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Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Todde » Fr Mär 03, 2023 16:21

Man sollte halt öfters mal auf die Energieerzeugung schauen,
derzeit fallen 90% der installierten Windenergie aus, weil kein Wind weht.
In den letzten Monaten hatten wir mehrmals Totalausfälle bei Wind und Sonne, bis zu 3 Wochen Anfang Dezember.
Das ändert sich ja nicht, Wind und Sonne unterliegen eben den natürlichen Bedingungen.
Das ist in Ländern des Nordens bekannt, daher will Dänemark den zusätzlich kommenden Strombedarf mit Kernenergie absichern, ob im eigenen Land oder in Kooperation mit einem Nachbarn ist nun die Überlegung.
Offenbar sind viele europäische Länder einfach zu doof, weil die den Ausstieg aus der Kernenergie wieder gestoppt haben, nie vor hatten oder jetzt einsteigen.
Deutschland wird dann von diesen Ländern "grünen Wasserstoff" kaufen, um seine Probleme irgendwie im Griff zu haben oder gleich grünen Strom. Spielt dann ja keine Rolle, dass das eben zu großen Teilen aus Kernenergie kommt, ist ja "grün".
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon langer711 » Fr Mär 03, 2023 16:34

Meine Heizung ist im Sommer nicht aus.
Sie bereitet dann Warmwasser.

Andere nutzen den Durchlauferhitzer.
Wieder andere eine Solarthermie.

Holzheizung (Stückholz, Pellets, Hackschnitzel)
Auf den ersten Blick astreine Sache.
Aber können wir damit nachhaltig alle Haushalte in D beheizen?
Ich denke nicht.

Trotzdem ist ein generelles Verbot Käse.

Wenn eine Solarthermie-Anlage im Winter genug Wärme schaffen soll, braucht sie eine gewisse Größe.
Ich kenn das so, das man damit anteilig Wärme erzeugt, sie im Winter durch Gas, Öl oder sonstwas unterstützt.
Dafür hat man im Sommer nicht soviel Wärmeüberschuss.

Bei einer PV Anlage wird Strom produziert.
Kann ich ihn nutzen, so mach ich das.
Wenn nicht (Sommer), speise ich ins Stromnetz ein.
Strom wird immer irgendwo gebraucht, Wärme nicht.

Darum halte ich den Weg mit PV und Wärmepumpe für sinnvoller, als zu versuchen allein mit Solarthermie das Haus zu heizen.


Wenn kein Wind und keine Sonne hilft, kann man Kohle Schüppen oder Gasturbinen befeuern.
Ansonsten sind die Fossilen eben aus.

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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Fr Mär 03, 2023 19:42

forstfux1.0 hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:
forstfux1.0 hat geschrieben:Die Quelle für die rund 0,2ct/kWh hast du auch noch nicht genannt. Woher hast du die Zahl?

Siehe oben. Bericht Engpassmanagement der Bundesnetzagentur.
Hab gerade extra nochmal nachgeschaut. Zuletzt war es tatsächlich etwas mehr. Die 0,2ct/kWh sind von 2019. Dass es mittlerweile mehr ist (nach wie vor aber kaum nennenswert, die Senkung des Börsenstrompreises durch EE liegt vielfach höher), liegt aber maßgeblich an den jetzt höheren Kosten der fossilen Stromerzeugung.


Bitte endlich mal die konkrete Quelle nennen. Link & Seite des Berichtes.

Jetzt stelle ich mir gerade die Frage, ob du nicht lesen kannst oder ob du die Zahlen überhaupt nicht haben willst. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, um so ein kindisches Verhalten zu erklären.

https://www.bundesnetzagentur.de/Shared ... onFile&v=9
Seite 3 direkt nach dem Inhaltsverzeichnis. Zweiter Absatz im gesamten Dokument:
Bundesnetzagentur hat geschrieben:Im Vergleich zum Vorjahr ist das Maßnahmenvolumen für Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen im Jahr 2019 insgesamt gesunken. Die vorläufigen Gesamtkosten für Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen (EinsMan, Redispatch inkl. Countertrading und Einsatz + Vorhaltung Netzreserve) liegen bei rund 1,2 Mrd. Euro und sind damit ebenfalls gesunken (2018: 1,4 Mrd. Euro).


