Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 16:40

ARD plant "Nitratangriff"

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
Antwort erstellen
157 Beiträge • Seite 7 von 11 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11
  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon T5060 » So Jun 16, 2019 10:39

Hier wird mal kurz und verständlich das Instrument der Enteignung für Laien erklärt

https://www.youtube.com/watch?v=tciBSJWR4Gw&t=382s

Es gibt dann noch die Instrumente "Inhaltsbestimmung des Grundeigentums" und das der "Vergesellschaftung" nach Art. 15 GG

Vor dem Hintergrund, dass aktuell grün-rot-dunkelrot eine Mehrheit haben, ist die Vergesellschaftung ein ganz effektives Mittel für den Staat den Landwirten alles zunehmen
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35362
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon marius » So Jun 16, 2019 16:59

Naja, also ich seh für die Landwirtschaft richtig schwarz.
Gut ich geh zuerst von einer Deflation aus, also die Geldumlaufgeschwindigkeit verringert sich.
Dann klappen die Preise zusammen und Arbeitslosenzahlen explodieren. Mal sehen was dann die " rosarote Brille Regierung " mit ihren " dringend nötigen AK Einwanderer" macht.
Eine Deflation hilft den Landwirten nicht weil ihre Erzeugerpreise abstürzen.
Noch schlimmer wirds unmittelbar danach wenn die EZB ihre Bilanz ( ich schätze aufgrund der Verwerfungen ) in relativ kurzer Zeit um den Faktor 2 oder 3 ausdehnen muss.
Ein Teil bleibt sicher in der Anleihenblase gefangen aber ein großer Teil dieser Geldschwemme wandert in die Realwirtschaft und sorgt für explodierende Preise. Gleichzeitig haben wir immer noch eine Deflation, sowas nennt sich Stagflation. Eine wahre Katastrophe.
In diesem Szenarion können Landwirte, Vermieter, Unternehmen ihre gestiegenen Kosten nur zum kleinen Teil an den Konsumenten weitergeben und sie bekommen richtig Probleme.

Da werden dann nicht wenige Landwirte aufgrund Zahlungsschwierigkeiten ihren Grund und Boden verkaufen müssen. Und zwar deutlich biliger als heute. Die Immopreise werden auch zusammenbrechen schon alleine weil viele arbeitslose Häuslebauer ihr Eigenheim zwangsversteigern müssen.
Diese ganzen Notverkäufe sind auch in gewissem Umfang Enteignungen weil dies das Ergebnis einer völlig verkorksten Politik ist. Ebenso ist eine 0 % Zins Politik Enteignung.
Nicht nur wegen der Geldpolitik sondern auch, z.b. am Wohnungsmarkt hat die Politik versagt : In D. war immer ein Teil der Wohnungen nicht belegt.
Nun hat Deutschland in den letzten Jahren knapp 2 Millionen Einwanderer importiert mit folgendem Familiennachzug. Wo sollen diese Wohnungen herkommen ? Ist doch klar das v.a. in Ballungsgebieten die Miet.- und nochmehr die Kaufpreise deutlich steigen. Marktgesetze.
Schuldig wird nicht die Politik sondern die bösen Vermieter gesprochen und es wird nach Enteignungen gerufen wo doch vor nicht langer Zeit jede Menge Wohnungen im Staatsbesitz an ausgerechnet private Gesellschaften verkauft wurden.
Jedenfalls werden die zahlungsunfähigen Mieter in einer Stagflation per Gesetz oder Dekret vor dem Rauswurf bewahrt. Wohnen - Grundrecht. Pech für Vermieter.
Landwirte werden in einer Stagflation wie beschrieben ebenfalls enorme Schwierigkeiten bekommen weil sie heute in guten Zeiten schon katastrophale Erzeugerpreise haben und ums überleben kämpfen. Das belegen alle Zahlen.

Da werden in der kommenden Stagflation nicht wenige ihre Grundstücke bei fallenden Erzeugerpreisen verkaufen müssen um sich über Wasser zu halten, was ebenfalls einer Enteignung gleicht weil die Politik diese Misere zu verantworten hat.

Was noch auf die Füße fallen wird, wenn dieses düstere Szenarion eintritt, liegen unsere Targe 2 Salden nicht wie heute bei nur 1 Billion, sondern diese EU Haftsumme wird wie die heutige zusätzliche > 2 Billionen Staatsschulden explodieren und diese Target Salden müssen vom deutschen Bürger ebenfalls beglichen werden.
Und wer bezahlt diese Billionen ?
Das wird aber nicht der kleine Mann bezahlen sondern diese Rechnung wird nur ein rel. kleiner Teil der dt. Bevölkerung zahlen nämlich, die Geld.- und Sachwertbesitzer. Und da sind Landwirte mit ihren Grundstücken vorne mit dabei.
Ob sie über " Reichen.-, Sonder.-, Vermögenssteuer, Lastenausgleich oder eine Form der direkten Enteignung " herangezogen werden ist eigentlich egal, weil das Ergebnis dasselbe ist.
Das wird dann der Punkt sein, wo über mein beschr. Edelmetallverbot mit Enteignung nachgedacht wird.
marius
 
Beiträge: 6653
Registriert: Do Mai 06, 2010 18:51
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon elchtestversagt » So Jun 16, 2019 17:47

Du hast mir immer noch nicht gesagt, ob du deinen Kotten schon verkauft hast....
elchtestversagt
 
Beiträge: 6707
Registriert: Sa Aug 08, 2009 8:04
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon bauer hans » So Jun 16, 2019 18:15

marius sieht ja nicht nur für die landwirtschaft tiefschwarz,sondern für unsere ganze republik.
nur für sich und seine effekten sieht er glorreiche zeiten.
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
Beiträge: 8058
Registriert: Mo Apr 27, 2015 7:57
Wohnort: OWL
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Grimli » Mo Jun 17, 2019 7:48

Treibhauseffekt/Umweltbelastung Methan aus Rindvieh stark übertrieben
Milieuimpact methaan uit rundvee schromelijk overdreven
Twitter:
t.co/T8yWptnZlp/
Link
https://www.prikkebord.nl/topic/184766/

CO² Lifespawn ist 1000 Jahre
Methan Lifespawn ist 10 Jahre
Conversation nach spätestens 10 Jahren in CO²

558 Million Tonnen jährliche Globale Methan Emissionen
188 Millionen Tonnen davon aus Lifestock and Agriculture (Amerikanische Berechnung)

548 Millionen Tonnen jährliche Absorbtion durch Pflanzen und Böden als globaler Sink Effekt

Also insgesamt eine nahezu ausgeglichene globale Methan Emission.
Methan ist zwar 28 mal Klimaschädlicher als CO² aber durch die kurze Lifespawn Zeit und die globale Verteilung der Emissionsquellen und den gleichzeitigen Verbrauch können definitiv ausgeschlossen werden:

Methan das heute emissiert wird hat einen Effekt auf den Klimawandel im Jahre 2100


Dazu Interresannt
https://www.topagrar.com/management-und ... tent=index
Und der Kommentar Nr. 22


Klimaschutz: CDU fordert CO² Abgabe für alle | Zeit online
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-06/ ... kfz-steuer

Landwirte müssten bezogen auf Methan also Geld herausbekommen. Landwirte die auf Moor Standorten eine Ausgeglichene Methan Bilanz errreichen müssten sogar besonders belohnt werden.
Eine Sektorübergreifende Herangehensweise wäre dringend geboten !
Grimli
 
Beiträge: 953
Registriert: So Jul 04, 2010 13:29
Wohnort: Westmünsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Grimli » Mo Jun 17, 2019 22:53

Puplikation über das Wirkgefüge Boden-Boden-Mineralien-organische Substanz-Ton usw :?:
Tiefgründig.... :lol:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... g/4058.pdf

Grafik.jpg
Grimli
 
Beiträge: 953
Registriert: So Jul 04, 2010 13:29
Wohnort: Westmünsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon T5060 » Di Jun 25, 2019 15:57

Hier hatte der BV die völlig falsche Strategie gewählt, entweder aus einem Standesdünkel heraus oder bewusst um das die Pachtpreise steigen und die Flächen zu den großen Ackerbauern wandern.
Die Themen Lebensmitteleinzelhandel, Tierwohl und Glyphos bzw. PSM Einsatz kpl. wurden auch total versemmelt. Von Blühflächen, mobilen Hühnerställen und Milchautomaten wird nun mal zu einen niemand satt und zum anderen kann man damit keinen Hof erhalten. Es wurde selbst nicht mal reagiert, als die Scheisse schon im Keller stand.

Da das Wachstum der Betriebe durch den biologischen und techn. Fortschritt bestimmt wird ( und durch nichts anderes ), sind jetzt hier auch Grenzen gezogen. SÜDZUCKER war insofern ehrlich und hat gesagt,
dass die deutschen Bauern nicht zu Weltmarktpreisen konkurrenzfähig produzieren können, egal welche Betriebsgröße.

Warum geht jetzt der BV nicht mal vorneweg und definiert Landwirtschaft und fordert dies so in Brüssel ein, dass es durch deutsche Beamtenspiessigkeit nicht mehr aushebeln geht.
Wir werden in 3 Jahren deutschlandweit den "bayrischen Weg" gehen, der gerade definiert wird. Nur damit stehen wir in Europa alleine.

Das kostet wachstumsfähigen und großen Betrieben die Existenz, auch werden extensive Formen der Bewirtschaftung im Vollerwerb kritisch.
Kleinere Betriebe sind durch Neben - und Zuerwerb abgesichert im Vermögenserhalt.

Dabei muss man wissen, dass über 70 % der Verbraucher noch ganz normal und richtig denken und handeln, nur 20 % Deppen versuchen alles auszuhebeln.
Deshalb ist es unverständlich, weshalb die Landwirtschaft immer weitere Kostensteigerungen aufgebrummt bekommt und der BV dies nicht europaeinheitlich geregelt bekommt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35362
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon Grimli » Fr Jul 26, 2019 8:29

Die Qualitätsjournalie sollte mal über so etwas berichten :

https://www.flussgebiete.nrw.de/growa-nrw-2021-4994

https://www.flussgebiete.nrw.de/media/i ... denuz-weku

Modellkette, Fließzeiten und Denitrifikation im Grundwasser, Berechnung der diffusen N-Eintragspfade in die Gewässer

Zitat:
In einigen Regionen des
Münsterlandes und der
Niederrheinischen Bucht
kann der Nitratabbau im
Grundwasser > 75%
betragen.


Ich würde sagen wenn die Wasserentnahme der Wasserwerke der Grundwasserneubildung besser angepasst würde könnte das sogar für noch größere Flächen im Münsterland gelten.
Man könnte auch Wasserwerke dahin bauen wo entsprechende Wasserqualitäten zu erwarten sind anstelle das der Bock sich zum Gärtner aufschwingt und den Bauern zum Sündenbock macht.

Die komische immer gleich bleibende Forderung von 870.000 € Strafzahlung pro Tag seitens der EU mit Handschrift der Wasserversorger die offenbar keine neuen Erkenntnisse zulässt sollte auch endgültig in die Tonne wandern.
Grimli
 
Beiträge: 953
Registriert: So Jul 04, 2010 13:29
Wohnort: Westmünsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon marius » Di Aug 06, 2019 8:56

Das Nitratproblem dürfte sich eh entschärfen wenn das durchgesetzt wird :

Zahl der Nutztiere muss sinken :
Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will Fördermaßnahmen künftig davon abhängig machen, dass ein Betrieb pro Hektar Fläche nicht mehr als zwei "Großvieh-Einheiten" hält -

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/fo ... n-100.html
marius
 
Beiträge: 6653
Registriert: Do Mai 06, 2010 18:51
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Vorwärtsverteitigung - NO3 Grenzwert für Gemüse

