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Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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92 Beiträge • Seite 6 von 7 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Max M » So Sep 16, 2012 10:38

Nee, da muss erst mal ein Religionsvertreter, die seiner Religion genehmen Verhältnisse definieren.....und das sind dann in jedem Fall immer andere....Hobbit und Jochen leben auf einem anderen Planeten, der da heißt: Bamby - Blauäugigkeit - Volksverblödung - ich wünsch mir was - andere sind dumm - ich bin schlauer - Planet

Jaa, so ist das in allen Religionskriegen, da hauen sich die Dummen die Köppe ein und merken nicht, dass sie nur noch an der Nase herumgeführt werden. Daran wird sich nie nix ändern ;-) Das Märchen endet wie alle: Und wenn sie nicht gestorben sind und der LT lange von Monsanto geschluckt worden ist :mrgreen: :mrgreen: , hauen sie sich noch immer die Köppe ein..... :roll:


Btw, hat eigentlich mal irgendeiner den Christian mal gefragt, was ihm an der Netto - Aktion seltsam vorkommt. Ob der noch mitliest??? :roll:
"Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Meini » So Sep 16, 2012 10:50

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Der Platzbedarf eines Mastschweines ist gesetzlich definiert.

http://www.laves.niedersachsen.de/porta ... _psmand=23



Und die Gesetze werden vom Großkapital gemacht!


Aja das Großkapital hat den Tierschutz ins Grundgesetz geschrieben :mrgreen:
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Jochens Bruder » So Sep 16, 2012 10:55

schimmel hat geschrieben:....kehre zurück, lass ab von der Umweltverschmutzung und produziere hier, nach deinen Vorstellungen und leite uns und unsere Bevölkerung auf den rechten Weg zur Errettung der Welt.....


Tja, so ist das wenn die Argumente ausgehen. Dann wird man gerne mal persönlich und versucht witzig zu sein. Also, widerlege die Erkenntnisse aus dem Experiment oder halte es mit Dieter Nuhr.

Wo bitteschön habe ich gesagt dass andere unsere Form der Tierhaltung nachahmen sollen? Wir machen das was wir für richtig halten. Es ist auch völlig klar dass wir etwas höhere Stall- und Futterkosten haben und wir deshalb nicht für Billig-Discounter produzieren können. Müssen wir auch nicht weil wir die höheren Kosten durch bessere Fleischqualität, Weiterverarbeitung und Direktvermarktung locker wieder einspielen.
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Djup-i-sverige » So Sep 16, 2012 11:08

Wo bitteschön habe ich gesagt dass andere unsere Form der Tierhaltung nachahmen sollen? Wir machen das was wir für richtig halten.


Und stellst Deine, "mach ma mal, seng ma scho" Haltung immer als BESSER dar, als die deutsche fachgerechte Tierhaltung ist.... :roll: :roll: :roll:
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Cairon » So Sep 16, 2012 12:06

Jochens Bruder hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Der Platzbedarf eines Mastschweines ist gesetzlich definiert. Sollte es neue wissenschaftliche Erkenntnisse wird die Politik das sicher anpassen. Zur zeit gelten folgende Vorgaben:

http://www.laves.niedersachsen.de/porta ... _psmand=23


Was gesetzlich zugelassen ist muß nicht unbedingt automatisch gut sein. In Deutschland dürfen z.B. Banken, Energie- und Pharmakonzerne ganz legal die Bevölkerung bescheißen.

Ob das derzeitige Platzangebot tiergerecht ist kannst du ja mal ausprobieren: Wenn du im Stall 2 nebeneinanderliegende Buchten hast die mit einer Tür getrennt sind, dann lasse mal eine Bucht leer und setze in die andere soviele Tiere wie zulässig. Dann öffne die Tür und schaue was die Tiere machen. Wir haben das nämlich getestet mit dem Ergebnis dass die Schweine sich ziemlich gleichmäßig auf bei Buchten verteilt haben und viel mehr in Bewegung waren.

Wenn das bei dir anders ist, also alle Tiere in der angestammten Bucht bleiben, nehme ich alles was ich zum Platzbedarf gesagt habe zurück.


Die Schweine werden bei der Einstallung ins feste Gruppen aufgeteilt in denen sie bis zur Ablieferung bleiben. Ein Teil der Tiere bleibt vom Anfang bis zum Ende im gleichen Stall, im andern Stallsystem werden die Tier in einem Vormaststall eingestallt und nach ca. 40 Tagen in einen Endmaststall mit 2 Abteilen umgetrieben, die Gruppen bleiben dabei erhalten. Überbelegung der Ställe gibt es in keinem der Systeme.
Wenn Du 3 Schweine in eine Bucht für 12 setzt und dann die Tür öffnest zur Nachbarbox, dann werde auch die 3 Schweine die Box verlassen und die neue Box erkunden. So etwas nennt man Neugier.
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon ChristianTV » So Sep 16, 2012 21:16

forenkobold hat geschrieben:Ich mach mal nen neuen thread auf, damit man wieder zum eigentlichen Thema kommt

Hier in diesem thread will ich Herrn Bock noch DIES gesagt haben:

also auf die Entgegnung eines anderen Zoom-Beitrags kann ich nichts kommentieren, weil der nicht von mir war und ich keine Hintergründe kenne.


Sich so aus der Mitverantwortung zu stehlen, ist eine etwas schwache Vorstellung. Sie sind Teil der ZOOM-Redaktion und können somit Kritik an anderen Teilen nicht so einfach ignorieren. Zumal mit dieser Kritik begründet wurde, wieso man sich gegenüber IHNEN distanziert verhält.


Hallo, kurze Recherche hätte genügt: Ich bin freiberuflicher Mitarbeiter und nicht Mitglied der Zoom-Redaktion. Ich stehe hinter dem Konzept der Sendung und halte sie für eine der wenigen wirklich guten. Aber ich bin aus rein praktischen Gründen tatsächlich in die meisten Filme nicht involviert. Dass man wegen anderer Zoom-Filme mir gegenüber kritisch ist, ist in Ordnung. Lieber wäre es, man beurteilte mich nach meinen bisherigen Filmen dort, auch mit ein bisschen googelei rauszufinden, zB über Zeitarbeit oder über LKW-Fahrer.
Gruß,
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon ChristianTV » So Sep 16, 2012 21:33

Moin nochmal,

Eigentlich wollte ich, was mein Beruf ist und eine ganz normale Sache, hier einen Gesprächsparnter suchen, der mir zu einem ganz bestimmten Thema was sagt. Und ob man das hier glaubt oder nicht, die Recherche ist ergebnisoffen. Ich haben keinen Aussageauftrag, es gibt kein Drehbuch, keine sonstige Verschwörung vor gegen Bio- oder konventionelle Landwirte (bis zu meinem 16. Lebensjahr war ich selber einer) und politisch unabhängig bin ich auch. In meiner Sendung wurde noch nie etwas gesendet, mit dem ich inhaltlich nicht einverstanden war. Ich glaube, wir beenden das hier an dieser Stelle.

Trotzdem Danke für die Mühe, und falls doch jemand Teilnehmer bei den Fair-zu-unseren-Erzeugern-Kampagnen ist und mit mir darüber reden möchte, gerne PN.

Gruß,
Christian
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Jochens Bruder » So Sep 16, 2012 22:28

Moin Christian,

ich kann zur aktuellen Netto-Kampagne nicht viel sagen. Allerdings habe ich mich mit dem Thema Cause Related Marketing etwas näher beschäftigt. Demnach sieht es wohl so aus dass meistens der gutgläubige Verbraucher hinters Licht geführt wird. Es werden nämlich stets nur die generierten Summen genannt, die der Zielgruppe bzw. gutgemeinten Projekten (Milchbauern, Regenwald etc.) zugute kommen. Verschwiegen werden die Kosten der dem CRM Projekt begleitenden Werbekampagnen. Die sind fast immer um ein Mehrfaches höher. Würde der Verbraucher das wissen würde er sich fragen warum die Firman nicht direkt für die gute Sache spendet die ihr angeblich so sehr am Herzen liegt.

Diese großen Firmen haben einen Werbeetat der optimal eingesetzt werden muß. Der eigentliche Profit entsteht indirekt, und zwar durch die vielen redaktionellen Presseartikel, Blog- und Forumsbeiträge usw. zu der Werbekampagne. Die kosten praktisch nichts, haben aber einen enormen Werbewert.

Bei aller berechtigten Kritik am CRM muß man aber auch sehen dass für die geförderten Projekte trotzdem erhebliche Beträge zusammenkommen die es ohne die CRM-Kampagnen nicht gäbe. Insofern ist CRM nicht per se schlecht. Das Problem ist die oftmals fehlende Transparenz für die Verbraucher.
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon heavyfarmer » So Sep 16, 2012 22:42

Schon seltsam hier manchmal...

So bekommen wir die Bevölkerung jedenfalls nicht auf unsere Seite.

Eigentlich reden mir hier Schimmel und H.B. immer aus der Seele, daher brauch ich ja nix zu schreiben. :mrgreen:

In der Sache habe ich aber schon eine gemischte Meinung. (eigentlich wie Cairon)

Das Christian hier nicht so einfach unterstützt wird finde ich einerseits schade, aber absolut richtig. Vertrauen ist nunmal da um mißbraucht zu werden. Wir haben einfach zuviel polemische sinnfreie Dokus gehabt.
Vom NDR bin ich übrigens auch total enttäuscht, das Ausstrahlen von Dokus über den Güllegürtel bei uns in Cloppenburg oder der Milchlüge fande ich schon wirklich strafbar. Manche Sachen kann ich nachvollziehen, aber das entschuldigt in keinster Weise die Teile der Dokus, die einen normalen Verbraucher Mißstände suggerieren wo keine sind. Das Verschweigen der Vorteilen der entsprechenden Produktionstechnik mal ganz abgesehen.

Ich bin hier mit den Mitgliedern nicht so firm, Jochen mag ja nicht in unsere Welt passen, aber er hat meiner Meinung nach Recht.
Nahrungsmittel sind ein heikles Thema, kann man nicht mit Jeans oder anderen Sachen vergleichen. WIR (konventionelle) Landwirte müßen endlich EINE Richtung haben, ein Leitfaden sozusagen was WIR für richtig und für falsch halten und dafür kämpfen! (Deswegen ist auch das Landvolk gefragt...)
Z.B. könnte ich mir vorstellen, dass ein großer Teil der Mäster für ein Einsatz von tierischen Eiweißen ist. Wenn es so seie lass uns als Beispiel gemeinsam vertreten und dafür kämpfen und Kritiker mit Argumenten verstummen lassen. Was mir aber, wie Jochen sagt, tierisch auf den Sack geht sind z.B. die Leistungsförderer. Mir als Mäster wurde es schon öfters "nahe" gelegt. ich will sowas aber nicht. und ich hoffe jeder verantwortungsvolle Landwirt ist, auch wenn er es macht nicht stolz darauf. 'Und dieses teilweise leugnen der Mißstände in der konventionellen Landwirtschaft finde ich nicht OK und müßte unter uns geächtet werden.
Und wenn wir uns erstmal einig sind was wir zulassen wollen und was nicht können wir die Medien nicht einfach außen vor lassen sonder müßen AKTIV Aufklärung bereiten. Von mir aus kann auch jeden Tag ein großer Schlachthof im Fernsehen sein. DAS IST DOCH NIX SCHLIMMES! Wenn man die Bilder aber nur zweimal im Jahr sieht, am besten noch von Peta, ist so ein Schlachthof nunmal ekelerregend. Die Landwirtschaft mit Round up, Massentierhaltung, mineralischen Dünger etc. pp hat doch viele Vorteile, also laß uns dazu stehen und die Bevölkerung teilhaben lassen, nicht nur preislich sondern auch moralisch.


KURZUM ich bin für eine gemeinsame Produktion wie sie Jochen wünscht.
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Jochens Bruder » So Sep 16, 2012 23:21

heavyfarmer hat geschrieben:Das Christian hier nicht so einfach unterstützt wird finde ich einerseits schade, aber absolut richtig. Vertrauen ist nunmal da um mißbraucht zu werden. Wir haben einfach zuviel polemische sinnfreie Dokus gehabt.


Auch wenn ich alle anderen Aussagen in deinem Posting voll unterstütze, aber in diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Es ist nun einmal so dass es in jeder Berufsgruppe/Branche schwarze Schafe gibt. Das gilt auch für Journalisten. Die von dir angesprochenen bewußt negativ gestalteten Reportagen sind m.M. nach doch eher die Ausnahme. Dagegen kann man eh nichts machen. Außer den 90+% der seriösen Reporter, so wie offenbar Christian, die Möglichkeit geben eine wirklich transparente und realitätsnahe Reportage zu produzieren.

Man sollte nicht nur die Risiken, sondern stets auch die Chancen sehen. Vor allem dann wenn man korrekt produzierender Konvi ist. Dann ist der wirkliche Feind nicht der "dumme Verbraucher", unfähige Politiker oder der Sensationsjournalist, sondern der Mauschel-Kollege. Wenn jemand die Berufs/Branchensolidarität mißbraucht sind es diese Kollegen die den Hals nicht voll genug bekommen können.
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon heavyfarmer » Mo Sep 17, 2012 13:06

@ Jochen

Die schwarzen Schafe, bzw. Dokus haben mMn einen höheren Anteil. Also finde ich das Chancen/Risikoverhältnis ganz schlecht. Es hat doch eigentlich nur Vorteile wenn Christian sich ans Landvolk wendet. Wenn erstmal schlechte Publicity ausgestrahlt ist passiert sowieso nix dagegen. Letztens war ein Leserbrief gegen Roundup. Da kommt aber auch kein Leserbrief zur Aufklärung dagegen .Keiner, der es könnte hat die Eier dazu. Ich hab da ehrlich gesagt auch nicht genug von, weil mir da das sichere Wissen fehlt. Wenn Nagetiere tagelang mit Roundup besprüht werden wie es in der Studie wohl war ist es ja jedenfalls klar das es keine positiven Auswirkungen hat - wie die Studie durchgeführt wurde wird natürlich nix von geschrieben...

Bei Deinem zweiten Absatz bin ich ja ganz Deiner Meinung!

@ schimmel

Recht hast Du, DIE 5% kann man nicht aufklären. Wenn jemand (wie meine Schwester) Tiere mehr mag wie Menschen kann man natürlich nie einen Konsens finden. Bei meiner Schwester würde in vielen Fällen auch nur Hunger oder Pleite helfen um mal zu erkennen wie toll doch unser Wohlstand ist - voll Deiner Meinung!

Aber es sind doch mehr wie 5%, die eine negative Einstellung haben. Ein Freund meiner Freundin ist ein Pfundskerl, auch nicht dumm. Das sind aber die schlimmsten - solche machen sich über alles Gedanken und eine Meinung obwohl sie null Schnall von der Materie haben. Da bekomme ich nur sowas um die Ohren wie: "ihr Bauern macht mit den Düngen doch eure Böden kaputt". Das wir immer mehr Menschen versorgen mit Lebensmittel UND Energie, da wird garnicht dran gedacht. Kann ja nicht sein, dass wir Bauern auch mal was gut hinbekommen...
Sowas finde ich echt traurig, solche Leute würden durch korrekte Darstellung der Landwirtschaft eine ganz andere Meinung haben.
Andere Firmen sollten auch ihre Kundschaft pflegen. Das wir Bauern sagen, Verbraucher leckt uns doch - esst das gefälligst oder kauf Bio finde ich schon sehr weit gekommen... Kommunikationsfrust ist doch Mist für uns. Fällt mir immer die Sache mit unserer BgA ein. Hatte ich mit 3 Leuten bei uns gebaut. Vaddern und ich wollten zu unseren Nachbarn und darüber reden. Meine 3 Kompanen sagten sinngemäß: "LAss doch den Scheiß, wir bauen die eh, die können nix gegen machen". Jetzt haben wir 6Jahre Streit und schlechte Stimmung in der Nachbarschaft. Ganz toll...
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon forenkobold » Mo Sep 17, 2012 13:28

Letztens war ein Leserbrief gegen Roundup. Da kommt aber auch kein Leserbrief zur Aufklärung dagegen .


Da wurde ja schon in fast jeder Publikation dagegen vorgebeugt, indem man die der Zulassung zugrunde liegenden Studien als "von der Industrie gekauft" und abhängig gebranntmarkt hat.
Sollen sich die Pflanzenschutzmittelhersteller gegen die Hetze wehren? Würden sie ernstgenommen?
Und ich selber werde den Teufel tun, und in meinem örtlichen Käseblatt mein Tun und Glyphosat verteidigen. Was hätt ich davon? Ich will in der Öffentlichkeit nicht allein am Tisch hocken.
Solange Glyphosat zugelassen ist, werde ich es sinnvoll--- aber nicht exzessiv-- weiterhin einsetzen. Ohne schlechtes Gewissen und ohne mir dafür Asche übers Haupt zu streuen. Ohne das an die öffentliche Glocke zu hängen.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon heavyfarmer » Mo Sep 17, 2012 13:57

forenkobold hat geschrieben:
Letztens war ein Leserbrief gegen Roundup. Da kommt aber auch kein Leserbrief zur Aufklärung dagegen .


Und ich selber werde den Teufel tun, und in meinem örtlichen Käseblatt mein Tun und Glyphosat verteidigen. Was hätt ich davon?


Nun ja, das ist wieder ein Sache des Chancen/Risikioverhältnis. Mich bringt es schon auf die Palme wenn jetzt vielleicht 80% Käseblattleser behaupten Glyphosat der Bauern verursacht bei uns Menschen Fruchtbarkeitsschäden. Sie hätten ja über eine Studie gehört die das behauptet.

Und alles nur wegen einer besserwisserischen Ökotussi die nochnichtmal Angst haben braucht vor Kontra.

Richtig, alleine sich anzulegen ist schon Harrakiri. Aber dafür muß ein Landvolk dasein. Und da muß mit Fakten ganz nüchtern entgegengegangen werden - so dass nicht der Eindruck ensteht wir Bauern drehen uns das so hin wie es uns passt. Es fehlt einfach das Knowhow professionell mit der Presse umzugehen. Da wird von einem einfach ausgebildeten Landwirt, der einen großen Betrieb zuhause hat und im meinetwegen Bezirkslandvolk Vorsitzender ist erwartet so eine Situation zum Vorteil uns Bauern zu meistern. Da fehlt ein richtig Studierter (Journalismus, Kommunikationswissenschaften etc.), der aus der Landwirtschaft kommt und sich nur um sowas kümmert. So geht das nicht...
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon heavyfarmer » Mo Sep 17, 2012 14:19

@ schimmel

Da ist natürlich was Wahres dran. ;-)
Hier werden wir nicht gut vertreten, ist natürlich mit so einer Viehdichte nicht so einfach mit den Verbrauchern.
Mit dem Gülleproblem haben wir ja auch ein Problem. Deswegen kann man da z.B. auch wenig Kontra geben.
Deswegen ist aber ja nicht alles schlecht wie es ist.

@HH

Aber wie kommst Du darauf, dass wir unsere Böden kaputt machen??? Wir haben nunmal schlechtes Land hier und können nicht mal eben so 12 Tonnen Weizen ernten... :roll:

Wie ist denn z.B. der schöne Eschboden entstanden ?
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Re: Ein Herz für Erzeuger II: ZDF-Anfrage

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Sep 17, 2012 14:49

heavyfarmer hat geschrieben:Letztens war ein Leserbrief gegen Roundup. Da kommt aber auch kein Leserbrief zur Aufklärung dagegen .Keiner, der es könnte hat die Eier dazu. Ich hab da ehrlich gesagt auch nicht genug von, weil mir da das sichere Wissen fehlt. Wenn Nagetiere tagelang mit Roundup besprüht werden wie es in der Studie wohl war ist es ja jedenfalls klar das es keine positiven Auswirkungen hat - wie die Studie durchgeführt wurde wird natürlich nix von geschrieben...


Als vor einigen Monaten diese Roundup Studie in die Medien gelangte habe ich in einem anderen Forum, wo alle sich gegen Roundup empörten, einen Kommentar geschrieben, und zwar unter meinem Realnamen. Ich habe diese Leute gefragt, wie die Bauern denn ihrer Meinung nach ohne Roundup das Unkraut bekämpfen sollten.

Tja, da war dann das große Schweigen im Walde.

http://www.ithaka-journal.net/herbizide-im-urin
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