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Bioskandal bei Legehennen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon borger » Mo Feb 25, 2013 19:14

Hauke schidt hat geschrieben:
Ja das kenne sogar ich, diese Umstellungsfristen von Kovi auf Bio mit dem klaren Ziel eines Biobetriebes. Hier gelten natürlich besondere Auflagen und beschränkte Liefermöglichkeiten. Aber zurück zum Bio:

Nein, es gibt kein vorgegebenes Ziel „Biobetrieb“! Gutshof wird kaum die Absicht haben, 3 Mio. Hühner samt entsprechender Güllefläche auf Bio umzustellen – es werden nur einige Ställe in Bio bewirtschaftet und fertig. Die Umstellungsfrist bleibt da nur für den Hühnerauslauf, falls er nicht vorher Ödland war. Es muss für Künast-Bio ja kein eigenes Futter für Bio angebaut werden.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Hauke schidt » Mo Feb 25, 2013 19:17

Ja, sorry, dann mss ich von einem nahegelegenen Betrieb falsch informiert worden sein.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Piet » Mo Feb 25, 2013 19:25

Jupp1303 hat geschrieben:Ich frag mich halt wie die im Gerichtssaal den Nachweis führen wollen, wieviel Hühner auf dem Gelände waren und bei mehreren Ställen, wo die Hühner waren. Es ist durchaus nicht verboten ein Biohenne als konventionelle laufen zu lassen. Die Nummer wird lustig, die verfahren verlaufen im Sande, außer sehr heißer Luft bleibt da nichts über.


Der Auslöser des Skandals war ein Biobauer. Er war nicht zufrieden mit der Lieferung seiner Legehennenküken und hatte seinen Lieferantenen daraufhin verklagt.
Vom Gericht wurde dann festgestellt, dass es Differenzen zwischen der Bestellzahl und der erlaubten Haltungszahl gab.
Das Gericht wurde hellhörig und das Ergebniss haben wir jetzt vorliegen :klug:
http://www.jagtnorden.de
Alta, lass uns Baumarkt!
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon borger » Mo Feb 25, 2013 19:27

Hoschscheck hat geschrieben:Wenn mir ungefragt ein Bio-Ei untergemischt wird, ist das genauso eine arglistige Täuschung wie umgekehrt.
Ich möchte bewusst für das ein oder andere Produkt entscheiden können.

Geht nicht, ist eh alles das Gleiche. Da heute mangels Rechtssicherheit keiner mehr in Kleingruppenhaltung investieren wird, kommen alle Eier aus Bodenhaltung. Nur bei einigen wird der Eindruck erweckt, dass die Hühner tagtäglich im Freien herum stolzierten. Es gibt wohl tatsächlich welche, die aber zumeist in so kleinen Beständen, das unmöglich Großkunden beliefert werden können.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon forenkobold » Mo Feb 25, 2013 20:43

Also ich seh das Ganze auch nicht so locker wie der Schimmel. Ein Aspekt wurde nämlich noch garnicht berücksichtigt: Wenn jemand beim Finanzamt 10000 Hühner angibt und im Jahr viel mehr als 3 Mio Eier verkauft, so würde das auffallen. Ist aber bei Direktvermarktung zu umgehen...
Da kommt der Cash... und irgendwo muß er ja hin.
Ein hiesiger Hühnerhalter (von Haus-zu-Haus-Vermarkter) lief jahrelang als armes kleines 13a-Bäuerchen.
das statistische Landesamt wies für die Gesamtgemeinde 3000 Hühner aus, wovon 1000 andere Besitzer hatten. Und von den verbliebenen wurden jeden Tag 2 Lieferwagen befüllt. :roll:
Auf dem Pachtmarkt und auf dem Bodenmarkt war dieser Mann immer der Gewinner...
und das obwohl er "offiziell" weniger zahlte als die anderen Bieter.
Sowas kotzt schon ein wenig an.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon angus25 » Mo Feb 25, 2013 20:57

...Künast BIO ist EU BIO,wer auf deutsche Verbände (Bioland,Naturland,Demeter) zurück greift,ist da etwas sicherer,hier muss der gesamte Betrieb umgestellt werden.
Der Bauer hat einen Hof, der Mond hat einen Hof.
Hat nur noch der Mond einen Hof, ist der Strukturwandel beendet.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Nordhesse » Mo Feb 25, 2013 21:55

Renate: Bio muss raus aus der Nische
: Die Bauern´werden die Ölscheichs von morgen sein
: Die Bauern müssen sich an mehr Markt als Marx gewöhnen

Wie sagt Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat- einfach mal Fresse halten
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Harald » Mo Feb 25, 2013 22:22

HAPPACH-KASAN: Systematischer Betrug bei Eiern muss aufgeklärt und geahndet werden:
Berlin, 25.02.2013. Anlässlich der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu systematischen Verstößen von Betrieben gegen Tierhaltungsvorschriften bei Legehennen, erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Die FDP hat für die nächste Sitzung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen Bericht der Bundesregierung beantragt, um den aktuellen Verbraucherbetrug mit falsch deklarierten Eiern aufzuklären. Gegen mehr als 15 Prozent der Halter von Legehennen in Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts. Sie haben mehr Tiere im Stall und im Auslauf gehalten, als ihnen gesetzlich für bestimmte Haltungsformen erlaubt ist. Sie haben mit bewusster Verbrauchertäuschung Profit auf Kosten der Tiere erzielt. Die FDP fordert die Geflügelwirtschaft auf, die Eigenkontrollen zu verschärfen und unseriöse Beratungspraktiken aufzudecken. Die verschiedenen Zertifizierer sind gefordert, das Vertrauen in ihre Zertifikate wiederherzustellen.

Weiterhin sind die Bundesländer gefordert, ihre bestehenden rechtlichen Möglichkeiten zur Kontrolle der Betriebe auszuschöpfen. Schreibtischkontrollen reichen nicht aus. Die Kontrolleure müssen in die Ställe gehen und Tiere zählen. Die Länder dürfen sich nicht hinter dem Kostenargument verstecken. Es ist wenig glaubwürdig, vom Bund schärfere Gesetze zu fordern und gleichzeitig die bestehenden Gesetze nicht umzusetzen. Bestimmungen der Ökoverordnungen, die zu Mangelerscheinungen bei Tieren führen, widersprechen dem Tierschutz und müssen auf den Prüfstand.

Prima Idee. Ab sofort ist die FDP für mich die Fogel-Durchzähl-Partei:
1 - 2 - 3 - 4 - ... - 2756 - 2757 - Warum rennen die Viecher schon wieder durcheinander? - Wo war ich jetzt? - Hatte ich die schon? - Also nochmal von vorne :x
1 - 2 - 3 - 4 - ...

Wer wie Frau H-K über die Sexualität von Panzeralgen promoviert hat, hat sicher ausreichend Erfahrungen, wie man soviel durcheinander wuselndes Getier durchzählt...
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Hauke schidt » Mo Feb 25, 2013 22:29

Das Zählwerk der Stempelanlage mit der durchschnittlichen Legeleistung vergleichen, teilen und ungefähr die Anzahl der Hühner feststellen.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon borger » Mo Feb 25, 2013 22:47

Harald hat geschrieben:Prima Idee. Ab sofort ist die FDP für mich die Fogel-Durchzähl-Partei:

Lohnt wohl nicht mehr. Nach der nächsten BTW haben sie wieder Fette Drei Prozent und wir werden von schwarz/grün terrorisiert.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Feb 25, 2013 23:20

Hat sich eigentlich schon die Bundesempörungsbeauftragte (Claudia Roth) zur Sache geäußert? Oder ist sie schon zur Bundesbetroffenheitsbeauftragten befördert worden?

Echt witzig wie jetzt die Politkaspers aus den Löchern gekrochen kommen. Die hatten 11 Jahre Zeit die Ökoverordnung auf Wirksamkeit und Mißbrauch zu prüfen. Mit den Lebensmittelskandalen ist es wie mit Weihnachten, das kommt auch immer plötzlich und unerwartet. Mich würde wirklich interessieren was die ganzen Kontrollbeamten und Agrarpolitiker hauptberuflich machen.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Feb 25, 2013 23:23

Im SPIEGEL-Forum war heute ein geiler Spruch zu lesen: Aigner hat mit Verbraucherschutz soviel zu tun wie die katholische Kirche mit Kinderschutz... :D
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Harald » Mo Feb 25, 2013 23:33

Jochens Bruder hat geschrieben:Hat sich eigentlich schon die Bundesempörungsbeauftragte (Claudia Roth) zur Sache geäußert? Oder ist sie schon zur Bundesbetroffenheitsbeauftragten befördert worden?
Die Bundessowasvonbetroffenheitsbeauftragte hatte heute keine Zeit - sie musste sich um grüne Kernthemen kümmern:
:!: Vor Klicken des folgenden Links unbedingt obere Bildschirmhälfte und rechten Bildschirmrand abdecken! :!:
Oscars für Haneke und Waltz ehren die kreative Leistung
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Di Feb 26, 2013 0:00

Niedersachsen-Meyer hat heute im Radio gesagt dass er prüfen will ob die Namen der betroffenen Betriebe bereits bei hinreichendem Tatverdacht veröffentlicht werden können.

Der Mann hat gute Chancen im September Bundesganzgenauprüfungsminister zu werden. Sein Haus wird dann mit Aigners Zehnpunkteankündigungsministerium zusammengelegt. Als Staatssekretär ist der Brutalstmöglichaufklärungsexperte Roland Koch im Gespräch.

Dann wird alles gut.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Di Feb 26, 2013 0:36

Um zum Thema zurückzukommen: Ich habe heute so einiges über Bio-Eier gelesen. Als interessierten Verbraucher hat man den Eindruck dass die ganzen Gesetze schwammig formuliert sind und nicht richtig überwacht werden. Wenn wirklich mal jemand erwischt wird "drohen" Strafen im Portokassenbereich. Das ist so ähnlich wie ein Fußballspiel ohne Schiedsrichter und klare Regeln.

Kunden die Bio kaufen geht es hauptsächlich um halbwegs artgerechte Tierhaltung, möglichst wenig Chemieeinsatz, keine Gentechnik, regionale Produktion und die Unterstützung von kleinen Familienbetrieben. Warum wird das nicht umgesetzt, kann doch nicht so schwierig sein. Hier mal einige Gedanken zu Bio-Kriterien:

1. Maximale Transportwege vom Hof über Weiterverarbeitung bis zum Supermarkt 200 KM zusammen. Dann gibt es eben keine Bio-Bananen mehr und auch keine Bioeier aus ukrainischer Käfighaltung.

2. Biohöfe dürfen keinerlei Konvi produzieren oder zukaufen. Dann kann dort auch nichts falsch deklariert werden.

3. Nur familiengeführte Betriebe bis zu einer bestimmten Umsatzhöhe die auf eigene Rechnung produzieren, also nix mehr mit Franchising usw.

Verstöße werden wie Betrug geahndet, Geldstrafen also nach Tagessätzen umsatzabhängig sowie in schweren oder Wiederholungsfällen Knast ohne Bewährung und Entzug der Betriebserlaubnis. Das wären klare Verhältnisse und wem das nicht gefällt kann ja Konvi oder unter Fantasie-Labels produzieren. Da diese Regeln für alle gelten gibt es auch keine Wettbewerbsverzerrungen.
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