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Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon 240236 » Sa Jun 06, 2026 8:18

Höffti, dann rechne mal vor (wenn er mit 2,5 Ernten bezahlt ist), was ein solcher Drescher für 2,5 Ernten oder 90ha kosten darf.

Ich habe ja nicht geschrieben, daß ich diese Investition für falsch halte.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon Höffti » Sa Jun 06, 2026 8:23

240236 hat geschrieben:Höffti, dann rechne mal vor (wenn er mit 2,5 Ernten bezahlt ist), was ein solcher Drescher für 2,5 Ernten oder 90ha kosten darf.

Ich habe ja nicht geschrieben, daß ich diese Investition für falsch halte.



Ich bin nach Deiner Aussage ja zu blöd, sowas auszurechnen.
Ich kann ihm nir zum Kauf raten und ich denke, er wird es nicht bereuen.
Er wird dadurch mehr Flexibilität in der Ernte haben. Saubere Arbeit und am Ende wird's sich entgegen aller Rechnerei sogar rechnen mit einer Maschine, die quasi nichts mehr an Wert verlieren kann.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon langholzbauer » Sa Jun 06, 2026 8:46

Und trotzdem kostet die Eigenmechanisierung, selbst mit so einem alten Schätzchen, auch Geld für Unterbringung und Betrieb sowie Zeit für Wartung, Reparatur und Einsatz.
Und schon könnt ihr Rechenkünstler bereits ohne Lohnansatz davon ausgehen, dass die Amortisation doppelt so lange dauert.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon 240236 » Sa Jun 06, 2026 9:00

Höffti hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Höffti, dann rechne mal vor (wenn er mit 2,5 Ernten bezahlt ist), was ein solcher Drescher für 2,5 Ernten oder 90ha kosten darf.

Ich habe ja nicht geschrieben, daß ich diese Investition für falsch halte.



Ich bin nach Deiner Aussage ja zu blöd, sowas auszurechnen.
Ich kann ihm nir zum Kauf raten und ich denke, er wird es nicht bereuen.
Er wird dadurch mehr Flexibilität in der Ernte haben. Saubere Arbeit und am Ende wird's sich entgegen aller Rechnerei sogar rechnen mit einer Maschine, die quasi nichts mehr an Wert verlieren kann.
Diese Gründe sprechen alle für einen eigenen Drescher. Wenn du mir schon privat schreibst, daß ich begriffstutzig bin mit meinen 10 000€, dann lege ich meine Rechnung offen. Ganz einfach. Dreschen kostet bei uns 165€/ha - 40€ Diesel/ha sind 125€ x 90ha sind ca. 11000€. Ein wenig Lohn, Fett und Ersatzteile, Unterbringung, usw. abgezogen (ich weiß, es ist sehr günstig gerechnet, Dann sind wir bei 10 000€.

Für dieses Geld bekommt man aber normalerweise keinen vernünftigen 2680
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon Höffti » Sa Jun 06, 2026 9:46

langholzbauer hat geschrieben:Und trotzdem kostet die Eigenmechanisierung, selbst mit so einem alten Schätzchen, auch Geld für Unterbringung und Betrieb sowie Zeit für Wartung, Reparatur und Einsatz.
Und schon könnt ihr Rechenkünstler bereits ohne Lohnansatz davon ausgehen, dass die Amortisation doppelt so lange dauert.


Selbst wenn die Kiste erst in fünf Jahren "amortisiert" ist, würde ich ihm dringend zum Kauf raten.

Ab dem sechsten Jahr bringt der dann richtig Cash in die Täsch. Und den Restwert behält der Drescher ja.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon swk1982 » Sa Jun 06, 2026 9:48

Ich überweise dem Kollegen jedes Jahr zwischen 5.500 und 6000€ fürs Dreschen, inkl Diesel. Das mit den 2,5 Ernten war eine ganz grobe Angabe, ohne den Diesel rauszurechnen. Der Verkäufer sagte als Verhandlungsbasis 14.000€, lässt aber mit sich reden, weil ich schon 3 Kleinigkeiten gesehen habe, die mir nicht ganz gefallen (die Lamellensiebe gehören zeitnah getauscht, ebenso der Häckslerriemen, und dazu ist am Auslaufrohr eine Stelle, über die ich vosichtshalber gleich mal ein Blech drüber schweissen würde)

Grund für den Kauf wäre weniger das Argument Kosten, sondern vor allem die eigene Flexibilität. Es kostet Nerven, wenn ich im Sommer bei bestem Wetter nicht ernten kann und auch keine Strohbergung machen kann, weil noch nichts gedroschen ist. Irgendwann sind alle Alibi- Tätigkeiten aufgebraucht, mit denen man sich ablenken kann. Es geht nur um meine eigenen Felder. Ich würde, wenn mich einer fragt, auch keine Aufträge in kleinem Umfang annehmen.

