ich denke ich bin nicht der einzige der sich schon vor geraumer Zeit die Frage gestellt hat, was man mit den im Frühjahr recht großen Mengen Schnittgut machen soll. Der Komposthaufen oder ein seperater Haufen sind keine Lösung, da das feuchte Schnittgut anfängt zu gammeln und zu stinken. Die Einfachste Möglichkeit ist das Mulchen der Flächen was aus meiner Erfahrung aber zum Verfilzen der Wiese führt. Das Vertikutieren im Herbst oder Frühjahr frisst dann wieder die Zeit die man mit der Entsorgung des Schnittgutes einspart. Außerdem fallen dann wieder große Mengen Moss usw an was das Problem also nur verlagert.
Eine Entsorgung des Schnittgutes über eine Kompostierungsanlage oder die Grüngutsammelstelle ist wegen des Transportes zu aufwändig. Außerdem wollte ich gerade die ersten beiden Schnitte gerne auf dem Grundstück behalten da ja doch einiges an Energie darin steckt und es sich gut als Kompost verwerten lässt.
Die ideale Lösung wäre aus meiner Sicht, das Schnittgut zu trocknen und dann zu kompostieren.
Nur wie lässt sich das Schnittgut ohne viel Aufwand trocknen?
Die Lösung kam mir rein zufällig in Form vom lieben Federvieh.
Das Schittgut lade ich bei uns im Hühnerhof ab. Die Damen haben eine riesen Freude und scharren im frischen Gras herum das es eine wahre Freude ist zuzusehen. Durch das Scharren wird das Gras permanent durchmischt und nebenbei fügen die Hühner auch etwas organisches Material hinzu
Die einzige Grenze ist bei mir (mit nur 4 Hühnern) die Menge des Schnittgutes. Wenn im Hühnerhof eine Schicht von mehr als 10 cm liegt kommen die gefiederten Helfer nichtmehr nach. Allerdings lässt sich hier von Hand nachhelfen wenn man alle zwei Tage mal mit der Gabel durchläuft und das Gras etwas aufwirft. Ebenso darf das Gras nicht zu langfaserig sein damit es sich von den Hühnern vermischen lässt.
Bevor ich neues Gras reinkippe räume ich immer das Alte ab und gebe es auf den Kompost.
Vielleicht konnte ich ja jemandem helfen
