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"Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnvoll?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon T5060 » Fr Aug 10, 2018 9:54

Wastl90 dein Vortrag ist fachlich nicht begründet und nicht belastbar.
Ihr Einspruch ist von daher zurückzuweisen.

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon wastl90 » Fr Aug 10, 2018 10:12

T5060 hat geschrieben:Wastl90 dein Vortrag ist fachlich nicht begründet und nicht belastbar.
Ihr Einspruch ist von daher zurückzuweisen.

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Was möchtest du denn für eine fachliche Begründung?

Ich denke jeder Landwirt ist auch Unternehmer, das Bild sollte man auch so nach Außen tragen. Wenn es Hilfen geben soll dann sollen das unsere Lobbyisten gerne direkt an den Bundestag geben und nicht irgendwelche Brocken der Presse geben die anschließend den ganzen Berufsstand zerreisen kann!

Die die es wirklich hart getroffen hat, kann man wirklich nur bedauern. Die Frage ob aber eine Einmischung für uns auf lange Sicht gut ist bezweifel ich sehr stark.
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon LUV4.0 » Fr Aug 10, 2018 10:21

Nein ist sie nicht. Das Bild vom freien,stolzen Bauern der selbstlos die Welt ernährt, aber gleichzeitig sofort nach Geld schreit wenn es mal eng wird passt nicht zusammen. Wir müssen uns schon entscheiden, ob wir Unternehmer oder Leibeigener des Staates sein wollen. Eine Tankstelle hier in der Nähe ist heute pleite weil die Bundesstraße 4 Monate lang nicht durchgängig befahrbar war, hat von den ansässigen Bauern keinen interessiert, gibt ja auch noch mehr Tankstellen.
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon wastl90 » Fr Aug 10, 2018 10:33

LUV4.0 hat geschrieben:Nein ist sie nicht. Das Bild vom freien,stolzen Bauern der selbstlos die Welt ernährt, aber gleichzeitig sofort nach Geld schreit wenn es mal eng wird passt nicht zusammen. Wir müssen uns schon entscheiden, ob wir Unternehmer oder Leibeigener des Staates sein wollen. Eine Tankstelle hier in der Nähe ist heute pleite weil die Bundesstraße 4 Monate lang nicht durchgängig befahrbar war, hat von den ansässigen Bauern keinen interessiert, gibt ja auch noch mehr Tankstellen.

Um die Welt zu ernähren brauchen wir Hilfe von außen - unsere Produktionskosten sind eben viel zu hoch dafür. Die Frage ist jedoch, ob wir denn überhaupt die Welt ernähren wollen oder unser eigenes Ding in Richtung Hochpreis durchziehen sollen?!
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon take_it_1999 » Fr Aug 10, 2018 10:42

Wie seit ihr denn drauf, scheinbar kommt ihr aus Regionen wo es noch halbweg gut aussieht.

Bei uns im Großraum haben die meisten Landwirte kein Futter mehr. Das Winterfutter ist zu 50 bis 75 % da, aber nicht das was jetzt noch zugefüttert werden muss.

Pferdehalter haben im Moment kaum Futter (meist unter 50% Wintervorrat) und die Region ist leergekauft.

Der stolze Bauer hin oder her, die meisten haben hier Angestellte und die werden ab Herbst wahrscheinlich stempeln gehen. Wenn kein Pferdefutter verfügbar wird, dann haben einige Heuerzeuger nächstes Jahr keinen Absatzmarkt mehr, dafür wird es viel Lasagne geben..

Es ist nicht ausgeschlossen, dass einige Landwirte im Herbst zusperren. Was passiert mit den Flächen. Naja Grünland wir nahezu wertlos für die nächsten Jahre und für den Acker findet sich schon jemand der für 120€ / ha pachten wird (weil es gibt ja so schon kaum Konkurrenz auf unseren brauchbaren Böden).

Achso im Moment nützt hier jemanden ein dickes Portmonnaie auch nix, weil es kein Futter gibt.

Mal ehrlich, die Dürre ist eine Nationale Katastrophe und es gehört ordentliche, aber bewußte Hilfe für die einzelnen Regionen her. Ich würde die Liste von T5060 noch um folgende Punkte erweitern:

- Aussetzung der Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen für Grobfuttertransporte innerhalb Deutschlands
- Erlaubnis zum Tanken von solchen Fahrzeugen an Landwirtschaftstankstellen

Wir benötigen endlich einen ordentlichen deutschlandweiten Futterhandel.

Klar ist auch, dass die Forderung vom Bauernverband naja suboptimal war, da hat jemanden einen nicht optimalen Pressereferenten. Aber Hilfe für die Landwirte muss her.

