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Bioskandal bei Legehennen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Di Feb 26, 2013 19:23

borger hat geschrieben:Wenn nun bei konvi deutlich weniger Tiere vorzeitig verenden, dann war diese Falschdeklaration letztendlich noch ein aktiver Beitrag zum Tierschutz. Tja, und Tierschutz ist auch noch eines der Hauptargumente gutgläubiger Bio-Kunden. Sie wurden also zumindest in diesem Punkt gar nicht getäuscht – es wurde nur eine vorherige Täuschung korrigiert, nämlich die, dass Bio-Tiere gesünder leben.

Tja, die einen saufen sich Frauen schön, und Leute wie du fantasieren sich ein eigenes Rechtssystem zusammen. Also, damit auch du es verstehst: Bei dem Eier-Skandal geht es nicht um die Frage ob Bio oder Konvi besser ist, sondern um Verstöße gegen geltendes Recht. Nach deiner Logik dürfte auch jeder nachts über rote Ampeln fahren weil das Risiko nahe Null ist, aber damit Spritverbrauch und CO2-Ausstoß reduziert wird. Das Problem mit Gesetzen ist dass es immer Leute gibt die damit unzufrieden sind und deshalb ist es Aufgabe des Gesetzgebers die Gesetze so zu gestalten dass es eine möglichst hohe Akzeptanz gibt. Wem das nicht passt hat nur die Möglichkeit eine andere Partei zu wählen.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Di Feb 26, 2013 19:31

Jochens Bruder hat geschrieben:Hier mal einige Gedanken zu Bio-Kriterien:

1. Maximale Transportwege vom Hof über Weiterverarbeitung bis zum Supermarkt 200 KM zusammen. Dann gibt es eben keine Bio-Bananen mehr und auch keine Bioeier aus ukrainischer Käfighaltung.

2. Biohöfe dürfen keinerlei Konvi produzieren oder zukaufen. Dann kann dort auch nichts falsch deklariert werden.

3. Nur familiengeführte Betriebe bis zu einer bestimmten Umsatzhöhe die auf eigene Rechnung produzieren, also nix mehr mit Franchising usw.

Meyer scheint hier mitzulesen. Jedenfalls denkt er bei Punkt 2. ähnlich wie von mir skizziert:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 85741.html
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon rägemoli » Di Feb 26, 2013 19:35

Habe ja jetzt alles von vorne bis hinten durchgelesen ,Jochen hat schon Recht .
Wer sich mit "Bio "schmückt ,der muss die Anforderungen der Bio Verbände auch einhalten .
Alles andere ist Betrug und Etikettenschwindel .
Ich kann ja auch nicht hingehen und billigeren Obstschnapps als teueres echtes Kirschwasser
verkaufen .
Wenn der Konsument nicht gerade besoffen ist merkt der das auch beim ersten Schluck.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Nordhesse » Di Feb 26, 2013 19:40

Ich wunder mich über Bio- Betriebe, die bei Konvis Stroh zukaufen- und das in großen Mengen. ich hab mal nachgefragt, eig. geht das auch nur bei dokumentiertem Notstand. Der kann aber nicht herrschen, wenn auf dem Nachbarschlag ein Bio alles häckselt oder ?

Wir werden aber in der öffentlichen Diuskussion von den Gutmenschen wieder den Unterschied erklärt bekommen- Dioxin in Konvbi- ei = Lebenmittelskandal, Systemfehler, usw.
Dioxin in Bio Ei= unverschuldetes Versehn des produzenten. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Ich habe letzte Woche zu mehreren Forschern gesagt, ich warte als auf die Untersuchung, die uns erläutert, was durch Gruppenhaltung bei sauen alles besser geworden ist- oder warum Bio- schweinehgalter höherer Saugferkelverluste habe und die schweine trotzdem glücklicher sind- usw.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon rägemoli » Di Feb 26, 2013 19:47

Es geht nicht drum ob Bio gut oder schlecht ist .......Wer sich Bio auf die Fahnen schreibt ,der muss den Vorgaben auch gerecht werden !
Wer Kohl wählt ,der muss den auch fressen...........
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon xyxy » Di Feb 26, 2013 19:58

