimmt es in eurer Gegend auch solche Züge an, bei uns haben bisher zum Glück noch keine Ställe gebrannt, aber bei der Stimmung die in Misselwarden herrscht könnte ich mir vorstellen, dass wenn der Stall gebaut wird es bald soweit ist.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon forenkobold » So Aug 28, 2011 9:44

DAS ist Deutschland im Jahre 2011.

Der Deutsche braucht seinen "Juden" oder "Türken". Und weil er gegen DIE nicht darf, sucht er sich völlig legitim den Tierhalter, Biogaser oder Pflanzenschutzspritzer aus.
Mit medialem und politischem Beifall.
Im Grunde genommen ist es eine Minderheit.
20% der Bevölkerung :Pack, Arschlöcher.
Haben kein moralisches Anrecht auf ihr Fressen.
nochmal 20%, die sich mitreissen lassen.
Und eine Mehrheit, der das alles egal ist.

Der Brief ist eine Frechheit. Schreib denen, was DU unter "Information" verstehst. Und dass Du bis jetzt nur EINSEITIG informiert wurdest und deshalb keine Basis für eine Stellungsnahme hättest.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon SHierling » So Aug 28, 2011 9:59

Tja .. das ist Demokratie: "Wir möchten gerne Wissen, was Sie denken, damit wir entscheiden können ob wir Sie wählen oder nicht" - sowas ist legal und Du bist dafür. Also nicht für die BI, aber ja immerhin dafür, daß "sich jeder beteiligen soll" und "jeder wählen darf". Kann ich eine gewisse Schadenfreude nu auch nicht verhehlen :prost: , es ist doch lobenswert von den Leuten, das Volk über die Ansichten der Kandidaten informieren zu wollen, wenn die das selber nicht tun?! Die können auch ne eigene Partei gründen, und selber Leute zur Wahl stellen. Viel Spaß damit.

Der Brief selber ist aber ziemlich dämlich, denn die erwarten ja, daß Du Dich, wenn Du "ihnen nach dem Munde redest", gegen geltendes Recht stellst, und so würde ich den auch beantworten: Die Genehmigung solcher Anlagen richtet sich nicht nach der persönlichen Ansicht der Gemeindevertreter, sondern nach den vorhandenen Gesetzen. (Fragst Du Reini, welche das alles sind, BImSch und Dünge und Wasser und Lärm und Trallalla). Die Änderung solcher Gesetze könntest Du, wenn sie Dir ausreichende Mengen an Unterschriften einreichen, ggf befürworten blablabla, die Genehmigung solcher Anlagen bliebe davon abgesehen aber immer Sache GELTENDEN Rechtes.

Wenn Du ein bißchen Zwietracht säen willst, schreibste noch was rein von wegen "Viele Menschen hierzulande befürworten die Freilandhaltung", bei der ungleich mehr Keime, Lärm, Geruch blablabla" und auch das wären ja Wähler und DU armer Mensch müßtest all diese Positionen nu gegeneinander abwägen.

Is aber wirklich ärgerlich, sowas. Jetzt mal ohne "Diplomatie" und bloß ich: wie kommen solche Spacken eigentlich dazu, Dir OHNE HAND UND FUSS, also ohne nachzuweisen, daß Sie eine nennenswerte Anzahl an Stimmen haben, irgendwas sagen zu wollen? Die sollen mal erst Unterschriften sammeln, und dann können sie rumpupen. (Wobei: was tut man, wenn sie genug Unterschriften haben? Dann bist Du als Volksvertreter nun mal dafür zuständig, die Meinung des Volkes durchzusetzen, und eben nicht Deine eigene. Scheiß-Spiel. Hätte ich auch keine Lust zu).
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » So Aug 28, 2011 10:18

@SHierling

Der Stall wird nach geltendem recht wohl auch gebaut werden, es kommt darauf an wie viel Durchhaltevermögen der Antragsteller hat. Der Stall befindet sich im Außenbereich und die Gemeinde kann nur eine Stellungnahme dazu abgeben. Ob der gewählte Standort in Anbetracht der Zuwegung sinnvoll ist sei mal dahin gestellt. Was mich stört ist, dass die BI den Bau einfach nur verhindern will und keinerlei Kompromissbereitschaft erkennen lässt. Man könnte über Standort, Größe oder Ausgestaltung sicher reden, aber wo kein Wille ist, ist kein Weg. Das Ding wird wohl auf Grund der Gesetze durchgezogen, die BI wird den Bau etwas verzögern können und mit der Zeit werden sie sich daran gewöhnen.