Der eigentliche Grund meiner Fragen, war der, ob so ein Drescher der 2000er Serie eine gute Investition ist, oder ob jemand mit der Serie auch schon wirklich schlechte Erfahrungen gemacht hat? Ich sehe es irgendwie als Vorteil, dass noch kaum Elektronik in diesen Modellen vorhanden ist. Mit Mechanik komme ich klar, aber von Elektronik habe ich keine Ahnung
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon 260er » Sa Jun 06, 2026 10:11

swk1982 hat geschrieben:Grund für den Kauf wäre weniger das Argument Kosten, sondern vor allem die eigene Flexibilität. Es kostet Nerven, wenn ich im Sommer bei bestem Wetter nicht ernten kann und auch keine Strohbergung machen kann, weil noch nichts gedroschen ist. Irgendwann sind alle Alibi- Tätigkeiten aufgebraucht, mit denen man sich ablenken kann. Es geht nur um meine eigenen Felder. Ich würde, wenn mich einer fragt, auch keine Aufträge in kleinem Umfang annehmen.


Kommen bei euch die Lohner wirklich so unzuverlässig?
Dass das Getreide bis nach dem Regen stehen bleibt sollte ja eigentlich eine seltene Ausnahme sein, wenn mal eine Maschine ausfällt oder das Wetter früher umschlägt. Wenn das bei euch öfter vorkommt, ist das ja nochmal ein Grund, der für die Eigenmechanisierung.

Zum Thema Probleme beim Abtransport: Bei kleinen Betrieben werden in der gleichen Ecke schonmal abwechselnd die Flächen von verschiedenen Landwirten gedroschen, so bleibt jedem mehr Zeit zum Abtransport.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon langholzbauer » Sa Jun 06, 2026 10:19

Die Entscheidung scheint schon gefallen zu sein.
Viel Glück wünsche ich damit.
Und es ist ja der Einstieg mit wenig Risiko.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon Hans Söllner » Sa Jun 06, 2026 10:41

Eigentlich wollte ich schon vor 4-Tagen antworten: Kauf das Ding :wink:
Was mit seitdem so aufgefallen ist in der Diskussion:
- alte Mähdrescher sind scheinbar jeden Tag nur kaputt
- der Mähdrescher vom Lohner geht nie kaputt
- der Lohner kommt immer pünktlich wie man es gerade braucht
- auch in den nassen Jahren, wo der Lohner normalerweise nicht weis wohin zuerst, ist man immer der erste Kunde. Den Auswuchs dreschen nur die Anderen
- der eigene Mähdrescher muss stundenlang (täglich versteht sich!) gewartet werden, dass man selber kaum noch Zeit hat was anderes zu tun
- der eigene Mähdrescher ist zu teuer, nimmt das ganze Jahr nur Platz weg. Am Hof befindliche, zuviel vorhandene Traktoren ohne genügend Auslastung sind dagegen wieder was ganz anderes. Da heißt es dann häufig, besser haben als brauchen.

