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Die Bauern melken sich arm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Eicher1950 » Do Apr 19, 2018 15:43

Rohana hat geschrieben:Subventionen bekommen bloss nicht nur die Landwirte, sondern andere (Betriebe, Institutionen, Industrie) auch, sei es nun direkt über Zuschüsse und Geldleistungen oder indirekt über "Erleichterungen" .Davon profitiert der Steuerzahler wieder, wenn er deren Produkte und Leistungen kauft. Ist ja nicht so dass der liebe Steuerzahler von Luft und Liebe lebt.



Ging es jetzt hier um Landwirte oder andere Betriebe,Institutionen und Industrie ? Ich meine es ging um Landwirte, die günstige Lebensmittel produzieren. Und das tun sie eben nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil sie von ihrem tun ihren Lebensunterhalt finanzieren. Ich und wahrscheinlich auch kein anderer hat wohl schon mal berechnet, ob es für den Steuerzahler günstiger wäre Lebensmittel zu subventionieren (in Form von Steuern) oder sie zu realen Preisen kaufen zu müssen. Beim letzteren Fall würde weniger konsumiert...das ist dann wieder schlecht für die Wirtschaft. Wenn Handys plötzlich das 10 Fache kosten, kauft man sich auch nicht jedes Jahr ein neues.....


Die Landwirtschaft wird jedenfalls nicht verschwinden, sie wird sich verändern und das hat sie schon immer getan. Wie dem auch sei, die, die anfangen unternemerisch zu denken und zu handeln werden auch in Zukunft noch weiter wirtschaften, egal ob nun 20 oder 200 ha hinterm Hof. Alle anderen werden aufhören (müssen)...selbiges würde geschehen wenn der Geldhahn plötzlich abgedreht ist...Ich habe selber lange genug davon profitiert..aber jammern und nörgeln über irgendwelche Verordnungen und Gesetze, UND Geld annehmen funktioniert eben nicht. Und ob und wie lange noch gefördert wird weiß auch keiner.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » Do Apr 19, 2018 21:02

Die Landwirtschaft kann sich nicht mehr sehr viel ändern. Bei der Arbeitsleistung und den Naturalerträgen sind wir schon sehr nahe an der theoretischen Grenze
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Eicher1950 » Fr Apr 20, 2018 7:45

Ich dachte dabei auch eher an Anzahl und Größe der Betriebe.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Fr Apr 20, 2018 9:38

Eicher1950 hat geschrieben:Die Landwirtschaft wird jedenfalls nicht verschwinden, sie wird sich verändern und das hat sie schon immer getan.


Es ist halt nur die Frage wie und wohin? Es wird immer gesagt Geschichte wiederholt sich nicht. Trotzdem ist es gut einen Blick auf abgelaufene Entwicklungen zu haben. Nimm nur einmal die (landwirtschaftliche) Entwicklung des britischen Empire. Als dieses richtig zu brummen begann und riesige Ländereien in den Kolonien ausgebeutet wurden, hatte die Landwirtschaft auf der Insel (wirtschaftlich) ausgespielt. Riesige Ländereien wurden, teilweise bis heute, extensiv genutzt oder dienten der Zerstreuung der gehobenen Schichten. Auf jeden Fall hatte die Versorgung mit Nahrungsmitteln keine Bedeutung mehr.

Wer sagt denn, dass wir nicht am Anfang einer solchen Entwicklung stehen. Im Osten und im Süden gibt es riesige landwirtschaftliche Gebiet, die klimatisch klar im Vorteil sind, aber nicht entsprechend bewirtschaftet werden.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » Fr Apr 20, 2018 9:52

Eicher1950 hat geschrieben:Ich dachte dabei auch eher an Anzahl und Größe der Betriebe.


Das ist gerade so ein Spielchen von Bauernverband und Offizialberatung, weil die Angst haben dass nix mehr zu fressen da ist.
Die vergessen aber dass die aufnehmenden Betriebe jetzt schon Probleme mit der Finanzierung haben, weil auch die vernünftige Preise brauchen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Eicher1950 » Fr Apr 20, 2018 12:43

CarpeDiem hat geschrieben:
Es ist halt nur die Frage wie und wohin?.



Ich glaube nicht, dass es dafür eine pauschale Antwort gibt. "Wachsen oder weichen" hört man ja immer wieder...macht aber bei vielen keinen Sinn. Wachsen kostet nämlich..wenn ich mir manche Pächter anschaue... n8.

Deshalb schrieb ich ja, dass nur die "Unternehmer" überleben werden. Wenn ich an meine Anfangszeit denke...Schlachtvieh ging zum Metzger die Straße hoch, gehandelt wurde in der Wirtschaft und wenn die Woche einen Bullen verkauft hast,hast das Geschäft der Woche gemacht. Die Milch wurde an die Straße gestellt und wenn der Milchkutscher zu spät kam war sie sauer...hat man Abends halt nochmal gemolken.


Heute sitzt man mindestens die Hälfte der Zeit an Telefon und PC um überhaupt etwas zu verkaufen..Und wenn's nicht gleich ein ganzer LKW voll Bullen ist, kannst den Stall eigentlich auch zu lassen...
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon marius » Fr Apr 20, 2018 16:54

Ich hab das schonmal geschrieben. Der Otto normal Landwirt hat eigentlich ausgedient. Hier in der Gegend sind die Zukunftsbetriebe, die sich am Pachtmarkt durchsetzen, eigentlich alles Erbschaftsbetriebe, die auch bereit waren diese Erbschaften in den Betrieb zu stecken.
Gibt hier mehrere Höfe da wurden die letzten Jahrzehnte 3 oder 4 geerbte landw. Höfe zusammengewürfelt.
Oder Bauland, Kiesgrube, Gewerbeverkauf was ebenfalls ( auch aus steuerlichen Gründen ) wieder im Betrieb investiert wurde z,b in Flächenkauf.
Die haben einen enormen wirtschaftlichen Vorteil, den ein anderer Betrieb ohne diese großen Erbschafften nie mehr aufholen kann, bzw dieser nicht mithalten kann, denn dem Verpächter ist egal woher das Geld des Pächters stammt.

Der normale Betrieb mit geringer Flächenausstattung hat somit eigentlich keine Chance.
Nicht nur wegen Millionen an Investitonen die ein Zukunftsbetrieb stemmen muss sondern er muss auch, wie gesagt, am Pachtmarkt mithalten können.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » Fr Apr 20, 2018 17:26

Marius auch du warst irgendwann mal ein Zukunftsbetrieb.... und ?
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon bauer hans » Di Apr 24, 2018 18:33

marius hat geschrieben:
Der normale Betrieb mit geringer Flächenausstattung hat somit eigentlich keine Chance.

jeder betrieb hat ne chance,wenn er seine nische findet und keine angst vor arbeit hat.
hängt natürlich auch daran,was der jeweilige betriebsleiter im kopf hat und wie ers hinkriegt,seine familie zu motivieren.
investitionen in ackerland,viehhaltung oder maschinen sind jedenfalls nicht zielführend.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » Di Apr 24, 2018 19:13

Nach eurer Theorie dürfte es ALDI gar nicht geben
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Paule1 » Sa Jun 12, 2021 23:23

Die Bauern melken sich "Arm" oder "Krank" sagte mir ein Dipl. Agrarier vor Jahren und ich kommen immer mehr zu der Überzeugung wie Recht der hatte :idea:

Ausnahmen bestätigen jedoch immer die Regel :klug: doch früher oder später ist jeder Bertieb dort angekommen :idea: wenn ich an unser Dorf zurückdenke wer da alles Milchkühe hatte als wir jung und motiviert waren, keiner davon ist noch da, welcher Kühe melkt und die Flächestarken Betrieb haben meisten zuerst aufgehört :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon mau 67 » Di Jun 22, 2021 11:05

Wieviele Kühe hast du gehabt?
Laufstall,Hektar
Jetzt Ackerbau?

Mau ,Scheidung,meine Frau wollte mir bei der Arbeit zusehen
66ha Eigenland,Laufstall
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » Di Jun 22, 2021 12:05

Paule1 hat geschrieben:und die Flächestarken Betrieb haben meisten zuerst aufgehört :idea:

Logisch, da kann man auch von der Pacht und bisschen Arbeit nebenbei gut und gerne leben.
Das Phänomen ist auch im südoldenburgischen Raum verbreitet.
Da haben die Betriebe mit wenig Land nach und nach ihre Ställe gebaut und auf den Flächen sehr intensiv gewirtschaftet. Größere Betriebe, nach damaligen Verhältnissen so ab 20ha haben lieber teuer verpachtet und sind arbeiten gegangen.
Wenig Fläche, Ställe fremdfinanziert, da haben die guten Veredler eine ordentliche Eigenkapitalrendite. Wenn‘s läuft :mrgreen:
Bild
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Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon julius » Di Jun 22, 2021 12:39

Paule hat das mal beschrieben da sein Sohn bei einer Abbruchfirma arbeitet wie er sagt und die brechen viele Bauerhöfe ab :
Auf die Landwirte kommen noch hohe Kosten zu nämlich dann wenn der Hofnachfolger nicht weiter macht und das gebaute der letzten 50 Jahre rückgebaut werden muss. Da kostet jeder m³.
Da werden bei manch einem nach der Aufgabe dann die gesamten Ersparnisse drauf gehen.
Der der vor 50 Jahren alles verpachtet hat wie Meyenburg geschrieben, spart sich diesen teuren Kostenblock.
Bei Biogas ist es das selbe wenn das auslaufen sollte.
PV auch, da haben manche dann noch ihre Dächer ruiniert da sie Dachplatten ausgeflext haben, kommt das PV dann runter muss bei manchem das Dach neu gedeckt werden. Und ich kenn nun schon einige die haben nach 10 oder 15 Jahren alle PV Module wechseln müssen weil die nicht mehr dicht waren und es kam Feuchtigkeit rein mit Fehlermeldung.
julius
 
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Englberger » Di Jun 22, 2021 16:46

julius hat geschrieben: Und ich kenn nun schon einige die haben nach 10 oder 15 Jahren alle PV Module wechseln müssen weil die nicht mehr dicht waren und es kam Feuchtigkeit rein mit Fehlermeldung.

Hallo,
da bin ich grad an einem Deal dran; Scheuten Module hatten hier zeitweise keine Einspeiseerlaubnis mehr weil einige Kästchen gebrannt haben.
Wurden dann in grossem Stil ausgewechselt. Jetzt hat mir ausm nächsten Ort einer grosse Mengen für 5 Euro/Stück angeboten. Hat einen Lkw nach Polen verkauft. Aber seit ich die Dinger will sind die Jungs nicht mehr zu erreichen.
Könnte ja sein dass der German da ein gutes Geschäft macht und dem seis nicht vergönnt.
So isch es halt in der Landwirtschaft.
Gruss Christian
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