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Bäuerliche Landwirtschaft

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Bäuerliche Landwirtschaft

Beitragvon Einhorn64 » Sa Nov 19, 2011 19:01

Achja, da gibts so schöne weisheiten wie:
Nicht die grossen fressen die kleinen- sondern die schnellen die langsamen
oder auch:
Vor grösse müsste man angst haben wenn die dinosaurier überlebt hätten...

Hat alles so seinen wahrheitsgehalt, nur leider wird mit der landwirtschaft mit gezinkten karten gespielt!

Schaut euch mal die remmelsche panikmache zum AB einsatz in der "massentierhaltung" an.
Der ganze palaver wird zu noch mehr auflagen, dokumentationspflichten, kontrollen und wieder kontrollen führen.
Diese werden für die kleineren betriebe nur sehr schwer zu erfüllen sein> zur vorzeitigen aufgabe führen.
Die flächen und die tierische produktion werden von grossen betrieben aufgefangen, die dadurch noch mehr wachsen.
Mit einem hausjuristen wird man im problemfall unangenehme kontrollergebnisse durch verfahrensfehler usw. vor gericht wieder entkräften.
Diese politik der auflagen und erschwernisse fördert den strukturwandel enorm- und gibt scheinheilig vor man wolle ihn verhindern/ verlangsamen.

@ fortschritt: Die vertriebenen die so angesiedelt wurden sind aber nicht alle gescheitert- trotz gleicher chancen haben es einige sehr weit gebracht und haben jetzt schöne und rentable höfe.
Die darwinsche auslese findet überall statt!
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Bäuerliche Landwirtschaft

Beitragvon SHierling » Sa Nov 19, 2011 19:05

Man kann statt Abspalten,natürlich auch Abtrennen ,oder Teilverkauf sagen !

Ja, sehr nett. Und wie willst Du die Leute zum Verkaufen ihres Eigentums zwingen?
Und nur mal so, wenn es um Existenzen geht: man kann nicht nur von Landwirtschaft existieren (wenn auch jeder zum existieren eine funktionierende LW braucht). Gilt dieser Ansatz dann auch für die Handwerker, die heute am Fließband Autos bauen? Hallo? Von den exisitierenden Besitztümern, egal in welchem Bereich, leben Menschen, Bürger dieses Staates (oder auch nicht, sind aber auch Menschen). Und da wollt IHR - selber Besitzende - hingehen, und sagen: Hallo, Freundchen, DU verzichtest jetzt auf xy% Deines Besitzes, ggf auch damit auf xy% Deines EInkommens, dafür bekommst Du ggf Geld (von sehr zweifelhaftem Wert)?

Wie gesagt, nicht, das ich was dagegen hätte, aber die Durchsetzung solcher Vorstellungen auf halbwegs diesem Staat angemessenem Wege scheint mir dann doch sehr weit hergeholt. Btw: seid ihr alle "klein genug" um dabei nichts verkaufen zu müssen? Und wenn ja - und um aufs Thema zurückzukommen - wer bestimmt dann wo die Grenze? (und wenn nein: bei wem kann ich mich schon mal umgucken? ;-) Rinder wären nett, die mag ich)

Ach ja, und wenn man sich schon sowas ausdenkt - macht ja Spaß - aber PACHT kommt dann in meinem Staat ganz sicher absolut und gar nicht in Frage. Pacht bedeutet ohne selber zu arbeiten von anderer Leute Arbeit leben zu wollen, vom reinen Besitz. DIE werden dann (selbst bei mir) als allerallererste "Abgespalten" ;-)
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Re: Bäuerliche Landwirtschaft

Beitragvon Fortschritt » Sa Nov 19, 2011 22:20

Man kann sicherlich nicht das ganze mit der Wiedereingliederung der vertriebenen Landwirte ,nach dem Flüchtlingssiedlungsgesetz vom10.8.1949 sehen,wo im ostelbischen Raum bis zur sowjetischen Agrarrevolution ein Bestand an 30% Großgrundbesitz war,hier war ein Reservoir das allemal ausreichte ,um Siedlungswillige ihre Scholle zu geben,ich meine wenn LPG Nachfolgegesellschaften in arge finanzielle Schieflage geraten,könnte man ja Neustarter einen Teil der Fläche verkaufen,bzw. ein Vorkaufsrecht einräumen,was sicherlich auch politisch in heutiger Zeit wohl kaum Beachtung findet.

Also ist das mit dem Abspalten von mir nun wirklich nicht so ERNST gemeint,hab mich halt über die Parole von tyr animiert gefühlt,das dann so zu betiteln!

