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Arbeitszeiten in der Ausbildung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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68 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Tanitah » Sa Aug 08, 2015 12:53

Hallo,

ich bin selbst nicht in der Landwirtschaft tätig und meine einzigen Berührungspunkte waren bisher das ländliche Umfeld am Wohnort. Jetzt hat der Sohn meines Lebensgefährten eine Ausbildung in der Landwirtschaft angefangen und arbeitet bei einem Milchviehbetrieb im Nachbarort.

Die Ausbildung läuft nun seit einer Woche und ich bin zugegebenermaßen ziemlich schockiert über die Arbeitszeiten, die einem 15 jährigen abgefordert werden. Vereinbart ist, dass er morgens um 6:30 die Arbeit antritt und seine tägliche Arbeitszeit bis 19:00 Uhr geht. Um dabei exakt auf 8 Stunden tägliche Arbeitszeit zu kommen hat er im Laufe des Tages mehrere Pausen, die sich in Summe auf 4 1/2 Stunden addieren.

Hinzu kommt noch, dass er nun seit Montag ununterbrochen eingesetzt wird, auch heute am Samstag wieder seit 6:30 und morgen ist auch ein Einsatz zu den Melkzeiten geplant. Ein Freizeitausgleich ist dafür nicht angedacht.

Er ist sehr engagiert und hat Freude an der Arbeit und macht auch bereitwillig länger, wenn er gebraucht wird. Dadurch hat er in dieser Woche auch freiwillig an einem Abend bis 22:00 Uhr gearbeitet.

Ich mache mir große Sorgen um ihn, da er bereits jetzt nach 5 Tagen komplett übermüdet ist und dem normalen Tagesablauf kaum noch folgen kann.

Nun meine Fragen:
- Ist es üblich, dass ein 15 jähriger zu regelmäßigen Schichtzeiten von 12 1/2 Stunden verpflichtet wird?
- Wenn er jetzt wie geplant die nächste Woche durcharbeitet, war er am Ende 12 Tage am Stück am Hof beschäftigt. Ist das wirklich normal?

Mir ist bewusst, dass die Arbeitszeiten in der Landwirtschaft durch die Natur bestimmt werden und dass deswegen das Jugendarbeitsschutzgesetz viele Ausnahmen definiert. Aber hier scheinen mir jetzt doch einige Grenzen weit überschritten zu werden. Ich mache mir große Sorgen um den Jungen.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Tanitah
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Ferengi » Sa Aug 08, 2015 13:15

Nein, das nicht weder normal, noch rechtlich zulässig.

Leider gibt es in der Landwirtschaft immer noch viele die meinen Auszubildene wären Leibeigene.
Bei den von dir geschilderten Zuständen möchte ich fast gar nicht fragen was er als Ausbildungscergütung bekommt.
Vermutlich fast nichts, oder?

:roll: :roll: :roll:

Natürlich muss wärend der Erntezeit etwas mehr rangeklotzt werden.
Aber...

Aber hier scheinen mir jetzt doch einige Grenzen weit überschritten zu werden.


Mir auch!
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon mad ass » Sa Aug 08, 2015 14:07

Ja die Zustände werden gerne als noraml angesehen...
Dabei ne Vergütung von 143,66 für 310h im Monat, dassehen viele Ausbildungsbetriebe und auch die Kammer als normal an.
Im zusammenhang mit noch nen paar anderen Geschichten war das für mich der Grund warum ich nach einigen Monaten geschmissen hab (war allerdings keine 15 sondern Volljährig).
Mein Tipp:
neue Stelle suche, am besten bei sowas wie der nächsten Agrar Uni, einem Saatzucht oder Pflanzenschutzunternehmen oder zb einer Behindertenwerkstatt.
Da gibt es ne gute Bezahlung und man hält sich üblicherweise an das Arbeitsschutzgesetz...
Von wo kommst du den?

Wichtig ist Stunden und tätigkeit ganz genau festhalten, dann hat man auch was in der Hand und kann auch mal was sagen.
Lösung wäre da zb die Zeit vor ausbildungsende abzufeiern
Wie poste ich falsch: Nachdem ich Google und Wikipedia erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen, in den falschen Unterforen, mit kreativem Titel und undeutlichem Text, unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann!!!
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Hans Söllner » Sa Aug 08, 2015 14:15

Die Art der Ausbildung scheint in den Bundesländern verschieden zu sein oder?
Denn mit 16 hatte ich noch BGJ und die eigentliche betriebliche Ausbildung begann als ich schon 17 geworden war. Deshalb wundert es mich dass er mit (Ende?) 15 schon auf dem Betrieb arbeitet.