Beitragvon adefrankl » Di Aug 06, 2019 11:34

Also nachdem unseren Ökos der Nitratgrenzwert von 50 mg/l Wasser ja nicht niedrig genug ist, obwohl man aus reinen Vorsorgeüberlegungen schon den Grenzwert von 90 auf 50 mg/l reduziert hat, sollten man dies einfach konsequent zu Ende denken. Wenn man überzeugt ist, dass Nitrat grundsätzlich schädlich ist, dann gilt es natürlich die Aufnahme unbedingt zu reduzieren. Nun ist es aber eine Tatsache (*), dass die Bevölkerung mehr als doppelt so viel Nitrat durch Gemüseverzehr aufnimmt, als mit dem Trinkwasser. Insofern ist es ein Unding, dass der Nitratgrenzwert bei Gemüse teilweise bis zu 90 mal so hoch liegt wie beim Trinkwasser (**). Als ersten Schritt sollte man unbedingt die Grenzwerte auf maximal(!) den 10 fachen des Trinkwassergrenzwertes festsetzen. Gut möglich, dass dann (speziell im Winter) manche Gemüsearten dann nicht mehr verkauft werden dürfen. Aber bei derartigen Grenzwertfragen dar man darauf keine Rücksicht nehmen. Manche werden auch darauf verweisen, dass das Nitrat im Gemüse gerade gesund ist und dieses nachweislich das Schlaganfalls-, Herzinfakt- und Demenzrisiko senkt und die Lebenserwartung steigert. Aber darauf kann keine Rücksicht genommen werden. So müssen laut DUH auch gerade in den Gebieten mit der höchsten Lebenserwartung Fahrverbote für Diesel sofort eingeführt werden, weil diese dort so viele vorzeitige Todesfälle verursachen.
Daher man kann den aktuellen Irrsinn nicht mehr mit vernünftigen Argumenten bei-kommen. Man sollte daher vielmehr den soweit noch konsequenter Umsetzen, dass der Irrsinn wenigstens besser erkennbar wird.

(*) https://www.vis.bayern.de/ernaehrung/le ... emuese.htm
(**) Bei Glyphosat wird von den Ökos typischerweise bei Lebensmitteln das überschreiten des Trinkwassergrenzwertes als große Katastrophe dargestellt, obwohl bei Glyphosat der Trinkwassergrenzwert faktisch einfach ein Nullwert (~Nachweisgrenze) sein soll, und keinerlei toxikologische Grunde hat. Insofern kann man bei Nitrat Wasser und gemüse sicher gleichstellen.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
Beiträge: 2805
Registriert: Do Feb 07, 2013 23:41
Wohnort: Mittelfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon T5060 » Do Aug 29, 2019 20:48

Unstatistik vom 29.08.2019
Die Unstatistik des Monats August ist ein Artikel aus der Rheinischen Post vom 8. des Monats. Unter der Überschrift „Immer mehr Nitrat im Grundwasser“ kommentiert die Rheinische Post darin die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen. Demnach nahm der mittlere Nitratgehalt an den 15 am stärksten belasteten deutschen Messpunkten von 2013 bis 2017 um rund 40 Milligramm pro Liter zu. Daraus folgt aber nicht, wie von der Rheinischen Post fälschlicherweise kolportiert, dass die Nitratbelastung insgesamt gestiegen ist. Sie ist vermutlich, wie schon in den Vierjahres-Zeiträumen davor, weiter gefallen.

Erstens sind die Messpunkte nicht die gleichen – im Jahr 2017 wurden verschiedene Messpunkte aus dem Jahr 2013 gegen bekannte Hochnitrat-Messstellen ausgetauscht. Die Werte an den 2013er Messpunkten sind bis 2017 im Mittel gefallen. Und zweitens gingen 2013 die Jahresdurchschnittswerte, im Jahr 2017 aber die Höchstwerte (über ausgewählte Tage) in die Analyse ein. Die Meldung aus der Rheinischen Post ist also statistisch gesehen der gleiche Unfug, als wollte man die Veränderung der jährlichen landesweiten Niederschlagsmenge durch einen Vergleich der 15 jeweils feuchtesten Orte ermitteln (und dann auch noch für ein Jahr basierend auf dem Durchschnitt pro Ort, das andere Jahr basierend auf dem Tagesmaximum).