Wir haben einen Claas Riemenwunder Dominator 38S von 1987, 75PS, 2,70m Schneidwerk, ohne Kabine. Wird also auch bald 40. Derzeit sind wir bei gut 50ha Getreidebau. Um es mal so zu sagen, ohne eigenen Mähdrescher könnten wir uns das eigentlich nicht vorstellen. Man bekommt es von Kollegen in den nassen Jahren regelmäßig mit wie da die Nerven blank liegen, weil der Lohner schon am rotieren ist und dessen Mähdrescher dann auch mal streikt. Kommt er dann endlich zum Auswuchs dreschen, kommt mit der Abfuhr kaum einer nach, weil auch hier gibts schon welche die meinen, man bräuchte 7,5 oder 9m Schneidwerk und 10.000l Korntank, mehr wie die alten Kipper. Erstmal müssen die mit ihrer Überbreite aber noch zum Feld finden n8 Aber so ist das eben mit dem Größenwahn. Wenn der Lohner dann da ist, wird am liebsten das feuchte Zeug auch mit gedroschen, weil man ist ja jetzt sowiso da und morgen oder übermorgen ist man ja wo anders und die An- und Abfahrt kostet ja auch Geld. Das ganze Drama sparen wir uns, die eigene Getreidelogistik ist auf Großmähdrescher auch nicht ausgelegt. Reparaturen waren bisher auch nur Kleinigkeiten. Es kommt auch vor dass man mal 2 Ernten ganz ohne Störung bewältigt. Die Wartung hält sich in Grenzen, macht man meistens beim Tanken. Bei uns im Mittelgebirge hast auch durch die unterschiedliche Höhenlage nicht soviel reife Flächen auf einmal. Da drischt man eben mal 2 Flächen und die dritte braucht noch einen Tag länger.

Wenn die alten Mähdrescher exportiert werden nach Afrika und Co., dann leisten die noch ganz andere Hektarzahlen als hierzulande. Da sind die Stundenzähler weit im 4-stelligen Bereich.
Falls der eigene Drescher doch nix ist, kann man ihn ja jederzeit wieder verkaufen ohne groß Wertverlust.
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon frafra » Sa Jun 06, 2026 11:02

seh es als experiment mit wenig risiko



ich bin hier verwöhnt mit viel zu vielen lohndreschern ,kann es mir nie schönrechnen wie solche kisten geld verdienen mit den wenigen flächen !
es gibt immer was zu tun , jabajaja........
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon Höffti » Sa Jun 06, 2026 11:13

Ja, kauf Dir den Drescher, hab Freude damit und lass es Dir nicht schlecht rechnen von den Rechenprofis!
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon langer711 » Sa Jun 06, 2026 11:25

260er hat geschrieben:(…)

Zum Thema Probleme beim Abtransport: Bei kleinen Betrieben werden in der gleichen Ecke schonmal abwechselnd die Flächen von verschiedenen Landwirten gedroschen, so bleibt jedem mehr Zeit zum Abtransport.


Einspruch
Auf diese Weise kriegt zwar jeder was vom Halm, aber insgesamt wird durch mehr Leerfahrten weniger geerntet.

Effizienter ist es, wenn man sich morgens auf die Flächen konzentriert, die am ehesten trocken sind.
Mittags wird sich auf Risiko-Bestände konzebtriert (Auswuchs, Lager).
Zum Abend dann die Flächen, die zwar reif sind, aber auch noch mal nass werden dürfen, ohne großes Risiko.

Es wird so oder so nicht alles auf einmal geschafft.
Also setzt man Prioritäten.
Leerfahrten bringen dabei garnix.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon Nick » Sa Jun 06, 2026 11:28

Vielleicht stehen dann ja weniger Leerfahrten an wenn er gleich am nächsten Acker des anderen Betriebes weitermachen kann anstatt erst sämtliche Flächen eines Betriebes in der Gemarkung zusammenzusuchen.
mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon langer711 » Sa Jun 06, 2026 11:43

Das sowieso

Aber die Verluste bei halb vollen Kippern waren gemeint.
Das kann soweit gehen, das erst diskutiert wird
„Dann fahr doch noch ein Mal dran runter, dann ist mein Kipper voll“
DAS kostet unterm Strich richtig viel Schlagkraft
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Re: Deutz Fahr Mähdrescher 2680

Beitragvon 260er » Sa Jun 06, 2026 11:57

Nick hat geschrieben:Vielleicht stehen dann ja weniger Leerfahrten an wenn er gleich am nächsten Acker des anderen Betriebes weitermachen kann anstatt erst sämtliche Flächen eines Betriebes in der Gemarkung zusammenzusuchen.
mfg


Genauso war das gemeint 8)
Wenn die Leute und Kommunikation passen und das über viele Jahre mit dem gleichen Stammdrescherfahren praktiziert wird, funktioniert das sehr gut.
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