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Brandbrief Tönnies

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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108 Beiträge • Seite 6 von 8 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Neuland79 » Mo Mär 14, 2022 8:57

Sollte ich in ein, zwei Monaten wieder mit ihm telefonieren, kann ich gerne mal anfragen, ob er mittlerweile 5000€ pro Kuh bekommt. ;)
Zuletzt geändert von Neuland79 am Mo Mär 14, 2022 10:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Neuland79 » Mo Mär 14, 2022 9:48

4911 hat geschrieben:Im Bay. Landw. Wochenblatt vom letzten Wochenende z. B. , Rubrik "Märkte und Preise", wo neben den Preisnotierungen auch die durchschnittlichen Schlachtgewichte angegeben sind, liegt bei U3 Notierungen für Schlachtkühe in SH/ Hamburg das durchschnittliche Schlachtgewicht von 20 notierten Kühen bei 453 kg. Dann kann schon mal ein "Ausreisser" bis an die 500 kg gehen.
Meine schwerste FV Schlachtkuh hatte 480 kg Fleisch, ist aber schon Jahre her.

Bekommt man als Landwirt die Schlachtdaten für seine abgelieferten Kühe vom Schlachter und alle Schlachter müssen diese Zahlen melden?
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Landwirt 100 » Mo Mär 14, 2022 9:55

Das hängt davon ab was beim Verkauf vereinbart wurde.

1.) Verkauf an Viehhändler zum Festpreis. Da bekommst du nichts an Daten.
2.) Verkauf nach kg Lebendgewicht an Händler. Da bekommst du die kg Lebendgewicht von einer geeichten Waage.
3.) Verkauf nach Schlachtgewicht an Händler oder Schlachter. Da bekommst du natürlich das Schlachtgewicht einer geeichten Waage mitgeteilt. Hier ist genau festgeschrieben was weggeschnitten wird und was vom Tierkörper bleibt. Also die Knochen z.B. bekommst du bezahlt.
Zusätzlich bekommst du die Klassifizierung nach dem EUROP-Verfahren mitgeteilt. Also als Beispiel 450 kg Schlachtgewicht x 4,70 €/kg bei einer R3 Kuh (Europ-Klassifizierung) ergibt 2115 € + 9,5 % USt = 2315,93 €. Bei Bio noch mehr, also passt deine Aussage.
Einige Händler geben dir auch nach Vereinbarung die Daten vom Lebendgewicht, falls man zum Beispiel die prozentuale Ausschlachtung berechnen möchte.
Zuletzt geändert von Landwirt 100 am Mo Mär 14, 2022 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon 240236 » Mo Mär 14, 2022 9:57

Aber jetzt zurück zum Thema: Sicher fühlen sich viele verarscht, aber trotzdem ist jetzt die beste Möglichkeit die Preisforderungen vom Erzeuger bis an die Ladentheke durchzusetzen.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Estomil » Mo Mär 14, 2022 12:15

Wurden wir veräppelt? Vieleicht.
Genau wird das keiner sagen können. Die Westfleisch Bilanz spricht allerdings auch Bände, dass das Jahr nicht einfach war. Die sind vieleicht auch nicht mit dem Branchenprimus vergleichbar. Sprich der kommt eventuell besser klar.

Der Fairness halber muss man auch erwähnen, dass die Preise in anderen Ländern ebenfalls bis vor wenigen Wochen unten waren.

Zumindest das Schweineangebot war bis vor wenigen Wochen somit ausreichend hoch um die Preise unten zu halten. Ob bereits seit Wochen gut verdient wurde ist da zweirangig und muss den Schlachtern auch gegönnt werden.
Anders herum legen die ja auch Mal Geld drauf wenn die Preise schnell im Handel purzeln und Lagerware an wert verliert. Das ist nunmal das Geschäft.

Ich wäre also durchaus bereit das jetzt alles so zu akzeptieren und als faire Preisfindung abzuhaken. Abgesehen von dem Hauspreis vor vier Wochen der einzig darauf abzielte den Markt zu verunsichern und die Preissteigerung zu verschieben. Das war definitiv keine saubere Nummer.

