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Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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62 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Botaniker » Fr Okt 08, 2021 7:38

egnaz hat geschrieben:Das ist doch Unsinn. Sicher werden die Maßnahmen so angepasst werden, dass die Gesamtsumme wieder passt. Aber ich habe es ja vorgerechnet: Entscheidend sind die Festkosten und je nach Maßnahme variablen Kosten, die von den Prämien für die Ökoregelungen erst einmal abgezogen werden müssen, da bleibt wenig einkommenswirksam über.
Einzig die 100€/ha für Pflanzenschutzverzicht sind für Bios 100% einkommenswirksam.


Kann ich mir nicht vorstellen, dass Biobetriebe diese 100€ bekommen. Ich gehe davon aus, dass Biolandwirtschaft weiter über die 2. Säule gefördert wird, dann wären die 100€ aus den Eco Schemes eine Doppelförderung, die zumindest bisher nicht erlaubt war.
Würde auch zB. bedeuten, dass es es die 30€ für die vielfältige Fruchtfolge auch zusätzlich zu den 110€ aus der 2. Säule gibt, was das wieder interessant machen könnte.
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon egnaz » Fr Okt 08, 2021 7:48

Die 2.Säule ist doch Ländersache. Ich kann mir vorstellen das da die Prämien dann so angepasst werden, dass alle an den Ökoreglungen mitmachen können. Hier in Nds konnten schon keine 5jährigen Umweltmaßnahmen mehr abgeschlossen werden, da es mit der Gap ab 2023 Änderungen geben wird.
Gruß Eckhard
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon DWEWT » Fr Okt 08, 2021 7:55

egnaz hat geschrieben:Einzig die 100€/ha für Pflanzenschutzverzicht sind für Bios 100% einkommenswirksam.


In Österreich und Frankreich mag das demnächst relevant sein. In D. allerdings nicht. Alles was schon über andere Maßnahmen abgedeckt ist, kann nicht noch einmal in Anspruch genommen werden. Bio steht schon immer für Verzicht auf chem.synth.PSM. Deshalb gibt es dafür auch zukünftig für Bios keine Förderung. Genauso eine evtl. Weideprämie für Wiederkäuer. Weidehaltung ist schon immer Vorgabe im Ökolandbau gewesen. Deshalb wird es dafür für Bios auch keine Kohle geben können. Ob überhaupt Maßnahmen aus dem Eco Schemes-Katalog mit der zukünftigen Öko-Förderung kombiniert werden können, wird noch entschieden werden müssen. Da die Öko-Förderung, aufgrund der Co.-Finanzierung durch die Bundesländer (bisher noch), Ländersache ist, könnte es da zukünftig einen Flickenteppich in D. geben. In Frankreich und Österreich, wenn dort die jetzige Regierung überlebt, soll die Ökoförderung ab 2023 komplett eingestellt weren. Dann haben auch die Ökos die Möglichkeit, sich aus dem Eco-Schemes-Katalog zu bedienen.
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon egnaz » Fr Okt 08, 2021 8:22

DWEWT hat geschrieben:
egnaz hat geschrieben:Einzig die 100€/ha für Pflanzenschutzverzicht sind für Bios 100% einkommenswirksam.


In Österreich und Frankreich mag das demnächst relevant sein. In D. allerdings nicht. Alles was schon über andere Maßnahmen abgedeckt ist, kann nicht noch einmal in Anspruch genommen werden. Bio steht schon immer für Verzicht auf chem.synth.PSM. Deshalb gibt es dafür auch zukünftig für Bios keine Förderung. Genauso eine evtl. Weideprämie für Wiederkäuer. Weidehaltung ist schon immer Vorgabe im Ökolandbau gewesen. Deshalb wird es dafür für Bios auch keine Kohle geben können. Ob überhaupt Maßnahmen aus dem Eco Schemes-Katalog mit der zukünftigen Öko-Förderung kombiniert werden können, wird noch entschieden werden müssen. Da die Öko-Förderung, aufgrund der Co.-Finanzierung durch die Bundesländer (bisher noch), Ländersache ist, könnte es da zukünftig einen Flickenteppich in D. geben. In Frankreich und Österreich, wenn dort die jetzige Regierung überlebt, soll die Ökoförderung ab 2023 komplett eingestellt weren. Dann haben auch die Ökos die Möglichkeit, sich aus dem Eco-Schemes-Katalog zu bedienen.

Wie die 2.Säule unter der neuen Gap verteilt wird ist doch auch noch offen. Wenn wirklich der Bioanbau so stark zunimmt wie gewünscht, würde der Großteil der Gelder durch die Bioprämie blockiert und für die Naturschutzfuzzis bleibt wenig übrig. Daher denke ich, dass die Bios auch zukünftig an den Ökoregelungen teilnehmen können, dafür aber die Bioprämien aus der 2.Säule angepasst werden.
Gruß Eckhard
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Manfred » Fr Okt 08, 2021 10:08

Wissen tun wir eigentlich noch nix, außer dass es komplizierter und teurer wird und kein dringend nötiger Inflationsausgleich erfolgt.
Das Paket ist noch nicht ausverhandelt und erst danach können die Länder daran basteln, wie sie die 2. Säule anpassen.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Südheidjer » Fr Okt 08, 2021 15:37

Wenn ich den bereits verlinkten Artikel bei agrarheute richtig verstehe, dann sind Bio-Betriebe von den 100,- Euro Prämie bei Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz ausgenommen.

agrarheute hat geschrieben: Wie die Umstellung auf den Öko-Landbau versteckt gefördert wird

Wenig attraktiv erscheint die Prämie von 100 Euro je Hektar für den Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz. Prof. Friedrich Kerkhof, der die Studie der FH Soest zu den Anpassungskosten von Eco-Schemes geleitet hat, sieht den Betrag als zu niedrig an, um wirklich einen Anreiz für konventionell wirtschaftende Betriebe darzustellen. Biobetriebe sind von diesem Angebot aber ausgeschlossen.


Quelle: https://www.agrarheute.com/politik/oeko-regelungen-so-viel-geld-gibt-pro-hektar-586034
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Isarland » Fr Okt 08, 2021 16:24

Südheidjer hat geschrieben:Wenn ich den bereits verlinkten Artikel bei agrarheute richtig verstehe, dann sind Bio-Betriebe von den 100,- Euro Prämie bei Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz ausgenommen.

agrarheute hat geschrieben: Wie die Umstellung auf den Öko-Landbau versteckt gefördert wird

Wenig attraktiv erscheint die Prämie von 100 Euro je Hektar für den Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz. Prof. Friedrich Kerkhof, der die Studie der FH Soest zu den Anpassungskosten von Eco-Schemes geleitet hat, sieht den Betrag als zu niedrig an, um wirklich einen Anreiz für konventionell wirtschaftende Betriebe darzustellen. Biobetriebe sind von diesem Angebot aber ausgeschlossen.


Quelle: https://www.agrarheute.com/politik/oeko-regelungen-so-viel-geld-gibt-pro-hektar-586034

Ist doch logisch.....wer von Gesetzes wegen was verboten bekommt, der bekommt doch für das Verbotene keine "Entschädigung".
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Fassi » Fr Okt 08, 2021 16:38

Eben, ist doch genau wie dem ganzen AUM. Das sind freiwillige Verzichte. Wenn die Maßnahmen erfüllt werden aber die Freiwilligkeit nicht gegeben ist (zB Naturschutzgebiet), dann gibt es auch nix dafür. Wird dort dann ähnlich laufen.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon CarpeDiem » Fr Okt 08, 2021 18:24

Eines weiss man aber mit Sicherheit jetzt schon, mit Öko Schemes ist für die Landleute nix zu verdienen. Dreist wurde natürlich die ganze Zeit das Gegenteil behauptet. Fakt ist die bisherige Flächenprämie wurde ziemlich exakt halbiert!
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Südheidjer » Fr Okt 08, 2021 18:36

Für mich als Laien sind 30,- Euro/ha für vielfältige Fruchtfolge ein Witz (oder interpretiere ich da was falsch). Wo ist da der Anreiz? Dabei halte ich eine breiter aufgestellte Fruchtfolge in vielen Betrieben für erstrebenswert, aber wie soll sich das rechnen?
"Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz": Muß man sich dafür beispielsweise für eine Ackerfläche im voraus zu verpflichten, oder kriegt man die Prämie, wenn man rückblickend auf chem. Pflanzenschutz verzichten konnte? Im ersten Fall, bei einer Verpflichtung im voraus, wäre das doch irre.

