Hobbit-Hunter hat geschrieben: Futter auf umweltgerechte Art hergestellt wurde.
Du als Bio darfst doch nicht mal wissen, wie Futter "umeweltgerecht" hergestellt wird....
Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 11:45
Hobbit-Hunter hat geschrieben: Futter auf umweltgerechte Art hergestellt wurde.
Jupp1303 hat geschrieben:Im Extremfall kann das und die anscheinend sehr engen Normen - und das werden wir auch so sagen - dazu führen, dass Erzeugnisse gar nicht geerntet werden. Oder anderweitig verarbeitet werden. Auch dazu suchen wir Interviewpartner.
Nun wo ist der Unterschied, ob ich gewachsene Früchte nicht ernte oder die Ernte vernichte zu dem Umstand, dass der Landwirt aufgrund esoterischem oder medialem Zwang ( sogen. BIO Anbau ) das Leistungspotential seines Standorts ( Boden und Klima ) nicht ausschöpft und dadurch geringere Erträge in Kauf nimmt, um diese dann teuer für begüterte soziale Schichten zugänglich macht ?
Kaninchen hat geschrieben:Ich finde es schon sehr schade, dass Christians Initiative hier nicht besser genutzt wird.
Hobbit-Hunter hat geschrieben:Ihr könntet den Leuten mal klar machen, das artgerechte Tierhaltung viel Geld kostet.
Das man eben nicht z.B. 5 marinierte Hänchenkeulen für 1€ bekommen kann, wenn die Tiere vernünftig gehalten und das Futter auf umweltgerechte Art hergestellt wurde.
Cairon hat geschrieben:
Sehr geehrter Herr Bock,
auch wenn Sie für die hier kritisierten Beiträge nicht persönlich die Verantwortung tragen, so stellen Sie ihre Arbeit doch mit ihnen in eine Reihe. Ich kenne einige Betriebe, die bereit waren sich zu öffnen und es später bitter bereut haben. Während des Interviews und der Aufnahmen war alles freundlich und höflich, als dann die Beiträge liefen sah die Welt ganz anders aus. Umgeschnitten, bedrohliche Musik, Skandalfernsehen.... Bei einem Betrieb war der Beitrag ok, 2 Jahre später hat jemand die Bilder aus dem Archiv hervor gekramt und der Landwirt fand sich plötzlich in einem ganz anderen Bericht wieder und wurde in ein schlechtes Licht gestellt. Verbände und Institutionen raten inzwischen von einer Zusammenarbeit mit den Medien ohne Rechtsbeistand und Unterstützung durch die Verbände ab.
Jochens Bruder hat geschrieben:
Das sehe ich völlig anders, und zwar aus eigener Erfahrung. In den letzten 35 Jahren hatte ich über 100 Interviews, Radio- und TV Einladungen wegen des Buddelschiff-Geschäftes. Anfangs habe ich mich maßlos darüber aufgeregt wenn der Beitrag am Ende dann nicht so ausgefallen war wie ich das erwartet hatte. Irgendwann ist dann aber die Erkenntnis gereift dass die Journalisten nicht meine Hofberichterstatter sind sondern das produzieren müssen was Auflage / Quote bringt. Ausserdem steht im GG etwas über Pressefreiheit.
Da Verlage und Sender über eigene Rechtsabteilungen verfügen kommt es nur sehr selten zu juristisch relevanten Beanstandungen. Die von dir geschilderten Irritationen von Betrieben beruht oftmals auf ein Mißverständnis: Natürlich geben sich Journalisten während des Interviews nett und verständnisvoll. Was denn sonst? Nun hat sich der Journalist normalerweise im Vorfeld etwas in die Materie eingearbeitet um die richtigen Fragen stellen zu können. Das und die Aussagen des Interviews ergeben dann zusammen die Tendenz des Berichtes.
Mein lieber Cairon, was du hier forderst ist kontraproduktiv. Kein Mensch will Jubelperser-Berichte sehen denn die wären zudem völlig unglaubwürdig. Niemand, von einigen Bauern hier im Forum abgesehen, ist ohne Fehler und Schwächen. Deshalb ist ein kritischer Bericht, auch wenn er Ungenauigkeiten und mißverständliche Formulierungen enthält, fast immer besser als kein Bericht. Der Journalist macht den Bericht doch nicht für den betroffenen Landwirt, sondern für die Leser und Zuschauer, also letztendlich die Verbraucher. Und die sind längst nicht so dumm wie manche Bauern glauben.
forenkobold hat geschrieben:Um zum eigentlichen Thema zu kommen:
Herr Bock, wieso wollen Sie ausgerechnet nur über "Netto" recherchieren?
Da gibts doch noch viele andere...
Cairon hat geschrieben:Es geht nicht um Jubelgesänge sondern um faire Berichterstattung. Und mir ist schon klar, dass Journalisten für ihre Einschaltquote produzieren und schlechte Nachrichten und Skandale verkaufen sich nun mal gut. Warum sollte ich diese Menschen aber bei der Suche nach dem nächsten Reißer unterstützen. Ich habe ja geschrieben, es soll sich an unsere Berufsvertretung wenden, die haben Erfahrungen mit solchen Dingen und helfen dann "Missverständnisse" zu vermeiden.
Hobbit-Hunter hat geschrieben:Leg mal ne andere Platte auf. Der Unfug wird nicht richtiger, wenn du ihn ständig wiederholst.
Dass die Keulen zu billig sind, ist kein Indiz für unvernünftige Haltung und schlechtes Futter.
Teureres Geflügelfleisch hat mehrere Ursachen:
-Haltungssysteme mit zuviel Verlusten (zb keine Behandlung im Krankheitsfall, Freilandhaltung von hierzuulande nicht heimischen Arten, schlechte Stallhygiene).
Bei Legehühnern weiß man von 20- 25% Ausfällen schlechten Haltungssystemen.
-Haltungssysteme mit zu schlechten Zunahmen (wesentlich höherer Futterverbrauch für gleichen Zuwachs, Ressourcenverschwendung)
u.v.a.
Jochens Bruder hat geschrieben:Das sehe ich völlig anders, und zwar aus eigener Erfahrung. In den letzten 35 Jahren hatte ich über 100 Interviews, Radio- und TV Einladungen wegen des Buddelschiff-Geschäftes. Anfangs habe ich mich maßlos darüber aufgeregt wenn der Beitrag am Ende dann nicht so ausgefallen war wie ich das erwartet hatte. Irgendwann ist dann aber die Erkenntnis gereift dass die Journalisten nicht meine Hofberichterstatter sind sondern das produzieren müssen was Auflage / Quote bringt. Ausserdem steht im GG etwas über Pressefreiheit.
Jochens Bruder hat geschrieben:Der Journalist macht den Bericht doch nicht für den betroffenen Landwirt, sondern für die Leser und Zuschauer, also letztendlich die Verbraucher.
Cairon hat geschrieben:Ich denke Deine Buddelschiffe kann man kaum mit der aktuellen Hetzjagd auf konventionelle Landwirte vergleichen. Das Du diesen Standpunkt nicht verstehst mit deiner alternativen Aussteigermentalität war mir schon klar.
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