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Endlich kommt die EU-Agrarreform

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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403 Beiträge • Seite 2 von 27 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 27
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Englberger » Do Okt 22, 2020 9:16

marius hat geschrieben:Sofern es den Euro in gut 3 Jahren überhaupt noch gibt, was ich für fraglich halte.

Hallo,
wie ist die Quote da bei den Buchmachern/Wettbüros?
Da setz ich gern einen Hunni und,dass die Inflation unter 10% bleibt innerhalb der nächsten 3 Jahre, noch einen.
Gruss Christian
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Botaniker » Do Okt 22, 2020 13:05

meyenburg1975 hat geschrieben:Der Ansatz ist ja nicht verkehrt. Drängen aber auch wieder Fragen auf. Gibt es dauerhaft ausreichend Geld für solchen Hokuspokus? Wie erhält man mit wenig Aufwand trotzdem die Bodenfruchtbarkeit? Muss der Nachwuchs zur Hofübernahme noch Landwirtschaft erlernen? Bisschen vorgegebene Planwirtschaft einhalten und Mulchen ist ja so schwer nicht...


Wenn das Geld dafür nicht mehr ausreicht, reicht es anderer Stelle schon lange nicht mehr.

Die Bodenfruchtbarkeit geht mit ein paar Jahren Extensivierung nicht kaputt, dass braucht lange. Kommt natürlich auch auf den Boden an, ich habe schon so manchen ha nach Jahrzehnten mit Erfolg rekultiviert.

Wenn der Nachwuchs die Landwirtschaft übernehmen will, muss er bereit sein für weniger Geld mehr zu leisten als andere. Mir hat das seinerzeit ein Lehrer der Fachschule so gesagt und ich habe ihn ausgelacht. Ich dachte ja, wenn man das richtig macht, so mit Köpfchen, dann verdient man auch richtig Geld. Heute weiß ich, dass er Recht hatte. Mein Nachwuchs hat sich besser entschieden als ich, damals.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Heinrich Löwe » Do Okt 22, 2020 17:47

Ich denke, mit der neuen GAP können wir leben.
Was mir viel mehr Sorgen macht: Daß ab Herbst 2021 der Agrarminister wahrscheinlich Robert Habeck heißt. Gott bewahre. Sag ich als Biobauer.
Heinrich Löwe
 
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Isarland » Do Okt 22, 2020 18:11

Heinrich Löwe hat geschrieben:Ich denke, mit der neuen GAP können wir leben.
Was mir viel mehr Sorgen macht: Daß ab Herbst 2021 der Agrarminister wahrscheinlich Robert Habeck heißt. Gott bewahre. Sag ich als Biobauer.


Mir graust auch, wenn ich nur dran denke, dass so ein Taugenichts Agrarminster wird. :evil:
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon CarpeDiem » Do Okt 22, 2020 19:26

Denke das Agrarministerium wird dem Habeck vor Beginn der Koalitionsverhandlungen auf einem silbernen Tablett von dem Söder angeboten, als Morgengabe sozusagen. Keine guten Auspizien,wenn selbst die Bioleute Bedenken haben......!
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Wini » Fr Okt 23, 2020 19:47

Leider enthält die Reform keine Kappung von Subventionen für Agrar-Großbetriebe.
Somit werden wohl die kleinbäuerlichen Betriebe das Nachsehen haben.

In Bayern haben 4 von 5 Betrieben keinen Nachfolger und die tüchtigen
Baby-Boomer kommen jetzt zunehmend ins Rentenalter und geben auf.

Da nützt es auch nichts, auf Eco-Shemes zu hoffen und Blumen statt Weizen
anzubauen, wenn am Ende nicht mehr dabei übrig bleibt als jetzt.

Offenbar ist die Ökologisierung des Betriebes und die Steigerung der Nicht-Produktivität
auch aus Fördersicht in Bayern mittlerweile der lukrativere Weg um Fördergelder abzugreifen:

Hier ein Beispiel aus meinem Umfeld:

Bio Subventionen.JPG


Gruß
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon T5060 » Fr Okt 23, 2020 21:27

Heinrich Löwe hat geschrieben:Ich denke, mit der neuen GAP können wir leben.
Was mir viel mehr Sorgen macht: Daß ab Herbst 2021 der Agrarminister wahrscheinlich Robert Habeck heißt. Gott bewahre. Sag ich als Biobauer.


Unter Künast lief es doch nicht schlecht. Sie gab sich Mühe und der DBV hatte seinen Gegner.
In der deutschen Geschichte gings dem Bauern unter der Fuchtel eines CDU geführten Landwirtschaftsministerium immer am schlechtesten.
Aber so blöd wie die SPD schon immer war, verhilft sie nach der nächsten Wahl der AfD zum Reichskanzler.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 24, 2020 11:50

T5060 hat geschrieben:In der deutschen Geschichte gings dem Bauern unter der Fuchtel eines CDU geführten Landwirtschaftsministerium immer am schlechtesten.


Stimmt, mit Einschränkung.
Schon in der DLZ vom Dez. 1985 brachten, in Leserbriefen, Landwirte ihren Unmut zum Ausdruck. Der damalige DBV-Präsi von Heeremann, hatte 1981 die Bauern zur Demonstration gegen die Landwirtschaftspolitik der rotschwarzen Regierung aufgerufen. Zu Zehntausenden (interessante Information für die LSV´s) war man dem Aufruf gefolgt und nach Bonn gefahren. Heute, unter der schwarzgelben Regierung (also in 1985), müsse man zur Kenntnis nehmen, dass die Landwirtschaftspolitik der rotgelben Regierung doch vorteilhafter gewesen sei.
V. Heeremann, der zu Beginn der schwarzgelben Regierung auch Abgeordneter gewesen war, wurde massiv Untätigkeit vorgeworfen. Irgendwie hat sich da wohl in 35 Jahren nichts geändert.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 24, 2020 12:13

Bin gerade auf einen Redeausschnitt von FJS gestoßen. In 1985 sagte er, in einer Rede zu den damals anstehenden Agrarpreisverhandlungen: "Wer den Weltmarktpreis im Land, in dem die höchsten Löhne bezahlt werden, als gerechten Preis für die Bauern erachtet, stellt der bäuerlichen Landwirtschaft den Totenschein aus. Wer heute in der Agrarpolitik Prinzipien der ökonomischen Theorie zu Tode reiten will, hat keine Ahnung von der Lage der Landwirtschaft und deren sozialer Bedeutung für unser ganzes Land".
Das ist eine Erkenntnis, mit der nachfolgende, auch bayerische Agrarpolitiker, nichts mehr anzufangen wußten.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon clemi » Sa Okt 24, 2020 12:26

moinsen,

ja da ist wenigstens keine direkte kürzung mehr drinn, aber am system 1te,2te Säule und förderung ländlicher raum ändert sich ja nix....etwas andere gewichtung sonst nix...

schade das immer noch keine kappung drinn ist aber da ist die lobby wohl zu stark...also der 300 ha grünland "biobauer" mit 60 extensiv rindern kommt schon noch gut zurecht....
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Englberger » Sa Okt 24, 2020 18:04

clemi hat geschrieben:schade das immer noch keine kappung drinn ist aber da ist die lobby wohl zu stark...also der 300 ha grünland "biobauer" mit 60 extensiv rindern kommt schon noch gut zurecht....

Hallo,
da bin ich mal gespannt wie das in den versch. EU Ländern umgesetzt wird.
Hier in F haben wir noch eine weitreichende Bindung an die Produktion, da sind für die Grünlandprämien mind. 0,3GV nötig.
bei 300ha sind das 90GV, das macht dann doch n bisschen Arbeit.Die ganz klugen finden jemand der auf die Viecher gegen Kost und Logis aufpasst,der Lohner macht alle Arbeit und der Chef kommt einmal die Woche zur Kontrolle und um alle Fressgitter zu füllen.
So geht das ganz brauchbar.
Gruss Christian
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon T5060 » Sa Okt 24, 2020 19:18

Englberger hat geschrieben:Hier in F haben wir noch eine weitreichende Bindung an die Produktion, da sind für die Grünlandprämien mind. 0,3GV nötig.


Ich halte mind. 0,5 RGV auf Grünland, bei identischem Halter und Prämienempfänger für nötig und für die ersten 400.000 kg Milch eine Aufstockung des Milchpreises auf 42 Cent durch den Staat.
Aktuell macht ja die Autoindustrie mega Druck auf Umsetzung von Mercosur. Kauft Toyota und Dacia. Wer da noch Daimler oder Audi kauft, hasst die Landwirtschaft.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon Manfred » Sa Okt 24, 2020 19:57

Wir haben Standorte in D, da sind 0,3 GV zu viel und wir haben welche, da sind 2,0 GV zu wenig.
Pauschale Regelungen gehen zwangsläufig in die Hose.
Der gleiche Mist wie bei der Ausgleichszulage auf Gemarkungsebene. Für 45° Hänge mit Felsblöcken und Trockenmauern bei Ochsenfurt gibt es 0 Euro, weil der Rest der Gemeide gutes, ebenes Ackerland ist.
Und für besten Taläcker hier im Umkreis gibt es oft mehr als für schmale Sumpfwiesen und Waldlichtungen.

Mit der heutigen Datenflut wäre es doch ein leichtes, die Ausgleichszulage schlagspezifisch festzulegen.
Größe, Bodengüte, Hindernisse, Hangneigung, Steine, Nässe... Ist eh fast alles schon erfasst und könnte mit etwas Anlauf weitgehend automatisiert berechnet werden und die bisherige Basisprämie ersetzen.

Grünlandprämien würde ich eh nur an Tierhalter zahlen oder wenn bei Heuverkauf eine organische Rückdüngung gewährleistet ist. Die ökologische Zerstörung durch die übermäßige Ausmagerung muss aufhören. Das ist einer der schlimmsten Irrläufer des "Naturschutzes" und führt zu völlig widernatürlichen Extremzuständen deren Reparatur Milliarden kosten wird.
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 24, 2020 20:46

Nun,
wer nicht mal 0,3 RGV /ha HFF in Mitteleuropa satt bekommt, sollte Platz für richtige Bauern machen.
Für die, die das nicht verstehen: Wer Vieh richtig hält, ist auch in der Lage, von Marktfruchtflächen noch seine Tiere zusätzlich zu versorgen.

Ansonsten gebe ich Manfred vollkommen Recht.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Endlich kommt die EU-Agrarreform

Beitragvon marius » Sa Okt 24, 2020 20:50

Grüne wollen die Direktzahlungen abschaffen

Die Direktzahlungen sollen abgeschafft werden. Eine Gemeinwohlprämie soll nur noch Leistungen für Umwelt- und Klimaschutz belohnen.

https://www.agrarheute.com/politik/grue ... fen-574088

Dann die Top Prämie vermutlich bei viehlos und bio.

Naja gut, der Steuerzahler bestimmt wohin mit seinem Steuergeld, von daher kann und muss man das aktzeptieren im Sinne vom Grundwasserschutz, Klimaschutz, was der Steuerzahler fordert.
Und da die Grünen weiter zulegen, wird das auch so kommen.
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