Damit ist natürlich nichts gegen eine sinnvolle Messung der Nitratbelastung in Flüssen, Seen und im Grundwasser gesagt. Deren Begrenzung und Absenkung ist Gegenstand einer der ersten Umweltschutzdirektiven der EU, der Nitratrichtlinie von 1991. Das dazu nötige europaweite Messnetz ist allerdings wissenschaftlich durchaus angreifbar. Wie schon in der Meldung der Rheinischen Post werden speziell in Deutschland Messstellen gerne ausgetauscht beziehungsweise mit Bedacht in Hochbelastungsregionen angelegt. Dagegen wäre auch nichts einzuwenden, wäre man an der zeitlichen Entwicklung der Maxima interessiert. Zum Betrug wird diese Vorgangsweise immer dann, wenn man das Ergebnis als landesweiten Durchschnitt verkauft. Hier zeigt sich, dass bei unveränderten Messpunkten die Belastung eher sinkt.


http://www.rwi-essen.de/unstatistik/94/ ... 4VAVmi4KqM
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35362
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon DWEWT » Fr Aug 30, 2019 6:41

Die Kritik des RWI an der Statistik richtet sich in erster Linie gegen die Methodik und nicht gegen die Ermittlung einzelner Daten. Wer immer noch glaubt, dass die Nitratbelastung des Grundwassers lediglich eine ermittlungstechnische Panne ist, der glaubt sicher auch noch an den Weihnachtsmann. Noch immer beträgt der N-Saldo mehr als 50kg/ha!
DWEWT
 
Beiträge: 10032
Registriert: So Aug 08, 2010 11:24
Wohnort: Vierländereck/ST/Nds/Bbg/MV
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon bauer hans » Fr Aug 30, 2019 6:45

DWEWT hat geschrieben: Noch immer beträgt der N-Saldo mehr als 50kg/ha!

in den "Roten Gebieten".
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
Beiträge: 8058
Registriert: Mo Apr 27, 2015 7:57
Wohnort: OWL
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon elchtestversagt » Fr Aug 30, 2019 7:22

Man würde in Deutschland den Nobelpreis bekommen, wenn man heute schon ganz exakt vorraussagen könnte, wo wann wieviel Niederschläge in Verbindung mit Temperatur und Verdunstungsrate für das ganze nächste Jahr sein werden.
Denn dann, und nur dann kann man punktgenau düngen.
Ansonsten ist alles Lotterie.
Und nebenbei, für den Humusaufbau braucht man mehr als 100 kg Überschuss...( denn ansonsten bleibt entweder für die Pflanzen nichts mehr über oder aber es wird Raubbau getrieben, wer Körnermais und Mulchsaat macht sieht das jedes Jahr aus neue...).

Also, anstatt mit Verboten die Erträge auf dritte Welt Niveau absinken zu lassen, sollte mehr Forschung in Bezug auf Ausnutzungsgrade, Ausbringmethoden, Sortenzüchtungen zur N Ausnutzung sowie weiterführende Massnahmen ( Beregnung bei der Wirtschaftsdüngerapplikation u.a.) gemacht werden.
Statt dessen dürfen wir demnächst nur noch in drei Wochen Wirtschaftsdünger und Mineraldünger ausbringen, am besten noch bei 35 Grad und strahlendem Sonnenschein....( denn damals konnte man beruhigt 100m3 Gülle fahren, mit dem guten Prallteller, die bleib eh drei Wochen liegen, und 80% N sind in der Luft verflogen, dafür gab es aber Insekten satt...und P im Boden...)
elchtestversagt
 
Beiträge: 6707
Registriert: Sa Aug 08, 2009 8:04
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: ARD plant "Nitratangriff"