Dass ich das auf den Stromverbrauch in Deutschland umgelegt habe, versteht sich hoffentlich von selbst. Oder soll ich dir das auch noch vorkauen? Meine Güte :regen:



langer711 hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:(…)

Und die Wärmepumpe braucht dann halt meinetwegen 3.500kWh Strom, die wiederum aus 10.000kWh Kohle erzeugt werden. Absolut genial.
(…)


Aktuell in diesem Moment hat Windstrom einen Anteil von fast 42%
Biomasse jetzt aktuell etwas über 9%

PV war über den Tag auch nicht schlecht.

Siehe Elektroautothread. Im Grenzmix geht der erneuerbare Anteil gegen Null.


langer711 hat geschrieben:1/3 der Wärmeenergie wird über die Sommermonate erzeugt.
2/3 im Winterhalbjahr.
Somit hilft die PV natürlich auch bei der Wärmeerzeugung.

Wie kommst du auf so einen Quatsch?
PV hilft einzig und allein bei der Verringerung der fossilen Stromerzeugung. Die Verbraucher sind davon völlig unabhängig.

langer711 hat geschrieben:Trotzdem muss man die Wärmepumpe nicht kaputt reden.
Sie ermöglicht uns, fossile Energieträger zu sparen.
Ganz ohne wird’s nicht gehen, hab ich auch nie behauptet.

Wodurch spart eine (elektrisch betriebene) Wärmepumpe denn bitte angeblich fossile Energieträger??
Ja, es gibt Wärmepumpen, die den Einsatz fossiler Energie verringern. Da sprechen wir dann aber eher von Sorptionswärmepumpen, die den Brennstoffverbrauch verringern, indem die Wärmepumpe mit thermischer Energie von einem Brenner angetrieben wird anstatt aus dem Brennstoff erst Strom zu erzeugen und damit dann mechanisch eine Kompressionswärmepumpe zu betreiben. Damit lässt sich der Gasverbrauch um rund 35-45% verringern. Elektrische Kompressionswärmepumpen schaffen das wenn überhaupt nur in seltenen Fällen und sind selbst dann noch klimaschadlicher, weil sie im Gegensatz zu direkt mit Gas betriebenen Sorptionswärmepumpen zu einem erheblichen Teil Kohle mit deutlich höheren spezifischen Emissionen nutzen.

Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Wärmepumpen, das nicht. Allerdings haben Kompressionswärmepumpen nunmal entscheidende Nachteile, sodass sie fast nie sinnvoll sind. Zum einen erhöhen sie die Netzlast im Stromnetz extrem und zum anderen lässt sich mit ihnen in den allermeisten Fällen keine Reduzierung der Emissionen erreichen. Für diesen mehr als fragwürdigen Nutzen sind sie einfach viel zu teuer.

Und natürlich geht alles auch komplett ohne fossile Energie, das ist technisch überhaupt kein Problem. Gas und Öl lassen sich wunderbar aus erneuerbaren Energien erzeugen und sind gut transportier- und speicherbar. Mehr braucht man nicht.


weissnich hat geschrieben:eine wp zum heizen in verbindung mit pv verhindert in einem jahr deutlich mehr co2 ausstoß als sie an klimaschadenspotential beherrbergt.

Die PV vermindert Emissionen, ja. Wärmepumpen in den allermeisten Fällen nicht.
Das muss man sehr strikt trennen.

langer711 hat geschrieben:2/3 der Wärmeenergje wird in den Wintermonaten gebraucht, demnach 1/3 übern Sommer.
Dieses 1/3 kann zumindest mit PV über WP erzeugt werden.

Das kriegt der Ölbrenner nicht hin.

Das würde voraussetzen, dass der PV-Strom ansonsten ungenutzt bliebe. Dem ist natürlich nicht so.
Abgesehen davon ist es im Sommer sowieso viel billiger die Wärme mit Solarthermie zu erzeugen anstatt mit PV und Wärmepumpe.

Und was kriegt der Ölbrenner bitte nicht hin? Klar kann der auch im Sommer laufen. Ist ja nicht verboten oder so :D



Kormoran2 hat geschrieben:Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass aufgrund fehlender Speichermöglichkeiten gewisse Verbraucher bzw. ganze Industriebranchen im Herbst ihren Betrieb auf Winterpause umschalten müssen.

Welche fehlenden Speichermöglichkeiten? Wir haben in Deutschland allein schon Gasspeicher, die rund 250TWh fassen. Bei Öl geht noch viel mehr.
Wie viel soll man denn noch speichern??


Kormoran2 hat geschrieben:Ich habe meine Meinung nicht geändert. Aber man muß die Windkraft doch realistisch sehen. Man spricht immer über "installierte Leistung".

Wer spricht immer darüber?
Die Installierte Leistung wird nur im Zusammenhang mit dem Ausbau genutzt, sonst eigentlich fast nie.



weissnich hat geschrieben:deutschland hat es bisher nicht geschafft seinen gesamtenergiebedarf aus heimischer produktion zu decken.. es wurde immer öl und gas und anderes zugekauft.. wenn man plötzlich alles mit strom machen will, denken die leute muss der gesamte bedarf plötzlich im land produziert werden? irgendwie seltsam..

Das liegt an dieser blöden Physik. Die sträubt sich frecherweise dagegen, dass man Strom aus Australien nach Deutschland verschiffen kann. Da sollte am besten mal jemand gegen demonstrieren. Oder ganz fest dran glauben, dann klappt's bestimmt!



Südheidjer hat geschrieben:Wir müssen uns alle Wege offenhalten, um zu praktikablen Lösungen bei der Energiewende zu kommen.
Das können auch E-Fuels sein. Sowohl für Autos wie für aktuell mit Öl beheizte Häuser. Der Preis wird vermutlich höher sein, als aktuell ein Liter Benzin oder Heizöl, aber teilweise ohne großen Rattenschwanz umsetzbar.

Genau so sehe ich das auch.
Aktuell geistert in allen Medien mal wieder herum, dass der böse Volker Wissing das angebliche Verbrennerverbot verhindert. Leider springen so ziemlich alle Journalisten auf diesen Zug auf, ohne überhaupt dazu zu recherchieren.
Man soll ja keine böse Absicht unterstellen wenn Dummheit als Erklärung ausreicht aber so doof können Journalisten nicht alle sein.
Die Realität sieht so aus, dass die EU überhaupt kein Verbrennerverbot plant, sondern nur die Senkung des CO2-Flottengrenzwerts auf 0g/km mit den lokalen Emissionen nach WLTP als Basis. Wissing setzt sich dafür ein, dass kohlenstoffhaltige Kraftstoffe, die aus erneuerbaren Energien hergestellt werden, dabei berücksichtigt werden. Anders ausgedrückt: erneuerbare Kraftstoffe sollen im Flottensystem so behandelt werden wie kohlenstofffreie Kraftstoffe. Ist ja auch sinnvoll, weil das eigentliche Ziel des gesamten Klimaschutzes nicht die Decarbonisierung, sondern die Defossilierung des Energiesystems ist.
Ich für meinen Teil halte es für sehr gefährlich, dass darüber in den Medien nicht aufgeklärt wird. Und dass auch viele Politiker (allen voran SPD und Grüne) ernsthaft erneuerbare Kraftstoffe verbieten wollen, ist für mich nicht ansatzweise begreiflich. Ausgerechnet die großen Klimaschützer sind gegen erneuerbare Kraftstoffe. Das ist der Witz des Jahrhunderts!
Selbst wenn man aus irgendwelchen Gründen gegen E-Fuels sein sollte, spricht absolut nichts dagegen, grundsätzlich erneuerbare Kraftstoffe zu erlauben.
Man könnte sogar ganz einfach vorschreiben, dass ein steigender Anteil des verkauften Kraftstoffs erneuerbar sein muss. Stattdessen wird sogar das Gegenteil gemacht, der Bioanteil im Sprit soll jetzt nach und nach verboten werden.
Aber immerhin ist es mittlerweile erlaubt, synthetische Kraftstoffe in Reinform zu verkaufen. Das war bis vor kurzem nämlich auch verboten, es gab quasi einen verpflichtenden fossilen Anteil im Sprit. Sich sowas absurdes überhaupt auszudenken sollte strafbar sein :lol:



Englberger hat geschrieben: da geisterte doch vor einigen Jahren die Idee der Aufwindkraftwerke mit vorgelagertem Gemüseanbau durch die Presse. Waren ca 10-20ha überglaste Fläche die zu einem Turm ansteigt der dann bis 800Meter hoch ist und im Inneren Windturbinen hat die durch die heisse aufsteigende Luft angetrieben werden. Ideal für Südlander, Arabien und Nordafrika.
Damit dann Efuels produzieren. Ich weiss nicht ob da was draus geworden ist.

Nein, ist nichts draus geworden weil es Unsinn ist. Die Wirkungsgrade solcher Aufwindkraftwerke sind katastrophal. PV kostet nur einen Bruchteil. Selbst CSP (concentrated solar power, also thermische Solarkraftwerke mit sehr hohen Temperaturen und in der Regel anschließender Dampfturbine) sind günstiger. CSP hat außerdem den Vorteil, dass man die Energie über Nacht thermisch speichern kann (meist mittels flüssigem Salz). Eine Kombination aus PV und CSP könnte in einigen Regionen der Erde sehr günstig 24/7 Strom und Wärme liefern. In Deutschland natürlich nicht.


Südheidjer hat geschrieben:Was mir sowohl im verlinkten Gespräch als auch vor ein paar Tagen/Wochen schonmal beim Hans-Werner Sinn über den Weg lief war das Konzept des Carbon-Capture, also einfangen vom CO2 und verpressen in der Erde. Bisher hatte ich davon nicht viel gehalten, weil es irgendwann Plopp macht und der CO2 kommt wieder hoch. Aber wenn es wirklich so sein sollte, daß sich das CO2 mit bestimmten Gesteinsarten verbindet und so eine dauerhafte Speicherung vorliegt, dann sollte man auch darüber nachdenken. Der Herr Vahrenholt nannte dabei das direkte Abspalten des CO2 aus den Abgasen der Kraftwerke und anschließendes Verpressen. Sowas wäre auch praktikabel für Kraftwerke anderer Länder auf der Welt.

CCS kostet Geld und hat keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen und ist deshalb nur dann interessant wenn es staatlich finanziert wird (oder umgekehrt der Ausstoß unter Strafe gestellt wird). Kann man prinzipiell natürlich machen, halte ich aber abgesehen vielleicht von Sonderfällen für keine sinnvolle Lösung, weil es einfach zu teuer ist. Hinzu kommt: der Verbrauch fossiler Energie würde sich deutlich erhöhen (mindestens 20-30%!), wenn man das CO2 aus Kraftwerksabgasen entnehmen will, weil das Abtrennen nunmal Energie benötigt.
Wenn man eine wirtschaftliche Anwendung für das CO2 hat, sieht die Sache natürlich direkt anders aus. Stichwort synthetische Kraftstoffe...

DAC (direct air capture, also das filtern von CO2 aus der Umgebungsluft) ist wegen des geringen Anteils in der Luft vergleichsweise teuer. Bei Kraftwerksabgasen ist das natürlich besser aber da hat man eben andere Hürden.
Aktuell scheint die Gewinnung von CO2 aus Meerwasser ein vielversprechender Ansatz zu sein, am MIT hat sich gerade eine Truppe damit beschäftigt und beziffert die möglichen Kosten auf unter 60€/t CO2.
Wenn man das Meerwasser dann auch noch für Elektrolyse und/oder Entsalzung brauchen kann, ergeben sich interessante Synergien.
Staaten mit viel Sonne an einer Küste (und davon gibt's viele) könnten perspektivisch sehr günstig synthetische Kraftstoffe erzeugen.


Kormoran2 hat geschrieben:Gibt es denn schon Erfahrungen mit dem Verpressen von CO2 ? In welchem Maße wird das möglich sein? Welche Risiken könnten theoretisch bestehen?

Ja, es gibt Erfahrungen.
Bisher scheint das ganz gut zu funktionieren. Ist halt teuer und das Potential eher begrenzt... Zumindest wenn man das CO2 tatsächlich mineralisieren will, was ich für sehr sinnvoll halte.
Größtes Risiko wäre theoretisch wohl, dass CO2 in großen Mengen plötzlich entweicht und zum Beispiel ein Tal flutet, in dem dann alles erstickt. Siehe dazu zum Beispiel Nyos-See, dort entwichen 1986 auf natürliche Weise große Mengen CO2 und es erstickten 1700 Menschen.
Ich für meinen Teil halte es grundsätzlich für wesentlich sinnvoller, die fossilen Energieträger im Boden zu lassen und unabhängig davon Kohlenstoffkreisläufe zu bilden bzw meinetwegen in manchen Fällen eben ein bisschen CO2 zu verpressen. Global lassen sich so theoretisch sogar negative THG-Emissionen erreichen.

langer711 hat geschrieben:Ich finde es erschreckend, wie viele einfach nur platt behaupten, das eine Wärmepumpe mit Kohlestrom gefüttert wird und deshalb garnix bringt fürs CO2 Thema.

Ein gewisser Anteil an Strom aus Erdgas ist natürlich auch dabei. Aber das macht den Kohl nicht fett.

langer711 hat geschrieben:Wenn’s richtig kalt ist, kann auch ein Dieselmotor der beste Weg sein.
Der treibt einen Generator an und die Abwärme kann genutzt werden.

Oder noch besser: man baut den Dieselmotor direkt ins Auto und treibt die Räder ohne weitere Umwege an! Ich weiß... revolutionäres Konzept! :lol:

langer711 hat geschrieben:Sobald die Sonne höher steht, könnten wir mit relativ einfachen Mitteln (PV auf jedes geeignete Dach) ne ganze Menge Saft ins Netz leiten zu konkurrenzfähigen Preisen.
Da bleiben dann Gaskraftwerke halt aus und dieses eingesparte Gas im Speicher für den Winter.

Klingt fantastisch. Den Teil, den Elektroautos und elektrische Wärmepumpen beitragen, hab ich wohl überlesen. Oder könnte es vielleicht sein, dass die überhaupt nichts beitragen? Hmmm....

Todde hat geschrieben:Wie steigt Frankreich denn genau aus der Kernenergie aus?

Indem die alten Kraftwerke vergammeln und deshalb nach und nach stillgelegt werden und gleichzeitig keine neuen gebaut werden. Ganz einfach.
Die Franzosen müssen nur zusehen, dass sie genug Gaskraftwerke bauen, sonst wird es in einigen Jahren eng mit der Versorgung. AKW, die nur in irgendwelchen Fantasien existieren, können leider keinen realen Strom erzeugen.


Todde hat geschrieben:Kernenergie liegt wieder im Trend, in Europa und auch weltweit.

Wer sich das einredet hat nichts verstanden.
Der einzige Trend, der vielleicht erkennbar ist, ist der, dass die Atomlobby wieder mehr redet. Die Trends sind aber eindeutig, das Zeitalter der Kernspaltung geht zu Ende. Da ändern auch hartnäckige Ignoranten nichts dran.
1996 kamen noch 17,6% der globalen Stromerzeugung aus AKW, 2021 waren es erstmals seit Jahrzehnten weniger als 10%. Bei den Erneuerbaren steigt der Anteil massiv und die Ausbauraten steigen nach wie vor.

Aktuell gibt es noch exakt einen einzigen Hersteller, der die großen Druckbehälter wie beim EPR schmieden kann. Eine deutliche Ausweitung des AKW-Baus ist schon allein wegen der Beschränkung auf eine einzige Produktionsanlage überhaupt nicht möglich.
Gleichzeitig explodieren die Baukosten, aktuell ist es schon gefährlich mit unter 7.000$/kW zu planen, perspektivisch sind 10.000$/kW realistischer. Einzelne Reaktoren liegen natürlich nochmals weit darüber. Und entsorgt werden muss der Kram dann irgendwann auch noch. Zum Vergleich: eine Gasturbine liegt irgendwo bei 400$/kW und ist im Betrieb und natürlich auch Rückbau vollkommen unproblematisch. Welcher Wahnsinnige würde sich so ein AKW ans Bein binden? Gerade auch vor dem Hintergrund der massiv steigenden Stromanteile aus Wind und Sonne, die einem AKW gründlich das Geschäft vermasseln, weil die ständige Leistungsregelung die Lebensdauer erheblich verkürzt. Mit jedem neuen Windrad und jedem neuen PV-Modul werden AKW uninteressanter.
Dass trotzdem immernoch einzelne die große Kernkraftrevolution prophezeien ist mir unbegreiflich. So blind kann man doch nicht sein!?

Todde hat geschrieben:Es ist doch heute schon absehbar, dass unsere Energiewende nicht klappen wird

Natürlich klappt sie. Sie würde sogar mit vollkommen unsinnigen Vorgaben oder verboten funktionieren wie sie teilweise geplant sind. Wird dann halt teurer als nötig. Hauptsache wir bauen keine neuen AKW, das wäre einfach nur rausgeschmissenes Geld.

Todde hat geschrieben:Man sollte halt öfters mal auf die Energieerzeugung schauen,
derzeit fallen 90% der installierten Windenergie aus, weil kein Wind weht.
In den letzten Monaten hatten wir mehrmals Totalausfälle bei Wind und Sonne, bis zu 3 Wochen Anfang Dezember.
Das ändert sich ja nicht, Wind und Sonne unterliegen eben den natürlichen Bedingungen.

Und wofür soll das relevant sein? Nennt sich Wetter und ist nichts neues. Ist aber für die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien kein unüberwindbares Problem.


Todde hat geschrieben:Das ist in Ländern des Nordens bekannt, daher will Dänemark den zusätzlich kommenden Strombedarf mit Kernenergie absichern

Schwachsinn hoch zehn. Wie kommt man auf sowas?? :lol:

Todde hat geschrieben:Offenbar sind viele europäische Länder einfach zu doof, weil die den Ausstieg aus der Kernenergie wieder gestoppt haben, nie vor hatten oder jetzt einsteigen.

Welche sollen das sein?!

Todde hat geschrieben:Deutschland wird dann von diesen Ländern "grünen Wasserstoff" kaufen, um seine Probleme irgendwie im Griff zu haben oder gleich grünen Strom. Spielt dann ja keine Rolle, dass das eben zu großen Teilen aus Kernenergie kommt, ist ja "grün".

Erstens wäre Wasserstoff aus Atomstrom nicht grün, sondern rot. Zweitens ist es vollkommen absurd, dass du bei SINKENDEM Anteil der Stromerzeugung aus Atomkraft ernsthaft von Wasserstoff aus Atomkraft träumst. Und als wäre das noch nicht genug, sollen diese fiktiven AKW, die mangels Kapazitäten überhaupt nicht gebaut werden könnten (selbst wenn man es wollte) natürlich auch noch die Schwankungen der erneuerbaren Stromerzeugung aus.
Dir ist echt nicht mehr zu helfen :lol: :lol:

langer711 hat geschrieben:Holzheizung (Stückholz, Pellets, Hackschnitzel)
Auf den ersten Blick astreine Sache.
Aber können wir damit nachhaltig alle Haushalte in D beheizen?
Ich denke nicht.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Es fragt ja auch niemand, ob man allein mit Wasserkraft ganz Deutschland mit Strom versorgen kann. Trotzdem ist Wasserkraft sehr sinnvoll.
Fakt ist, dass in den Wäldern in Deutschland Unmengen Holz ungenutzt verrotten und dabei genau so viel CO2 freisetzen wie wenn man das Holz verbrennen würde.

