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BIO zum verzweifeln??

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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76 Beiträge • Seite 1 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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BIO zum verzweifeln??

Beitragvon andy23 » Mi Mai 09, 2018 20:02

Hallo, wir haben zuhause 2ha Ackerland ums haus(wird seit ca. 15 jahren biologisch bewirtschaftet).

mein vater hat keine landwirtschaftliche Ausbildung und hat damals sich wahrscheinlich bezüglich Arbeitsintensität bei bio nicht viel gedacht. auf Jeden Fall sind diese FLächen jetzt extrem verunkrautet. Ich (Sohn) bin noch recht jung hab aber eine abgeschlossene landw. Ausbildung.

gerne würde ich diese Flächen weiterhin selbst auf BIO bewirtschaften, bezüglich dem Unkraut seh ich aber irgenwie keinen Ausweg. Weil den Unkraut druck der in den letzten 15 Jahren entstanden ist, wird man auch mit der besten Biologischen wirtschaftsweise nicht mehr wegbekommen.

der einfachste weg wäre natürlich für ein paar Jahre auf konventionell umzustellen um den Unkrautdruck zu mindern und dann irgendwann wieder auf Bio umzustellen. dies ist aber irgendwie nicht Sinn der ganzten sache.

Natürlich gehört eine anständige Fruchtfolge, Wirtschaftsweise dazu um den Unkrautdruck zu mindern. was gäbe es aber noch für Möglichkeiten?

ein Paar Jahre auf Kleegras(vom Ertrag dieser Felder sind wir natürlich finanziell nicht abhängig) umzustellen wäre wahrscheinlich auch sinnvoll, aber so sehr kann man den Unkrautdruck auch nicht mindern oder?

hättet ihr noch ideen oder Vorschläge?

Mfg
andy23
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Pegasus_o » Mi Mai 09, 2018 20:21

Kleegras mit häufigem Mähen ist die einzige Möglichkeit. Übrigens auch bei konventionellen Landwirten, wenn der resistente AFU sich ausgebreitet hat.

Häufiges Mähen zusammen mit der Lichtkonkurrenz vertragen die wenigsten Unkräuter.

Gruß
Pegasus_o
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon heico » Mi Mai 09, 2018 21:54

Wenn viel Unkaut kommt, dann ist Wintergetreide vielleicht 1 Frucht z.B Roggen
Wenn viele Gräser vorhanden sind, dann baucht man eine Sommerung bestenfalls eine Hackfrucht

Kleegras ist natürlich das Beste, aber bringt keine Geldertrag. Sollte auf jeden Fall mit in die Fruchtfolge geplant werden.
heico
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Juwel » Do Mai 10, 2018 10:17

was wurde den die letzten 15 Jahre auf der Fläche angebaut ?
Oder war der Acker verpachtet?
Juwel
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Unkonventionell » Do Mai 10, 2018 20:28

Von welchen Beikräutern ist denn die Rede? Mach mal 'ne Liste, kann sich lohnen! Und um welchen Bodentyp handelt es sich? Was hast du, was willst du anbauen? Welche PSM benutzt du, bzw. betreibst du konventionelle Biolandwirtschaft, wie es im deutschsprachigen Raum zu 95% üblich ist oder richtig seriöse Biolandwirtschaft?
Unkonventionell
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Thomas Sch. » Do Mai 10, 2018 20:57

Luzerne 3 jahre lang das hilft.Kartoffeln oder Kürbis und viel hacken.....
Thomas Sch.
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon andy23 » Di Mai 15, 2018 18:07

Also der Acker wurde schon selbst bewirtschaftet und hat eine fruchtfolge mit verschiedenen Getreiden, Körnermais, Sonnenblumen, früher auch mal Raps und ackerbohne.

Zwischenfrüchte wurden auch gepflanzt wenns zeitlich möglich war.

wenn ich Klee Gras oder Luzerne machen würde müsste ich es halt eigentlich für die paar Jahre verpachtet das der Pächter es mäht .

Und mit den hackfrüchten ist das Problem das das Unkraut so schnell kommt und aufgrund der schlechten Nährstoffversorgung der Mais so so schlecht wächst das dies fast nicht möglich ist, da man beim striegeln dann mehr schadet anrichtet als nutzen

Wir betreiben seriöse biolandwirtschaft,
Beikräuter sind, vor allem ampfer( dieser könnte schon etwas minimiert werden, aber die Samen überleben ja ewig im Boden und werden immer wieder kommen .

Distel ist ein großes Problem, beim Mais heuer unkrauthirse, und sonst auch ackerschachtlhalm, ackerwinde, Taubnessel, breit und Spitzwegerich
andy23
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon lama-bauer » Di Mai 15, 2018 19:21

Servus,bei den vielen Wurzelunkräutern solltest du wohl auf sowas umstellen. https://www.youtube.com/watch?v=TFxNdCZes60
oder so https://www.youtube.com/watch?v=q5y_1Qoi11w
MFG
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Birlbauer » Di Mai 15, 2018 19:30

Mache selbst Bio - habe auch meine Erfahrungen und Herausforderungen auf dem Feld.
1) Ampfer auf jeden Fall und Distel nach meiner Meinung sind Zeigerpflanzen für Verdichtungen - also an die Ursache gehen.
2) Mein Wundermittel ist Wickroggen. Wenn es feucht genug ist, erstickt die Wicke fast alles. Das ist aber dann kaum zu dreschen, wenn man kein Rapsmesser hat. Dann eher Mulchen und Hackfrucht nachbauen - steht bei mir für nächste Woche auf dem Programm ...

Viel Erfolg!

