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An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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286 Beiträge • Seite 1 von 20 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 20
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An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Beitragvon Paule1 » So Jun 21, 2009 13:19

An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Wir werden erleben müssen wie weit der Milchpreis noch fallen wird und kann, deshalb ist es wichtig an allen möglichen Schrauben zu drehen welche da überleben von uns Milchbauern sichern.

1. Grundfutter--evtl. wieder Sommer Grünfütterung--Mais durch Luzerne/Kleegras ersetzen

2. Kraftfutter--kein Schicki Micki.d.h. möglichst nur betriebseigenes

3. Maschienkosten--auf teueren Mischwagen verzichten

4. Tierarztkosten--senken, d.h. mit Tierarzt darüber reden, evtl. wechseln

5. Besamung-günstiger Bullen verwenden oder Black and Decker
6. Pachtpreise--wenn möglich senken
7. Nebeneinkünfte


was unternehmt Ihr z.Zeit. :?:
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Re: An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Beitragvon Geronimo » So Jun 21, 2009 13:31

Paule1 hat geschrieben:An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Wir werden erleben müssen wie weit der Milchpreis noch fallen wird und kann, deshalb ist es wichtig an allen möglichen Schrauben zu drehen welche da überleben von uns Milchbauern sichern.

1. Grundfutter--evtl. wieder Sommer Grünfütterung--Mais durch Luzerne/Kleegras ersetzen


2. Kraftfutter--kein Schicki Micki.d.h. möglichst nur betriebseigenes


3. Maschienkosten--auf teueren Mischwagen verzichten

4. Tierarztkosten--senken, d.h. mit Tierarzt darüber reden, evtl. wechseln

5. Besamung-günstiger Bullen verwenden oder Black and Decker
6. Pachtpreise--wenn möglich senken
7. Nebeneinkünfte


was unternehmt Ihr z.Zeit. :?:



Auf den Mischwagen zu verzichten kann sich keiner leisten, eine rentablere Maschine als einen Futtermischwagen gibts überhaupt nicht.

Bei Fleckvieh auf billigere Bullen zurückzugreifen bringt vielleicht 10 € je Kuh, und kostet dich beim nächsten Preishoch zehnmal so viel...

Was die Pachten betrifft muß man froh sein, wenn man die Preise halten kann. Ansonsten bestimmen die Biogasbetriebe momentan, wos lang geht.
Glaub auch kaum, dass ein Tierarzt mit sich handeln lässt. Evtl kann man in dem einen oder anderen Fall auf günstigere Medikamente zurück greifen.

Am vernünftigesten wäre es, sich von allen unproduktiven Kühen < 7000 FV oder < 8000 HF zu trennen.
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Beitragvon Paule1 » So Jun 21, 2009 13:39

Deine Argumente sind sicher alle treffend, denn eher werden die Kosten noch höher vor allem bei der Pacht, Biogas, bei uns ab 700 euro und Photvoltaik bei uns ab 1300 euro/ha/Jahr


Am vernünftigesten wäre es, sich von allen unproduktiven Kühen < 7000 FV oder < 8000 HF zu trennen.


Dann werden viel Betrieb bald (fast) keine kühe mehr im Stall haben :roll:

Auf Bio umstellen ist sicher ein weiter Option
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Beitragvon torfgräber » So Jun 21, 2009 13:44

Wir haben " Gott sei Dank" beim Kraftfutter noch Kontrakte,

Unrentable Kühe ausmerzen ist so ne Sache, die jeder Betrieb im Einzelfall entscheiden muss. Wer zB vor kurzem n neuen Stall gebaut hat, braucht halt die Auslastung (sofern eine unterdurchschnittliche Kuh noch was einbringt).

Wir habn momentan als Nebeneinkunft, sofern es zeitlich möglich ist (Stallbau) ein wenig (Gülle fahren, grubbern, schneiden) Lohnarbeiten. :roll: :roll:
Zuletzt geändert von torfgräber am So Jun 21, 2009 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
Heiner sonst keiner
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Beitragvon Geronimo » So Jun 21, 2009 13:51

Paule1 hat geschrieben:
Am vernünftigesten wäre es, sich von allen unproduktiven Kühen < 7000 FV oder < 8000 HF zu trennen.


