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Bioskandal bei Legehennen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon borger » Mo Feb 25, 2013 4:20

Jochens Bruder hat geschrieben:An der Problematik mit den Kontrollstellen ist sicherlich etwas dran. Die Frage ist aber, warum nutzten nur 20% der Betriebe dies aus und die anderen 80% hielten sich an die Bestimmungen? Spielregeln machen bekanntlich nur Sinn wenn sie für alle Spieler gleichermaßen gelten.


Einfach mal mit offenen Augen durchs Land fahren. Wer z.B. nach dem Verbleib der milliardenschweren Windenergieförderung sucht, wird schnell fündig. Die vielen Windmühlen sind einfach nicht zu übersehen.
Ebenso unübersehbar wären die Hühnermassen, die nötig sind um das vorhandene Angebot an Freiland- und Bio-Eiern zu decken. Nur, davon ist weit und breit nichts zu sehen. Großkunden können nur von Großerzeugern beliefert werden – auch in Bio. Und eben für diese Großerzeugung sind die Probleme bei der Freilandhaltung nicht mal ansatzweise gelöst. Noch schlimmer, man versucht es noch nicht einmal wirklich. Der organisierte Betrug steckt hier schon in den wirren „Spielregeln“ einer Frau Künast. Egal was auf der Packung steht, die Hühner bleiben im Stall und die „Freilandeier“ sind falsch deklarierte Bodenhaltungseier.

Hier ein sehr wohlwollender Bericht:

http://mediathek.agrarheute.com/vsc_699 ... id_166786/

Einfach mal auf das Freigelände achten. Sähe das wohl so unberührt aus, wenn dort tagtäglich 12 000 Hühner am ackern wären? Bauer Schlau kann das – aus "unerklärlichen" Gründen - von den Hühnern unberührte Gras sicher gut bei seiner Bullenmast verwenden.

Was die Zertifizierungsstellen betrifft: Die sind Teil des organisierten Betruges. Siehe Bio-Skandal Hennenberg. Der baute einen Bio-Stall für 15 000 Hühner, hätte also gemäß Öko-Verordnung 6 ha Freilauffläche haben müssen. Tatsächlich vorhanden waren wohl ca. 2ha. Es wurde dann „großzügig“ ein Waldstück mit eingerechnet, was a wegen unerlaubter Nutzungsänderung verboten ist und b die zwingend vorgeschriebenen 6 ha immer noch nicht voll machte. Folge: Dem Hennenberg wurde das Bio-Siegel entzogen. Die Zertifizierungsstelle, die einen nicht zertifizierungsfähigen Betrieb mit dem Bio-Siegel versorgte, blieb ungeschoren. Sie kann munter weiter Bio-Betriebe „kontrollieren“. Wenn dieser Betrug nicht gewollt wäre, dann Hätten gerade die ansonsten stets krawallbereiten Grünen kaum so still gehalten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon xyxy » Mo Feb 25, 2013 5:47

so ist es, wie kann man von Betrug sprechen, wenn ordentliche Eier ordentlich bezahlt werden?
Komischerweise sind seit Jahrzehnten immer soviele Bio-Eier im Handel wie nachgefragt werden, just in Time Produktion? :roll:
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Hauke schidt » Mo Feb 25, 2013 7:45

Ich war lange nebenher in der Branche unterwegs. Habe im oldenburger Bereich so einiges gesehen und endlich kommt es mal raus.

Ich persönlich möchte auch nicht wissen, wieviele Eier wirkllcih richtig deklariert werden.

Für mich als Verbraucher sind diese, wenn es Landwirte sind, eine "Schande" für ihren Berufszweig.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon maze » Mo Feb 25, 2013 8:17

Es ist wohl kein reiner Bio Skandal, aber Bio Skandal hört sich natürlich besser in den Medien an.
Zitat : Betroffen seien überwiegend konventionelle Betriebe mit Freilandhaltung, aber auch einige Bio-Höfe.
http://www.agrarheute.com/bertrugsfall-niedresachsen
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Harald » Mo Feb 25, 2013 8:55

maze hat geschrieben:Es ist wohl kein reiner Bio Skandal, aber Bio Skandal hört sich natürlich besser in den Medien an.
Zitat : Betroffen seien überwiegend konventionelle Betriebe mit Freilandhaltung, aber auch einige Bio-Höfe.
http://www.agrarheute.com/bertrugsfall-niedresachsen
Heutzutage wird leider nur noch die Überschrift gelesen, damit ist die geistige Aufnahmekapazität des Durschnittsdeutschen ausgereizt:

BLÖD: Nächster Lebensmittel-Skandal | Jetzt Betrug mit Bio-Eiern! Tausende Hennen in viel zu kleine Käfige gepfercht – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 200 Bio-Höfe

Stern: Neuer Lebensmittelskandal: Bio-Eier aus der Legebatterie

EssZet: Eier aus überfüllten Käfigen: Ermittlungen gegen 200 Legebetriebe

Da darf sich jeder die Schlagzeile raussuchen, die besser zur persönlichen Überzeugung passt.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Hobbyrancher » Mo Feb 25, 2013 9:40

Wenn die Eier falsch deklariert wurden ist das Betrug, den Verursachern gehört eine sehr hohe Geldstrafe und Entzug sämtlicher Genehmigungen für Tierhaltung auf Lebenszeit.
Einzelne solche Verbrecher zerstören den ganzen Ruf einer Branche, dagegen muss endlich rigoros vorgegangen werden, ohne Ausnahme.
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Ich habe Tinitus im Auge: Ich sehe nur noch Pfeifen !
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon forenkobold » Mo Feb 25, 2013 9:47

