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Arbeitszeiten in der Ausbildung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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68 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Welfenprinz » So Aug 09, 2015 23:05

Die Woche auf meiner Lehrstelle, an die ich mich bis heute erinnere, war die , in der wir Getreide mähen(Lohnunternehmer) kartoffel und Karotten roden hatten. Schweine und Bullen haben wir ja auch noch gefüttert. Das hiess vor allem, das man uns was zutrauen musste und wir alleine was machten........ Cheffe konnte ja schliesslich nciht überall dabei sein. Da wirste stolz wie Bolle, egal ob der Tag bis elf oder zwölf dauert.

und im Winter sitzte rum und sortierst Werkstatt und flickst Vorkeimkisten. :mrgreen: :gewitter: :(
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon JueLue » Mo Aug 10, 2015 7:17

speeder hat geschrieben:
JueLue hat geschrieben:
Jupiter Jones hat geschrieben:...
in der Regel 48std die Woche.
...


Da fehlt hoffentlich das Ironie Smiley... wir sprechen von einem 15jährigen, wenn man da 48h in den Vertrag schreibt, ist der ungültig.

Ich denke es kommt da sehr auf Augenmaß und klare Ansagen an.



JueLue


.. Ach kommt Leute. Ihr habt einfach das Gefühl nicht, dass man für diesen Beruf braucht....


Was ich damit sagen wollte ist, dass ein Lehrvertrag mit >40h Arbeitszeit bei einem <18jährigen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetzt verstößt und nicht eingetragen wird.
Dass das in der Praxis anders gehandhabt wird habe ich ja in meiner Antwort schon geschrieben, wobei manchen eben wie gesagt das Augenmaß offenbar fehlt.

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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Qtreiber » Mo Aug 10, 2015 8:13

Fassi hat geschrieben:Ersteres ja, letzteres nein. Noch nie. Ich konnte mit unter 25 nicht verstehen, wieso einige Kumpels heiß auf den T waren und ihren Urlaub teilweise zum Trecker fahren bei anderen Landwirten "verschwendet" haben. Ich war auch selten als Kind als Beifahrer dabei, meisten auch eher gezwungen als freiwillig. Und ich versteh heute nicht mal, wieso man vorm PC virtuell stundenlang Trecker fährt. Das ist im "Real life" schon schei.e langweilig und nervig. Bestes Beispiel dafür, ich wüßte nicht mal, wie ich den stufenlosen MF vom Onkel überhaupt bewegt bekomme noch wozu der Monitor da ist bzw. was man daran überhaupt einstellen kann. Interessiert mich aber auch nicht wirklich.

Der Trecker bzw. die Arbeiten damit sind für mich persönlich halt ein notwendiges Übel, dass zur Landwirtschaft (bzw. Viehhaltung) gehört und sich halt auch nicht immer vermeiden läßt. Dafür verstehen es meine treckergeilen Kumpels im Gegenzug nicht, wieso man freiwillig Stunden auf der Weide, im Stall oder auf Tierschauen verbringt.

Du sprichst mir ja sowas von aus der Seele.
Ausser hiermit:
Fassi hat geschrieben:PS: Wobei, dafür dass ich nicht gerne Landmaschinen fahre, schraube ich lustigerweise umso lieber daran rum. Wenn auch nicht auf dem Level wie man anderer hier im Forum.

Traktoren haben mich noch nie interessiert.
Fassi hat geschrieben:Ich hab lieber meinem Opa im Anbindestall geholfen (auch wenns spät wurde) als draussen beim Onkel zu schwaden oder zu wickeln.

In der Erntezeit war für mich der Arbeitstag gelaufen (sprich Feierabend), wenn ich zum Hof musste, die Melkkarre fertigmachen konnte und zum melken auf die Weide fahren durfte.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon mad ass » Mo Aug 10, 2015 11:48

Die größte Entlohnung für einen Azubi sind Verantwortung und Respekt.

Weder von Respekt noch verantwortung kann man leben. Auserdem vermehre ich mit jeder überstunde den Betriebsgewinn, wenn ich davon auch was abhaben will, ist das mMn doch legitim.

.. Ach kommt Leute. Ihr habt einfach das Gefühl nicht, dass man für diesen Beruf braucht. Ihr seid einfach nie mit einem 818er mit offener Frontscheibe abends um elf neben dem Drescher im Raps gefahren.
dann will man auch als 15jähriger nach einer 24 Std.-Schicht nichts weiter als nach 5 Stunden Schlaf wieder weiter machen, Was schaffen, das Wetter ausnutzen...