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Aug 30, 2019 7:40

T5060 hat geschrieben:
Unstatistik vom 29.08.2019
Die Unstatistik des Monats August ist ein Artikel aus der Rheinischen Post vom 8. des Monats. Unter der Überschrift „Immer mehr Nitrat im Grundwasser“ kommentiert die Rheinische Post darin die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen. Demnach nahm der mittlere Nitratgehalt an den 15 am stärksten belasteten deutschen Messpunkten von 2013 bis 2017 um rund 40 Milligramm pro Liter zu. Daraus folgt aber nicht, wie von der Rheinischen Post fälschlicherweise kolportiert, dass die Nitratbelastung insgesamt gestiegen ist. Sie ist vermutlich, wie schon in den Vierjahres-Zeiträumen davor, weiter gefallen.

Erstens sind die Messpunkte nicht die gleichen – im Jahr 2017 wurden verschiedene Messpunkte aus dem Jahr 2013 gegen bekannte Hochnitrat-Messstellen ausgetauscht. Die Werte an den 2013er Messpunkten sind bis 2017 im Mittel gefallen. Und zweitens gingen 2013 die Jahresdurchschnittswerte, im Jahr 2017 aber die Höchstwerte (über ausgewählte Tage) in die Analyse ein. Die Meldung aus der Rheinischen Post ist also statistisch gesehen der gleiche Unfug, als wollte man die Veränderung der jährlichen landesweiten Niederschlagsmenge durch einen Vergleich der 15 jeweils feuchtesten Orte ermitteln (und dann auch noch für ein Jahr basierend auf dem Durchschnitt pro Ort, das andere Jahr basierend auf dem Tagesmaximum).

Damit ist natürlich nichts gegen eine sinnvolle Messung der Nitratbelastung in Flüssen, Seen und im Grundwasser gesagt. Deren Begrenzung und Absenkung ist Gegenstand einer der ersten Umweltschutzdirektiven der EU, der Nitratrichtlinie von 1991. Das dazu nötige europaweite Messnetz ist allerdings wissenschaftlich durchaus angreifbar. Wie schon in der Meldung der Rheinischen Post werden speziell in Deutschland Messstellen gerne ausgetauscht beziehungsweise mit Bedacht in Hochbelastungsregionen angelegt. Dagegen wäre auch nichts einzuwenden, wäre man an der zeitlichen Entwicklung der Maxima interessiert. Zum Betrug wird diese Vorgangsweise immer dann, wenn man das Ergebnis als landesweiten Durchschnitt verkauft. Hier zeigt sich, dass bei unveränderten Messpunkten die Belastung eher sinkt.


http://www.rwi-essen.de/unstatistik/94/ ... 4VAVmi4KqM


"Der Bundesregierung liegen aus den Meldungen der Bundesländer an das Umweltbundesamt zur Verwaltungsvereinbarung zum Datenaustausch im Umwelt-bereich Messwerte an einzelnen Messstellen des EUA-Messnetzes vor, aber keine Informationen zu den Ergebnissen in Grundwasserkörpern."

Antwort des UBA auf Anfrage der Grünen. In der Tabellenüberschrift steht dann aber Grundwasserkörper, Messwerte sind aber von einzelnen Messstellen. Diese können aber öfter vorkommen, es werden neuerdings Tageswerte genommen und keine Durchschnittswerte. Von 2018 sieht man sich scheinbar komplett außerstande Zahlen zu veröffentlichen.
Wenn jemand ernsthaft an einer ehrlichen unvoreingenommenen Politik in der Thematik glaubt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Erstmal müssen schärfere Regeln durch, die Produktion und insbesondere Tierbestand senken. Dann nimmt man sich wieder andere Zahlen, die die Richtigkeit der eigenen Politik unterstreichen. Damit kann man dann argumentieren, den Weg genauso weiter zu gehen.
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12878
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
157 Beiträge • Seite 7 von 11 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11

Zurück zu Agrarpolitik

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot], haro

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki