Moin,
für die Erstellung einer Rezeptur gibt es die Stoffraumrechnung.
Man wählt einen geeigneten Sand aus. (Frei von organischen Bestandteilen oder -Säuren.)
Man wählt einen geeigneten Zuschlag aus. (Druckfestigkeit und Alkaliempfindlichkeit beachten.)
Man wählt ein geeignetes Wasser aus. (Jedes Wasser nach DIN 2000 ist geeignet.)
Man berechnet das Betonbauteil.
Aus der Berechnung ergibt sich die Mindestdruckfestigkeit.
Vorhaltewert 5 N/mm²
Man wählt einen geeigneten Zement aus. (Abhängig von der Endfestigkeit, dem Erstarrungsbeginn, und weiteren gewünschten Eigenschaften.
Man wählt einen W/Z-Wert von maximal 0,5 aus.
Daraus ergibt sich der Zement- und Wasseranteil pro m³.
Man wählt eine Sieblinie im Bereich A/B.
Daraus ergeben sich die Mengen der (trockenen) Zuschläge.
2% Luftporen und fertig.
Ist doch ganz einfach.
Es soll sogar Bauingenieure geben,
die mehrere Jahre Baustoffkunde studiert haben,
und gelernt haben Rezepte zu erstellen.
Kleiner Hinweis am Rande:
Der Jahresbeitrag für eine Berufshaftpflichtversicherung kostet bei Bauingenieuren ca. 3'500,- EUR pro Person.
Nun kommt es darauf an, wieviele Rezepte pro Jahr verkauft werden.
Dann kann man die Gemeinkosten je Rezept ermitteln.
Olli

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet 