Eine Förderung der Erneuerbaren war damals nicht abwegig:
-Die CO2 Problematik rückte ins Bewusstsein
-Kernenergie unerwünscht
-Neue Techniken im Bereich Biogas, Wind und PV wurden in Deutschland erfolgversprechend entwickelt, eine Vermarktung wäre sicher lohnend!
Das ganze Drama ist allerdings ein Beispiel dafür, wie wenig der Staat Wirtschaftsabläufe fein steuern kann:
-gerade Landwirte erkannten die Chancen der deutlichen Über-Subventionierung und bauten wie blöd PV und Biogas auf, die Energieumlagen gingen durch die Decke obwohl schon 2012 die ersten Rückführungen bei der Förderung erfolgten.
-China warf seine inzwischen erworbene Kompetenz in der Fertigungstechnik auf die nötigen Komponenten, die deutschen Hersteller gingen ein. Der Traum von der grünen Energiewirtschaft war schon zu Ende als die Politik noch von Exportchancen sprach.
-die rasche Erhöhung des Erneuerbaren-Anteils wurde linear in die Zukunft gedacht. Das Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs wurde ignoriert: Jede prozentuale weitere Erhöhung wird immer teurer.
-die Leistungs- und Leidensfähigkeit der sonstigen Wirtschaft wurde überschätzt. Außer Energiekosten gibt es noch andere Probleme die nicht gesehen oder zu lange verharmlost wurden und nun ziehen viele Firmen die Reißleine.
Man sollte das in der Diskussion nicht zu sehr an Personen festmachen wie es so gerne getan wird: Der X oder die Y hat uns in den Ruin getrieben!
Griffig, aber hilft nicht für die Zukunft. Wie soll's konkret weitergehen?

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet