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y_B hat geschrieben:Es geht hier nicht nur um den Rasenschnitt, sondern um den gefährlichen Gehölz- und Heckenschnitt, der bei dieser Gelegenheit gleich mit in den Wald gekippt wird. Durch den globalen Pflanzen- und Gehölzhandel werden vor allem in die Gärten neue Insekten und Mikroorganismen eingeschleppt, die bereits teilweise ihren Weg in die Wälder gefunden haben.
Nach hiesigem Recht ist das Abladen von Gartenabfällen im Wald eine Ordnungswidrigkeit, das gilt natürlich auch für Waldeigentümer. Im vorigen Jahr hat vermutlich ein Galabaubetrieb ca. 4 m3 verdichteten schmierigen Rasenschnitt bei über 30 Grad Sommerhitze in meinem Wald abgekippt, eine auch für Spaziergänger eklige Masse, die wir anfangs wegen des Gestanks für Schweinemist hielten. Die Forstverwaltung ist nach der Rechtslage verpflichtet, solche Verunreinigungen unbekannter Verursacher auf Kosten des Steuerzahlers zu beseitigen. Inzwischen habe ich auch die Jäger auf meiner Seite, so daß jetzt mein Wald sauber ist.
Ich halte meinen Rasen sehr kurz, so daß der Schnitt meistens liegen bleiben kann. Ansonsten fahre ich Gartenabfälle, besonders Heckenschnitt zur Kompostierungsanlage, die mir für jede Anhängerladung (1-2 m3) im Durchschnitt 3 Euro abnimmt.
forenkobold hat geschrieben:Bei uns hat es sich eingebürgert, das Schnittgut auf den nächsten Acker zu schmeißen. Egal was drauf angebaut ist.

schlechte Feldwege werden in Nullkommanix mit Bauschutt (gerne entkernte Badezimmer mit Klo, Waschbecken und Fliesen) aufgefüllt um
neue Entsorgungsmöglichkeiten zu erschliessen...

DAS IST ECHT DAS LETZTE - auch wenn es ja meistens "gut gemeint" ist, aber ich hab mir wegen sowas schon xmal den Auspuff abgerissen oder andere Schäden zugezogen, wenn das Zeug dann zugewachsen ist, und man von einer HALBWEGS ebenen Fläche ausgeht, und dann irgendso ein beschissenes halbes Klo unterm Auto langkratzt!!!!
)Frische Rasenabschnitte sind ideale Nawaro Substrate für die Biogasanlagen.
Bevor das jetzt jemand nachmacht: für Hühner ist die umgekehrte Variante: erst liegenlassen bis die Würmer drin sind, und dann in den Auslauf die bessere Idee. Mit Rasenschnitt erzieht man sich ggf Grasfresser, die dann gern mal an Kropfwickler oder weichem Kropf (Fehlgärung) sterben.
Kannst Du denn kein Schaf auf Deine Wiese stellen? Oder ein paar Karnickel?
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