Und genau das sollte der Betrieb nicht vorleben, genau so Aktionen sind es die immer wieder zu schweren Unfällen führen und es liegt auch in der Verantwortung des Ausbilders sowas zu verhindern. Erst recht bei minderjährigen, die die Auswirkung von Müdigkeit noch nicht so einschätzen können.

Sowas passiert auch nicht nur Azubis, ich hab letztes Jahr nach dem Dreschen auch das Auto fast noch Nachts um 4 im Graben geparkt.
Wie poste ich falsch: Nachdem ich Google und Wikipedia erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen, in den falschen Unterforen, mit kreativem Titel und undeutlichem Text, unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann!!!
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon speeder » Mo Aug 10, 2015 12:06

Ja gut... muss ich mich wohl relativieren. Da hat das Universum meine Beiträge zur Übermüdung gleich gerächt.

Heute Nacht, durch gemacht Heu ran fahren. Morgens um 5, letzte Tour... Sekundenschlaf, Bankette, Achttonner umgeschmissen... :shock:

Trecker zum Glück stehen geblieben... :regen:
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 10, 2015 12:13

Ferengi hat geschrieben:Aber nur wenn man zu oft vom Wickeltisch gefallen ist! :roll: :roll:

Im Übrigen ist sowas auch seitens der BG nicht erlaubt.
Spätestens wenn man merkt das man die Spur nicht mehr halten kann, ist Schluss.
Und dann gibts mindestens 8 Stunden schlaf.
Alles Andere ist vollkommener Irrsinn.

Die BG macht dazu zumindest in unserem Bereich doch gar keine Vorgaben. Jugendarbeitsschutz gilt es zu beachten.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Aug 10, 2015 12:25

Tanitah hat geschrieben:Hallo,

ich bin selbst nicht in der Landwirtschaft tätig und meine einzigen Berührungspunkte waren bisher das ländliche Umfeld am Wohnort. Jetzt hat der Sohn meines Lebensgefährten eine Ausbildung in der Landwirtschaft angefangen und arbeitet bei einem Milchviehbetrieb im Nachbarort.

Die Ausbildung läuft nun seit einer Woche und ich bin zugegebenermaßen ziemlich schockiert über die Arbeitszeiten, die einem 15 jährigen abgefordert werden. Vereinbart ist, dass er morgens um 6:30 die Arbeit antritt und seine tägliche Arbeitszeit bis 19:00 Uhr geht. Um dabei exakt auf 8 Stunden tägliche Arbeitszeit zu kommen hat er im Laufe des Tages mehrere Pausen, die sich in Summe auf 4 1/2 Stunden addieren.

Hinzu kommt noch, dass er nun seit Montag ununterbrochen eingesetzt wird, auch heute am Samstag wieder seit 6:30 und morgen ist auch ein Einsatz zu den Melkzeiten geplant. Ein Freizeitausgleich ist dafür nicht angedacht.

Er ist sehr engagiert und hat Freude an der Arbeit und macht auch bereitwillig länger, wenn er gebraucht wird. Dadurch hat er in dieser Woche auch freiwillig an einem Abend bis 22:00 Uhr gearbeitet.

Ich mache mir große Sorgen um ihn, da er bereits jetzt nach 5 Tagen komplett übermüdet ist und dem normalen Tagesablauf kaum noch folgen kann.

Nun meine Fragen:
- Ist es üblich, dass ein 15 jähriger zu regelmäßigen Schichtzeiten von 12 1/2 Stunden verpflichtet wird?
- Wenn er jetzt wie geplant die nächste Woche durcharbeitet, war er am Ende 12 Tage am Stück am Hof beschäftigt. Ist das wirklich normal?

