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Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 22:30

Aktion am Feldrand

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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63 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon anhilde » Di Jun 18, 2019 5:49

Alles passiert zur gleichen Zeit, Kraut geht kaputt, zwei Wochen warten, kann man den ganzen Acker auf einmal ernten mit Kartoffeln mit gleichmäßiger Schale. Ist also quasi eine Produktionsoptimierung.

Edit: Falls meine Begründung für die Sikkation nicht stimmt oder was fehlt, können doch die Sikkation praktizierenden Landwirte hier mal erklären warum genau sie diese Anwenden. Ich wurde ja bei der Äusserung meiner Meinung dazu gleich persönlich angegangen. Also her mit sachlichen Begründungen von Experten zu dem Thema.
anhilde
 
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon Unkonventionell » Di Jun 18, 2019 20:01

Ich möchte nicht mit den Großagrariern tauschen, die mit Knebelverträgen der großen LM-Vermarkter geknechtet werden. Diesen Krebsgeschwüren geht der Lauf der Natur sonst wo vorbei, die wollen zu diesem oder jenem Zeitpunkt ihr Produkt, oder der Erzeuger sieht seine Marge schrumpfen. Am Ende ist es eiskalter Kapitalismus, den man auch verinnerlichen muss, will man erfolgreich konventionelle LW betreiben. :klug:
Unkonventionell
 
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon Südbaden Bauer » Di Jun 18, 2019 20:23

letztendlich mach ich den ganzen Zirkus um was zu ernten. Schwebt der Bio Gemüsebauer eigentlich über den Acker während der Konvi ne Schlammschlacht machen muss um das Gemüse rechtzeitig zu ernten?
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
Südbaden Bauer
 
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon Family Guy » Di Jun 18, 2019 21:12

Zurück zum Thema

@Unkonventionell
wie würdest du reagieren, wenn neben deinen Feldern ein Schild stände
"Der Schein trügt, hier wird der Boden mit dem Schwermetall Kupfer für Generationen verseucht, nur damit der Bauer mehr Kartoffeln ernten kann um noch mehr Gewinn zu machen, zusätzlich zu den EU Subventionen. Vorher wurden die Gelege der bodenbrütenden Vögel durch mehrfachen rücksichtslosen Einsatz schwere Technik vernichtet."
Sachlich nicht falsch, oder?
Zuletzt geändert von Family Guy am Di Jun 18, 2019 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon T5060 » Di Jun 18, 2019 21:19

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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon anhilde » Mi Jun 19, 2019 5:51

Kupfer ist ein Spurenelement das z.B. Pflanzen zur Photosynthese brauchen. Ja, Kupfer wird im Biolandbau eingesetzt, aber mit Auflagen bezüglich der Höchstmenge. Ich persönlich habe bisher noch nie Kupfer verwendet. Kupfer kommt natürlich im Boden vor, daher kommt es ja schließlich. Ich persönlich halte das Kupfer Argument für einen Strohhalm der Konvis, damit sie den Bios was vorwerfen können. Wie gesagt, es geht auch ganz ohne. Ich persönlich striegele meine Flächen nur sehr zeitig im Frühjahr wenn ich zwischen den Pflanzen den Boden noch sehen kann, ich habe mit meinem schweren Gerät noch keine Bodenbrüter auf dem Gewissen.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon anhilde » Mi Jun 19, 2019 5:56

@Unkonventionell, genau so ist es, und es gibt Alternativen. Sikkation ist ein Beispiel was passiert wenn man lebenswichtige Prozesse wie die Nahrungsmittel Produktion rein nach kapitalistischen Grundsätzen optimiert. Sollte man bzw. eine Gesellschaft nicht tun. Ist genauso schädlich wie es das z.B. im Gesundheitswesen ist. Das wollen die angepassten Systemlinge aber nicht hören. Zum Glück gibt es noch andere Werte als Kapital.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon Teddy Bär » Mi Jun 19, 2019 7:13

Die Sache mit dem dem Kupfer ist selbst unter Biobauern umstritten.
Aber an sich ist es wie mit dem Klärschlamm. Für die einen sind es Spurenelemente. An sich sind es aber Schwermetalle.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon LUV4.0 » Mi Jun 19, 2019 7:23

