Jochens Bruder hat geschrieben:An der Problematik mit den Kontrollstellen ist sicherlich etwas dran. Die Frage ist aber, warum nutzten nur 20% der Betriebe dies aus und die anderen 80% hielten sich an die Bestimmungen? Spielregeln machen bekanntlich nur Sinn wenn sie für alle Spieler gleichermaßen gelten.
Einfach mal mit offenen Augen durchs Land fahren. Wer z.B. nach dem Verbleib der milliardenschweren Windenergieförderung sucht, wird schnell fündig. Die vielen Windmühlen sind einfach nicht zu übersehen.
Ebenso unübersehbar wären die Hühnermassen, die nötig sind um das vorhandene Angebot an Freiland- und Bio-Eiern zu decken. Nur, davon ist weit und breit nichts zu sehen. Großkunden können nur von Großerzeugern beliefert werden – auch in Bio. Und eben für diese Großerzeugung sind die Probleme bei der Freilandhaltung nicht mal ansatzweise gelöst. Noch schlimmer, man versucht es noch nicht einmal wirklich. Der organisierte Betrug steckt hier schon in den wirren „Spielregeln“ einer Frau Künast. Egal was auf der Packung steht, die Hühner bleiben im Stall und die „Freilandeier“ sind falsch deklarierte Bodenhaltungseier.
Hier ein sehr wohlwollender Bericht:
http://mediathek.agrarheute.com/vsc_699 ... id_166786/
Einfach mal auf das Freigelände achten. Sähe das wohl so unberührt aus, wenn dort tagtäglich 12 000 Hühner am ackern wären? Bauer Schlau kann das – aus "unerklärlichen" Gründen - von den Hühnern unberührte Gras sicher gut bei seiner Bullenmast verwenden.
Was die Zertifizierungsstellen betrifft: Die sind Teil des organisierten Betruges. Siehe Bio-Skandal Hennenberg. Der baute einen Bio-Stall für 15 000 Hühner, hätte also gemäß Öko-Verordnung 6 ha Freilauffläche haben müssen. Tatsächlich vorhanden waren wohl ca. 2ha. Es wurde dann „großzügig“ ein Waldstück mit eingerechnet, was a wegen unerlaubter Nutzungsänderung verboten ist und b die zwingend vorgeschriebenen 6 ha immer noch nicht voll machte. Folge: Dem Hennenberg wurde das Bio-Siegel entzogen. Die Zertifizierungsstelle, die einen nicht zertifizierungsfähigen Betrieb mit dem Bio-Siegel versorgte, blieb ungeschoren. Sie kann munter weiter Bio-Betriebe „kontrollieren“. Wenn dieser Betrug nicht gewollt wäre, dann Hätten gerade die ansonsten stets krawallbereiten Grünen kaum so still gehalten.


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