Manfred
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon andy23 » Mi Mai 16, 2018 12:28

lama-bauer hat geschrieben:Servus,bei den vielen Wurzelunkräutern solltest du wohl auf sowas umstellen. https://www.youtube.com/watch?v=TFxNdCZes60
oder so https://www.youtube.com/watch?v=q5y_1Qoi11w
MFG



Danke fürn deine Videos, das wäre mal einen Versuch wert
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon andy23 » Mi Mai 16, 2018 12:30

Birlbauer hat geschrieben:Mache selbst Bio - habe auch meine Erfahrungen und Herausforderungen auf dem Feld.
1) Ampfer auf jeden Fall und Distel nach meiner Meinung sind Zeigerpflanzen für Verdichtungen - also an die Ursache gehen.
2) Mein Wundermittel ist Wickroggen. Wenn es feucht genug ist, erstickt die Wicke fast alles. Das ist aber dann kaum zu dreschen, wenn man kein Rapsmesser hat. Dann eher Mulchen und Hackfrucht nachbauen - steht bei mir für nächste Woche auf dem Programm ...

Viel Erfolg!

Manfred


1) also in den letzten Jahren sind aufgrund der kleinen Maschinen nicht viel Verdichtungen entstanden, aber der Boden ist schwer und lehmig, also sollte ich vl mal in Betracht ziehen mit dem tiefenlockerer zu fahren und den oh wert anzuheben, der ist nämlich auch zu tief (Bodenprobe 2013)

2) das wäre sehr interessant zu probieren, habe ich noch nie in Betracht gezogen :/
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Heinrich Löwe » Mi Mai 16, 2018 16:06

Ich würde auch die Gare aufbauen mit Klee- oder Luzernegras.
Luzerne wurzelt in den Unterboden und holt den Kalk wieder rauf.
Ansonsten liegt die Betonung auf GRAS.
Die Feinwurzeln machen's. Am Übergang von Wurzel zum Boden sitzt die Mikrobiologie, und die ist das Entscheidende für Krümelstruktur, Nährstoffaufschluß usw.
Aufwuchs mulchen, die Regenwürmer freuen sich.
Nach drei Jahren hast du einen sauberen Acker.
Aber dann nichts Grünes mit dem Pflug vergraben sondern nur gut Angerottetes!
Es keimt das Unkraut, was der Boden braucht, um ins Gleichgewicht zu kommen.
Ich habe die Sanierung fürchterlichster Ampfer- und Queckenfelder durch, leider keine Fotos gemacht.
Das Gerät der Wahl war dabei dann ein Schälgrubber, z.B. der Vibrocat.
Heinrich Löwe
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon andy23 » Mi Mai 16, 2018 16:56

Heinrich Löwe hat geschrieben:Ich würde auch die Gare aufbauen mit Klee- oder Luzernegras.
Luzerne wurzelt in den Unterboden und holt den Kalk wieder rauf.
Ansonsten liegt die Betonung auf GRAS.
Die Feinwurzeln machen's. Am Übergang von Wurzel zum Boden sitzt die Mikrobiologie, und die ist das Entscheidende für Krümelstruktur, Nährstoffaufschluß usw.
Aufwuchs mulchen, die Regenwürmer freuen sich.
Nach drei Jahren hast du einen sauberen Acker.
Aber dann nichts Grünes mit dem Pflug vergraben sondern nur gut Angerottetes!
Es keimt das Unkraut, was der Boden braucht, um ins Gleichgewicht zu kommen.
Ich habe die Sanierung fürchterlichster Ampfer- und Queckenfelder durch, leider keine Fotos gemacht.
Das Gerät der Wahl war dabei dann ein Schälgrubber, z.B. der Vibrocat.



schaut wohl sehr dannach aus das kein weg daran vorbei führt, klee, luzernen. gras -gemisch anzubauen ;E

also du meinst das ich dann den acker mulche und ca, 1-2 wochen warte und dann erst pflüge oder?

wann hast du denn schälgrubber immer eingesetzt?
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Heinrich Löwe » Mi Mai 16, 2018 18:04

Lieber einmal jetzt die Geduld aufbringen, und dann hast Ordnung drin ;-)
1. Schnitt kann man vielleicht auch Heu machen und verkaufen, dann noch 1-2 mal Mulchen.
Und das 3 Jahre lang. Der Acker ist sauber und Du hast phantastischen Ertrag danach.
-------
Mechanisch: Die Wurzeln müssen oben auf zu liegen kommen, ohne Bodenanhaftung! Egal wie. Geht auch mit Herzschar und dann mit Striegel durchkämmen. Hab ich ich gemacht, als ich den Vibrocat noch nicht hatte. Auf einer Linie ausgehoben den Striegel, und dann mit dem Ladewagen die Queckenschwad abgefahren.
Dranbleiben! Immer stören wenn die Wurzeln wieder austreiben!
Das funktioniert nur etwa 10 cm tief, so tief wie der Herzschar-Grubber geht.
Treibt die Quecke aus dem Bereich 10-20 cm neu aus, dann nochmal mit Vorschäler Pflügen (die schon vertrockneten Quecke kommt dann auf die Pflugsohle zu liegen) und die ganze Geschichte von vorn.
Nebenbei reduzierst Du auf die Art -schwarz machen- durch Ankeimen/Vernichten den Samenvorrat der Samenunkräuter.
Aber: Garemäßig gibst Du dem Boden dann den Rest…Danach trotzdem Kleegras wenigstens ein Jahr.
Viel Erfolg. Ist kein Hexenwerk. Nur Ausdauer und Geduld ;-)
Heinrich Löwe
 
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Re: BIO zum verzweifeln??

Beitragvon Paule1 » Mi Mai 16, 2018 19:46

BIO was ist das ??? soo geht Landwirtschaft heute


https://www.youtube.com/watch?v=sKFGPBTYcyQ
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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