ja, wenn man die hohen Unfallzahlen beim Pflügen und Säen mit den verschwindend geringen Unfallzahlen im Wald (passiert da überhaupt mal was??) und im Umgang mit Weidetieren anschaut...
warum ist dann immer in den Magazinen der BG zu hören "Arme im Maishäcksler abgerissen, Tod im Güllebecken, von Radlader überrollt, durch gerissenes Zugseil beim Freischleppen auf dem Acker lebensgefährlich verletzt ..." ich habe weder Radlader noch Güllebecken noch Maishäcksler. Und einen Stammtisch hab ich bei uns im Dorf leider auch nicht - nachdem die LPG zur Agrargenossenschaft wurde und 90% ihrer Mitarbeiter entlassen hat, mußte auch unsere Dorfkneipe dicht machen.
Man könnte doch nun gerechterweise die EU-Agrarprämien nicht nach Fläche verteilen, sondern entsprechend dem neuen BG-Schlüssel nach Arbeitsbedarf. Nun, da die BG meine Tiere mit einem extrem hohen Arbeitsbedarf eingestuft hat, würde ich dann ja genug Einnahmen haben, um die höheren BG-Beiträge zu finanzieren. Das wär dann für mich OK, weil gerecht. Nach dem neuen Schlüssel haben die Großbetriebe weniger Unfallrisiko weil viel weniger Arbeitsbedarf. Letztlich auch, weil viel weniger Arbeiter auf viel größeren Flächen. Aber wenn der Arbeitsbedarf deutlichst geringer ist, brauchen sie ja auch nicht so viel Förderung ... weil die soll ja ursprünglich die Einkommen der Bauern sichern und sie nur ein paar Angestellte haben.
Was sagen Deine Stammtischkollegen dazu, forenkobold? Wäre das was für Euch zur Agrarreform 2013?
PS: vielleicht noch ein interessanter link, der die ganze Thematik ja zumindest randlich berührt: http://www.meine-landwirtschaft.de/ (Sternfahrt nach Berlin)


.Dachtest Du ernsthaft, Marktbereinigung hört auf, wenn die Kleinen weg sind?