Meint ihr eigentlich, dass das die Landwirtschaft weiter bringt wenn wir uns gegenseitig an scheißen? Ich denke nicht.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon anhilde » Mi Jun 19, 2019 8:09

Natürlich ist Kupfer umstritten, es ist aber in der Natur vorhanden, das ist Fakt. Es wird im Biolandbau benutzt, aber im konventionellen doch wohl auch. Bei letzterem gelten vermutlich deutlich höhere Höchstmengen. Ich selber nutze kein Kupfer, zumindest bisher. Mir geht es nicht darum Konvi gegen Bio anzuheizen, das bringt in der Tat nichts. Das Kupfer Argument als Relativierung der konventionellen Praxis, das stört mich.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon µelektron » Mi Jun 19, 2019 8:48

Letztlich kommt alles aus dem Boden und kehrt dahin zurück, Kupfer wird in Minen abgebaut oder gewinnst Du Kupfer auf Deinem Acker? Die Chemische Industrie nutzt auch Rohstoffe zur Produktion ... und quasi alle Atome mit mehr als 2 Protonen werden in Fusionsreaktoren namentlich Sterne erbrütet.
Kupfer reichert sich eben an, wie Abbauprodukte anderer Betriebsmittel auch, von 'natürlich' kann in beiden Fällen nicht die Rede sein, es ist Landwirtschaft.

Und was den Idealismus angeht ... man muss ihn sich leisten können.
... ich mag keine Gäste die erst die Tür eintreten und dann nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon DWEWT » Mi Jun 19, 2019 8:58

Family Guy hat geschrieben:wie würdest du reagieren, wenn neben deinen Feldern ein Schild stände
"Der Schein trügt, hier wird der Boden mit dem Schwermetall Kupfer für Generationen verseucht, nur damit der Bauer mehr Kartoffeln ernten kann um noch mehr Gewinn zu machen, zusätzlich zu den EU Subventionen. Vorher wurden die Gelege der bodenbrütenden Vögel durch mehrfachen rücksichtslosen Einsatz schwere Technik vernichtet."
Sachlich nicht falsch, oder?


Du scheinst die Praxis des ökologischen Landbaus nicht gut zu kennen. Ich gehe mal davon aus, du beschreibst die Situation auf einem Öko-Kartoffelacker. Diese Fläche wurde evtl. im Spätwinter organisch gedüngt und dann wahrscheinlich gepflügt. Da dürfte es noch gar keine Bodenbrüter auf der Fläche gegeben haben. Die anschließenden Arbeiten erfolgten dann im zeitigen Frühjahr. Feingrubbern und eggen im März, dürfte ebenfalls noch keine Bodenbrüter gestört haben. Das sich unmittelbar anschließende Kartoffelpflanzen stört ebenfalls nicht. Der zeitliche Abstand zur Saatbettbereitung ist einfach zu kurz. Nach dem Pflanzen erfolgt das Eggen/Striegeln. Bis dahin ist soviel Aktion gewesen, dass potenzielle Bodenbrüter sich nach einer Brutalternative umgesehen haben. Kurz nach dem Striegeln erfolgt das erneute Anhäufeln der Dämme. Eine ökologische Kartoffelanbaufläche, ist für Bodenbrüter einfach zu unruhig. Daraus resultiert eine sehr geringe Verlustrate bei den Bodenbrütern. Um diesen Vögeln trotzdem Nistgelegenheiten zu geben, setzen einige Kollegen die Kartoffelablage stellenweise aus. Diese Flächen werden natürlich auch nicht mehr gestriegelt/geegt/gehäufelt/gehackt.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon anhilde » Mi Jun 19, 2019 9:20

Vielleicht hilft das ja zu verdeutlichen was ich meine: https://de.wikipedia.org/wiki/Kupfermangel

Kupfer ist da, und sogar wichtig. Kommt eben nicht nur in Mienen tief in der Erde vor. Das ist BS, nicht mehr und nicht weniger. Interessant fan ich z.B. den Satz im Sachkundebuch, der darauf hinweist, das sich die Abbauprodukte von chemischen Pflanzenschutzmitteln im Humuskomplex anreichern, man aber nicht weiter untersucht hat was da dann damit passiert..

Aber egal, die Diskussion ist müssig, man braucht mich auch nicht über die Entstehung von Elementen in Sternen aufklären, das sind Dinge über die ich schon einiges weiss.

Die einen passen sich eben an und versuchen, ggfs. mit Idealismus Dinge anders zu machen und andere leben getreu dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht." Der Spruch kommt ja im Volksmund nicht von ungefähr.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon µelektron » Mi Jun 19, 2019 11:27

anhilde hat geschrieben:Vielleicht hilft das ja zu verdeutlichen was ich meine: https://de.wikipedia.org/wiki/Kupfermangel

Kupfer ist da, und sogar wichtig. Kommt eben nicht nur in Mienen tief in der Erde vor. Das ist BS, nicht mehr und nicht weniger. Interessant fan ich z.B. den Satz im Sachkundebuch, der darauf hinweist, das sich die Abbauprodukte von chemischen Pflanzenschutzmitteln im Humuskomplex anreichern, man aber nicht weiter untersucht hat was da dann damit passiert..

Aber egal, die Diskussion ist müssig, man braucht mich auch nicht über die Entstehung von Elementen in Sternen aufklären, das sind Dinge über die ich schon einiges weiss.

Die einen passen sich eben an und versuchen, ggfs. mit Idealismus Dinge anders zu machen und andere leben getreu dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht." Der Spruch kommt ja im Volksmund nicht von ungefähr.


Der Mensch besteht aus Atomen, so oder so und das Kupfer nicht nur in Minen vorkommt ist selbsterklärend, alle Elemente kommen quasi überall vor, der Unterschied ist die Konzentration und wie wir alle wissen, die Menge macht das Gift, das gilt aber für alle Elemente. Welche nun nachhaltiger für die Bewirtschaftung von landw. Nutzflächen sind ist müßig drüber zu streiten, da gibt es für alle ein Für und Wider, wichtig ist mir dabei das Landwirtschaft ohne Kultivierung, Eingriff in die Natur, nicht funktioniert, sonst wären wir wieder bei den Jägern und Sammlern, was mit unserer fortschrittlichen Gesellschaft nicht machbar ist. Kleidung aus Fell und wohnen in Höhlen ist nicht so ganz der Zeitgeist.
Kupfer ist auch ein chemisches Pflanzenschutzmittel ... davon abgesehen, Kupfermangel in der Humanmedizin ist mir persönlich noch nicht begegnet, aber wenn wir schon über Wikipedia argumentieren:

Beim Menschen erzeugt Kupfersulfat einen starken Brechreiz und wird daher als Brechmittel eingesetzt. Für Mikroorganismen ist es hingegen stark giftig und hat in Gewässern schädliche Wirkungen. Das wassergefährdende Salz ist in Wassergefährdungsklasse 3, stark gefährdend, eingestuft.


https://de.wikipedia.org/wiki/Kupfersulfat

Der Satz mit dem "frisst er nicht" ist absolut daneben aus meiner Sicht. Es impliziert einen Mangel an kognitiver Leistungsfähigkeit und Flexibilität, das kann ich so nicht erkennen.
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Re: Aktion am Feldrand

Beitragvon elchtestversagt » Mi Jun 19, 2019 12:18

Wenn das Kupfer ja so "unschädlich" ist, warum wurde es uns Tierhaltern dann als Vorbeugemassnahmen gegen Durchfallerkrankungen, sowie bei den Rindern zur Klauenpflege verboten?
Lacht nicht, in den Pflanzenschutzprüfungen für den konvi-Giftmischer stehen jetzt auch Kupferhaltige PBM, mal sehen was kommt, wenn die für den konvi zugelassen werden, wie lange man dem Treiben dann zusieht, dann wird das ganz schnell für alle weg sein.
Die Gesamtmenge macht das Gift ( btw. 6000gr. Reinsubstanz sind momentan erlaubt), wenn nun 100% der Ackerfläche behandelt werden anstatt 15% wie nun....
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