Dann werden viel Betrieb bald (fast) keine kühe mehr im Stall haben :roll:

Auf Bio umstellen ist sicher ein weiter Option


Vielleicht hätten diese Betriebe in der Vergangenheit mehr in gutes Zuchtmaterial (Sperma) investieren sollen? Es kann einfach nicht sein, dass man aus einer FV-Kuh keine 7000 Liter rausholt, wenn andre mit der selben Rasse über 9000 kg Durchschnittsleistung erzielen. Das selbe gilt für HF, 8000 sind Pflicht, gute haben über 10000.
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Re: An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Beitragvon schakschirak » So Jun 21, 2009 13:51

[1. Grundfutter--evtl. wieder Sommer Grünfütterung--Mais durch Luzerne/Kleegras ersetzen

Du meinst Grasslige durch Gras ersetzen. Bringt insgesamt auch nicht die Welt. Sonst würde keiner Ganzjahressilage füttern

2.
Kraftfutter--kein Schicki Micki.d.h. möglichst nur betriebseigenes
Ein zielorientierter Milchviehhalter hat in der Vergangeheit nach Bedarf gefüttert und wird die auch zukünftig tun. Wo Schicki Micki nötig ist, wird das auch künftig nötig sein, ansonsten hast zuviele Abgänge.
Bringt also auch nichts.

3
. Maschienkosten--auf teueren Mischwagen verzichten

wenn teuer gut bedeutet, kannst du mit einem billigen nichts einsparen.

4.
Tierarztkosten--senken, d.h. mit Tierarzt darüber reden, evtl. wechseln

Braucht nicht kommentiert zu werden, Unsinn

5
. Besamung-günstiger Bullen verwenden oder Black and Decker

bringt langfristig nur Nachteile.

6.
Pachtpreise--wenn möglich senken

die werden steigen

7.
Nebeneinkünfte
Einer mit 20 Kühen hatte die schon, einer mit 100 kann das nicht, bzw. entsteht zuhause ein größerer Schaden als mit Nebeneinkünften reinkommt.

8. EU weiter Milchstreik incl. Zusammenschluss


Der einzige Punkt, der was gebracht hätte an dem Du aber nicht mitgearbeitet hast ( wie viele andere in der EU )
Das Katzenjammer jetzt mit sinnlosen Kampagnen wie Tierarzt einsparen oder Kühe trockenstellen ist müßig drüber zu diskutieren, da jeder weiss es bringt nichts.
Das der Milchpreis weiter fallen wird, steht auch fest, nur hätte man die Augen früher öffnen müssen und aktiv an Verbesserungsstrategien mitarbeiten sollen , anstatt alles schlechtzureden und abzuwarten sowie auf den BV zu vertrauen. Das dicke Ende kommt erst noch :!:

Dann werden viel Betrieb bald (fast) keine kühe mehr im Stall haben

Das war doch schon viele Jahre abzusehen und ist nichts neues. Das wird dort passieren wo die Produktionskosten am höchsten sind und da sind wir in D. vorne mit dabei.
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Beitragvon Paule1 » So Jun 21, 2009 14:01

Bei mir laufen die Milchkühe und der Bauernhof zu Zeit im Nullbereicht, d.h. es wird durch die Arbeit nur Geld in den Umlauf gebracht.

Bereits mein Einkommensteuerabschluß 2007 zeigte das nur noch 42% des Einkommens aus der Landwirschaft kommen, da wir für 2009 nochmal weniger sein :roll:

:idea: Deshalb Kosten der Landwirschaft runter fahren und Außerlanwirtschaflich Geld verdienen :idea:

Mein Nachbar setzt diese z.Zt. voll um :idea:

1. Kühe weg
2. Stall u. Scheune verkaufen
3. Wiesen in Kulap mit 600 Euro je /ha
4. Äcker verpachtung an Freifläche Photovoltaik für evtl 1300 Euro/ha

Der lacht uns alle aus :oops:
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Beitragvon schakschirak » So Jun 21, 2009 14:04

Paule1 hat geschrieben:
Bereits mein Einkommensteuerabschluß 2007 zeigte das nur noch 42% des Einkommens aus der Landwirschaft kommen, da wir für 2009 nochmal weniger sein :roll:

Deshalb meine Kritik vorhin, man hätte die Augen früher öffnen müssen, da die Krise längst absehbar war und sich verstärken wird. Wenn das Haus zur Hälfte abgebrannt ist, braucht Du keine Feuerwehr mehr :?

Außerlanwirtschaflich Geld verdienen :idea:

Mein Nachbar setzt diese z.Zt. voll um :idea:

1. Kühe weg
2. Stall u. Scheune verkaufen
3. Wiesen in Kulap mit 600 Euro je /ha
4. Äcker verpachtung an Freifläche Photovoltaik für evtl 1300 Euro/ha

Der lacht uns alle aus :oops:

Da werden viele folgen, es bleibt vielen keine andere Wahl
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Beitragvon herdsman » So Jun 21, 2009 14:10

Kone77 hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:
Am vernünftigesten wäre es, sich von allen unproduktiven Kühen < 7000 FV oder < 8000 HF zu trennen.


Dann werden viel Betrieb bald (fast) keine kühe mehr im Stall haben :roll:

Auf Bio umstellen ist sicher ein weiter Option


Vielleicht hätten diese Betriebe in der Vergangenheit mehr in gutes Zuchtmaterial (Sperma) investieren sollen? Es kann einfach nicht sein, dass man aus einer FV-Kuh keine 7000 Liter rausholt, wenn andre mit der selben Rasse über 9000 kg Durchschnittsleistung erzielen. Das selbe gilt für HF, 8000 sind Pflicht, gute haben über 10000.



Genau so siehts aus!!! Hab alle unter 8000kg, die mehr wie 2 Laktationen haben auf die rote Liste gesetzt, sind aber nur noch 11 Stück, 6 davon waren nicht tragend, sind schon LKW gefahren :oops:
Die anderen werden nach dem Kalben folgen. Außerdem werden eben Zellentiere verstärkt selektiert, da man sowas echt nicht braucht.

Gruß Hans
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Beitragvon Paule1 » So Jun 21, 2009 14:17

Un d wenn dann alle kühe 900kg geben wird daß auch zu wenig sein :roll:
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Beitragvon Paule1 » So Jun 21, 2009 14:19

:idea: Ein großes Problem werde alle bekommen welche auf Pachflächen angewiesen sind, zumindest bei uns in der Gegend, denn hier geht z.Zt. voll die #####post ab, von 300 Euro/ha auf 700Euro/ha :mrgreen: n8
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Re: An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Beitragvon sachsenmädel » So Jun 21, 2009 14:34

1. Grundfutter evtl. wieder Sommer Grünfütterung--Mais durch Luzerne/Kleegras ersetzen

wir mussten es zwangsweise, haben luzerne grün gefüttert, die kühe hatten alle energie mangel und durchfall ohne ende. mußten maisschrot pelletiert zufüttern da 18/3 in der gerechneten ration immernoch zuwenig mj/nel hatten. und die tierarzt kosten sind durch die durchfall behandlungen auch gestiegen.

Fazit: man spart zwar auf der einen seite ein, legt aber auf der anderen seite noch drauf.


2. Kraftfutter:kein Schicki Micki.d.h. möglichst nur betriebseigenes

um eine ausgeglichene ration hinzubekommen, wird man kaum drum herum kommen zugekauftes kraftfutter zu füttern.

4. Tierarztkosten senken, d.h. mit Tierarzt darüber reden, evtl. wechseln

den tierarzt wechseln, ist bei uns hier so ne sache, hier muss man froh sein das man einen hat weil es zu wenige gibt. die das natürlich auch preislich ausnutzen. (13,50€ pro besamung um mal ein bespiel zu bringen)

5. Besamung günstiger Bullen verwenden oder Black and Decker

damit versaut man sich doch die zuchtarbeit der letzen jahre. das einzige mit dem man vill sparen kann, was man nach der zweiten besamung nicht tragend bekommt einfach zu nem deckbullen (natürlich von der auktion mit super abstammung )

6. Pachtpreisewenn möglich senken

haben vor ner woche nen neuen pachtvertrag von der bvvg bekommen, die wollen das doppelte an pacht oder man verliert die fläche an die biogaßler...


es ist zum haare raufen im moment....
Zuletzt geändert von sachsenmädel am So Jun 21, 2009 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Beitragvon meyenburg1975 » So Jun 21, 2009 19:32

Kone77 hat geschrieben:Auf den Mischwagen zu verzichten kann sich keiner leisten, eine rentablere Maschine als einen Futtermischwagen gibts überhaupt nicht.


Davon wollte mich unser Berater auch mal überzeugen, hat er aber schnell aufgegeben.
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Re: An jeder Schraube drehen bei 19 Cent Milchpreis

Beitragvon Geronimo » So Jun 21, 2009 19:40

meyenburg1975 hat geschrieben:
Kone77 hat geschrieben:Auf den Mischwagen zu verzichten kann sich keiner leisten, eine rentablere Maschine als einen Futtermischwagen gibts überhaupt nicht.


Davon wollte mich unser Berater auch mal überzeugen, hat er aber schnell aufgegeben.



Was hastn du für einen "Berater" Ich an deiner Stelle würde beim dem das Sparen anfangen! ;-)
Ein Berater, der einem den Mischwagen ausreden will, hat keine Ahnung, oder machst du etwa Kurzrasenweide?
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Beitragvon Quattrodevil » So Jun 21, 2009 20:25

Vielleicht hätten diese Betriebe in der Vergangenheit mehr in gutes Zuchtmaterial (Sperma) investieren sollen? Es kann einfach nicht sein, dass man aus einer FV-Kuh keine 7000 Liter rausholt, wenn andre mit der selben Rasse über 9000 kg Durchschnittsleistung erzielen. Das selbe gilt für HF, 8000 sind Pflicht, gute haben über 10000


Alles über 5000 bzw sehr gute bei 6000kg GFL (es soll auch welche mit negativer GFL geben) muß zukauft werden ob das immer rentabel ist muß jeder selber wissen
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