Im Westen gab es nur 7% Großgrundbesitz mit über 100ha,in der britischen Zone wurden alle über 100ha mit rangenommen ,so daß sich die Großgrundbesitzer halbierten,während unter 100ha keiner auch nur einen Quadratmeter abgeben mußte,hier ist die Militärregierung am Ziel vorbeigeschossen,die Amis gingen da sachgemäßer vor,sie führten einen Staffensatz oberhalb 100ha ein,und im Bereich des Mittelbesitzes zwischen 20 und 100ha unter bestimmten Vorausetzungen,die Beschaffung von Kleinsiedlungsland!

Das ganze war umstritten ,der Großgrundbesitz wurde nur nach steuerlichem Einheitswert entschädigt,eine kleine Personengruppe mußte einen Großteil ihres Besitzes zum Spottpreis hergeben,das führte zur Verhärtung der Fronten,es ging ja um die Seßhaftmachung der Menschen,die alles verloren hatten,es hatte nichts mit bodenreformerischen DIngen zu tun,und wer Besitz behalten hatte wurde sozusagen in die soziale Pflicht genommen!!


Es führt zu weit das auf heutige nachteilige Verhältnisse im Osten zu projektieren,es ist nicht vergleichbar!

Ich wollte eigentlich mit den schweren Anfängen der Siedler hier im Westen einen Kontrapunkt setzen..zu den Bemerkungen von try.
@Einhorn,ja es haben einige tüchtige Siedler geschafft,aber gesunde,Land und kapitalstarke Alteingesessene haben vielerorts doch wieder die NASE vorn!
mfg. Hermann
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
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Re: Bäuerliche Landwirtschaft

Beitragvon SHierling » Sa Nov 19, 2011 22:20

Anders als bei Industrieprodukten handelt es sich bei Ackerland um eine UNVERMEHRBARE Resource, deren Verteilung, bzw falsche Verteilung schon mehr als einmal in der deutschen Geschichte zu Unruhen und Krieg geführt hat.

Ja. Das hat man zu Zeiten von Marx geglaubt, und zu Zeiten von Adam Smith, heute weiß man das besser. Auch die Ressourcen für Industrieprodukte sind weder unendlich vermehrbar noch unendlich recyclebar, ist alles endlich (und wer das heute noch nicht bemerkt hat, ist schon sehr, sehr weltfremd!)

Und sicher könnte "der Staat" eine Neuordnung beschliessen, nur müßte er eben dabei auch die entsprechenden Mehrheiten beachten. Das es ausreichend Mehrheiten dafür gibt, den Bauern das EInkommen zu kürzen oder sie sogar insgesamt den Bach runtergehen zu lassen, ist ja auch kein Problem, das ist in Ansätzen ausreichend bewiesen. (Und das es ausreichend Menschen dafür gibt, sich die Lebensmittel, die sie haben wollen und für die sie die Produktionsrichtlinien neu erfinden wollen, auch selber und mit eigener Hand herzustellen, halte ich für ein Gerücht!)

Das es aber Mehrheiten dafür gibt, das GG so weit zu schrotten, das eine reelle Umverteilung von Besitz möglich ist, glaube ich kaum: das hat sich unser Staat nämlich (leider) selber verboten. Aber wie gesagt, wenn Du so sehr dafür bist, fang ruhig schon mal an - ich nehm Deinen Teil. Wenn Du glaubst, das Recht zu haben, irgendwelchen Leuten ihre Habe abzusprechen, hab ich das ja auch.

@Fortschritt: ok, thx :-)
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Re: Bäuerliche Landwirtschaft

Beitragvon Jochens Bruder » So Nov 20, 2011 8:11

SHierling hat geschrieben:Das es aber Mehrheiten dafür gibt, das GG so weit zu schrotten, das eine reelle Umverteilung von Besitz möglich ist, glaube ich kaum: das hat sich unser Staat nämlich (leider) selber verboten.


Die EU könnte aber z.B. ganz ohne GG-Änderung beschließen dass es Prämien, Agrardiesel, Sozialversicherung usw. nur noch für Einzelfirmen oder BGB-Gesellschaften gibt, also wo der Inhaber persönlich haftet. Das würde vermutlich auch eine gewissen Landumverteilung bewirken.
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Re: Bäuerliche Landwirtschaft

Beitragvon xyxy » So Nov 20, 2011 9:06

Jochens Bruder hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Das es aber Mehrheiten dafür gibt, das GG so weit zu schrotten, das eine reelle Umverteilung von Besitz möglich ist, glaube ich kaum: das hat sich unser Staat nämlich (leider) selber verboten.


Die EU könnte aber z.B. ganz ohne GG-Änderung beschließen dass es Prämien, Agrardiesel, Sozialversicherung usw. nur noch für Einzelfirmen oder BGB-Gesellschaften gibt, also wo der Inhaber persönlich haftet.


Die EU könnte aber z.B. ganz ohne GG-Änderung ihren Untergang beschließen, so dass es Prämien, Agrardiesel, Sozialversicherung usw.
überhaupt nicht mehr gibt!
Das würde vermutlich auch eine gewisse Landumverteilung bewirken.
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