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Ausgleichzulage 2020

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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95 Beiträge • Seite 6 von 7 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Bibbler » Fr Apr 30, 2021 18:49

@ dewet also wenn man aus dem Flachland kommt und große Fläche am Stück hat kann man so daher reden.

Es gibt in den Mittelgebirgen genug kleine Nebenerwerbslandwirte die mit ein paar Rinder die Landschaft offen halten und wenn die aus der Förderung rausfallen hören die auf.
So ein dummes Geschwätz von die Parzelle soll 10ha am Stück haben ist doch idiotisch. Man bei uns in der Gegend geht das gar nicht.
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Bibbler » Fr Apr 30, 2021 19:16

Und noch was. Es werden von den Nebenerwerbslandwirte genug Kälber gekauft die wenn es uns kleinen nicht mehr gibt auch nach Spanien oder sonst wohin transportiert werden.

Mich betrifft die ganze Diskussion auch bin knapp unter der Grenze. Und werde dann aufhören.
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Englberger » Fr Apr 30, 2021 20:27

Bibbler hat geschrieben:Es gibt in den Mittelgebirgen genug kleine Nebenerwerbslandwirte die mit ein paar Rinder die Landschaft offen halten und wenn die aus der Förderung rausfallen hören die auf.

Hallo,
das war schon vor 40Jahren die Argumentationslinie.
Hab damals im ersten richtigen Bundestagswahlkampf der Grünen einen Artikel geschrieben: Titel" nach den Bauern stirbt das Land"
Der Wald ist seither nicht verstorben und die Bauern auch nicht.
Es gab damals schon Studien was es kostet die Landschaft offenzuhalten (ca 1700Mark damals) wenns die öffentliche Hand macht,
und es gab Umfragen was die Bevölkerung wünscht.
Ungelenkte Sukzession war damals der Favorit. Ergo, wenn die kleinen"Wurstler" aufhören ist es dem Volk egal.
Gruss Christian
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Botaniker » Fr Apr 30, 2021 21:23

Englberger hat geschrieben:Es gab damals schon Studien was es kostet die Landschaft offenzuhalten (ca 1700Mark damals) wenns die öffentliche Hand macht,
und es gab Umfragen was die Bevölkerung wünscht.
Ungelenkte Sukzession war damals der Favorit. Ergo, wenn die kleinen"Wurstler" aufhören ist es dem Volk egal.
Gruss Christian


Wenn's nur ums Offenhalten geht, hier gibt's Lohner die Mulchen den ha für 50€ + MwSt. Wenn die größere Flächen Mulchen können, machen die noch nen Rabatt.
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon langholzbauer » Fr Apr 30, 2021 21:27

"Dem Volk" fällt es erst auf, wenn's wirklich teuer wird.
Und den Politikern* innen :roll: ist es egal, weil bis dahin andere dran sind, wenn eine Landschaftspflegesteuer eingeführt werden muss.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon langholzbauer » Fr Apr 30, 2021 21:34

Botaniker hat geschrieben:
Wenn's nur ums Offenhalten geht, hier gibt's Lohner die Mulchen den ha für 50€ + MwSt. Wenn die größere Flächen Mulchen können, machen die noch nen Rabatt.

Für 50€/ha im Mittel- bis Gebirge bei kleinen und sehr hängigen Schlägen machen die das aber auch nicht lange...
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Botaniker » Fr Apr 30, 2021 22:28

langholzbauer hat geschrieben:Für 50€/ha im Mittel- bis Gebirge bei kleinen und sehr hängigen Schlägen machen die das aber auch nicht lange...


Dann geb 100 oder 120, ist immer noch massig billiger als die von Christian angesprochenen 1700 DM. Für 120 kriege ich den ha Getreide/Raps gedroschen.
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 01, 2021 8:15

Bibbler hat geschrieben:@ dewet also wenn man aus dem Flachland kommt und große Fläche am Stück hat kann man so daher reden.

Es gibt in den Mittelgebirgen genug kleine Nebenerwerbslandwirte die mit ein paar Rinder die Landschaft offen halten und wenn die aus der Förderung rausfallen hören die auf.
So ein dummes Geschwätz von die Parzelle soll 10ha am Stück haben ist doch idiotisch. Man bei uns in der Gegend geht das gar nicht.


Ich hatte die Möglichkeit, mir einen neuen Standort aussuchen zu können. Die Präferenzen waren klar. Große geschlossene, abgeschiedene, landschaftlich attraktive Flächen auf relativ gutem Boden. In diesen Eigenschaften sehe ich auch die Zukunft der Landwirtschaft in D. Da ich aus einem kleinen Betrieb komme, weiß ich die Vorteile meines neuen Betriebes sehr zu schätzen. Bei durchschnittlich 18ha Schlaggröße, lasse ich mir die damit verbundenen Vorteile nicht von irgendwelchen Dahergelaufenen nehmen.
Übrigens hätten nach der Wende noch viel mehr Berufskollegen die Möglichkeit gehabt, sich optimale Betriebe hier im Osten aufbauen zu können. Man musste allerdings den Allerwertesten hochbekommen. Aber ich weiß, es gab moralische Bedenken! :lol: Heute die Not (den kleinen Betrieb) zur Tugend machen zu wollen, ist ein stückweit verlogen.
Es war auch nicht die Rede davon, dass die Parzelle 10ha groß sein soll! Die ersten Betrebungen gehen dahin, dass die Schläge nur noch max. 10ha groß sein sollen. Wenn du kleinere hast, liegst du doch schon voll auf der Linie der Politik. :wink:
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon CarpeDiem » Sa Mai 01, 2021 10:25

DWEWT hat geschrieben:Man musste allerdings den Allerwertesten hochbekommen.


...oder aber ein Prozesshansel sein. Das hat mit rein moralischen Bedenken nix zu tun, sondern sehr reale Hintergründe. Glaubst du denn, dass die Plakate der Linken "Wir nehmen den Wessi an die Leine" in deiner anhaltinischen neuen Heimat aus dem Nichts kommen? Diese Haltung ist in der ehemaligen Zone weit verbreitet und dafür habe ich durchaus Verständnis. Die Leute wurden bei der Vereinigung über den Tisch gezogen....!
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Grimli » Sa Mai 01, 2021 12:39

Botaniker hat geschrieben:@julius, bitte definiere doch mal was ist ein erhaltenswerter Kleinbetrieb

julius hat geschrieben:Das hab ich schon. Kleinbetriebe unter 5000 Euro. Das sind dann wenn die Prämie gestrichen wird Betriebe so unter 20 ha in Zahlen gesagt. Um die geht es das die keine Förderung mehr bekommen sollen.

Lest doch zuerst den Link durch, da steht es beschrieben :

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/ ... 2021-04-26

Diskutiert werden in Brüssel, dass Antragssteller unter anderem Einkommensteuerbescheide oder Arbeitsstunden in der Landwirtschaft nachweisen müssen. Als Grenze zum aktiven Landwirt könnten dabei mindestens 5.000 € Direktzahlungen gelten.


Ich hab nur gesagt das dies nicht im Sinne der meisten Bürger ist, welche diese EU Prämien mit ihren Steuern finanzieren müssen also bezahlen müssen. Die Politik bezahlt keine Prämie sondern die Steuerzahler.



Da werden sich aber sehr viele Mischbetriebe in Mittelgebirgslage mit Grünlandflächen und Waldflächen sehr freuen wenn die Ausgleichszahlungen für das Grünland weg fallen aber der Gesamtbetrieb ja durchaus ein Land und Forstwirtschaftlicher Betrieb mit Einnahmen ist die zum Lebensunterhalt reichen. Diejenigen wo dann noch massive Borkenkäfer Schadensfläche im Wald haben und um ihre Spardosen betrogen sind werden gleich doppelt und dreifach beschissen weil sie Aufgrund Steillage oder Waldumwandlungsverbot auch nicht mal eben die Flächenvorraussetzungen schaffen können um über 5000 € Prämienanspruch zu kommen ! n8
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Bibbler » Sa Mai 01, 2021 12:49

@ grimli
Genau so sieht es aus. Damit ist eigentlich alles gesagt.
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Englberger » Sa Mai 01, 2021 14:57

DWEWT hat geschrieben:Übrigens hätten nach der Wende noch viel mehr Berufskollegen die Möglichkeit gehabt, sich optimale Betriebe hier im Osten aufbauen zu können.

Hallo,
ganz so einfach wars wirklich nicht. Hab mir damals in allen neuen Ländern viele Projekte angekuckt. Für mich immer entweder zu gross oder zu klein für eine Familie. Die Super Objekte waren sehr schnell weg. Da hatten die LPG Leiter schon ein Auge drauf., bzw reiche Wessis/Holländer
Und dann war ja auch die soziale Situation . Beispiel: um 5Uhr abends waren wir in Hoyerswerda, ca 35000 Einwohner damals, wir fanden eine Kneipe, mehr Stehausschank/Trinkhalle, und der wollte kurz nach 5 zumachen. Auf die Frage obs noch was gibt im Kaff sagte er nein , die Leute saufen sich in den Kellern der Plattenbauten die Hucke voll. Restaurant brauchts nicht, haben eh kein geld die Leute.
Kurze Zeit später hat ein Heim gebrannt in Hoyerswerda.
Da war keine Atmosphäre zum sich wohlfühlen.
Dagegen in Frankreich als wir das erste mal in Montlucon waren gabs Stadtfest mit Umzug und das erste Fahrzeug der Kolonne war das "Bluesmobil" der Bluesbrothers mit der Musik dazu. (Seither gehts leicht abwärts). Aber die Stimmung war einfach toll.
Ein guter Kumpel ist Professor in Freiberg (Sachsen) der ist jetzt nach fast 15 Jahren dort wieder nach Mainz gezogen weil er die dumpfe Stimmung nicht mehr aushält wie er sagt.Und das hat wenig mit "Besserwessi" zu tun. Beispiele aus den Schulen, der Verwaltung, Krankenhäuser,etc was er uns erzählt, da muss noch ne Generation aufwachsen bis das wirklich angenehm wird.
Gruss Christian
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 01, 2021 15:28

Mir war von vornherein klar, dass die ersten 10 bis 15 Jahre notwendig sein würden, den Betrieb nach meinen Vorstellungen ans Laufen zu bringen. Rückblickend kann ich sagen, dass da wenig Freizeit vorhanden war, die ich hätte gestalten müssen. Wochenenden bei Bekannten in HH oder B, beides ca. 120 km entfernt, waren nett. Bis zur Küste benötige ich jetzt nur noch ca. 1 Stunde. Der alternative kulturelle hotspot in NDS, das Wendland, liegt direkt vor den Haustüre. Konfliktpotenzial, wenn man von den Reichsbürgern absieht, gibt es hier auf dem Land kaum. Nörgelnde Dorfbewohner GsD auch fast gar nicht. Mein Standort ergab sich ganz klar aus betrieblichen Gründen! Private Kontakte ergeben sich durch meine gut ausgestattete Motorradwerkstatt, die Jagd, mein Engagement in einigen Institutionen und Beziehungen, die weit über die Beratung hinausgehen. Ein Vorteil dieses Standortes ist aktuell, dass mir die Pandemie am Allerwertesten vorbeigeht. :D
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon Englberger » Sa Mai 01, 2021 22:11

DWEWT hat geschrieben:die Jagd, mein Engagement in einigen Institutionen und Beziehungen, die weit über die Beratung hinausgehen.

Hallo,
du bist halt schon auf einem brauchbaren Level gestartet. Der alte Spruch: "die erste Million ist am schwersten zu verdienen" der stimmt halt brutal. Uns gehts mittlerweile auch sehr gut. Aber die Anfänge waren brutal schwer ohne Background.
Denk immer mal wieder zurück als ich in der Kreissparkasse Bad Urach um einen Kredit wegen Hofpacht angefragt habe.
Frage des Sachbearbeiters: Was wollen sie machen? Meine Antwort: Landwirtschaft, hab einen Hof gepachtet.
Retour: Fällt Ihnen nichts besseres ein?
Das wars dann; seither versuch ich ohne fremde Hilfe klarzukommen.
Gruss Christian
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Re: Ausgleichzulage 2020

Beitragvon CarpeDiem » So Mai 02, 2021 9:51

Englberger hat geschrieben:Aber die Anfänge waren brutal schwer ohne Background.


Ist denn der Landkauf in F für einen Ausländer mittlerweile möglich? Ich habe das vor einigen Jahren in Lothringen versucht, bin aber an einer Behörde in Nancy gescheitert, d.h. faktisch für einen Ausländer unmöglich zu händeln, damals. Ob ohne Prämienrechte leichter, so weit bin ich nicht gekommen.
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