Und um eines klar zustellen, lieber Schlage ich mich mit der BI herum als mich einem Diktator SHierling (Fehler wurde behoben und bedauert) zu unterwerfen. In diesem Zusammenhang kann ich immer nur auf Winston Churchill verweisen:

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“

Sobald du mir eine Staatsform präsentieren kannst, die einfacher, besser und gerechter ist bin ich gerne bereit meinen Standpunkt zu überdenken.
Zuletzt geändert von Cairon am So Aug 28, 2011 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon SHierling » So Aug 28, 2011 10:32

Cairon hat geschrieben:Und um eines klar zustellen, lieber Schlage ich mich mit der BI herum als mich einem Diktator SHirling zu unterwerfen. In diesem Zusammenhang kann ich immer nur auf Winston Churchill verweisen:

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“

Sobald du mir eine Staatsform präsentieren kannst, die einfacher, besser und gerechter ist bin ich gerne bereit meinen Standpunkt zu überdenken.

Dann solltest Du erstens damit anfangen, zum Zeichen der "Kompromißbereitschaft" meinen Namen richtig zu lesen und zu schreiben, und zweitens vllt auch meine Beiträge, bevor Du zu den üblichen Stammtisch-Verleumdungen greifst. Ich hab meines Wissens nirgends irgendwelche Anzeichen von Befürwortung einer Diktatur von mir gegeben, und die Tatsache, daß DU Dir nichts anderes als unsere heutige Demokratie vorstellen kannst, heißt nicht, daß es keine anderen gibt oder geben könnte. (Ich empfehle Dir mal, Dich ein wenig damit zu beschäftigen, zB über Sartori: "Demokratietheorien", oder, wenn Du Dir das nicht leisten willst, informiert Dich auch gern unsere Bundeszentrale für politische Bildung mit Band 424 "Demokratie-Theorien von der Antike bis zur Gegenwart".)
Was meine persönliche Ansicht angeht: ich bin davon überzeugt, daß ein geändertes Wahlsystem (nach Fachbereichen statt nach Parteien) dem ganzen , auch in anderen Bereichen als der Landwirtschaft, sehr zuträglich wäre. Das hat mit Diktatur so wenig zu tun wie Dein Beitrag mit Fairness. Also tu mir den Gefallen, und hör mit Deiner blödsinnigen und verlogenen Hetzerei gegen mich auf bevor ich ärgerlich werde und Deiner BI nette Briefe schreibe ;-) :P
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon estrell » So Aug 28, 2011 10:41

Was ist an der derzeitigen Demokratie den bitte gerecht?
Und ja, wer Demokratie will, der muß auch mit Bürgerinitiativen leben. Denn - die Zeiten, das man einfach jemanden wählte, egal ob er mit 16 Jährigen rummachte, ein Steuersünder war, mal einen Polizisten mit Steinen beworfen hat oder nen Megastall baute, "müssen nach Meinung der Mehrheit" endlich zuende sein. Alles, aber auch alles muss aufgedeckt werden! Und wer entscheidet, was wichtig ist? Die Presse macht Mehrheiten - genau wie das Internet/die Foren/die Sozialen Netzwerke. Was also ist am Mandat von Mitläufern gerecht?

Wiewohl es mich auch schon immer gestört hat, das zB nie klar ist, was nun ein Massentierhalter ist - ist das die Frau, die in ihrer Wohnung 40 Katzen hällt oder der Bauer/In mit seinem 35Kuh Bestand? Auch andere Schlagmichtotworte wie Kapitalist, Tierquäler... sind "allgemeinverständlich, aber gleichzeitig unfassbar".
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » So Aug 28, 2011 10:42

Jetzt sind wir also schon bei Drohungen angekommen, die auch Smileys nicht besser machen.

Wie willst Du denn definieren, wer in einem Fachbereich kandidieren darf? Wenn ich im Bereich Landwirtschaft kandidieren wollte, würde dann eine Ausbildung reichen oder müsste ich schon ein Studium nachweisen? Wie willst Du filtern wer berechtigt ist und wer nicht, sollten für unterschiedliche Parlamente unterschiedlich Hohe Anforderungen gelten und hältst Du dass wirklich für realisierbar. Wenn jemand der mal Fachmann für einen Bereich war, des Wissen aber deutlich überholt ist, fliegt der dann aus dem Gremium? Dürfen dann nur Menschen mit Kindern über Familienpolitik entscheiden? Wie sieht es im Bereich Bundeswehr aus, dürfen dann nur gediente kandidieren oder gar nur Offiziere? Darf sich ein Soldat dann noch eine Meinung zum Zivildienst erlauben? Würde diese Formen nicht zu einer partiellen Führung durch Eliten führen? Ich halte Deinen Ansatz ja für interessant, allerdings sehe ich ihn auch als nicht realisierbar und gefährlich an.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon xyxy » So Aug 28, 2011 11:35

Nun, es ist ja noch ein paar Tage hin zur Wahl, da könnten doch noch mehr Briefe kommen, möglicherweise eine Briefflut!

Gegen/für Autobahnen und Geschwindigkeitsbgrezung
-----------Biogas und Mais
-----------Ampeln oder nicht
-----------Fleischessen Grillverbot
-----------Turboabi oder Turbokindergarten
-----------schlechtes Wetter während der Urlaubszeit oder am Wochenende
-----------Wählen überhaupt
usw.

Schreib einfach, du würdest vor lauter Fanpost umkommen und nach der Wahl die Zeit finden um die speziellen Wünsche der WählerInnen zu berücksichtigen, so sind die Wähler in Zugzwang :wink:, halte sie neugierig :klug:

btw:
Ein Atomreaktor in der Nähe der US-Hauptstadt Washington schaltete sich nach Beschädigungen durch den Sturm automatisch ab. Der Haupttransformator war zuvor von einer Aluminiumverkleidung getroffen worden, wie ein Sprecher der Betreiberfirma Constellation Energy Nuclear Group mitteilte. Die Lage in dem AKW sei sicher.
ntv OT Ende

OH...Oooh
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon SHierling » So Aug 28, 2011 12:20

Cairon hat geschrieben:Jetzt sind wir also schon bei Drohungen angekommen, die auch Smileys nicht besser machen.

Wie willst Du denn definieren, wer in einem Fachbereich kandidieren darf? Wenn ich im Bereich Landwirtschaft kandidieren wollte, würde dann eine Ausbildung reichen oder müsste ich schon ein Studium nachweisen? Wie willst Du filtern wer berechtigt ist und wer nicht, sollten für unterschiedliche Parlamente unterschiedlich Hohe Anforderungen gelten und hältst Du dass wirklich für realisierbar. Wenn jemand der mal Fachmann für einen Bereich war, des Wissen aber deutlich überholt ist, fliegt der dann aus dem Gremium? Dürfen dann nur Menschen mit Kindern über Familienpolitik entscheiden? Wie sieht es im Bereich Bundeswehr aus, dürfen dann nur gediente kandidieren oder gar nur Offiziere? Darf sich ein Soldat dann noch eine Meinung zum Zivildienst erlauben? Würde diese Formen nicht zu einer partiellen Führung durch Eliten führen? Ich halte Deinen Ansatz ja für interessant, allerdings sehe ich ihn auch als nicht realisierbar und gefährlich an.


Also ich finde solche "Drohungen" allemal besser als Tatsachen wie eben zB Deine Art, mich hier öffentlich zu Verleumden, immerhin ist Briefe schreiben völlig legal, und eine BI zu unterstützen ist ausgesprochen demokratisch - anderen Leuten die Befürwortung von Diktaturen zu unterstellen ist das nicht :evil:
Also mach mal halblang. Und die Einzelheiten eines anderen Wahlsystems hatten wir hier schon oft genug, lies halt nach.

Wenn Dir das hiesige und gängige System so sympathisch ist, dann versteh ich gar nicht, wo jetzt Dein Problem ist? Die Leute tun ganz genau das, was DU SELBER hier permanent forderst und fördern willst: die bringen ihre Ansichten zum Ausdruck, sie beteiligen sich an Deiner Sorte Demokratie, und wenn jeder immer weiter behauptet, dies sei das einzig Wahre System, dann würde ich mich an Deiner Stelle einfach schon mal damit abfinden, daß Du als Landwirt eben von der Ansicht der Mehrheit zum Thema Massentierhaltung abhängig bist und Dich danach zu richten hast!, und zwar ERST RECHT als gewählter Volksvertreter. Und dazu mußt Du auch nicht HIER fragen, wie da die Definitionen aussehen, dazu fragst Du dann die entsprechenden Parteien und Vereine, die solche Ansichten vertreten.

Zu Deiner Information, eine mögliche Antwort sieht dann so aus:#
(...)unter der Massentierhaltung verstehen wir die konzentrierte, industrielle und nicht bäuerliche Haltung von Tieren, v.a. Geflügel, Rindern und Schweinen, in meist sehr großen Beständen auf engem Raum zur Erzeugung tierischer Nahrungsmittel.
Im Gegensatz zur bäuerlichen Tierhaltung wird in der Massentierhaltung meistens kein oder kaum betriebeigenes Futter erzeugt, sondern Futter komplett von außen bezogen. Eine Kreislaufwirtschaft findet nicht statt. Die Flächenbindung von max. 2 GV pro Hektar wird nicht eingehalten.(...)
auf den konkreten Gesetzesentwurf bezogen gibt es natürlich eine konkrete Definition für "Massentierhaltungsanlagen".

Im Baugesetzbuch § 35 Absatz 1 sind folgende Bauvorhaben im Bereich der Tierhaltung privilegiert, die ihrer Produktionsweise nach eine landwirtschaftstypische sind. Dies bedeutet, dass das Tierfutter überwiegend auf den zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Flächen erzeugt werden muss, wenn die Privilegierung in Anspruch genommen werden soll.

Eine Vielzahl der heute geplanten Massentierhaltungsanlagen erfüllt diese Bedingungen nicht. Sie werden nicht nach § 35 Absatz 1 Nummer 1 sondern nach § 35 Absatz 1 Nummer 4 zugelassen. Diese Nummer sieht in Ausnahmefällen mögliche Privilegierung von Bauvorhaben vor, die nicht im Innenbereich gebaut werden sollen.

Unsere vorgeschlagene Gesetzesänderung beinhaltet nun, dass Bauvorhaben für Tierhaltungsanlagen, die nach Nummer 1 nicht zugelassen werden können, auch nicht nach Nummer 4 zugelassen werden dürfen.

Steht hier im Forum auch schon mal. Und wenn Du das nicht glauben oder nicht haben willst, dann zähl einfach mal die Bauern in Deiner Gemeinde durch, und dann zählst Du die Massentierhaltung-Gegner, und dann weißt Du, was langfristig dabei rauskommt.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon forenkobold » So Aug 28, 2011 12:25

Kinners.. nu vertragt Euch doch.
In der Sache denkt Ihr doch gleich.....
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » So Aug 28, 2011 13:06

@SHierling

Ich habe der BI nie das Recht abgesprochen sich so zu verhalten, ich bin aber auch nicht verpflichtet ihre Meinung zu teilen. Ich denke in der Sache muss ein Weg gefunden werden, der für beide Seiten tragbar ist.

Hier die Seite der BI http://bi-misselwarden.de/

Woher stammt denn die Mögliche Definition für Massentierhaltung?

...)unter der Massentierhaltung verstehen wir die konzentrierte, industrielle und nicht bäuerliche Haltung von Tieren, v.a. Geflügel, Rindern und Schweinen, in meist sehr großen Beständen auf engem Raum zur Erzeugung tierischer Nahrungsmittel.
Im Gegensatz zur bäuerlichen Tierhaltung wird in der Massentierhaltung meistens kein oder kaum betriebeigenes Futter erzeugt, sondern Futter komplett von außen bezogen. Eine Kreislaufwirtschaft findet nicht statt. Die Flächenbindung von max. 2 GV pro Hektar wird nicht eingehalten.(...)
auf den konkreten Gesetzesentwurf bezogen gibt es natürlich eine konkrete Definition für "Massentierhaltungsanlagen".


Die meisten Betriebe richten sich bei ihrer Tierhaltung an den gültigen Tierschutzgesetzen, sind Betriebe die Richtlinien erfüllen Massentierhalter oder ist das Gesetz der Maßstab, so dass niemand der diesen Punkt erfüllt ein Massentierhalter wäre.
Solange ich meine Schweinehaltung wie jetzt zum größten Teil mit eigenem Getreide plus Ergänzer bestreite bin ich Bauer, stelle ich meine Produktion auf Grund von Witterung und DB um, produziere nur noch Mais für die BGAs und kaufe Alleinfutter zu, so werde ich Massentierhalter. Der Kreislauf ist dann ja auch nicht mehr zwischen Stall und Feld gegeben, weil die Gülle der Schweine dann ja in der BGA landen und die Nährstoffe daraus keinen Rückweg in den Stall finden. Außerdem kenne ich Betriebe die ihren Ackerbau komplett abgegeben haben. Die Flächen befinden sich noch im Besitz der Betriebes, es wurde aber ein Nutzungsvertrag mit dem Nachbarn geschlossen, der die Flächen bewirtschaftet und den Mais und das Gras dann auf den Höfen abliefert, so dass sich die Betriebsleiter nur noch um ihre Rinder kümmern können. Ist das Massentierhaltung. Ein Privatmann hat einen Hektar Weide, er hält aus Spaß an der Freud 3 Mutterkühe auf der Fläche und füttert aus gekaufter Silage zu, ist er jetzt Massentierhalter weil er mehr als 2 GV pro Hektar hat?

Im Baugesetzbuch § 35 Absatz 1 sind folgende Bauvorhaben im Bereich der Tierhaltung privilegiert, die ihrer Produktionsweise nach eine landwirtschaftstypische sind. Dies bedeutet, dass das Tierfutter überwiegend auf den zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Flächen erzeugt werden muss, wenn die Privilegierung in Anspruch genommen werden soll.


Würde für die Anlage in Misselwarden ja zutreffen, denke dort würde überhaupt kein Eigenfutter verfüttert.

Eine Vielzahl der heute geplanten Massentierhaltungsanlagen erfüllt diese Bedingungen nicht. Sie werden nicht nach § 35 Absatz 1 Nummer 1 sondern nach § 35 Absatz 1 Nummer 4 zugelassen. Diese Nummer sieht in Ausnahmefällen mögliche Privilegierung von Bauvorhaben vor, die nicht im Innenbereich gebaut werden sollen.
Unsere vorgeschlagene Gesetzesänderung beinhaltet nun, dass Bauvorhaben für Tierhaltungsanlagen, die nach Nummer 1 nicht zugelassen werden können, auch nicht nach Nummer 4 zugelassen werden dürfen.


Also richtet sich die Tatsache ob man Massentierhalter ist oder nicht allein danach wie viele ich pro Hektar habe. Wenn ich 2000 ha Grundfutterfläche habe, das Futter selber verfüttere und meine Gülle auf dem Hof lasse kann ich 3500 Kühe auf der Fläche halten.


Nach den von Dir aufgeführten Kriterien haben wir hier fast nur Bauern. Allerdings weiß ich nicht genau wie viele GV die Milchbetriebe hier je Hektar halten. Ein Betrieb wäre im Bereich Schweine ein Massentierhalter, er hat 150 Kühe und macht die 200 Schweine mit Alleinfutter. Im Nachbarort sind seit über 30 Jahren Farmen von Lohmann, die würden dann als Massentierhaltungsanlagen gelten. Sie haben keine Flächen sondern haben Abnahmeverträge mit Landwirten zur Mistentsorgung und sie haben keine eigene Futterproduktion. Naja, sie haben ein eigenes Mischwerk aber das Getreide wird halt zugekauft.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon julius » So Aug 28, 2011 13:20

Cairon hat geschrieben:
Nimmt es in eurer Gegend auch solche Züge an, bei uns haben bisher zum Glück noch keine Ställe gebrannt, aber bei der Stimmung die in Misselwarden herrscht könnte ich mir vorstellen, dass wenn der Stall gebaut wird es bald soweit ist.


Bei uns hat ein Milchviehhalter seine Biogasanlage trotz heftiger Kritik der anliegenden Dorfbevölkerung durchgeboxt.
Nun hat er seine Biogasanlage. Leider ist er aber seither mit der nichtlandwirtschaftlichen Dorfbevölkerung zerstritten.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon SHierling » So Aug 28, 2011 13:32

Cairon: die Definition ist als Gesetzesvorlage so von den Grünen eingereicht worden. Geschickt hat sie mir auf Nachfrage Silvia Bender, Referentin für Ländliche Räume, Agrarpolitik und Tierschutz, Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Und ich vertrete nicht deren ansicht, ich hab das nur zitiert.

Und was Du der BI ab oder zusprichst, ist mir - mit Verlaub - völlig egal, mir gehts darum, was Du MIR hier unterstellst, und daß Du in Folge noch so oberdreist bist, mich in die Ecke irgendwelcher "Bedroher" zu stellen, wenn ich Dich darauf hinweise, daß hier keiner verpflichtet ist, ausgerechnet auf Deiner Seite zu stehen. Sowas ist billigster Populismus unterster Kajüte. :evil:

Und um den advocatus diaboli mal weiterzuspinnen: wie kommst Du darauf, daß die Leute es nötig hätten, ausgerechnet eines einzelnen Bauern wegen Kompromisse zu machen? Deren "Kompromiß" besteht darin, daß sie, wie Du ja selber schreibst, schon etliche industrielle Tierhaltungen in ihrer Umgebung dulden und tolerieren. Irgendwann ist eben Ende Gelände und das kannst Du nicht dadurch unterwandern wollen, daß Du ihnen sagst: Wer 10, 20 oder 30 Ställe vor der Nase hat, muß auch den 40sten noch hinnehmen, denn genau das ist eben kein "Kompromiß" mehr (aus der SIcht der BI)
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » So Aug 28, 2011 14:52

@SHierling

Ich habe nie behauptet, dass Du deren Ansicht vertrittst, ich habe lediglich gefragt woher die Sache stammt und versucht die Folgen heraus zu stellen, wenn dieser Antrag Gesetzt würde. Außerdem scheinen die Ersteller ja auch noch nicht am Ende gewesen zu sein, schließlich so für den Gesetzesentwurf eine genauere Definition noch folgen.

Ich habe nie geschrieben, dass Du ein Bedroher bist, dass hast Du ganz alleine in meine Aussagen hinein interpretiert. Ich habe lediglich geschrieben, dass ich es für gefährlich halte, wenn man untere Bildungsschichten mit mangelnden Qualifikationen vom passiven Wahlrecht ausschließen will. Oder habe ich Dich in diesem Bezug falsch verstanden. Falls ja kläre mich bitte auf, wie Du festlegen möchtest welche Qualifikation für welches Amt von Nöten ist. Es mag ja sein, dass mit der nötige Intellekt fehlt Deinen staatsbildenden Ideen zu folgen, aber ich halte die heutige Demokratie für das beste, vorhandene System, dass auch realisierbar ist. Und bis ich eines besseren belehrt werde, werde ich auch bei dieser Meinung bleiben. Dafür dass ich Dich als potentiellen Diktator tituliert habe entschuldige ich mich, es war sarkastisch gemeint und was nicht als persönliche Beleidigung gedacht. Und jeder hat ein Recht auf seine Meinung und niemand ist gezwungen meine zu teilen, aber genau so wenig muss ich Deine Meinung teilen.

Ich weiß ja nicht ob Du schon mal hier gewesen bist, die Stalldichte ist hier keinesfalls vergleichbar mit Cloppenburg oder Vechta. Angesichts der rechtlichen Lage wird der Stall gebaut werden, mit oder ohne BI. Ich denke die Leute sollten mit dem Baueherren einen Kompromiss suchen, da sonst die Anlage eben mit Gewalt hochgezogen wird und wenn es sein muss kommt da eben Werksschutz hin. Ich finde den Tourismus hier nicht besonders toll, aber ich arrangiere mich damit und wo es zu Konflikten kommt suche ich den Ausgleich. Wenn man generell versucht Ställe auf Dauer zu verhindern und möglicherweise irgendwann zu illegalen Methoden greift, braucht man sich nicht wundern wenn es zu Gegenaktionen kommt. Verhinderung von Baugebieten durch Landwirte, Ausreitzen der Gülleverordnung bis an die Grenzen usw.

Und um bei Deinem Tonfall zubleiben, eigentlich ist es mir vollkommen egal was Du von mir und meinen Ansichten denkst.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Meini » So Aug 28, 2011 15:51

Wer Arsch hat, wird so eine Brief Öffentlich Beantworten ,da dieser dem Straftatbestand der Nötigung erfüllt.

Als weiteres würde ich Anzeige gegen diesen Mopp stellen.

Brigitta, du hast das gleiche Problem wie die Herrenmenschen der BI. Du verstehst weder Rechtsstaat noch Demokratie, die Basis der Demokratie, ist die Achtung eines jeden Menschen und die treten diese Leute mit Füßen.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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