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ARD plant "Nitratangriff"

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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157 Beiträge • Seite 10 von 11 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon CarpeDiem » So Okt 13, 2019 10:16

Kartoffelbluete hat geschrieben:die eher kleineren Mühlen, nur an Partien von guter A-Qualität interessiert sind.


Das ist bei uns wohl auch so, die kleineren Müller sind durchaus qualitätsbewusst, am liebsten regional und bio, aber bei der Kohle hört der Spass auf. Die mir genannten Preise lagen immer unter dem Futtersektor in der Strecke. Eine Affinität der Müller für bestimmte Sorten konnte ich nicht feststellen bzw. es wird immer die verlangt die man nicht im Anbau hat.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon T5060 » So Okt 13, 2019 11:09

Mir tüfteln hier was mit einer kleinen Mühle bei Roggen, weil der hat nur kleinere Bäckereien als Kunde und die sich gegenüber den starken Bäckereiketten abheben müssen.
Komisch bei allen Bäckern ist die Position Ladenmiete um Längen größer als die Ausgaben für Mehl. Die Mühlen werden ja richtig von den Getreidehändlern gerippt und das Getreide dort
ist erheblich teurer als wenn sie es vom Landwirt in der Strecke kaufen können.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Family Guy » So Okt 13, 2019 13:24

DWEWT hat geschrieben: D.h., jährlich werden derzeit mind. 17,6 Mio. kg N ohne erkennbaren Grund und ohne Effekt, ausgebracht. Nachhaltigkeit geht anders!


Du bist schon geschickt, 17,6 Millionen Kilo klingt doch gleich viel dramatischer als 17.600 Tonnen auf das Bundesgebiet verteilt.
In Panik müsste man geraten, wenn es 17.600.000.000 g wären! Je größer die Zahl um so so größer die Belastung?

Du übersiehst bei deinen Betrachtungen aber völlig, dass die hohen Weizenqualitätsstufen tendenziell auf den höher bonitierte Böden mit einer sehr geringen Auswaschungsgefahr angebaut werden, und auch bei unter 40 BP wird die Auswaschung durch ein geschicktes Zwischenfruchtmanagment minimiert.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon CarpeDiem » So Okt 13, 2019 13:33

T5060 hat geschrieben:ist erheblich teurer als wenn sie es vom Landwirt in der Strecke kaufen können.

Nur das machen doch diese Müllersleut gar nicht, wenn du einen darauf anspricht, dann ist die Reaktion doch so, als hättest du etwas höchst unanständiges gesagt!!
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon DWEWT » So Okt 13, 2019 14:24

Family Guy hat geschrieben:
Du bist schon geschickt, 17,6 Millionen Kilo klingt doch gleich viel dramatischer als 17.600 Tonnen auf das Bundesgebiet verteilt.
In Panik müsste man geraten, wenn es 17.600.000.000 g wären! Je größer die Zahl um so so größer die Belastung?

Du übersiehst bei deinen Betrachtungen aber völlig, dass die hohen Weizenqualitätsstufen tendenziell auf den höher bonitierte Böden mit einer sehr geringen Auswaschungsgefahr angebaut werden, und auch bei unter 40 BP wird die Auswaschung durch ein geschicktes Zwischenfruchtmanagment minimiert.


Von Auswaschung wr gar keine Rede. Hier ging es um die Ausbringung von N der keinen sinnvollen Effekt hat. Mehr nicht.
Außerdem hatte ich darauf hingewiesen, dass in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen, die von mir in die Berechnung einbezogenen N-Mengen die Mindestmengen sind.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Lonar » Mo Okt 14, 2019 12:10

Im Endeffekt ist das doch alles egal. Dieser ganze Verordnungskram ist nur ein Arbeitsbeschaffungsprogramm mit viel Papier, damit viele Leute Arbeit haben und nicht die Finger dabei schmierig kriegen.
Ende Herbst N-min Probe und vor der ersten Düngung wieder eine.Für die Differenz einen Kontrollwert und wer drüber ist zahlt X Euro pro kg N und der der drunter ist bekommt das Geld ausgezahlt um seinen Umweltschutz zu vergüten.
Bauern sind sünig, das wird die, die Nacholbedarf haben am meisten motivieren :mrgreen:
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon elchtestversagt » Mo Okt 14, 2019 13:52

So einfach ist das auch wieder nicht, Lonar.
Denn grade über dem Herbst entscheidet auch die Bodenbearbeitungsintensität, ob viel oder wenig N-min vorhanden ist.
Macht man nichts und arbeitet viel mit dem bösen Mittel, dann sind die N min Werte richtig.
Ist man dagegen geil auf Schlepperstunden mit viel grubbern, Pflügen und wer weiss was noch, ist der N min Wert hoch...
Nur einmal flach grubbern (10cm) im vergangenen Spätherbst mit dem warmen Boden, und ein bisschen Niederschlag, und schwups war der Wert um 50 kg höher..( bei uns gemessen)...
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon marius » Mo Okt 14, 2019 15:33

Ende Herbst N-min Probe und vor der ersten Düngung wieder eine.Für die Differenz einen Kontrollwert und wer drüber ist zahlt X Euro pro kg N und der der drunter ist bekommt das Geld ausgezahlt um seinen Umweltschutz zu vergüten.

Schon möglich das sowas kommt.
Blöd das ich meine restlichen Flächen auch schon mündlich ab Herbst 2020 verpachtet habe.

Sollten da noch Programme zum Nitratschutz rauskommen, könnte man seine Flächen brach liegen lassen und dicke Prämien abkassieren. Da der Steuerzahler dies unterstützt wäre jedem geholfen.
Wenn dann die EU Prämie ca 300 Euro bringt + ca 600 Euro fürs Grundwasserschutzprogramm gibt ohne einen Finger krumm zu machen, wäre das schon überlegenswert bei 900 Euro/ha.
Dann spielen auch die Erzeugerpreise keine Rolle was den Pachtpreis senken könnte.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon CarpeDiem » Mo Okt 14, 2019 18:43

marius hat geschrieben:Dann spielen auch die Erzeugerpreise keine Rolle was den Pachtpreis senken könnte.

Das sag ich doch immer. Die Gesellschaft bekommt die Lw die sie haben will, wenn sie denn den Geldbeutel weit genug öffnet! Nur bisher seh ich da ausser Verboten noch nix. Deshalb hab ich da gar keine Berührungsängst vor den "richtigen" Grünen, die haben der Lw einige Geschenke auf dem Teller präsentiert, aber nicht alle wollten sie haben.
Viel schlimmer ist da die grün angestrichene Ex-Weinkönigin mit ihrem Adlatus Aikens!
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Grimli » Mo Okt 14, 2019 19:58

Bei uns gibts 200 € bei nun herabgesetzen 30 kg Herbst N-Min...Aber nicht im ganzen Wasserschutzgebiet. Wo kämen wir da hin wenn die Wasserversoger die komplette Entnahme von 150 l/m² und Jahr mit 600 €/ha entschädigen müssten n8 Das wären dann ja fast 40 Cent/m³. 1m³ Wasser sind 1000 Liter. Die soll der Verbraucher doch eigentlich demnächst zusätzlich ans Wasserwerk zahlen : Eine quasi staatliche hoheitliche Aufgabe der Daseinsvorsorge die in einem Land wie Deutschland zum günstigsten Preis für den Verbraucher und ohne Gewinnabsichten erbracht werden sollte und sicherlich auch könnte...tatsächlich aber wohl anderen zwecken als der reinen Gemeinnützigkeit dient. Wasserpfennige bleiben aber dennoch verpönt, stattdessen Allgemeinhaftung aller Landwirte in ganz Deutschland,Allgemeinhaftung für alle Verbraucher in Gebieten mit sauberem Trinkwasser :?:
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon marius » Mo Okt 14, 2019 21:53

CarpeDiem hat geschrieben:
marius hat geschrieben:Dann spielen auch die Erzeugerpreise keine Rolle was den Pachtpreis senken könnte.

Das sag ich doch immer. Die Gesellschaft bekommt die Lw die sie haben will, wenn sie denn den Geldbeutel weit genug öffnet! Nur bisher seh ich da ausser Verboten noch nix. Deshalb hab ich da gar keine Berührungsängst vor den "richtigen" Grünen, die haben der Lw einige Geschenke auf dem Teller präsentiert, aber nicht alle wollten sie haben.
Viel schlimmer ist da die grün angestrichene Ex-Weinkönigin mit ihrem Adlatus Aikens!


Wobei die Grünen Biogas damals als Allheilmittel angepriesen haben und heute " das böse " Biogas schwer kritisieren und die Gelder kürzen.

Das Problem ist, dass die Bevölkerung etwas willl, was über die Wahlen oder Volksbegehren umgesetzt wird. Noch besser Volksbegehren denn dann kann die Politik ihre Hände in Unschuld waschen nach dem Motto : wir setzen ja nur das Volksbegehren also den Willen vom Volk um.

Zunächst werden große Förderprogramme mit großen Verprechen angepriesen, ists dann erstmal eingeführt wird der Rotstift angesetzt.

Und das noch größere Problem ist ( für die Landwirte ) das auf diesen grünen Zukunftszug längst alle Parteien aufgesprungen sind. Was früher politisch in der mitte war, ist heute linksgrün.

Mal sehen.
Ich vermute aber das zumindest in den nächsten Jahren schon das ein oder andere Bio Programm auferlegt wird um den Wandel einzuleiten.
Noch einfacher wäre es natürlich den konventionellen Landmänner alle Prämien und Zuschüsse zu streichen und diese Gelder nur dem Biosektor zuschieben. Das wäre im Sinne der Steuerzahler.
Sämtliche Vorschriften muss der konvent. Landmann natürlich über nationale Gesetze unter saftiger 6 stelliger Strafandrohung auch ohne EU oder Staatsgelder einhalten.

Dann bekommen die Biobetriebe evtl etwas höhere EU Subventionen was der konvent. Landwirtschaft vorher abgezogen wird. Und sind dann mal 80 % Bio wird auch hier der Rotstift angesetzt.

Deine Aussage trifft also zu.

Ich für meinen Teil muss sagen, ich bin heilfroh wenn ich den Mist in 1 Jahr los bin. Dann bin ich 100 % Verpächter und muss mich nicht mehr mit immer neuen Gängelungen herumärgern. Obwohl ich weit vor dem Rentenalter stehe.
Und wenn der Pachtpreis wirklich sinkt, ist es halt so. Deswegen schaff ich mir sicher keine Kühe oder Schweine mehr an. Und Ackerbau als Hobby ohne Rendite ist doch auch nur reine Zeitverschwendung.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Neo-LW » Mi Okt 16, 2019 20:25

Moin,

heute im NDR-Regionalprogramm:

Mais wuerde bis zu 7-fach ueberduengt.
(Das koennte der Boden gar nicht aufnehmen.)

So wird das Nitrat in die Ostsee geschwemmt.
Dadurch wird der Sauerstoff
verbraucht und die Fische sterben.

Deswegen haben die Fischer
massiven Fangausfall.

Der "Fachmann" der Fischer sprach ueberings
dezidiert vom Duenger auswerfen.
Also von "Kunstduenger".

Da frage ich mich, was das Betriebswirtschaftlich
bringen soll.

Olli
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon marius » Mi Okt 16, 2019 20:51

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

heute im NDR-Regionalprogramm:

Mais wuerde bis zu 7-fach ueberduengt.
(Das koennte der Boden gar nicht aufnehmen.)

So wird das Nitrat in die Ostsee geschwemmt.
Dadurch wird der Sauerstoff
verbraucht und die Fische sterben.

Deswegen haben die Fischer
massiven Fangausfall.

Der "Fachmann" der Fischer sprach ueberings
dezidiert vom Duenger auswerfen.
Also von "Kunstduenger".

Da frage ich mich, was das Betriebswirtschaftlich
bringen soll.

Olli


Da wird auf die Landwirte wieder ein Shitstorm zusteuern und dann wird natürlich nach strengeren Regeln, Gesetze und mehr Kontrollen für Landwirte gerufen.
Machbar zum einen über Volksbegehren zum anderen über die Wahlen ( die Grünen ).
Beides wird passieren.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Grimli » Do Okt 17, 2019 7:45

Nochmal : 2017 2018 und 2019 Streichjahre wegen zu viel oder zu wenig Wasser !
späte Harnstoffgaben im Mais wurden doch vielfach weg gelassen wo es zu trocken war.
Auf solche Diskussionen braucht man sich nicht einlassen.
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Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon DWEWT » Do Nov 21, 2019 17:36

Analog zum Titel dieses threads kann man sagen: Die Deutsche Umwelthilfe plant den Nitratangriff. Beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die Deutsche Umwelthilfe die Bundesländer NRW und Niedersachsen wegen der Nichteinhaltung der EU-Vorgaben zum Schutz des Wassers vor einer Nitratbelastung verklagt. Während die deutsche Politik sich seit Jahren mit Maßnahmen zur Verzögerung der Umsetzung der EU-Richtlinie beschäftigt hat, könnte es nun konkret werden mit Maßnahmen, die weit über die Regelungen der DÜV hinausgehen.
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