Und sehr bürokratisch sieht das für mich auch aus mit diesen ganzen 1 Prozentpunkt, 2. und 3. Prozentpunkt etc.
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon Fassi » Fr Okt 08, 2021 18:44

Südheidjer hat geschrieben:"Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz": Muß man sich dafür beispielsweise für eine Ackerfläche im voraus zu verpflichten, oder kriegt man die Prämie, wenn man rückblickend auf chem. Pflanzenschutz verzichten konnte? Im ersten Fall, bei einer Verpflichtung im voraus, wäre das doch irre.


Steht doch im Artikel, nicht nur eine Fläche sondern der ganze Betrieb muss ohne chem. Pflanzenschutz bewirtschaftet werden. Selbstverständlich im Voraus beantragt. Und sehr wahrscheinlich ist, dass dann Betriebe, wo auch nur eine Fläche auf Grund anderer Bedingungen schon nicht mehr mit chem. Pflanzenschutz behandelt werden darf, komplett rausfallen.

Gruß
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon 4911 » Fr Okt 08, 2021 19:23

CarpeDiem hat geschrieben:Eines weiss man aber mit Sicherheit jetzt schon, mit Öko Schemes ist für die Landleute nix zu verdienen. Dreist wurde natürlich die ganze Zeit das Gegenteil behauptet. Fakt ist die bisherige Flächenprämie wurde ziemlich exakt halbiert!



Es gab halt wichtigere Dinge zu finanzieren, z. Bsp. den Afghanistan-Einsatz mit über 17 Milliarden. Das lohnt scheinbar mehr, als den deutschen Bauern zu unterstützen.
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon T5060 » Sa Okt 09, 2021 10:22

Die Prämienkürzung und die Mehrwertsteueranpassung macht etwa 4 - 5 Cent je kg verkaufter Milch,
dem stehen Kostensteigerungen in gleicher Höhe gegenüber, macht rd. 10 Cent / kg Milch Gewinnreduzierung.

Also wer die Option hat das Melken einzustellen, wird die unter den Voraussetzungen auch ziehen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon rottweilerfan » Sa Okt 09, 2021 17:54

die können mich mal,für die paar kröten geh ich keine verpflichtung mehr ein .wenn der dünger nicht mehr bezahlbar und der psm schrank leer ist geb ich ab oder schmeiß das handtuch und wehe es traut sich einer :x
Deutschland,ein Paradies für Schmarotzer und Taugenichtse...
" Der Rottweiler ",in seiner Familie gutmütig,treu und ergeben...
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Re: Eco-Schemes, so soll entschädigt weren

Beitragvon DWEWT » So Okt 10, 2021 19:47

Ich habe mir jetzt, aufgrund der mir vorliegenden etwas genaueren Informationen, mal ausgerechnet wohin die Reise für meinen Betrieb zukünftig geht. Bis incl. 2022 bleibt alles beim Alten. Dann sinkt die Prämie von 158€ in 2023 auf 148€ in 2026. Gleichzeitig steigen die Prämien für die ersten Hektare um ca. 100% an. Kompartibel für einen Ökobetrieb sind wohl die Prämien beim Altgras. Dazu kommen dann ab 2023 wahrscheinlich Mutterkuhprämien aber nur für max. 50 Kühe. Es soll dann ca. 75€/Kuh geben. Mit diesen Kombinationen kann ich den Verlust bei der bisherigen Prämie auf ca. 65€/ha begrenzen. Ich würde dann ca. 190€/ha bekommen. Zunächst bis 2026!
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