Ein Kumpel von mir ist vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, sich einen eher aussergewöhnlichen Wohnzimmertisch aus Massivholz zu bauen. Das "Massiv" hat er vielleicht etwas übertrieben Der Plan war, eine 35cm dicke Scheibe von einer Esche abzusägen, die einen Durchmesser von 90 auf der schmalen und 110 auf der dicken Seite hat. Hier durfte dann meine grosse Garnitur mal wieder ran. Anbei ein paar Bilder davon...
Zuerst musste der Stamm mit dem Hubmast angehoben werden
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Dann wurde das Ende gerade abgeschnitten
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108cm an der dicksten Stelle
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Dann wurde die 35er Scheibe abgeschnitten
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Das Ergebnis:
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Verladen haben wir die Scheibe dann auch mit dem Hubmast
ich bin in die weitere Fertigung nicht involviert, aber ich werde sehen, daß ich mal ein Foto bekomm, wenn der Tisch wirklich mal fertig wird.
Im Endeffekt soll der Tisch sein Aussehen nur noch unwesentlich verändern. Die Schnittfläche soll lediglich abgeschliffen und versiegelt werden. Auf der Unterseite sollen dann drei oder vier Rollen eingelassen werden, um den doch sehr schweren Tisch noch bewegen zu können.
So einen Tisch habe ich mir letztes Jahr auch gebaut, ist aber aus Eichenholz und ist auch nicht so groß ich glaub so 70cm Durchmesser. Der steht jetzt als Brotzeittisch in der Werkstatt, das ist aber mehr so ne Art Bartisch also etwa 100cm hoch. Im Sommer kamen aber in die Scheibe ein ziemlich großer Riss, darum wollte ich einen Eisenring herummachen, dann habe ich aber die Scheibe geviertelt und dann wieder zusammengeleimt, das schaut schöner aus als der Eisenring. Seitdem habe ich keine Probleme mehr gehabt.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Bayerischen Wald Andi
Das die Tische reißen liegt daran, das die Jahresringe beim Trocknen etwa um 10% "kürzer" werden. Da die äusseren Ringe länger als die inneren sind gibt das Holz nach. Ich glaube nicht das man diesen Kräften mit einem Eisenring Einhalt gebieten kann.
Es gibt zwei Varianten.
Entweder einen Keil raussägen und optisch betonen (Messing oder Edelstahlkanten) Oder man hindert das Holz am schrumpfen in dem man die Zellen mit etwas anderem füllt als Wasser.
Habe das mal mit einem Kumpel versucht, indem wir die Scheibe in Salzwasser eingelegt haben. Einen Tag rein, einen Tag raus, das ganze etliche male wiederholt. Bei den meisten Scheiben hat das prima funktioniert, das Salz hat die Zellräume gefüllt und das Holz bleibt stabil.
Einfacher soll das mit dünnflüssigem Polyester oder Epoxydharz gehen, das hab ich aber nie versucht, weil mir die Sauerei zu groß wäre.
versucht mal das Herz aus dem Stamm zu bohren damit nehmt Ihr Ihm die Spannung natürlich bei so einem Durchmesser kein 3 mm Loch ich denke da schon an 50-80 mm kann man wen es nicht gerissen ist wieder mit nem runden Zapfen schließen.
Das mit dem Eisenring weiß ich nicht ob das halten würde, das habe ich noch nicht ausprobiert, aber seit ich die Scheibe geviertel und wieder zusammengeleimt habe hat es keine Sprünge mehr gegeben außer ein Paar so Haarrisse. Das mit dem Kern herausbohren ist auch keine schlechte Idee, da werd ich noch ein paar Experimente durchführen wenns nötig ist, da sammle ich schon wieder ein paar Erfahrungen für meine Schreinerkarriere
Mit freundlichen Grüßen aus dem Bayerischen Wald Andi
das Problem bei der Baumscheibe (wie auch beim nicht herzgetrennten Balken) ist, dass im Hirnholz zwei Schwundrichtungen mit zwei verschiedenen Schwundmaßen bestehen. Das ganze wird noch dadurch verstärkt, dass das Schwundmaß radial (Radius) nur halb so groß ist als tangential (in Richtung der Jahresringe). Somit dürfte der Eisenring nichts bringen gegen das Aufreißen. Wie vorgehend schon erwähnt wäre eine Methode das ersetzen des verdunstenden Wassers durch ein anderes Medium (den Prozess des "Schwindens" stoppen) was halt sehr aufwendig sein dürfte. Das Aufschneiden der Baumscheibe (halbieren müsste reichen) und nach dem Trocknen zusammenfügen und verleimen wäre auch möglich. Bei entsprechenden Dimensionen aber auch nicht ganz einfach. Ich hätte noch folgende Ideen. Baumscheibe aus einer Holzsorte herstellen, die nur wenig zum schwinden neigt und mit zunehmender Trokenheit zäher wird. Hier fällt mir jetzt im Moment nur Walnußholz ein (ich weiß so dicke Walnußbäume gibt es selten und wenn sind sie zu Schade da eine Scheibe abzuschneiden, weil in der Dimension und nicht Stockfaul ist so ein Walnußstamm fast ein kleines Vermögen wert (Furnierholz). Bei einem Stockfaulen Stammstück ist das Problem nicht mehr gegeben. Als Tisch aber noch zu gebrauchen wenn man in den "nicht mehr vorhandenen Kern" eine dekorative Glasplatte einsetzt. Baumscheibe schräg aus dem Stamm schneiden (gibt halt dann keinen runden sondern ovalen Tisch),dadurch werden die Jahresringe auch getrennt und die Wahrscheinlichkeit, dass die Scheibe aufreißt um ein vielfaches minimiert. Ganz wichtig ist auf jeden Fall eine "ganz laaaaangsame Trocknung". keine direkte Sonneneinstrahlung, keine Zugluft. Damit könnte es gelingen auch eine ganze Stammscheibe ohne zu reißen trocken zu bekommen. Wenn die Kraft des Schwindens immer kleiner bleibt wie die Kraft die die Zellwände zusammenhält und diese nur gedehnt werden, dann könnte es gelingen.
Hallo, ich hab' heute bei endlich kühlen Temperaturen meine Winter-Holzerntesaison eröffnet. Gleich die erste dicke Fichte war stockfaul und sogar in 2 m Höhe bestenfalls ein Braunbloch. Sche..e. Nichts wie weg mit den dicken Dingern. Die Bringung aus dem Graben ist schwierig, das letzte Stück des Weges vor der Ebene ist ein ziemlich steiler Hohlweg (was auf dem Foto natürlich nicht so 'rüberkommt ... )
Gruß aus Kärnten Adi
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Stockfaule Fichte; die hat aber mein Vater selig schon vor Jahren für fällig befunden ...
Habe am Wochenende auch angefangen meinen diesjährigen Hieb zu machen. Ich hatte gleich zu Anfang zwei große Weisstannen. Die eine stand an einem Steilhang, und die andere war ein leichter Rückhänger mit der Größe 8,3 Fm Nutzholz. Ich habe zwei Tannen gefällt und auf Holzliste stehen bereits mehr als 15Fm.
Hallo Forstjunior. Der Stamm auf dem zweiten Bild ist der Gipfel nach 21 Metern. Der Erdstamm ist 21 m lang und hat einen Mittendurchmesser von 67 cm. Gruß Haldenbauer
kannst du mal sagen was der bhd hatte..dann kann man es besser abschätzen....aber na ja bei mitte 67 da dürfte es ja auf 1,30 auf 100 gehen....? schon gewaltig...