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Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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354 Beiträge • Seite 1 von 24 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 24
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Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon agrarbetriebswirt » Do Dez 31, 2015 22:45

Aus ganz aktuellen Anlaß:

Heute Abend mal länger für einen Berufskollegen ein offenes Ohr gehabt, der ganz unvermittelt an der Tür klingelte und fragte ob ich nich mal nen Augenblick hab. Wurd dann irgendwie länger drauß.
Kurz gesagt: 150 Milchkühe, 500 Mastschweine und fast 2 Millionen Euro Schulden, die Bank gibt nix mehr, der Haussegen hängt schief. Betriebsleiter SEHR kurz vor dem entgültigen Zusammenbruch, der Sohn im 3.Lehrjahr und der Steuer- und
Wirtschaftsberater sagen: das war´s - und er will durchhalten, weiß nur nicht wie !

Mal davon abgesehen, das ich die (finanzielle)Situation auf diesem Betrieb komplett falsch eingeschätzt habe, wie kann man dort helfen??? Was sagen, wie unterstützen, als Rat oder Tipp und Hilfe geben - nur zuhören wird schon morgen wieder nicht mehr reichen.


Sorry - bin grad selber ein wenig verstört
Zuletzt geändert von agrarbetriebswirt am Do Dez 31, 2015 22:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Berufskolegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon WupperFuchs » Do Dez 31, 2015 22:53

Was dich sicher nicht aufmuntert, ist, dass ich eine ganz ähnliche Situation im letzten Monat von drei weiteren Landwirten gehört habe und trotz aller Überlegungen bisher keine Lösung gefunden wurde. Die Preise, die man bekommt im Verhältnis zu den Kosten passen einfach nicht mehr in D und da sehe ich wenig Hoffnung für die Landwirtschaft.
Tut mir Leid, bessere Nachrichten würde ich lieber schreiben.
Gruß
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Forstbetrieb mit Schleppern, Sägen und was man so braucht
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Königstiger2 » Do Dez 31, 2015 23:06

Ja, da passt dann wohl auch kein "Frohes Neues" :(
Was kannste da helfen? Ich denke, da ist er wohl auch sehr schlecht beraten worden, wobei man sagen muss, das die Bänker in den vergangenen Jahren wohl auch die rosarote Brille aufhatten.
Bei den Grundstückspreisen für Ackerfläche ist allerdings schnell mal nee Delle auszubügeln. Bei uns in Südniedersachsen haben wir 5,60€/m² genackt.

Wünsche allen einen guten Rutsch,
ein erfolgreiches aber besonders ein gesundes Jahr 2016
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Do Dez 31, 2015 23:07

da kann man nicht helfen,ausser zuzuhören.
da muss der kammerspezialberater ran,der sofort das gespräch mit der bank sucht,um eine umschuldung oder sanierung einzuleiten.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Ferengi » Do Dez 31, 2015 23:43

Königstiger2 hat geschrieben:Ich denke, da ist er wohl auch sehr schlecht beraten worden, wobei man sagen muss, das die Bänker in den vergangenen Jahren wohl auch die rosarote Brille aufhatten.


Hat er den Betrieb geführt, oder die Banken!? :roll: :roll:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Do Dez 31, 2015 23:48

Stellt euch immer eine Frage :

Schaut nicht in was das Geld angelegt wurde, sondern fragt euch immer, wo ist das dazu Geld hergekommen !

Einzig der Blick in der Buchführung auf die "Passiva" sagt alles, der Rest vom Buchführungsabschluß ist Beiwerk !
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Do Dez 31, 2015 23:51

Abwickeln, und zwei Jahre später sind alle glücklich. Der Junior wird Kontrolleur oder Berater, und sagt den anderen, wie sie zu schaffen haben....
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Latgales » Fr Jan 01, 2016 0:34

Erst einmal ein gesundes Neues Jahr.
Mein Rat wäre, einen erfahrenen Insolvenzberater zu konsultieren, um zu sehen, was sich machen lässt. Warten und Reagieren statt Agieren ist die denkbar schlechteste Alternative!!
Das Insolvenzrecht bietet mittlerweile einige Sanierungsmöglichkeiten...
Wenn Du magst, schicke mir eine PN...........
Liebe Grüße,
Latgales
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon 777 » Fr Jan 01, 2016 0:37

wenn es Freunde gibt, dann sollten die ihr Möglichstes mithelfen, unentgeltlich versteht sich, ich würde es machen.
Als erstes sehe ich die nähere Verwandtschaft, so würde es bei uns laufen. Bei meiner Mutter war es wenigstens so, wenn eine der Schwestern rief, kamen die anderen 3 u. halfen, Tage, Wochenlang mit aus, kostet nix, so bin ich auch eingestellt.
Das habe ich aber nur bei ihnen erlebt. Gibts aber woanders auch, wenn ich Fendtschraubers Eigenumbau Althausrenovierung ansehe, da ist er nie alleine, da sind auf den Fotos immer 3-4 Mann zu sehen. Dies wird die Familie sein. Schön wer sowas hat.
Da darf man sich auch nicht fragen, ob er mir schon geholfen hat, einfach anfangen.. wenn ich ihn mal brauche, hab ich was gut!

Das Problem der modernen Zeit, ist unsere Selbstständigkeit, wir brauchen Andere nicht mehr. Früher war man auf die Gemeinschaft angewiesen um sich vor drohender Gefahr , Hunger zu schützen, zu unterstützen.
Heute gibts für fast jeden Quatsch eine Versicherung.


Es wird viel Wasser gepredigt, aber mehr Wein getrunken :roll: . Wenn ich mir die meisten Leute in der Kirche ansehe, vieles ist da scheinheilig, wenn einer am Verrecken ist wird mehr gelächelt als geholfen :klug:


Andere Sache, ist dem, denen überhaupt noch zu helfen ?
Wie tief hängen die schon drin ?
Manchmal ist einen Teil abstoßen besser, als wenn der ganze Organismus infiziert u. alles den Bach runter geht.

Gruß Robert, ein gesundes neues Jahr, mehr brauchts wirklich nicht
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Re: Berufskolegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon dermorgen » Fr Jan 01, 2016 5:11

WupperFuchs hat geschrieben:Was dich sicher nicht aufmuntert, ist, dass ich eine ganz ähnliche Situation im letzten Monat von drei weiteren Landwirten gehört habe und trotz aller Überlegungen bisher keine Lösung gefunden wurde. Die Preise, die man bekommt im Verhältnis zu den Kosten passen einfach nicht mehr in D und da sehe ich wenig Hoffnung für die Landwirtschaft.
Tut mir Leid, bessere Nachrichten würde ich lieber schreiben.
Gruß
Wupperfuchs


Dann muss man halt endlich lernen umzudenken und eingetreten Pfade verlassen und der Realität ins Auge sehen.
Weil es schlicht eine Technisch absehbare Entwicklung ist bei der Reise nach Jerusalem.
Auch wenn jedes Einzel Schicksal schmerzt und für sich genommen eine Katastrophe ist.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Fr Jan 01, 2016 9:28

Entscheidend ist immer, was für ein Betrieb dahinter steht. Aber ich denke, das Rating hat die Bank schon gemacht. Ansonsten die klassische Rechnung: Bei zwei Mio hat der Senior 50.000 Stunden 40 € Mise gemacht. Will der Sohn in der gleichen Zeit das Ding ausbügeln und auch noch leben, muss die selbe Arbeitszeit er pro Stunde 80 € mehr erwirtschaften, als sein Vater. Andernfalls wird der Betrieb dennoch abgewickelt, oder die Enkel dürfen weiter malochen.

Besser nen Strich drunter, als den Strick drüber...
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon RamboIII » Fr Jan 01, 2016 10:27

Wieder ein weltmarktgläubiger Kunde von LUV weniger.

Nun gut. Man wird Gründe finden .... gesundheitliche ..... der Junior hat sich für ne andere berufliche Orientiertung entschieden ... die Schwiegertochter

Zwei Millionen Euro sind halt mehr wie zwei Millionen Mark
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon H.B. » Fr Jan 01, 2016 10:32

... was für ein Einstand!
RamboIII hat geschrieben:Wieder ein "weltmarktgläubiger"

wohl eher nicht. Wer sich mit der Realität befasst, ist nicht gefährdet. Wer sich von falscher Hoffnung blenden lässt, schon eher.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Einhorn64 » Fr Jan 01, 2016 10:43

2 millionen reichen für den kompletten Neubau eine Betriebes mit 150Kühen incl Gülle/Futterlager, Wohnhaus, Erschließung und das lebende Inventar.
Wenn das im letzten(vorletzten) Jahr durchgezogen wurde, dann sind ALLE Beteiligten extrem blauäugig an die Sache ranngegangen.

Wenn der Fall tatsächlich so liegt wie berichtet, dann ist es viel eher auf Jahre(Jahrzehnte?) langes Missmanagement zurückzuführen.
Möglicherweise hat sich da jemand viel zuwenig mit seinen eigenen Zahlen und Leistungen(oder Defiziten) beschäftigt,
und zuviel Zeit und Engagement in den Kampf gegen die "Windmühlen" gesteckt.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon RamboIII » Fr Jan 01, 2016 10:53

H.B. hat geschrieben:... was für ein Einstand!
RamboIII hat geschrieben:Wieder ein "weltmarktgläubiger"

wohl eher nicht. Wer sich mit der Realität befasst, ist nicht gefährdet. Wer sich von falscher Hoffnung blenden lässt, schon eher.


Ein BDMling kanns ja nicht gewesen sein, der hätte ja max. 300.000 € von der Bank bekommen.
Dann hätten ja Kirsten und ihr Dettling schon ne PR Aktion gestartet und den Bankster gevierteilt.
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