Abschließend noch ein Beispiel vom Nachbarn, welche Muh-Kühe hält:
Der hat kurz vor Schluss seinen Weizen noch gehäckselt und ins Silo getan! Auf die Frage warum " Klar fehlt mir das Geld vom Weizen, aber Kühe fressen nun mal Futter und lieber habe ich noch eine kleine Siloreserve".

Also bitte alle die aus "Gunstlagen" kommen steht euren Kollegen bei und reagiert nicht überheblich.
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon T5060 » Fr Aug 10, 2018 10:47

LUV4.0 hat geschrieben:Eine Tankstelle hier in der Nähe ist heute pleite weil die Bundesstraße 4 Monate lang nicht durchgängig befahrbar war, hat von den ansässigen Bauern keinen interessiert, gibt ja auch noch mehr Tankstellen.


Stop .... das Gesetz sieht auch hier einen Härtefallausgleich vor.

Frage 1 : Wäre die Tankstelle auch bei Durchgängigkeit der Bundesstraße pleite gegangen ?
Frage 2 : Welche Kostenreduzierung hätte die Tankstelle vornehmen können ?

Hier hätte das Bundesland als Straßenbaulastträger über die vorhandenen Instrumente Ausfallbürgschaft und Entschädigung als Härtefallausgleich handeln müssen.

Wobei der Straßenausbau auch lange vorhersehbar war und 4 Monate Bauzeit im Rahmen sind, also planbar.

Der Unternehmer hat hier das staatl. geförderte Instrument der Kurzarbeit.... ihr Freigeister. Ihr habt wenig Plan, aber davon recht viel :mrgreen:
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon 210ponys » Fr Aug 10, 2018 11:31

Und auch ein( EX-) Landwirt hat Anspruch auf Hartz4 oder wenn er Angestellter war, auf Arbeitslosengeld.



wenn kein besitz mehr da ist wie Haus Felder gibts Harz... Ansonsten verkaufen und davon Leben bis das aufgebraucht ist.
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon LUV4.0 » Fr Aug 10, 2018 11:31

T5060 hat geschrieben:
LUV4.0 hat geschrieben:Eine Tankstelle hier in der Nähe ist heute pleite weil die Bundesstraße 4 Monate lang nicht durchgängig befahrbar war, hat von den ansässigen Bauern keinen interessiert, gibt ja auch noch mehr Tankstellen.


Stop .... das Gesetz sieht auch hier einen Härtefallausgleich vor.

Frage 1 : Wäre die Tankstelle auch bei Durchgängigkeit der Bundesstraße pleite gegangen ?
Frage 2 : Welche Kostenreduzierung hätte die Tankstelle vornehmen können ?

Hier hätte das Bundesland als Straßenbaulastträger über die vorhandenen Instrumente Ausfallbürgschaft und Entschädigung als Härtefallausgleich handeln müssen.

Wobei der Straßenausbau auch lange vorhersehbar war und 4 Monate Bauzeit im Rahmen sind, also planbar.

Der Unternehmer hat hier das staatl. geförderte Instrument der Kurzarbeit.... ihr Freigeister. Ihr habt wenig Plan, aber davon recht viel :mrgreen:



Du bist ein Quatschkopf vor dem Herrn, der Betreiber hat sämtliche (privaten) Versicherungen gekündigt und sich auszahlen lassen, um seinen Mitarbeitern den Lohn weiterhin zahlen zu können. Und natürlich wäre die Tankstelle nicht pleite gegangen, wenn weiterhin Tausende von Autos vorbei fahren und tanken.


Aber du sprichst es ja selbst an, Jahre wie diese sind Planbar..dem entsprechend Rücklagen kann/sollte man sich als Landwirt in guten Jahren bilden. Einige haben das, die jammern nun auch nicht. Kostenreduzierung geht hier auch, wenn der hessische Kalibauer kein Futter mehr für seine Kühe hat, muss er eben seinen Bestand reduzieren. Im Gegensatz zum Unternehmer bekommen wir in der Landwirtschaft schon Geld vom Staat nur weil wir Fläche besitzen. Ob Tankstellenbetreiber auch Geld bekommen nur weil sie eine Tankstelle betreiben? Die Frage kannst du dir selbst beantworten, obwohl...du meinst zwar alles zu wissen..dein letzter Beitrag hier zeigt aber wunderbar, dass bei dir auch recht viel Wind, und das meißte davon Sturm ist.
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon LUV4.0 » Fr Aug 10, 2018 11:35

210ponys hat geschrieben:Und auch ein( EX-) Landwirt hat Anspruch auf Hartz4 oder wenn er Angestellter war, auf Arbeitslosengeld.



wenn kein besitz mehr da ist wie Haus Felder gibts Harz... Ansonsten verkaufen und davon Leben bis das aufgebraucht ist.



