Turbomäster hat geschrieben:Diese Bahngeschichte erinnert mich immer an die Milchwirtschaft DBV/BDM --- GdL/Transnet. Fragt sich nur wer von den Bauern die GdL ist.
Das Ergebnis ist das gleiche. Der Bürger hat bei der Vielstimmigkeit kein klares Bild mehr. Schröder nannte das mal "Kakophonie"
Ich denke nicht, dass man DBV und BDM mit den DGB-Gewerkschaften vergleichen kann, die Sachzwänge sind ganz andere.
Unternehmer und Arbeiter sitzen im eigentlich gleichen Boot, es ist ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis, keiner kann ohne den anderen Geld verdienen.
Es gibt durchaus Unternehmen, in denen das beide Seiten begreifen und dort können dann die DGB-Gewerkschaften in aller Regel nicht landen. Nur, die kommen nicht ins Fernsehen. Dafür wird laufend über den „heldenhaften (Schau)Kampf“ der DGB-Gewerkschaften gegen irgendeinen vermeintlich ganz besonders bösen Arbeitgeber berichtet. Da war Schlecker kein Einzelfall. Wenn der DGB wirklich nicht wollte, dass nach Zeittarif gezahlt wird, er könnte es jederzeit ändern.
Einfach heute noch sämtliche Zeittarife kündigen und keine neuen abschließen. Dann hätten ab sofort alle Zeitarbeiter Anspruch auf volle Bezahlung.
Er macht es nicht. Statt dessen wird immer mal ein Unternehmen für besonders böse erklärt und ein Schmierentheater drum rum inszeniert. Die Medien jubeln dann über diese „glanzvolle Aufführung“ und verschweigen den traurigen Hintergrund.
Dieses unglaubliche Ausmaß an verlogener Boshaftigkeit kann ich weder beim DBV noch beim BDM erkennen. Vielleicht der AbL, wenn der mehr Macht hätte, der hat das Zeug dazu. Unter dieser Macht würden auch die Bauern am ärgsten leiden.