Also Thema abgehakt. Fleischi wie sieht's an der Front aus? Was machen die lehs? Gehen die auf Kampfkurs oder schlucken die die Kröte? Oder haben die gar die Hosen voll?
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon DWEWT » Mo Mär 14, 2022 13:18

langholzbauer hat geschrieben:Eine 4jährige FFV Färse!
Und dann bei einem guten Fleischer mit bio- Zuschlag und Mwst.....
Selbst abgegeben = keine Vorkosten abgezogen.
Da kann das schon auf der Überweisung stehen.
Bei solchen Angaben runden Bauern auch gern mal großzügig auf, um sich besser zu fühlen. :wink:
Aber was ist denn dran verdient, wenn der Esel 1,5-2Jahre zu lang gefressen hat???


Mit 36 Monaten ist der Färsenstatus perdu! Dann wird das Tier als Kuh bezahlt. Selbst bei Brutto Brutto, Bio und ohne Abzüge eingerechnet zu haben, sind 2,5Tsd.€ illusorisch.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Porcex » Mo Mär 14, 2022 13:23

Estomil hat geschrieben:Wurden wir veräppelt? Vieleicht.
Genau wird das keiner sagen können. Die Westfleisch Bilanz spricht allerdings auch Bände, dass das Jahr nicht einfach war. Die sind vieleicht auch nicht mit dem Branchenprimus vergleichbar. Sprich der kommt eventuell besser klar.

Der Fairness halber muss man auch erwähnen, dass die Preise in anderen Ländern ebenfalls bis vor wenigen Wochen unten waren.

Zumindest das Schweineangebot war bis vor wenigen Wochen somit ausreichend hoch um die Preise unten zu halten. Ob bereits seit Wochen gut verdient wurde ist da zweirangig und muss den Schlachtern auch gegönnt werden.
Anders herum legen die ja auch Mal Geld drauf wenn die Preise schnell im Handel purzeln und Lagerware an wert verliert. Das ist nunmal das Geschäft.

Ich wäre also durchaus bereit das jetzt alles so zu akzeptieren und als faire Preisfindung abzuhaken. Abgesehen von dem Hauspreis vor vier Wochen der einzig darauf abzielte den Markt zu verunsichern und die Preissteigerung zu verschieben. Das war definitiv keine saubere Nummer.

Also Thema abgehakt. Fleischi wie sieht's an der Front aus? Was machen die lehs? Gehen die auf Kampfkurs oder schlucken die die Kröte? Oder haben die gar die Hosen voll?


Den Beitrag wirst Du wohl verlinken müssen, um eine Antwort zu erhalten. Fleischi wird jetzt alle Hand zu tun haben, was die Preisdurchsetzung angeht. Zurückgelehnt wurde laaange genug.
Porcex
 
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Südheidjer » Mo Mär 14, 2022 18:20

Der im Brandbrief beklagte "Notstand" an Schlachtvieh paßt doch überhaupt nicht dazu, daß in Deutschland die Nutztierhaltung politisch reduziert werden soll. In dem Brief lese ich heraus, daß es leere Regale/Fleischtheken geben könnte.
In dem Brief steht was von 3.000 to Hühnchenbrust, die nun nicht aus der Ukraine geliefert werden können.
Wieso wird bei mir im Landkreis durch eine Bürgerinitiative und einem nicht-örtlichen "Aktivisten" versucht, eine Erweiterung eines Hähnchenmastbetriebes zu verhindern? Soweit mir bekannt, soll für einen ebenfalls im Landkreis ansässigen Hühnchen-Schlachthof produziert werden. Ich sehe da drei Vorteile:

1.) Kurze Transportwege der Hühnchen in den Schlachthof.
2.) Einem deutschen Mastbetrieb ist es leichter auf die Finger zu gucken, als einem Mastbetrieb im Ausland.
3.) Arbeitsplätze werden im Schlachthof gesichert.

Der Brief sollte mal in dem Supermarkt ausgehängt werden und in jeder Zeitung veöffentlicht werden. Welcher Verbraucher ist sich bewußt, wo seine eingekauften Produkte bzw deren Zutaten herkommen? Ich glaube, da machen sich sehr wenige Leute Gedanken.

Es muß für die Nahrungsmittelindustrie lukrativ werden, wenn sie damit werben können: Hergestellt ausschließlich aus deutschen Erzeugnissen.

Edit: von 300 to auf 3.000 to.
Zuletzt geändert von Südheidjer am Mo Mär 14, 2022 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon 240236 » Mo Mär 14, 2022 18:23

Da steht was von 3 000to Geflügelbrust und nicht von läppischen 300to.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Südheidjer » Mo Mär 14, 2022 18:27

240236, danke für den Hinweis. Ich hab es in meinem obigen Beitrag geändert.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Mär 14, 2022 18:58

Schon interessant, wie schnell sich eine "Überproduktion" in Luft auflösen kann, sobald potentielle Zulieferer ausfallen, oder der Staat die Hand vor den Export hält.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Todde » Mo Mär 14, 2022 18:59

Südheidjer hat geschrieben:In dem Brief steht was von 3.000 to Hühnchenbrust, die nun nicht aus der Ukraine geliefert werden können.


Die Schenkel sind sowieso das Beste am Gockel.

Wieso wird bei mir im Landkreis durch eine Bürgerinitiative und einem nicht-örtlichen "Aktivisten" versucht, eine Erweiterung eines Hähnchenmastbetriebes zu verhindern? Soweit mir bekannt, soll für einen ebenfalls im Landkreis ansässigen Hühnchen-Schlachthof produziert werden. Ich sehe da drei Vorteile:


Ecki muss ja auch was zu tun haben, sich als Sprayer einen Namen zu machen war eher ein teurer Misserfolg. Aus der BI gegen die A39 wurde er zu recht rausgeschmissen.
In den Tierrechtlerkreisen hat man halt andere Ansichten, dort ist Bedrohung, Gewalt und mutwillige Zerstörung halt normal.


3.) Arbeitsplätze werden im Schlachthof gesichert.


Für Ecki ist die Zerstörung der Familienbetriebe halt eine Herzensangelegenheit, er hetzt am liebsten gegen Betriebe, die sich Einkommen sichern wollen.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Labernich » Mo Mär 14, 2022 20:48

Soweit ich mich erinnere ist ein großer Teil der Ukrainischen Geflügelwirtschaft mit europäischen und deutschen Fördergeldern aufgebaut und durch Hermes-Bürgschaften abgesichert worden.
Darunter sogar Käfighaltung für Legehennen zu einem Zeitpunkt als diese bei uns schon verboten war. Wurden bis zum Kriegsausbruch immer noch Flüssig- oder Trockenei aus Käfighaltung aus der Ukraine nach Deutschland importiert?
Ich liebe die Grünen wie mein Bier 4,9% und kaltgestellt!
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon Todde » Mo Mär 14, 2022 20:58

Und die Leute haben alle angst das Weizenmehl geht aus :lol:
Sonnenblumenöl und Flüssigei Produkte werden wohl eher nicht mehr im Regal liegen.

Keine Pommes, keine Nudeln. Da werden viele junge Familien ihren Speiseplan bald ändern müssen.
Die Holländer können das Gas nicht mehr bezahlen und legen die Gewächshäuser still.

Bald gibt es nur noch Brot, Butter und Wurst.
Und den bekannten Sonntagsbraten am Sonntag mit saisonalem Gemüse aus der Region.
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Re: Brandbrief Tönnies

Beitragvon langholzbauer » Mo Mär 14, 2022 20:59

Es wäre tatsächlich sinnvoller, diesen Brandbrief auszudrucken und möglichst breit zu veröffentlichen, als noch mal mit Schleppern neben LKW's nach und durch Berlin zu tingeln!!!
Papier und Druckertinte sind auch noch nicht so im Preis gestiegen. :wink:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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