Es steht jedem Landwirt frei seinen Betrieb zu schließen und sich einen Job zu suchen. Hier wurde doch irgendwo was von 30 Euro/Stunde für einen Hilfsarbeiter geschrieben? Das glaubt der Schreiberling zwar selber nicht, aber wenn in der Landwirtschaft alles schlecht und in der freien Wirtschaft alles so rosig ist, frage ich mich warum man dann noch Landwirtschaft betreibt?


Wie gesagt: Man muss sich schon entscheiden, entweder will man für den Weltmarkt produzieren und eben dessen Bedingungen akzeptieren, oder man sucht sich andere Wege. Ähnlich wie in der Industrie kann man sich ja auch einen Hof in Osteuropa kaufen, die haben es dort ja so viel besser und können viel besser mit den Preisen mithalten. n8
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon T5060 » Fr Aug 10, 2018 12:24

@LUV brauch ich alles nicht wissen oder herzuleiten, kann man bei BÜCHS oder AUST/JACOBS nachschlagen, ergänzend dazu noch die Rechtssprechung der letzten 5 - 10 Jahre und gut ist es.

Dann kenne ich ja Deutschland recht gut, bis in die Ecken :mrgreen:

Und hier gibt es ne Ecke da waren mal 7 Vorzeige - und Zukunftsbetriebe und einer Normalbetrieb, die Betriebsleiter Bauj. 1955 - 1960 :

2 mittlerweile insolvent->HartzIV + kaputtgearbeitet, 2 melken noch max. 5 Jahre, einer hat alles verpachtet, 2 machen Hobby und der damalige Normalbetrieb läuft einfach weiter mit guter Perspektive :mrgreen:

Die Betriebe sind alle bereits finanziell ausgehungert. Eine gute abgestimmte Dürrehilfe, wäre ein humanitärer Akt gegenüber eines seit 20 Jahren ausgehungerten Berufsstands.
Letztlich hat man aber auch dem Tierschutz Verfassungsrang gegeben, alleine schon daraus wäre sogar ein Rechtsanspruch auf Futterhilfe gegeben.

Deutschland hat 11,6 Mill. Hunde, nur mal so neben bei bemerkt
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Aug 10, 2018 12:26

ackerdiesel hat geschrieben:Vielleicht sollte man die Betriebe fragen, wie Ihnen am besten geholfen werden kann.

Mir persönlich würde es reichen, wenn man mir die Hälfte der Nachzahlungen für 2017 erlassen würde :mrgreen:
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon wastl90 » Fr Aug 10, 2018 14:24

take_it_1999 hat geschrieben:Wie seit ihr denn drauf, scheinbar kommt ihr aus Regionen wo es noch halbweg gut aussieht.

Bei uns im Großraum haben die meisten Landwirte kein Futter mehr. Das Winterfutter ist zu 50 bis 75 % da, aber nicht das was jetzt noch zugefüttert werden muss.

Pferdehalter haben im Moment kaum Futter (meist unter 50% Wintervorrat) und die Region ist leergekauft.

Der stolze Bauer hin oder her, die meisten haben hier Angestellte und die werden ab Herbst wahrscheinlich stempeln gehen. Wenn kein Pferdefutter verfügbar wird, dann haben einige Heuerzeuger nächstes Jahr keinen Absatzmarkt mehr, dafür wird es viel Lasagne geben..

Es ist nicht ausgeschlossen, dass einige Landwirte im Herbst zusperren. Was passiert mit den Flächen. Naja Grünland wir nahezu wertlos für die nächsten Jahre und für den Acker findet sich schon jemand der für 120€ / ha pachten wird (weil es gibt ja so schon kaum Konkurrenz auf unseren brauchbaren Böden).

Achso im Moment nützt hier jemanden ein dickes Portmonnaie auch nix, weil es kein Futter gibt.

Mal ehrlich, die Dürre ist eine Nationale Katastrophe und es gehört ordentliche, aber bewußte Hilfe für die einzelnen Regionen her. Ich würde die Liste von T5060 noch um folgende Punkte erweitern:

- Aussetzung der Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen für Grobfuttertransporte innerhalb Deutschlands
- Erlaubnis zum Tanken von solchen Fahrzeugen an Landwirtschaftstankstellen

Wir benötigen endlich einen ordentlichen deutschlandweiten Futterhandel.

Klar ist auch, dass die Forderung vom Bauernverband naja suboptimal war, da hat jemanden einen nicht optimalen Pressereferenten. Aber Hilfe für die Landwirte muss her.

Abschließend noch ein Beispiel vom Nachbarn, welche Muh-Kühe hält:
Der hat kurz vor Schluss seinen Weizen noch gehäckselt und ins Silo getan! Auf die Frage warum " Klar fehlt mir das Geld vom Weizen, aber Kühe fressen nun mal Futter und lieber habe ich noch eine kleine Siloreserve".

Also bitte alle die aus "Gunstlagen" kommen steht euren Kollegen bei und reagiert nicht überheblich.


Wie soll ich euch beistehen? Jeden Abend an dich denken? Wir hatten hier auch schon sehr beschissene Jahre mit 50% Ertragsausfall bei Getreide, Mais und Kartoffeln. Solche Jahre sind Bitter aber früher oder später kommen diese auch einmal!

Zu den Pferdehaltern:
Die haben doch in den letzten Jahren ordentlich einkaufen können, größtenteils unter den Entstehungskosten! Natürlich war man in solchen Jahren zu bequem um sich selbst zu mechanisieren und sich um Fläche zu kümmern. Verstehe ich - aber bitte jetzt nicht jammern wenn die Futterpreise etwas anziehen!

Milchkühe: Klar auch das ist bitter! Aber ist die Lage wirklich so ausweglos? Was nützt dir jetzt das Geld wenn du den Bestand massiv abstocken musst? Ein 500 Kuh Betrieb der 25.000€ erhält wird sicher nur ein oder zwei Monate länger überleben!

Flächen: Reden wir in zwei Jahren weiter ob sich dein Befürchtungen am Pachtmarkt bewahrheitet haben - ich kann mir das nicht vorstellen! Ansonsten wird sich das in diesen Jahren ordentlich auszahlen wenn man dieses überstanden hat oder nicht?!

Transporte: Was nützt es dir wenn du an der Hoftankstelle tankst? Die 20 Cent billigeres Diesel? Macht das wirklich das Kraut fett? Auch die Maut ist jetzt nicht das große Problem, gibt Leute die jeden Tag Maut bezahlen müssen! Anderseits woher magst du das Futter kaufen wenn es angeblich gar keines mehr gibt?

Insgesamt braucht man eben ein wenig dickes Fell um auch mal solche Jahre zu überstehen. Wenn einen solch ein Jahr in den Ruin treibt, dann war es nur eine Frage der Zeit.

So und jetzt klopft auf mich ein!
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon wastl90 » Fr Aug 10, 2018 14:25

T5060 hat geschrieben:
LUV4.0 hat geschrieben:Eine Tankstelle hier in der Nähe ist heute pleite weil die Bundesstraße 4 Monate lang nicht durchgängig befahrbar war, hat von den ansässigen Bauern keinen interessiert, gibt ja auch noch mehr Tankstellen.


Stop .... das Gesetz sieht auch hier einen Härtefallausgleich vor.

Frage 1 : Wäre die Tankstelle auch bei Durchgängigkeit der Bundesstraße pleite gegangen ?
Frage 2 : Welche Kostenreduzierung hätte die Tankstelle vornehmen können ?

Hier hätte das Bundesland als Straßenbaulastträger über die vorhandenen Instrumente Ausfallbürgschaft und Entschädigung als Härtefallausgleich handeln müssen.

Wobei der Straßenausbau auch lange vorhersehbar war und 4 Monate Bauzeit im Rahmen sind, also planbar.

Der Unternehmer hat hier das staatl. geförderte Instrument der Kurzarbeit.... ihr Freigeister. Ihr habt wenig Plan, aber davon recht viel :mrgreen:



Zwei solche Fälle kenne ich auch. Ein dreiviertel Jahr eine größere Straße gesperrt worden und einige Geschäfte incl. Tankstellen sind verschwunden. Dann streite mal um das Geld- nicht das einfachste!
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon T5060 » Fr Aug 10, 2018 14:27

Wenn die Merkel die ganzen Nafri hier rein holt,
wegen denen die Heizung hochdreht,
dann soll sie die Bauern nicht auf den Kosten sitzen lassen !
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: "Bauern wollen eine Milliarde wegen Dürre" Ist das sinnv

Beitragvon wastl90 » Fr Aug 10, 2018 14:32

Eine Milliarde Euro Hilfe bei 11,8 Mio Hektar Ackerland (ohne Grünland!) sind gerade mal 85€/ha! Jetzt nehmen wir mal an die Hälfte der Landwirte erhält die Beihilfe nur auf Ackerland so sind das gerade mal 160€/ha. Hilft das wirklich weiter?
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