Jochens Bruder hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 85741.html

Jochen, dann aber auch kein Bio auf nem normalen Schlachthof, kein Biofutter im normalen Tankwagen/Schiff, kein Konvi Tier darf jemals einen Biohof betreten, keine Biobiene darf sich am Konvi-Raps zu schaffen machen, kein Huhn darf nen unzertifizierten Regenwurm picken, ..... :klug:
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Harald » Di Feb 26, 2013 20:28

schimmel hat geschrieben:
Jochens Bruder hat geschrieben:
Jochens Bruder hat geschrieben:Hier mal einige Gedanken zu Bio-Kriterien:

1. Maximale Transportwege vom Hof über Weiterverarbeitung bis zum Supermarkt 200 KM zusammen. Dann gibt es eben keine Bio-Bananen mehr und auch keine Bioeier aus ukrainischer Käfighaltung.

2. Biohöfe dürfen keinerlei Konvi produzieren oder zukaufen. Dann kann dort auch nichts falsch deklariert werden.

3. Nur familiengeführte Betriebe bis zu einer bestimmten Umsatzhöhe die auf eigene Rechnung produzieren, also nix mehr mit Franchising usw.

Meyer scheint hier mitzulesen. Jedenfalls denkt er bei Punkt 2. ähnlich wie von mir skizziert:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 85741.html


Die Entscheidung liegt in Brüssel.......da kann der deutsche Michel nicht einfach so seinen Wohlstandsgedanken durchsetzen...Da die Mehrheit der Biokunden aus dem reichen Deutschland kommen, werden die anderen Länder historisch begründet, nicht so schnell einknicken....sie sind gegenüber deutscher Überheblichkeit langsam genervt....


Bei Punkt 2. war Deutschland schon mal weiter. Bis 2001. Aber schon Renate hat damals in Brüssel klein beigegeben.
http://www.animal-health-online.de/gros ... kett/3020/ (19.10.2001):
Bisher hat zu den deutschen Standards beispielsweise die Totalumstellung des Betriebes auf Ökologischen Landbau gehört. Nach dem Öko-Kennzeichnungsgesetz sollen künftig Teilflächen genügen.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon angus25 » Di Feb 26, 2013 20:38

.in eureren ganzen Diskussion vermischt ihr ständig EU-BIO Anforderungen und die,deutscher Bio-verbände,vom Diskusionsniveau her müssten manche das wissen,aber wenn es gegen Bio geht schmeißt man erst mal mit Dreck,irgendwas wird schon...........................................
Der Bauer hat einen Hof, der Mond hat einen Hof.
Hat nur noch der Mond einen Hof, ist der Strukturwandel beendet.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon H.B. » Di Feb 26, 2013 20:49

Hobbit-Hunter hat geschrieben:Wo soll das Enden?
Irgendwann kommt dann jemand auf die Idee das auch auf Saatgut und Düngemittelhersteller auszuweiten.
Und dann wars das mit Bio!


so what? Die Tiere und die Umwelt weden es danken, und der Konsument kriegt Importware
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Di Feb 26, 2013 23:44

xyxy hat geschrieben:
Jochens Bruder hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 85741.html

Jochen, dann aber auch kein Bio auf nem normalen Schlachthof, kein Biofutter im normalen Tankwagen/Schiff, kein Konvi Tier darf jemals einen Biohof betreten, keine Biobiene darf sich am Konvi-Raps zu schaffen machen, kein Huhn darf nen unzertifizierten Regenwurm picken, ..... :klug:

Ja, so kann man jedes Thema zerreden und sich noch richtig schlau vorkommen. Konstruktive Diskussion sieht anders aus.

Mir ist z.B. nicht klar warum Bio-Tiere unbedingt Bio-Futter brauchen. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf das Tierwohl oder die Fleischqualität? Bei GVO Futter ist das etwas anderes, aber nicht aus technischen Gründen sondern weil viele Verbraucher das nun mal ablehnen.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Harald » Di Feb 26, 2013 23:52

forenkobold hat geschrieben:Mit absoluten Zahlen wäscht sich diese Nischenmafia wieder rein...
die sollen mal prozentualen Anteil an den Gesamtbetrieben nennen.

Gesamtzahl Bio-Betriebe (ab 3000 Tiere): 221 von 1277 (17%)
Verdächtigte Bio-Betriebe: 40 von 200 (20%)

Gilt natürlich nur, wenn man den Zahlen von BLÖD Glauben schenkt...
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon H.B. » Mi Feb 27, 2013 0:01

Jochens Bruder hat geschrieben:Mir ist z.B. nicht klar warum Bio-Tiere unbedingt Bio-Futter brauchen. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf das Tierwohl oder die Fleischqualität?


Wer bio will und bio bezahlt, soll auch bio bekommen. Da hätten natürlich viele ne Freude, wenn sie ihren Hühnern ihr eigenes krankmachende Bioglump nicht mehr füttern müssten, und damit die Biogasanlage des Nachbarn zum Absturz bringen könnten.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Feb 27, 2013 0:05

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
2. Biohöfe dürfen keinerlei Konvi produzieren oder zukaufen. Dann kann dort auch nichts falsch deklariert werden.


Wo soll das Enden?
Irgendwann kommt dann jemand auf die Idee das auch auf Saatgut und Düngemittelhersteller auszuweiten.
Und dann wars das mit Bio!

Sorry, da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Gemeint ist, dass z.B. ein Bio-Schweinehalter keine Konvi-Schweine zukaufen darf. Andernfalls hätten wir Betriebe mit 500 Bio-Mastplätzen und pro Jahr 10.000 abgelieferten Bio-Schweinen. Eigentlich sollte sich das relativ einfach anhand der Buchhaltung überprüfen lassen denn die Produktionsmenge ist durch die Zahl der Mastplätze vorgegeben. Deshalb sollte es Bio-Zulassungen auch nur für eigenständige Klein- und Mittelbetriebe geben die keine Filialen o.ä. haben.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Feb 27, 2013 0:49

H.B. hat geschrieben:Wer bio will und bio bezahlt, soll auch bio bekommen. Da hätten natürlich viele ne Freude, wenn sie ihren Hühnern ihr eigenes krankmachende Bioglump nicht mehr füttern müssten, und damit die Biogasanlage des Nachbarn zum Absturz bringen könnten.

Ja, ich meinte den Vergleich der einzelnen Futterkomponenten. Die Frage ist, ob sich die PSM-Restmengen im Futter in irgendeiner Form auf das Tier oder den fleischessenden Menschen auswirkt. Zumal Bio-Pflanzen auch gespritzt werden, nur mit anderem Zeugs das sicherlich in großen Mengen auch seine Tücken hat. Ähnlich ist es beim Vergleich von Mineraldünger und Wirtschaftsdünger. Offenbar gilt auch hier dass die Dosis das Gift macht.

Der Unterschied bei den Futterkosten dürfte mit der größte Posten bei dem Aufpreis für Bio-Fleisch sein. Deshalb könnte hier ein Haupt-Ansatzpunkt liegen um die Preisdifferenz zu minimieren.
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Re: Bioskandal bei Legehennen

Beitragvon büffel » Mi Feb 27, 2013 6:58

Hab da mal eine Fachfrage, vieleicht kennt sich jemand damit aus!
Darf einem Bio- Betrieb mit Freiland/Bodenhaltung eigentlich seine Produktion starten, wenn die eingezäunte Fläche gar nicht mit Büschen und Hecken bepflanzt ist? Weil ohne Bepflanzung gehen die Hennen ja nur 30 m aus dem Stall, die wollen sich gegen Fressfeinde wie Habicht ,.... schützen.Außerdem wird der Hünermist auf dem Ackerrand gelagert, darf das sein? Kommt da nichts ins Grundwasser?
Warum wird das ganze nicht von der Genehmigungsbehörde kontrolliert? Hauptsache,das Bio-Schild war sofort am ersten Tag aufgestellt! n8
Mitarbeiterführung ist die Kunst,den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen,das er die Reibungswärme als Nestwärme empfindet!
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