langer711 hat geschrieben:Bei einer PV Anlage wird Strom produziert.
Kann ich ihn nutzen, so mach ich das.
Wenn nicht (Sommer), speise ich ins Stromnetz ein.
Strom wird immer irgendwo gebraucht, Wärme nicht.

Darum halte ich den Weg mit PV und Wärmepumpe für sinnvoller, als zu versuchen allein mit Solarthermie das Haus zu heizen.

Da muss man differenzieren.
Eine gigantische Solarthermieanlage zu bauen, um damit ohne größere Speicher im Winter heizen zu können, ist natürlich Quatsch, da wäre PV mit Wärmepumpe tatsächlich besser. Aber das ist ja kein sinnvoller Vergleich.
Entweder man plant bereits beim Hausbau einen Saisonspeicher für Wärme ein (was mittlerweile relativ gut geht) oder man ergänzt im Winter zum Beispiel mit Brennholz.
Insbesondere für Bestandsgebäude ohne Flächenheizung ist die Kombination aus Solarthermie und Brennholz sehr interessant wie ich finde. Ist auf jeden Fall sehr viel billiger als Wärmepumpe plus PV.
Außerdem lässt sich Solarthermie im Fall von Röhrenkollektoren wunderbar waagerecht an Fassaden montieren (Röhren lassen sich ausrichten auf rund 60-70° Neigung für guten Jahresertrag ohne Überhitzung im Sommer), sodass sich nicht mal unbedingt die Frage Solarthermie oder PV stellt, man kann einfach beides machen, wenn genug Fläche nutzbar ist.

Außerdem verhältst du dich etwas schizophren. Einerseits willst du Wärmepumpen mit angeblich überschüssigem PV-Strom betreiben (also Strom, der ansonsten nicht genutzt werden kann), andererseits kann man PV-Strom angeblich immer ins Netz speisen. Demnach gibt es ja überhaupt keinen überschüssigen PV-Strom, mit dem du die Wärmepumpe betreiben könntest. Was denn nun?
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon langer711 » Fr Mär 03, 2023 20:07

Da hat er wieder nen Roman getippt…

Schreib doch mal n Buch, Mensch!

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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Fr Mär 03, 2023 20:31

Ich weiß, Inhalte liegen nicht jedem. Aber niemand wird zum Lesen gezwungen.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon langer711 » Fr Mär 03, 2023 23:07

Bewirb Dich als Berater in Berlin oder Brüssel.
Die sind solche Romane gewohnt.

Ich würde es allerdings begrüßen wenn jeder Gesetzentwurf über 5 Seiten direkt im Aktenvernichter landet, weil dann alle Tricks der Lobbyisten sofort auffallen.

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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon meyenburg1975 » Di Mär 07, 2023 14:40

Laut TA sowohl bei Solar, als auch bei Wind zu wenige Gebote bei den Ausschreibungen.
Die Leute wollen einfach kein Geld verdienen, wie es scheint, obwohl doch die Erzeugungskosten quasi gegen Null gehen sollen.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neuland79 » Di Mär 07, 2023 16:24

Vario macht das schon. Er muss nur aufpassen, dass trotz/mit weiterem Zubau auch der Export aufrecht erhalten wird. Solange wir die überschüssige Energie los werden, läufts. Und der Import bei Flauten muss natürlich auch sicher gestellt werden. Speicher bauen wir dann ab 2050??