Käfig....
ich lese immer nur "Käfig" und "Legebatterie"..
seltsame Bezeichnung für eine nicht eingehaltene Freilandhaltung bzw. überbelegte Bodenhaltung..
Wer deckt eigentlich endlich mal den größten Skandal unseres Landes auf:
Die Verlogenheit der Medien!
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon xyxy » Mo Feb 25, 2013 10:01

Blöd: "Die Ermittlungen laufen bereits seit 1,5 Jahren, Hunderte Höfe und Geschäftsräume wurden bereits durchsucht!"
Hunderte Höfe durchsucht und kein Wort ist nach aussen durchgedrungen? Respekt!!! :D
Hat die Staatsanwaltschaft hier verschleppt, damit der Verbraucher länger die Kohle abdrückt?? Betrug? :roll:

Aber was jetzt? Wo sollen nun die Bioeier herkommen, Ostern steht vor der Tür!
Zu wenig Ställe, zu wenig Biofutter, zu wenig Hühner :lol:
Kommt jetzt der Biostall-Bauboom um die Lücke zu schliessen, Notquartier für Biohühner, muss das THW ran? :lol:
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Re: (Bio)skandal bei Legehennen

Beitragvon Harald » Mo Feb 25, 2013 10:40

Christian Meyer (Landwirtschaftsminister Niedersachsen)zum Bio-Eier-Skandal:
...es scheint ... eine Systematik dahinter zu stehen, ein kriminelles Vorgehen, ein System...
...es geht hier in diesem Fall auch nicht nur um Biobetriebe, sondern es geht hier auch um alle Haltungsformen; es geht um Käfighaltung, Bodenhaltung und Freiland, in denen anscheinend ... systematisch diese Überbelegung stattgefunden hat ...
...haben Nachkontrollen der Kommunen nicht ergeben, dass es weiterhin diese Überbelegungen gibt, sondern dass es ein Verhalten in der Vergangenheit war...
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Labernich » Mo Feb 25, 2013 11:18

Die haben nur so viele aufgestallt das am Ende der Legeperiode die genemigte Anzahl noch da ist :wink:
Das werden bei Bio oder Freiland einige mehr sein als damals in den Käfigen.
Wenns besser läuft ist halt überbelegt. <-- Ironie aus
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Re: (Bio)skandal bei Legehennen

Beitragvon xyxy » Mo Feb 25, 2013 12:06

Harald hat geschrieben: ... sondern dass es ein Verhalten in der Vergangenheit war...

Der Verbrauch an Bioeiern ist doch nicht gesunken, oder?
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Feb 25, 2013 12:06

Ich muß mich über das Rechtsverständnis und die Berufsauffassung mancher Landwirte hier im Forum schon ziemlich wundern. Wenn ein Bio-Stall überbelegt ist dann sind die Eier nicht mehr Bio sondern Konvi. Werden sie trotzdem als Bio verkauft ist das glasklarer Betrug, wenn die Kontrollbehörden das erst ermöglicht haben ist es bandenmäßiger Betrug und ggfls. Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Diskussion pro/kontra Bio ist hier völlig irrelevant.

Ich möchte mal wissen wie die Verharmloser hier reagieren wenn sie für teuer einen Markenartikel kaufen und hinterher feststellen dass es sich um ein gut gemachtes, funktionsfähiges Plagiat handelt das man anderswo zum halben Preis erwerben kann. Das ist dann natürlich ganz etwas anderes. Schuld hat dann vermutlich der von Grünen unterwanderte Zoll.

Was würde denn passieren wenn die Betriebe wirksam überwacht würden? Es gäbe eine gewaltige Verknappung von echten Bio-Eiern mit entsprechenden Preissteigerungen. Gut möglich dass dann eine Umstellung von Konvi auf (korrektes) Bio finanziell lukrativ ist. Das wäre jedenfalls der Lauf der Dinge in einer Marktwirtschaft.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon xyxy » Mo Feb 25, 2013 12:07

Jochens Bruder hat geschrieben: Wenn ein Bio-Stall überbelegt ist dann sind die Eier nicht mehr Bio sondern Konvi.


NÖ NÖ NÖ NÖ :!: :!: :!: :!:
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Hoschscheck » Mo Feb 25, 2013 12:54

Unisono ertönt der Ruf nach mehr Kontrolle.
Die werden wir auch kriegen.

Hurra, Hurra.

Häme oder Schadensfreude von Konvi-Betrieben sind nicht angebracht. Unser kompletter Berufsstand wird einer Neujustierung unterzogen werden.
"Wenn dieses sich bei den Bio-Betrieben bewahrheitet, was muss dann erst bei den Konvi-Betrieben los sein?"
Ich hab gedacht ich spinne, wie ich die Aussage gestern gehört habe.

Hoschscheck
BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Manfred » Mo Feb 25, 2013 12:55

Soso, Bio-Skandal.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/schwindel-um-bio-eier-landwirtschaftsminister-will-betrieben-genehmigung-entziehen/7832952.html

"Betroffen sind dem Minister zufolge überwiegend konventionelle Betriebe mit Freilandhaltung, aber auch einige Bio- Höfe."
Und dann darf man raten, was für Bio-Höfe das sind. Ich wette ein paar ausgelatschte Turnschuhe, dass es sich überwiegend um Bio-Teilbetriebe großer, konventioneller Höfe handelt.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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