tyr hat geschrieben:Nicht der Verbraucher...sind denn die Marktmechanismen so schwer zu begreifen?
Es ist der HANDEL, der letztlich festlegt, was, wie viel, zu welchem Preis, zu welchen Bedingungen hergestellt wird. Das kann er allein auf Grund der Macht seiner Nachfrage.
Und der Handel richtet sich nicht nach dem was er verkauft und was in der Auslage liegen bleibt?
Und andersrum ist es nicht anders..........80Mio "Verbraucher", haben im großen und ganzen die Wahl zwischen den Produkten von FÜNF Anbietern.... soweit den Mechanismus verstanden? Die Masse der Verbraucher können gar nicht sagen, dann hol ich mir mein Futter aus dem Premiumbereich, selbst wenn sie alle die Kohle dafür hätten.......
Das mag vielleicht im Osten so sein, hier gibt es in jeder Kreisstadt und auch in vielen Stadtteilen in Hamburg noch den klassischen Markt.
Dort ist alles vertreten vom konvi Gemüsebauern, traditionellen Kleinschlachtern bis zum Biomarktstand.
Ausverkauft ist dort selten ein Marktstand, da ist noch viel Luft nach oben.
Die Freizeitgesellschaft hat darauf nur sehr wenig Lust, kostet das doch mehr Zeit und ist nicht so schön klimatisiert wie ein Supermarkt.
Auch hier wäre ein Ansatzpunkt für eine echte Diskussion mit den Gegnern der Landwirtschaft................leider begreifen scheinbar die wenigsten die Zusammenhänge, statt dessen wird sich gegenseitig in Hetze überboten....ob das, gerade für das Bild der Landwirtschaft zielführend ist, bezweifel ich stark...
Vielleicht sollte sich der Ton in der Diskussion verschärfen, denn die ruhige sachliche Richtigstellung/Verteidigung scheint selten gehört zu werden.
Die unsachliche, lautstarke Kritik an der Landwirtschaft wird ja auch bei jedem Thema lauter, wird da irgendwo noch abgewogen in wie fern dieses oder jenes überhaupt großartig von Belang ist? Nein.
Es denkt auch niemand darüber nach was diese Hetze gegen die Landwirtschaft dauerhaft bewirkt. Immer weniger junge Menschen werden sich für die Hofnachfolge interessieren, ein Stallneubau um den Betrieb zukunftsfähig zu halten ist doch kaum noch ohne BI möglich. Toller Einstieg, wenn man direkt das halbe Dorf gegen sich hat.
Da scheint es doch sinnvoller den Hof zu verkloppen und das Geld in eine Agrarholding zu investieren, die ist "anonym", da macht man sich mit einem Invest keine direkten Feinde.