Um nicht ganz so negativ zu sein, Brandenburg hat ein neues Projekt.
https://www.zfk.de/energie/gas/investor ... g%20halten.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Di Mär 07, 2023 17:07

meyenburg1975 hat geschrieben:sowohl bei Solar, als auch bei Wind zu wenige Gebote bei den Ausschreibungen.
Die Leute wollen einfach kein Geld verdienen, wie es scheint

Die Leute dürfen vor allem kein Geld verdienen. Die zulässigen Höchstgebote liegen nach wie vor deutlich unter dem Marktwert des Stroms. Das ist doch absurd.

Neuland79 hat geschrieben:Vario macht das schon. Er muss nur aufpassen, dass trotz/mit weiterem Zubau auch der Export aufrecht erhalten wird. Solange wir die überschüssige Energie los werden, läufts. Und der Import bei Flauten muss natürlich auch sicher gestellt werden. Speicher bauen wir dann ab 2050??

Solange wir selbst bei negativen Börsenstrompreisen eigentlich sehr gut speicherbares Biogas verstromen kann niemand ernsthaft glauben, dass es ein Speicherproblem gibt.
Und wieso sollte man bei Flaute Strom importieren müssen? Noch nie etwas von konventionellen Kraftwerken in Deutschland gehört?
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon weissnich » Mi Mär 08, 2023 19:41

für todde:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bislang- ... 70701.html
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Tinyburli » Do Mär 09, 2023 11:49

Ja, Weissnich, die Franzosen sind Pfuscher, dass die so unsichere Kraftwerke haben!
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon langer711 » Do Mär 09, 2023 12:21

Ölheizungen sollen nach 30 Jahren stillgelegt werden und Atomöfen werden repariert?
Also das ist ja mal was..
Dann wird die Flotte von Atomkesseln abgeregelt, weil kein Kühlwasser da ist und/oder Risse auftauchen.
Dann fehlt der Strom im europäischen Netz.
Dann geht Strom aus Deutschland nach Frankreich.
Und dann merken wir, das der Strom knapp wird im Winter, weil die Gaskraftwerke unsere stillgelegten Atomkocher ausgleichen mussten.

Ei, wat machen wir denn da?
Frieren sollen wir… alles wird gut.

Ist der Strom in Frankreich wenigstens teurer geworden, weil er knapp ist?

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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon beihei » Do Mär 09, 2023 13:25

Wieso.... Frankreich hat 56 AKW und weitere 14 sollen gebaut werden. Komisch anfangs waren es 6 neue AKW, aber vermutlich wurde die Zahl vorsorglich erhöht, denn das müssen Sie auch wenn man geil auf AKW ist. Ein Teil Kernschrott, ein Teil in der Instandsetzung/Wartung , ein Teil runtergefahren wegen Kühlungsproblemen. Der Vorrat sollte groß genug sein damit was geht.
Ich bin auch so . Mein Holzvorrat kann auch nicht groß genug sein...... aber derartige Probleme kenne ich bei meinem Brennholz nicht :wink: .
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon weissnich » Do Mär 09, 2023 18:11

dabei handelt es sich ja auch bei brennholz durchaus um spaltbares material :wink:

naja spaß beiseite.. die 14akws die sie da planen.. k.a. wieviel davon dann je fertig werden und an netz gehen.. die bekommen ja nichtmal eine baustelle geregelt.. bis also 14 neue ajw fertig sind sidn die alten alle durch..

aber das ist ja auch der plan.. man baut regenerativ aus faselt den bewohnern was von akws vor weil man ja immer gesagt hat die sind toll kann man ja nichtsa anderes sagen jetzt und die energiewende schiebt man einfach unter.. anders wirds in frnakreich nicht laufen können.. der franzose ist einfach zu stolz um den deutschen weg zu gehen und zuzugeben das deutschland recht hat :lol:
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Todde » Do Mär 09, 2023 18:55

weissnich hat geschrieben:der franzose ist einfach zu stolz um den deutschen weg zu gehen


Ich könnte mir vorstellen, dass die einfach nicht so dumm sind wie Deutschland und klimafreundlichen Strom herstellen wollen.
In 2022 hat Deutschland wieder ordentlich zugelegt mit dem Kohlestrom, wirklich peinlich unsere Energiewende.
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