und im Winter sitzte rum und sortierst Werkstatt und flickst Vorkeimkisten.
Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 16:19
speeder hat geschrieben:JueLue hat geschrieben:Jupiter Jones hat geschrieben:...
in der Regel 48std die Woche.
...
Da fehlt hoffentlich das Ironie Smiley... wir sprechen von einem 15jährigen, wenn man da 48h in den Vertrag schreibt, ist der ungültig.
Ich denke es kommt da sehr auf Augenmaß und klare Ansagen an.
JueLue
.. Ach kommt Leute. Ihr habt einfach das Gefühl nicht, dass man für diesen Beruf braucht....
Fassi hat geschrieben:Ersteres ja, letzteres nein. Noch nie. Ich konnte mit unter 25 nicht verstehen, wieso einige Kumpels heiß auf den T waren und ihren Urlaub teilweise zum Trecker fahren bei anderen Landwirten "verschwendet" haben. Ich war auch selten als Kind als Beifahrer dabei, meisten auch eher gezwungen als freiwillig. Und ich versteh heute nicht mal, wieso man vorm PC virtuell stundenlang Trecker fährt. Das ist im "Real life" schon schei.e langweilig und nervig. Bestes Beispiel dafür, ich wüßte nicht mal, wie ich den stufenlosen MF vom Onkel überhaupt bewegt bekomme noch wozu der Monitor da ist bzw. was man daran überhaupt einstellen kann. Interessiert mich aber auch nicht wirklich.
Der Trecker bzw. die Arbeiten damit sind für mich persönlich halt ein notwendiges Übel, dass zur Landwirtschaft (bzw. Viehhaltung) gehört und sich halt auch nicht immer vermeiden läßt. Dafür verstehen es meine treckergeilen Kumpels im Gegenzug nicht, wieso man freiwillig Stunden auf der Weide, im Stall oder auf Tierschauen verbringt.
Fassi hat geschrieben:PS: Wobei, dafür dass ich nicht gerne Landmaschinen fahre, schraube ich lustigerweise umso lieber daran rum. Wenn auch nicht auf dem Level wie man anderer hier im Forum.
Fassi hat geschrieben:Ich hab lieber meinem Opa im Anbindestall geholfen (auch wenns spät wurde) als draussen beim Onkel zu schwaden oder zu wickeln.
Die größte Entlohnung für einen Azubi sind Verantwortung und Respekt.
.. Ach kommt Leute. Ihr habt einfach das Gefühl nicht, dass man für diesen Beruf braucht. Ihr seid einfach nie mit einem 818er mit offener Frontscheibe abends um elf neben dem Drescher im Raps gefahren.
dann will man auch als 15jähriger nach einer 24 Std.-Schicht nichts weiter als nach 5 Stunden Schlaf wieder weiter machen, Was schaffen, das Wetter ausnutzen...

Ferengi hat geschrieben:Aber nur wenn man zu oft vom Wickeltisch gefallen ist!![]()
![]()
Im Übrigen ist sowas auch seitens der BG nicht erlaubt.
Spätestens wenn man merkt das man die Spur nicht mehr halten kann, ist Schluss.
Und dann gibts mindestens 8 Stunden schlaf.
Alles Andere ist vollkommener Irrsinn.
Tanitah hat geschrieben:Hallo,
ich bin selbst nicht in der Landwirtschaft tätig und meine einzigen Berührungspunkte waren bisher das ländliche Umfeld am Wohnort. Jetzt hat der Sohn meines Lebensgefährten eine Ausbildung in der Landwirtschaft angefangen und arbeitet bei einem Milchviehbetrieb im Nachbarort.
Die Ausbildung läuft nun seit einer Woche und ich bin zugegebenermaßen ziemlich schockiert über die Arbeitszeiten, die einem 15 jährigen abgefordert werden. Vereinbart ist, dass er morgens um 6:30 die Arbeit antritt und seine tägliche Arbeitszeit bis 19:00 Uhr geht. Um dabei exakt auf 8 Stunden tägliche Arbeitszeit zu kommen hat er im Laufe des Tages mehrere Pausen, die sich in Summe auf 4 1/2 Stunden addieren.
Hinzu kommt noch, dass er nun seit Montag ununterbrochen eingesetzt wird, auch heute am Samstag wieder seit 6:30 und morgen ist auch ein Einsatz zu den Melkzeiten geplant. Ein Freizeitausgleich ist dafür nicht angedacht.
Er ist sehr engagiert und hat Freude an der Arbeit und macht auch bereitwillig länger, wenn er gebraucht wird. Dadurch hat er in dieser Woche auch freiwillig an einem Abend bis 22:00 Uhr gearbeitet.
Ich mache mir große Sorgen um ihn, da er bereits jetzt nach 5 Tagen komplett übermüdet ist und dem normalen Tagesablauf kaum noch folgen kann.
Nun meine Fragen:
- Ist es üblich, dass ein 15 jähriger zu regelmäßigen Schichtzeiten von 12 1/2 Stunden verpflichtet wird?
- Wenn er jetzt wie geplant die nächste Woche durcharbeitet, war er am Ende 12 Tage am Stück am Hof beschäftigt. Ist das wirklich normal?
Mir ist bewusst, dass die Arbeitszeiten in der Landwirtschaft durch die Natur bestimmt werden und dass deswegen das Jugendarbeitsschutzgesetz viele Ausnahmen definiert. Aber hier scheinen mir jetzt doch einige Grenzen weit überschritten zu werden. Ich mache mir große Sorgen um den Jungen.
Vielen Dank für Eure Antworten.
Tanitah
mad ass hat geschrieben:Die größte Entlohnung für einen Azubi sind Verantwortung und Respekt.
meyenburg1975 hat geschrieben:mad ass hat geschrieben:Die größte Entlohnung für einen Azubi sind Verantwortung und Respekt.
Weder von Respekt noch verantwortung kann man leben. Auserdem vermehre ich mit jeder überstunde den Betriebsgewinn, wenn ich davon auch was abhaben will, ist das mMn doch legitim.
meyenburg1975 hat geschrieben:
Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.
meyenburg1975 hat geschrieben:...
Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.
meyenburg1975 hat geschrieben: Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.
speeder hat geschrieben:Ja gut... muss ich mich wohl relativieren. Da hat das Universum meine Beiträge zur Übermüdung gleich gerächt.
Heute Nacht, durch gemacht Heu ran fahren. Morgens um 5, letzte Tour... Sekundenschlaf, Bankette, Achttonner umgeschmissen...![]()
Trecker zum Glück stehen geblieben...
Ferengi hat geschrieben:speeder hat geschrieben:Ja gut... muss ich mich wohl relativieren. Da hat das Universum meine Beiträge zur Übermüdung gleich gerächt.
Heute Nacht, durch gemacht Heu ran fahren. Morgens um 5, letzte Tour... Sekundenschlaf, Bankette, Achttonner umgeschmissen...![]()
Trecker zum Glück stehen geblieben...
Siehste, genau das meine ich.
Es ist bei dir ja, zum Glück, scheinbar noch mal gut ausgegangen.
Aber bei sowas kann man sich, und andere, schnell verletzen.
Ja natürlich will man so schnell wie möglich die Ernte trocken reinholen.
Aber wenn der Körper nicht will, kann man nichts machen.
Und da liegt es eben auch in der Verantwortung des Ausbilders dem Azubi klar aufzuzeigen wann Schluss ist.
Vom moralischen mal ganz abgesehen, passiert irgendwas und es stellt sich heraus das der verunfallte Azubi total übermüdet war, weil seine Arbeitszeiten weit jenseits des Erlaubten lagen....
Und genau DA passieren dann ganz dumme Unfälle.
Man denkt einfach nicht mehr nach, weil man so müde ist,
und man macht Dinge die man normaler weise niemals tun würde, weil viel zu gefährlich.
Später sagt man dann "wie konnte der auch so dämlich sein und...!?"
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