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Moderator: Falke
Ford8210 hat geschrieben:Wenn ich im Gemeindewald meinen Brennholzbedarf durch Kronenholz decke, dann entnehme
ich dem Gemeindewald ein bei der Holzernte anfallendes "Abfallprodukt".
Somit hat die Gemeinde ausschließlich Provit und keine Ausgaben, da das Fällen und Abzopfen
der Bäume ausschließlcih dem Gewinn von hochwertigem Industrieholz dient.
Wenn ich das jetzt auf die Abfallwirtschaft übertrage (ich beseitige ja ein bei der Holzernte
angefallenes "Abfallprodukt"), dann müßte mir die Gemeinde als "Entsorger" des Kronenholzes eigentlich eine
Gebühr bezahlen, die für mich kostendeckend ist (Personenstunden+Maschinenstunden+Bestriebsstoffe).
Mineralöle sind keine Abfallprodukte, sondern gewollte Veredlungsprodukte aus der Rohölraffinierung.
Ford8210 hat geschrieben:Sicher. Wer sich keine Arbeit machen will, darf auch ruhig mehr zahlen. Bequemlichkeit kostet nun mal Geld. Und am bequemsten ist es, wenn man nichts machen muß. Das ist beim Heizöl so. Es wird verbrauchsfertig in die Heizöltanks gepumpt. Von dort entnimmt der Brenner die Menge, die er benötigt, um das Heizungswasser zu erwäremen. Ergo: Man hat keine Arbeit damit. Und diese Bequemlichkeit darf man dann auch bezahlen.
Zu der Frage, warum sich der Brennholzpreis nicht am Ölpreis richten soll hier erst mal eine Gegenfrage: Warum soll der Brennholzpreis sich nach dem Ölpreis richten?
Wenn ich im Gemeindewald meinen Brennholzbedarf durch Kronenholz decke, dann entnehme ich dem Gemeindewald ein bei der Holzernte anfallendes "Abfallprodukt". Dieses muß ich aus dem Wald herausholen und entsprechend aufbereiten. Das Einzige, was seitens des "Produzenten" zur Brennholzherstellung beigetragen wurde, war das Fällen der Bäume und das Abzopfen. Denn die jetzt erntereifen Buchen, Eichen und auch Fichten und Kiefern bei uns wurden nicht gesetzt, sondern sind bereits damals schon aus Naturverjüngung entstanden. Gewachsen sind sie auch alleine ohne zutun des Grundstückseigentümers (Gemeinde). Somit hat die Gemeinde ausschließlich Provit und keine Ausgaben, da das Fällen und Abzopfen der Bäume ausschließlcih dem Gewinn von hochwertigem Industrieholz dient. Der Abfall (Kronenholz) bleibt liegen. Wenn ich das jetzt auf die Abfallwirtschaft übertrage (ich beseitige ja ein bei der Holzernte angefallenes "Abfallprodukt"), dann müßte mir die Gemeinde als "Entsorger" des Kronenholzes eigentlich eine Gebühr bezahlen, die für mich kostendeckend ist (Personenstunden+Maschinenstunden+Bestriebsstoffe). Schließlich wird von der Gemeinde für die Entsorgung meines im Haushalt anfallenden Abfalles ja auch eine Gebühr genommen.
Mineralöle sind keine Abfallprodukte, sondern gewollte Veredlungsprodukte aus der Rohölraffinierung.
Holz gepoltert am lkw-befahrbaren Wegrand kostet bei uns 55,--€/FM. Wer sich das Brennholz ofenfertig aufgearbeitet in den Hof kippen läßt zahlt bei uns 75,--€/RM. Also muß auch hier die Bequemlichkeit bezahlt werden.
Übrigens: rechne mal nach, was der RM Brennholz im Baumarkt kostet. Da kommst du mit Sicherheit auf einen Betrag, der nicht so weit von den von dir genannten 150,--€ entfernt ist.
Wenn ich 150,--€/RM Brennholz bezahlen müßte, würde ich meinen Ölkessel wieder reaktivieren. Denn die gesparten 40,--€ gegenüber dem Heizöleinkauf würden den Aufwand und die Kosten für Maschinen und Betriebsstoffe nicht mehr rechtfertigen. Außerdem hätte ich dann auch mehr Freizeit und könnte die wegen der Brennholzaufarbeitung liegen gebliebenen Arbeiten im und am Haus erledigen. Denn für das jährliche Ausasten, Ablängen, Herausziehen, Abfahren, auf Meterstücke schneiden, Spalten, Aufsetzen, im Herbst aufladen, auf Brennraumgröße schneiden und im Keller aufschichten von 40-50 RM Holz (zwei Haushalte) reichen für mich keine 14 Tage im Jahr.
Wenn dann jeder Brennholzselbstwerber in diese Richtung denkt und handelt passiert folgendes: Der Preis für Kronenholz sinkt wieder extrem, da der ganze Kram im Wald liegen bleibt und vergammelt weil die Nachfrage nicht mehr gegeben ist. Dann würde hier seitens der Gemeinde kein zusätzlicher Gewinn verbucht.
Ford8210 hat geschrieben:...
Wenn ich im Gemeindewald meinen Brennholzbedarf durch Kronenholz decke, dann entnehme ich dem Gemeindewald ein bei der Holzernte anfallendes "Abfallprodukt".
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Mineralöle sind keine Abfallprodukte, sondern gewollte Veredlungsprodukte aus der Rohölraffinierung.
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Ford8210 hat geschrieben:Ich sage immer: Erst lesen, dann denken und dann erst schreiben! Das gilt vor allem, wenn mich jemand auf meine vorher gemachten Aussagen festnageln will. Die 40,--€ Differenz beziehe ich auf den Kauf von 200 Liter Heizöl zu einem RM Buchenholz zu 150,--€ wie Franzis1 in seinem post schrieb. Und nicht auf die 75,--€/RM ofenfertiges Holz. Ich habe meine errechneten Einsaprungen immer im Bezug Holz-Heizöl und nie Selbstwerberholz-ofenfertiges Holz dargestellt.
dappschaaf hat geschrieben:...
Lange Rede kurzer Sinn, verlange 20Euro/ster für dass gespaltene und messe "großzügig" auf, dass es im Endeffekt so um die 15 Euro/ster kommt.
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Ford8210 hat geschrieben:Ich bitte doch um die Auflistung der Kosten für das Wachsen lassen von Naturverjüngung, die weder gezäunt noch in sonstiger Weise geschützt oder einer Pflege unterzogen wurde.
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