zwiebe hat geschrieben:Wenn ich das so sehe sind, sind das Jurauasläufer und dann kann man getrost im Herbst anwalzen.
Die Kluten machen Probleme mit verzettelten Auflaufen des AF und dadurch in der Wirkung.
Die Mittel Atlantis und Attribut haben wir herausgenommen, weil bei unseren geringen Niederschlagsmengen gibt es Probleme mit dem Abbau und dadurch mit dem Nachbau. Da wächst die Zwischenfrucht schlecht, der Raps ist sehr lückig und im schlimmsten fall hat man sogar Ertagseinbußen bei Zuckerrüben im nächsten Jahr.
Ich hab letztes Jahr das erste Mal Broadway eingesetzt - einmal recht früh (Mitte März) in der Triticale mit sehr gutem Bekämpfungserfolg, und einmal Mitte April im Durumweizen, den ich in den vollkommen ausgewinterten Winterweizenbestand reingedrillt hab, mit eher mäßigem Erfolg. Die Kamille, von der ich gedacht hab, die haut das Broadway locker weg, war offensichtlich schon zu weit entwickelt, und auch die Ungräser (Ackerfuchsschwanz + Trespen) hat Broadway in diesem Stadium und zunehmender Trockenheit nicht mehr ausreichend erfasst.
Ich denke, Broadway muss man ähnlich früh spritzen wie Attribut, wobei eine hohe Luftfeuchtigkeit sicher von Vorteil ist. Nur dann wirkt es auch wirklich gut. Bei Trockenheit werde ich zukünftig nur noch Axial 50 oder Traxos spritzen. Die werden in der Pflanze schneller abgebaut und sind kulturverträglicher.
Nachbauprobleme mit Attribut und Atlantis hatte ich bislang noch keine, was daran lag, dass es spätestens im Juni immer ausreichende Niederschläge gab und ich vor Raps generell etwas tiefer grubbere. Probleme gab es eher damit, dass der Herbizidstress dieser Mittel bei Trockenheit recht groß ist, was zu Blattaufhellungen und Wachstumsstillstand führen kann.