Mir ist bewusst, dass die Arbeitszeiten in der Landwirtschaft durch die Natur bestimmt werden und dass deswegen das Jugendarbeitsschutzgesetz viele Ausnahmen definiert. Aber hier scheinen mir jetzt doch einige Grenzen weit überschritten zu werden. Ich mache mir große Sorgen um den Jungen.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Tanitah



Du hast doch das JArbSchG selbst zitiert. Hier ist auch die Beschäftigung Jugendlicher in der Landwirtschaft klar geregelt:
- Schichtzeit (=Arbeitszeit + Ruhepausen) täglich maximal 11 Stunden
- danach mindestens 12 Stunden ununterbrochene Freizeit.
- Einsatz nur zwischen 5 Uhr und 21 Uhr
- maximal fünf Tage pro Woche beschäftigen
- maximal 40 h pro Woche
- über 16 Jahre (trifft hier nicht zu) während der Erntezeit nicht mehr als neuen Stunden täüglich und nicht mehr als 85 h in der Doppelwoche
- Samstagsarbeit ist in Landwirtschaft erlaubt. Allerdings dann Freistellung an einem anderen berufschulfreien Tag in derselben(!) Woche

Wenn diese Vorgaben dauerhaft nicht eingehalten werden, dann wäre der erste Ansprechpartner für mich der Ausbildungsbetrieb. Sollte danach keine Besserung eintreten, gibt auch in Eurem Bundesland eine Behörde, die das JArbSchG zu vollziehen hat. Hier gibt es auch zahlreiche Bußgeldtatbestände.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 10, 2015 12:25

mad ass hat geschrieben:
Die größte Entlohnung für einen Azubi sind Verantwortung und Respekt.

Weder von Respekt noch verantwortung kann man leben. Auserdem vermehre ich mit jeder überstunde den Betriebsgewinn, wenn ich davon auch was abhaben will, ist das mMn doch legitim.
Bitte dann auch vollständig zitieren: "Der Rest muß natürlich auch passen." Soll heißen, mit Geld allein kann man keine Mitarbeiter motivieren.
Dass man vom Mehrwert was abhaben möchte, natürlich, ist ja auch richtig. Nur gilt auch noch ein anderer Vergleich und zwar der mit alternativen AK z.B. aus Osteuropa vermittelt über Leihfirmen.
Mein Azubi im ersten Lehrjahr hat zwei Tage die Woche Schule, sonst einen Tag, 25-28 Tage Urlaub und 5-10 Tage Lehrgang. Dazu kommen noch Ausbildungsgespräche und die abendlichen "Auseinandersetzungen" mit dem Berichtsheft. Dazu die Lehrgangsgebühren, Schulmaterialien Gebühren für (Zwischen)prüfungen, Tagesfahrten von der Schule usw.
Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 10, 2015 12:28

quote="mad ass"]
meyenburg1975 hat geschrieben:
mad ass hat geschrieben:
Die größte Entlohnung für einen Azubi sind Verantwortung und Respekt.

Weder von Respekt noch verantwortung kann man leben. Auserdem vermehre ich mit jeder überstunde den Betriebsgewinn, wenn ich davon auch was abhaben will, ist das mMn doch legitim.

Bitte dann auch vollständig zitieren: "Der Rest muß natürlich auch passen." Soll heißen, mit Geld allein kann man keine Mitarbeiter motivieren.
Dass man vom Mehrwert was abhaben möchte, natürlich, ist ja auch richtig. Nur gilt auch noch ein anderer Vergleich und zwar der mit alternativen AK z.B. aus Osteuropa vermittelt über Leihfirmen.
Mein Azubi im ersten Lehrjahr hat zwei Tage die Woche Schule, sonst einen Tag, 25-28 Tage Urlaub und 5-10 Tage Lehrgang. Dazu kommen noch Ausbildungsgespräche und die abendlichen "Auseinandersetzungen" mit dem Berichtsheft. Dazu die Lehrgangsgebühren, Schulmaterialien Gebühren für (Zwischen)prüfungen, Tagesfahrten von der Schule usw.
Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.[/quote]
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Peter100 » Mo Aug 10, 2015 13:25

meyenburg1975 hat geschrieben:
Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.



Und der Rumäne bekommt keinen Mindestlohn ? [
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Wave » Mo Aug 10, 2015 13:58

Wenn die Landwirte so denken, mag die bald engültig keiner mehr.
Inzwischen sollte man jedem 10€ Netto bieten, der anständig und selbstständig seine Arbeit erledigt.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon JueLue » Mo Aug 10, 2015 14:00

meyenburg1975 hat geschrieben:...
Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.


Wie schon erwähnt gibts ja da auch das Thema Mindestlohn.

Unabhängig davon finde ich begibt man sich auf dünnes Eis, wenn man Auszubildende, die u.U. mal einen Betrieb leiten oder sonst eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen sollen mit ungelernten Hilfsarbeitern auf eine Stufe stellt, da muss man auch mal die Außenwirkung beachten, und wie sich solche Äußerungen auf das Image des Ausbildungsgangs auswirken.

