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Der liebe Ackerfuchsschwanz

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Forchhammer » Fr Mär 22, 2013 13:00

Ich hab schon eine Spritze, die ich mir nächste Woche anschaue. Wenns mir da passt kauf ich se, wobei der dann noch den TÜV macht.
Problem ist hald auch das das Feld mit diesem Bestand riesengroße 0.38 ha hat und der Weizen auf 1.4 ha steht.
Wirken dann die vorgeschlagenen Mittel wie z.B. Axial auch gegen andere Gräser und sollte man da schon spritzen wenn der Bestand noch dünn ist? Sozusagen als Vorsorge zur Massenausbreitung.
Der Weizen wurde übrigens Ende Oktober gesäht.........saumüde denkts sich nicht mehr leicht........(Video zur Saat: http://www.youtube.com/watch?v=54vWD8B1J7s).

Hofübergabe is nicht. Sind eigentlich eh nur 7ha insgesamt. Ich gehe im Herbst eh erstmal auf Weihenstephan, danach erträume ich mir dann meinen großen Hof.

@zwiebe Kannst gerne mal kommen. Ich hab jetzt dann zwei Wochen "Ferien" (Abitur winkt).

Bringt denn nun Roundup oder eine Massenvernichtung groß was dagegen? Weil nachm Grubbern letztes Jahr habe ich nicht viel vom AFS gesehen.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Forchhammer » Mo Mär 25, 2013 15:42

Will jetzt keiner mehr was sagen, bloss weil ich mit einstelligen Hektarzahlen daherkomme??
Habe jetzt gerade auch noch Bilder vom letzten Jahr gefunden:
Sind beide von dem nicht so arg verseuchten Feld:
Bild Bild
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Schnortz » Mo Mär 25, 2013 16:36

Forchhammer hat geschrieben:Sind beide von dem nicht so arg verseuchten Feld


Im Ernst?
Und der Ertrag war euch (Betriebsbesitzer) egal?
Axial 50 wirkt noch gegen Flughafer und Windhalm.

Ich hoffe für Euch das Ihr noch keine Resistenzen habt...
Wie meine Vorredner würde ich hier schnellstmöglich mit 1,2 L Axial fahren, ein bisschen Frost in den Nächten danach macht nichts. Ich bevorzuge eine recht feintropfige Applikation.
Wenn das NICHT oder nur unzureichend wirken sollte würde ich mit Glyphosat fahren, du wirst sonst nicht mehr froh. Das (teil-resistente) Samenpotenzial wäre einfach zu gigantisch.
Dann die nächsten Jahre die Herbizidstrategie auf AFU auslegen. (Wirkstoffgruppenwechsel, WG im Herbst mit Bodenaktiven Mitteln behandeln, Ausaatzeitpunkte, Fruchtfolge....was habt ihr überhaupt für ne Fruchtfolge?)

Wie tief hast den gegrubbert? Anzahl?

Gruß
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Mad » Mo Mär 25, 2013 18:08

Forchhammer hat geschrieben:Sind beide von dem nicht so arg verseuchten Feld


Ich möchte dir ja nicht zu nahe treten aber das wäre mir weitaus zuviel. In meinen Augen ist das schon verseucht.

Man muss sich nur mal die Zahlen vor Augen halten: Eine Ackerfuchsschwanzähre trägt mehr als 200 Samen. Dazu kommt, dass auch Ackerfuchsschwanz bestockt.

Sieh schleunigst zu, dass du deine Gräserbehandlungen auf den AFU ausrichtest und dein Augenmerk auf den Wirkstoffwechsel legst.

MFG
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Forchhammer » Mo Mär 25, 2013 18:19

Ja, sry, hab die Bilder lange nicht mehr angesehen und war mir nicht mehr über die Dichte bewusst....
(dementsprechend schaute es auf dem jetztigen Gerste Feld noch schlimmer aus...).
Meine ha-Zahl spricht auch dafür was ich so alles an Material zur Verfügung habe....
Morgen fahr ich zum Händler und werde mir was besorgen, und wie gesagt wenn der großartige Resistenzen hat, dann nur durch die eingeflogenen Samen.
Es wurde nicht mit speziellen Grasherbiziden behandelt.
Die Fruchtfolge von den letzten 2 Bildern waren Tritcale+WG(Feldgeteilt)-WW-SW-WG-WW(jetzt), dazwischen auch mal 0.2 ha Kartoffeln/Jahr auf verschiedenen Parzellen.

Gegrubbert wurde einmal mit einem Lemken Achat grubber, so tief wies ging (http://www.youtube.com/watch?v=c6iuqmv2VVU, da wo die Cam am Grubber dran ist, ist das Feld)
Flächenweise wurde zuvor mit einem Leichtkultivator drubbergestoppelt. stoppelbearbeitung-t75071.html
Anschliessend wurde nach langem Brachliegen ohne Zwischenfrucht (Vater war dagegen, 20 € für Senf zu investieren..) der mäßige Kartoffelunkrautbesatz eingeackert, gekreiselt und schließlich gesäht, aber nicht gewalzt.
SO noch ein paar Fragen ganz übersichtlich:
1. Wie vorher gefragt, ist es sinnvoll, nach dem Grubbern mit Massenkeule gegen den AFS drüberzufahren?
2. Sollte ich jetzt im Frühjahr noch Walzen oder regt das die Bestockung des AFS zu sehr an?
3. Würde es nützen wenn ich anstatt Glyphosat die ganze Sache vor Samenreife abmähe und heue/siliere?
4. Soll ich zuerst düngen(nein, habe noch nicht...) oder zuerst spritzen?

mfg, Tut mir Leid wenn ich mit meiner Unwissenheit nerve....
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Schnortz » Mo Mär 25, 2013 19:23

Hi,

Die Fruchtfolge ist sehr Getreidelastig, wenn man das noch so nennen kann, aber immerhin mit einer Sommerung aufgelockert obwohl ich mir da eher Hafer wünschen würde. (Bessere Unkrautunterdrückung, Gesundungsfrucht)
Eine Blattfrucht wäre auch wünschenswert.
Vor der Sommerung keine Zwischenfrucht?

In die Stoppeln so tief rein ist natürlich nicht förderlich, Samen tief vergraben hilft eben nicht.
Mit der Kultiegge geht das schon, wieso nur teilweise? Wenn es trocken ist zieht sie nicht ein?
Mit der Kultiegge rüber (in sehr nassen Sommern läuft es auch ohne auf). Oder an den Grubber Gänsefußschare hin falls das geht. Mit denen kann man schön flach arbeiten.
Dann Geduld zeigen, n bisschen Regentanz und wenn es schön aufgelaufen ist mit deiner Kultiegge (die nicht so stark bearbeitet) noch mal drüber, wieder Geduld und dann entweder mit Glyphosat (und dann) oder tief Grubbern.
Ich an deiner Stelle würde nicht walzen, da wäre mir das Geld und die Zeit zu schade..lieber schauen das du mit der Spritze auf den Acker kommst.
Du kannst es auch rechtzeitig mähen (wie das zu silieren ist weiss ich nicht) aber so wie ich den AFU kenn treibt er wieder aus, kürzerer Halm und schneller in der Samenreife. Müsstest dann halt wenn er wieder austreibt und genug Blattmasse hat mit Glyphosat rüber.
Mit dem düngen.....eigentlich wäre das höchste Zeit, aber hier.....wenn du es mit Axial versuchen willst und dir Chancen ausrechnest dann müsste man was geben.
Falls du eher mit Glyphosat kommst dann nicht, für was den auch.
Hängt auch vom Zeitpunkt ab, ab wann du mit nem Mittel reinfahren kannst.

Dann, falls du mit Glypho fahren willst, meinst du kannst bis dort hin noch was säen? Möglichkeit da um Mais legen zu lassen und evtl. an ne BGA zu verkaufen.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Forchhammer » Mo Mär 25, 2013 21:08

Also ist hald dann so schade um das scheissteure Saatgut....
Das Problem mit dem Kulitvator ist hald dass der nix wiegt, wenn ich da ein paar Zenten Beton drauflege befürchte ich, dass mir die Zinken zerbröseln.....
Und wennst trocken ist, geht da eh nix mehr damit, der kratzt bei guten Bedingungen auch nur drüber. Ist hald ein richtig schwerer Boden.
Zusätzlich wie immer dann der Vater, der dann hampelnd und schreiend am Feldrand steht, warum ich so einen "Schmarn" mache.

Und jetzt grade schneits eh wieder alles dicht -.-
Sommerfrucht wär schon schön, bloss hald wieder der Vater, der meint, Hafer passt nicht durch die Schlegelmühle....
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Schnortz » Mo Mär 25, 2013 21:32

Ja immer ärgerlich.