Es wird bei den meisten selten Rücksicht auf den Lehrling genommen. 12h am Tag ist eine normale Arbeitszeit (davon waren bei mir gut 10,5h Arbeit...von wegen da nur 8 Stunden).
Aber das 12-Tage am Stück und ohne Freizeitausgleich oder auch finanziell (schätze er kriegt so 200€ im Monat) ist das weder zulässig noch die feine Art.
Jeder der in der Landwirtschaft arbeiten will weis was auf einen zukommt, aber ausbeuten lassen muss man sich nicht.
Ein Lehrling ist eben die günstigste Art der Arbeitserledigung...

Am ,,schönsten´´ sind noch die Betriebe, die so wie es sogar ,,rechtens´´ ist, noch Kost und Unterkunft vom kaum vorhandenen Lohn abziehen. So ein Lehling isst schließlich für 500€ im Monat und muss dankbar sein, überhaupt was zu bekommen. Und Wochenendarbeit ist teilweise auch ganz selbstverständlich, untermalt mit Sprüchen wie ,,mussten wir früher auch in der Lehrzeit´´. Außerdem lernt man ja am WE besonders viel :!:
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Ferengi » Sa Aug 08, 2015 14:30

Und dann wird lauthals rumgeheult das der grünen Branchen der Nachwuchs fehlt. :roll: :roll:

Ich glaube wenn so mancher Agrar-Azubi wüßte was z.B. ein Maurer, oder Werkzeugmacher im ersten Lehrjahr verdient, würde er seinem Chef nachts inne Stiefel kacken! :wink:
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Welfenprinz » Sa Aug 08, 2015 15:10

Ich weiss nicht wie das rechtlich ist bei einem 15jährigen. Das könnte evtl. wirklich ein Problem sein.
Ansonsten:
Das BGJ ist optional, jedenfalls hier in Niedersachsen. Man kann auch das erste vond en 3 Jahren auf dem Betrieb machen. Macht inzwischen aber kaum noch ein Lehrchef gerne, weil das zwei Tage Berufsschule pro Woche bedeutet und durch die vielen lehrlinge , die inzwischen nicht aus der Landwirtschaft kommen ist bei den BGJlern wenigstens so ein bisschen Erstkontakt gewährleistet , was den Lehrchefs dann doch leiber ist als ein totales greenhorn. Und in Nds ist dann der Tairflohn ausbezahlt nach Kost und logis im 1. Lj 83,00 € :mrgreen:
Bezahlt natürlich jeder mehr, weil das ja sonst keiner machen würde.

Tja: die Arbeitsbedingungen. Im Prinzip ist es schon besser gleich von Anfang an, das Geschäft richtig kennen zu lernen(wie gesagt, den Punkt mit den 15 Jahren jetzt mal aussen vorgelassen). Einer , der die Ausbildung in so einem staatlichen Kuschelkursunternehmen gemacht hat, hälts nachher auf einem Milchviehbetrieb keine 2 Wochen durch. :D
Es steht und fällt mit der Familie des Betriebsleiters und dem Betriebsklima. Mein Sohn hat diesen "Kulturschock" aus der Schule ins Arbeitsleben mit 16 gemacht. zuerst auf einem BEtrieb, in dem Mittags ein aufgewärmtes Mikrowellengericht auf den Tisch kam und das Zimmer für ihn war im Dorf irgendwo zugemietet, damit "man Abstand voneinander hat". Tja, und das ist dann scheisse, wenn ein 16jähriger nach 12 Arbeit am Tag abends allein im Zimmer hockt und in tivii schaut. Da hat er nach zwei Wochen in den Sack gehauen und ist dann auf einen Familienbetrieb alter Schule gekommen. Milchvieh. Arbeitsbeginn 5:30, letztes Futter vorschieben 22.00

Und alles war schön. :) Weill alle Mann zusammen um Frühstücks-Mittags und Abendbrottisch gesessen haben, der Junge nicht allein gelassen wurde und wenns sein musste haben Chef oder Chefin die Stifte auch Samstag nacht um zwei von der 30 km entfernten Party abgeholt. Aufstehen um 5.oo natürlich Ehrensache. :mrgreen:

Es steht und fällt mit dem Betriebsklima. Gerade bei Jungedlichen kann man mit Begeisterung und Identifikation viel erreichen.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon mad ass » Sa Aug 08, 2015 15:13

Ferengi hat geschrieben:Und dann wird lauthals rumgeheult das der grünen Branchen der Nachwuchs fehlt. :roll: :roll:

Ich glaube wenn so mancher Agrar-Azubi wüßte was z.B. ein Maurer, oder Werkzeugmacher im ersten Lehrjahr verdient, würde er seinem Chef nachts inne Stiefel kacken! :wink:


Deshalb am besten schauen, das man in TV Bergbau ruscht 8)

http://www.rwe.com/web/cms/de/1127638/r ... ndwirt-in/
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Estomil » Sa Aug 08, 2015 15:36

Also zunaechsteinmal bekommt ein lehrling rund 550-600 € je nach lehrjahr. Da meist auf den hoefen gewohnt wird, werden jedoch kost und logie abgezogen weswegen man bei den 150€ landet.

12h arbeiszeit sind tatsaechlich auf vielen betrieben vormal. Genauso wie jedes zweite wochenende arbeutdn. Das viele betriebsleiter es da etwas uebertreiben liegt halt an dem familienanschluss. Da laeuff der lehrling halt genau wie der eigenen sohn solange mit bis der chef schluss macht.
Von den kammern und den ausbildungsberatern wird diese handhabe uebrigens ausdruecklich tolleriert.

Liegt einfach daran, dass sie ansonsten keine betriebe mehr finden wuerden die ausbilden.

Zu meinen spitzenzeiten in der ausbildung habe ich 100h in der woche gemacht. Pfluegen mit nachschicht oder bis zehn uhr abends aufm bau kam alles vor. Dafuer kann ich aber auch behaupten in zwei jahren ausbildung soviel gelern wie in vier jahren zu haben.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon mad ass » Sa Aug 08, 2015 15:53

Estomil hat geschrieben:Also zunaechsteinmal bekommt ein lehrling rund 550-600 € je nach lehrjahr. Da meist auf den hoefen gewohnt wird, werden jedoch kost und logie abgezogen weswegen man bei den 150€ landet.

12h arbeiszeit sind tatsaechlich auf vielen betrieben vormal. Genauso wie jedes zweite wochenende arbeutdn. Das viele betriebsleiter es da etwas uebertreiben liegt halt an dem familienanschluss. Da laeuff der lehrling halt genau wie der eigenen sohn solange mit bis der chef schluss macht.
Von den kammern und den ausbildungsberatern wird diese handhabe uebrigens ausdruecklich tolleriert.

Liegt einfach daran, dass sie ansonsten keine betriebe mehr finden wuerden die ausbilden.

Zu meinen spitzenzeiten in der ausbildung habe ich 100h in der woche gemacht. Pfluegen mit nachschicht oder bis zehn uhr abends aufm bau kam alles vor. Dafuer kann ich aber auch behaupten in zwei jahren ausbildung soviel gelern wie in vier jahren zu haben.


Man kann Probleme bzw Bedenkliches auch klein reden...
Stimmt, aber die 550 Brutto, sind immer noch weniger als bei vielen anderen Ausbildungsberufen, bei welchen die Überstunden ja auch noch bezahlt werden. Was dann Netto bleibt ist ein Witz.

Ja leider haben viele noch nicht verstanden, das der Azubi ein Arbeitnehmer ist der auch Recht etc hat und kein Familienmitglied oder Leibeigener...
Ich bin jedenfalls nicht bereit, meine Freizeit meinem Arbeitgeber kostenlos, zur verbesserung seines Betriebsergebnisses zu schenken.

Nein das die Kammer das akzeptiert liegt am HAM WIR IMMER SCHON SO GEMACHT.
Würde die Kammer das so nicht akzeptieren oder der eine oder andere Azubi mal seine Rechte einfordern, hätte sich da schon eine Menge geändert und vermutlich würden auch mehr Leute in der LW arbeiten, wenn der umgang mit Mitarbeitern nicht irgendwo im Mittelalter stehen geblieben wäre.
Schau nur mal auf die LPGs im Osten da läuft das auch Arbeitnehmerfreundlicher, geht halt zugunsten des Betriebsergebniss
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Welfenprinz » Sa Aug 08, 2015 15:56

Dass die Kammer das "akzeptiert" liegt daran, dass ausgebildete VollAk fast nur in Milchviehbetrieben gesucht werden. Und dann macht das keinen Sinn, dass jemand 3 jahre auf einem 250 ha Ackerbaubetrieb mit Freitagnachmittag Feierabend und sauberen Stiefeln Eier geschaukelt hat.
Bei uns vor 35 jahren gab es auch nciht die Bestimmung wie jetzt, dass mindestens ein jahr "in Betrieben mit Muttertieren" absolviert sein muss.
Warum wohl?
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Hans Söllner » Sa Aug 08, 2015 16:00

Da hattest du ja eine halbwegs glückliche Lehrzeit Estomil.
Andere Leute (damit meine ich mich) haben fast ausschließlich den Radlader + den dazugehörigen 60PS Traktor mit Futtermischwagen von innen gesehen. Feldarbeit haben Junior und Senior schon hübsch selber gemacht. Drumherum fällt eine Menge Handarbeit an, dafür hat man einen Lehrling...
Z.B. überaus lehrreiche und wahnsinnig verantwortungsvolle Aufgaben, wie tagelang Steine aufsammeln mit dem Senior (Senior sitzt nur auf dem Schlepper, und am Abend jammert er IHM TUT DER RÜCKEN WEH), oder mit der Motorsense ein paar Kilometer Feldraine ausmähen...oder 5ha Christbaumkultur mit dem Motormäher ausmähen bei 30 Grad, oder mit dem Senior fast einmal die Woche in den Wald zum Brennholzmachen (eigentlich war ich dessen persöhnlicher Knecht).
Und wenns darum ging mal was zu lernen wie Spritze auslitern usw: das lernst du in der Berufschule. In der Berufschule heißt es: das lernst du auf dem Betrieb. Man lernt es also garnicht. Und regt man sich auf, gibts nur unverständnis und böses Blut. Also hält man durch und irgendwann ist 1-Jahr auch vorbei.
Alles was ich gelernt habe, hab ich mir selbst beigebracht oder zuhause gelernt, denn bei beiden Lehrbetrieben war ich fast immer nur der Depp, der die Arbeit freudig zu erledigen hat, die sonst keiner machen will. Ohne ein Danke, hast du gut gemacht oder sonstwas. Wenn dann das Töchterlein am Betrieb sich einmal am Tag in den Stall bequemt hat, um sich mit den süßen Kälbchen zu beschäftigen und dafür vom Alten mit Lob überschüttet wurde, hats mich nicht gewundert dass manche Menschen Amok laufen....
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Tanitah » Sa Aug 08, 2015 17:09

Vielen Dank für Eure Antworten,

wir wohnen in NRW und er bekommt die Tarifliche Bruttovergütung in Höhe von 630,- Euro abzüglich 229,- Euro für Verpflegung. Das ist soweit in Ordnung. Das Betriebsklima ist wohl auch sehr gut, weswegen er im Moment stinkig auf uns ist, dass wir uns Sorgen machen.

Wir scheiben dann erstmal weiter seine Arbeitszeiten auf und werden uns wohl nächste Woche mal mit dem Ausbildungsberater der Landwirtschaftskammer in Verbindung setzen und uns erkundigen, ob man hier nicht irgendwie eine Normalisierung der Situation herbeiführen kann.

Vielen Dank nochmal. Es war gut ein paar andere Meinungen zu dem Thema zu hören, vor allem Meinungen von Leuten, die sich in dem Berufsfeld auskennen.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Qtreiber » Sa Aug 08, 2015 17:37

Ist zur Zeit ja auch Erntezeit......da ist nichts normal.

Allerdings stimmt es, dass manche Landwirte ihren Arbeitnehmern gegenüber im Mittelalter stehengeblieben sind.
Ich kenne einen Fall, da muss der Lehrling/Praktikant Feiertage RAUSARBEITEN !
Hans Söllner hat geschrieben: Wenn dann das Töchterlein am Betrieb sich einmal am Tag in den Stall bequemt hat
dann haben wir in einer dunklen Ecke hemmungslos herumgeknutscht. Und der Chef hat sich gewundert, wieso seine Tochter auf einmal Interesse an der Landwirtschaft hat. :wink: War ne schöne Zeit. :D
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Welfenprinz » Sa Aug 08, 2015 18:03

Tanitah hat geschrieben:. Das Betriebsklima ist wohl auch sehr gut, weswegen er im Moment stinkig auf uns ist, dass wir uns Sorgen machen.

:) dann ist doch gut.
Und wenn der Punkt kommt, dass es ihm zuviel wird, wird er das sagen. Euch oder dem Chef. Und dann weiter sehen.
Für manche ist "keine Schule mehr" eine derartige Befreiung, dass sie auch 24 h am Tag arbeiten würden. :mrgreen:

werden uns wohl nächste Woche mal mit dem Ausbildungsberater der Landwirtschaftskammer in Verbindung setzen.


mit dem Lehrchef. :D
Bei einem 15 jährigen dürfte das -hoffentlich- als vollkommen selbstverständlich angesehen werden, dass die Eltern sich kümmern.
Oft ist es sogar so, dass die Ausbilder Interesse an diesem Kontakt haben.
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Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Arbeitszeiten in der Ausbildung

Beitragvon Hans Söllner » Sa Aug 08, 2015 18:48

Qtreiber hat geschrieben:
Hans Söllner hat geschrieben: Wenn dann das Töchterlein am Betrieb sich einmal am Tag in den Stall bequemt hat
dann haben wir in einer dunklen Ecke hemmungslos herumgeknutscht. Und der Chef hat sich gewundert, wieso seine Tochter auf einmal Interesse an der Landwirtschaft hat. :wink: War ne schöne Zeit. :D


Kein Bedarf....Ein Arsch für Zwei und Vegetarierin :lol:
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Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

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