... muss ja keiner ausbilden, dann lieber konsequent sein und gleich mit "hire and fire" Kräften arbeiten.

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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon mad ass » Mo Aug 10, 2015 14:25

meyenburg1975 hat geschrieben: Viel teurer käme mir ein Rumäne o.ä. auch nicht. Und der wird nur bezahlt, wenn er auf der Matte steht.

Ich hab gerade mal gegen gerechnet, für die 1900 Euro plus Lohnnebenkosten, die ich im Monatbilliger war als der Rumäne, hätte man beim Abends übers Berichtsheft streiten noch nen guten Stundenlohn gehabt :lol:
Da aber keine mir mir über irgendwas geredet hat oder mir was beibringen wollte, war ich einfach nur billig.
Das erste mal wollte man sich wirklich mit mir befassen, als ich meine Kündigung abgegeben habe.
Da wäre plötzlich auch vieles möglich gewesen.
Wie poste ich falsch: Nachdem ich Google und Wikipedia erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen, in den falschen Unterforen, mit kreativem Titel und undeutlichem Text, unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann!!!
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Ferengi » Mo Aug 10, 2015 14:47

speeder hat geschrieben:Ja gut... muss ich mich wohl relativieren. Da hat das Universum meine Beiträge zur Übermüdung gleich gerächt.

Heute Nacht, durch gemacht Heu ran fahren. Morgens um 5, letzte Tour... Sekundenschlaf, Bankette, Achttonner umgeschmissen... :shock:

Trecker zum Glück stehen geblieben... :regen:


Siehste, genau das meine ich.
Es ist bei dir ja, zum Glück, scheinbar noch mal gut ausgegangen.
Aber bei sowas kann man sich, und andere, schnell verletzen.

Ja natürlich will man so schnell wie möglich die Ernte trocken reinholen.
Aber wenn der Körper nicht will, kann man nichts machen.

Und da liegt es eben auch in der Verantwortung des Ausbilders dem Azubi klar aufzuzeigen wann Schluss ist.
Vom moralischen mal ganz abgesehen, passiert irgendwas und es stellt sich heraus das der verunfallte Azubi total übermüdet war, weil seine Arbeitszeiten weit jenseits des Erlaubten lagen....

Und genau DA passieren dann ganz dumme Unfälle.
Man denkt einfach nicht mehr nach, weil man so müde ist,
und man macht Dinge die man normaler weise niemals tun würde, weil viel zu gefährlich.
Später sagt man dann "wie konnte der auch so dämlich sein und...!?"
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Aug 10, 2015 14:53

Ferengi hat geschrieben:
speeder hat geschrieben:Ja gut... muss ich mich wohl relativieren. Da hat das Universum meine Beiträge zur Übermüdung gleich gerächt.

Heute Nacht, durch gemacht Heu ran fahren. Morgens um 5, letzte Tour... Sekundenschlaf, Bankette, Achttonner umgeschmissen... :shock:

Trecker zum Glück stehen geblieben... :regen:


Siehste, genau das meine ich.
Es ist bei dir ja, zum Glück, scheinbar noch mal gut ausgegangen.
Aber bei sowas kann man sich, und andere, schnell verletzen.

Ja natürlich will man so schnell wie möglich die Ernte trocken reinholen.
Aber wenn der Körper nicht will, kann man nichts machen.

Und da liegt es eben auch in der Verantwortung des Ausbilders dem Azubi klar aufzuzeigen wann Schluss ist.
Vom moralischen mal ganz abgesehen, passiert irgendwas und es stellt sich heraus das der verunfallte Azubi total übermüdet war, weil seine Arbeitszeiten weit jenseits des Erlaubten lagen....

Und genau DA passieren dann ganz dumme Unfälle.
Man denkt einfach nicht mehr nach, weil man so müde ist,
und man macht Dinge die man normaler weise niemals tun würde, weil viel zu gefährlich.
Später sagt man dann "wie konnte der auch so dämlich sein und...!?"


Ist mir neulich auch fast so ergangen. Vierter Tag in Folge mit unter 3h Schlaf. Nachts um halb drei zurück vom Lagerhaus auf einmal 500m an der Einmündung wo ich abbiegen hätte müssen vorbeigefahren. Scheinbar einfach geistig abwesend gewesen...
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