Aber seh schon, du hast es nicht einfach, da dann innerhalb 1-2 Jahre gleich mehrere Änderungen durchzuführen scheint fast unmöglich.
Dass die Feldnachbarn da noch mitspielen wundert mich. Da bekommt doch bestimmt mal einer 2-3 Samen ab :|
Mit den Zinken hab ich mir gedacht, ist ja auch nicht dafür konstruiert. Aber Flügelschare dürften an dem Lemken ja funktionieren.

Mit dem Problem den Nichteinsichtigen und unkooperativen Vater muss dir jemand anders helfen, dies Problem habe ich zum Glück nicht. :klee:
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Forchhammer » Mo Mär 25, 2013 21:38

Der Grubber gehört ja auch nicht uns :D
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon adefrankl » Mo Mär 25, 2013 22:39

Forchhammer hat geschrieben:J.... Morgen fahr ich zum Händler und werde mir was besorgen, und wie gesagt wenn der großartige Resistenzen hat, dann nur durch die eingeflogenen Samen.
Es wurde nicht mit speziellen Grasherbiziden behandelt.

Unter diesen Umständen würde ich auch keine nennenswerten Resistenzen erwarten. Daher sollte in Wintergerste auch eine Axialbehandung Erfolg haben. An einen Umbruch würde ich daher (+ wegen der Investitionen wie Saatgut ...) nicht denken.
Bei Weizen würde ich Atlantis jetzt im Frühjahr verwenden.
In Zukunft im Herbst dann im Weizen z.B. Boxer + Lexus vorlegen, in WG geht auch Cardou, Herold. Eventuell reicht vielleicht sogar Stomp + IPU wenn noch keine Resistenzen vorliegen. (Im Frühjahr dann unbedingt kontrollieren und gegebenenfalls mit Blattmitteln nachbehandeln). Denn wenn bei diesen Verseuchungsgrad nicht konsequent vorgeht geht der Kampf leicht verloren (Resistenzrisiko steigt mit Besatzdichte)


.....4. Soll ich zuerst düngen(nein, habe noch nicht...) oder zuerst spritzen?
Also ich würde zuerst düngen, denn das geht auch bei Frost. Spritzen dann soblad es geht.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Welfenprinz » Di Mär 26, 2013 3:01

und für die flache Stoppelbearbeitung eine gebrauchte , alte Rollegge. :)
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon zwiebe » Di Mär 26, 2013 6:38

Ackerfuchsschwanz vermehrt sich durch Samen. Bodenbearbeitung bringt meiner Meinung nach wenig Erfolg.
Das wichtigste ist ein gut abgesetztes feines Saatbeet im Herbst und anwalzen. Die Ackerwalze ist die billigste ertragsseigernde Bearbeitung, auch auf Stoppelbearbeitung. WG Herbstbehandlung eventuell mit Nachbehandlung im Frühjahr. Am besten aber die WG aus der FF nehmen. Da es immer wieder Probleme mit Herbstbehandlungen bei uns gibt. Standart ist Broadway von Dow Agro. Wichtig ist hier wieder sauberes Anschlußfahren, keine unbehandelten Stellen auch am Vorgewende und Feldrand. Feldrandhygene...
Konsequenter Herbizideinsatz ohne Reduzierungen mit geeigneter Ausbringtechnik. Doppelflachstrahldüsen, Wassermenge, Härte, Zeitpunkt....
Bei enger GetreideFF kann das Stoppelmulchen sinnvoll sein.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Crazy Horse » Di Mär 26, 2013 7:56

Welfenprinz hat geschrieben:und für die flache Stoppelbearbeitung eine gebrauchte , alte Rollegge. :)


Zu ner gebrauchten älteren Spatenrollegge hab ich ihm letztes Jahr auch schon geraten. Die reicht eigentlich aus, um die Ungräser und das Ausfallgetreide zum Keimen zu bringen und das Stroh etwas zu zerknicken. Die alte Federzinkenegge wird ohnehin bloß rumhüpfen, und wenn er Pech hat, knallt ihm dabei auch noch der eine oder andere Zinken ab.

Bei seiner Maschinenausstattung würde ich gleich nach der Ernte mit seinem Lemken Achat mitteltief grubbern, die Schollen ein paar Stunden antrocknen lassen und den Boden dann mit der Kreiselegge fein machen, damit das Ausfallgetreide und die Ungräser keimen und auflaufen können.

Dann lässt er den Boden erst mal ruhen und spritzt den Aufwuchs zwei Wochen vor der Saat mit 3l eines billigen Glyphosats ab. Nach zehn Tagen, wenn alles schon richtig schön gelb ist, geht er dann noch mal mit seiner alten Federzinkenegge (Kultivator) durch und beginnt dann auch gleich mit der Aussaat, sobald der Boden etwas abgetrocknet ist.

Als relativ preiswerte Herbizidlösung kann ich Dir ne Kombination aus 2l Addition + 2l IPU empfehlen. Das deckt das Ungras- und Unkrautspektrum komplett ab (mit Ausnahme von Trespen, Quecken und Wurzelunkräutern) - anzuwenden ca. 2 Wochen nach der Saat, wenn sich die Ungräser und Unkräuter noch im Keimblattstadium befinden. IPU kann man im Weizen auch durch 20g Lexus ersetzen.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon Crazy Horse » Di Mär 26, 2013 8:39

zwiebe hat geschrieben:Ackerfuchsschwanz vermehrt sich durch Samen. Bodenbearbeitung bringt meiner Meinung nach wenig Erfolg.
Das wichtigste ist ein gut abgesetztes feines Saatbeet im Herbst und anwalzen. Die Ackerwalze ist die billigste ertragsseigernde Bearbeitung, auch auf Stoppelbearbeitung. WG Herbstbehandlung eventuell mit Nachbehandlung im Frühjahr. Am besten aber die WG aus der FF nehmen. Da es immer wieder Probleme mit Herbstbehandlungen bei uns gibt. Standart ist Broadway von Dow Agro. Wichtig ist hier wieder sauberes Anschlußfahren, keine unbehandelten Stellen auch am Vorgewende und Feldrand. Feldrandhygene...
Konsequenter Herbizideinsatz ohne Reduzierungen mit geeigneter Ausbringtechnik. Doppelflachstrahldüsen, Wassermenge, Härte, Zeitpunkt....
Bei enger GetreideFF kann das Stoppelmulchen sinnvoll sein.


Walzen sollte man im Herbst nur bei frühen Aussaatterminen unter trockenen Bedingungen, und natürlich auch auf durchlässigen, nicht zur Verschlämmung neigenden Böden, bzw. dann wenn der Boden nach dem Säen immer noch sehr grobschollig daliegt.
Auf den besseren Böden mit hohem Schluffanteil, auf erosionsgefährdeten Lagen und insb. bei Spätsaaten würde ich vom Anwalzen tunlichst abraten.

Broadway ist an sich kein schlechtes Mittel für die Frühjahrsbehandlung nach Spätsaaten bei moderatem Ungras- und Unkrautdruck, und mit 130g kommt man da auch nicht weit. Bei solchen Härtefällen, wie sie Forchhammer uns präsentiert hat, sollte man schon auf 220g (besser noch auf 250g) hochgehen, was dann auch alles andere als billig ist.
220g Broadway entspricht in seiner Wirkpotenz etwa 300g Atlantis WG bzw. 80g Attribut.

Das Mulchen der Stoppeln ist nie verkehrt, insb. wenn man nach einer Vorfrucht Weizen, Triticale oder Roggen (ohne Strohabfuhr) Raps anbauen will (Mulchsaat) und wenig Zeit für die Strohrotte zur Verfügung steht. Ich mulch auch nach der Ernte die Rapsstängel zwecks Sclerotiniaprophylaxe und Ausdrusch der noch unreifen Schoten. Unter dem feinen Mulchteppich keimt auch der Ausfallraps besser.
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Re: Der liebe Ackerfuchsschwanz

Beitragvon zwiebe » Mi Mär 27, 2013 5:53

Wenn ich das so sehe sind, sind das Jurauasläufer und dann kann man getrost im Herbst anwalzen.
Die Kluten machen Probleme mit verzettelten Auflaufen des AF und dadurch in der Wirkung.

Die Mittel Atlantis und Attribut haben wir herausgenommen, weil bei unseren geringen Niederschlagsmengen gibt es Probleme mit dem Abbau und dadurch mit dem Nachbau. Da wächst die Zwischenfrucht schlecht, der Raps ist sehr lückig und im schlimmsten fall hat man sogar Ertagseinbußen bei Zuckerrüben im nächsten Jahr.
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