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Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Todde » Do Aug 10, 2023 9:10

Die bist ein Beispiel dafür, dass in Deutschland nichts mehr voran geht.
Die Probleme erkennen und dann -> kann man nicht lösen :roll:
Probleme erkennen und Lösungen finden ist in Deutschland offenbar nicht mehr möglich, man rennt einfach weiter in den Abgrund, die Bremse wurde ja nicht erfunden.

Verteilen wir halt einfach Geld, welches nicht mehr vorhanden ist, das wird schon klappen.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fleischverkäufer » Do Aug 10, 2023 9:36

Die bist ein Beispiel dafür, dass in Deutschland nichts mehr voran geht.


Du bist ein Beispiel dafür, das du es nicht verstanden hast, das weder du noch ich das weder beeinflussen, geschweige denn ändern können. Sondern wir müssen mit dem Klar kommen, was der Gesetzgeber beschließt. Ob uns das passt oder nicht. Und daraus dann das beste machen. Und wenn wir so denken würden wie du, würden wir wahrscheinlich heute noch unsere Schweine noch in der Garage schlachten. Und uns den ganzen Tag über die Gesetze aufregen, statt sie umzusetzen, damit es weiter geht.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Todde » Do Aug 10, 2023 9:49

Das hier ist ein Diskussionsforum, da kann es vorkommen, dass unterschiedliche Meinungen vorgetragen werden.
Ob diese oder jene Meinung politisch umgesetzt wird, spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Und die derzeitigen Gesetze werden doch umgesetzt, die Folgen sind auch für jeden ersichtlich.


fleischverkäufer hat geschrieben:Und wenn wir so denken würden wie du, würden wir wahrscheinlich heute noch unsere Schweine noch in der Garage schlachten.

Wir sind mit Volldampf auf dem Weg dahin, bald wird man Schweine in D nur noch im Hinterhof schlachten und bei Tönnies werden Graspatties zusammengedrückt.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fleischverkäufer » Do Aug 10, 2023 10:03

Ja gut möglich. Ich habe mich nur längst damit abgefunden, das wir in D keine AKW mehr haben, und auch wohl nicht mehr bekommen werden. Du eben nicht, so ist das nun mal. Du machst dir deine Nerven unnötig damit kaputt, ich nicht. Und diese Diskussion ist so Überflüssig wie ein Kropf. Aus den von mir genannten Gründen.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fleischverkäufer » Do Aug 10, 2023 10:21

Und ich nehme auch für mich in Anspruch das ich KEIN Energieexperte bin. Und genauso wie ich im Netz unzählige Links finden könnte, wie Super Toll und Günstig doch Atomstrom ist, finde ich genauso viele die das Gegenteil behaupten. Wo die es genauso belegen können, das es in Wahrheit der teuerste Strom ist, wenn ich alle Kosten mit einrechne. Von der Gefahr mal ganz abgesehen, auch wenn es wie alles eine Wahrscheinlichkeit Rechnung ist, die aber bei nichts und nirgends etwas 100 % beträgt. Und da soll jeder für sich entscheiden, was er meint oder nicht, ändert sowieso nichts.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon weissnich » Do Aug 10, 2023 10:57

der todde lässt sich halt irgendwie immer von irgendwelchem scheiss berieseln den ändern wir nicht mehr :wink:

betriebsgenehmigungen haben die akws sogar noch.. nur eben nicht die genehmigungen fürs strom produzieren und einspeisen.. für die aks deren entsprechende zertifikate noch nicht 10+4 jahre abgelaufen sind könnte man welche erteilen.. allerdings eben nur bis ablauf.. also am 1.1.24 wäre dann wieder für alle schluss..

für neue zertifikate und genehmigungen müssen die akws dann auf den neusten stand der technik gebracht werden - kostne für die als letztes abgeschalteten akws grob geschätzt 8-10mrd pro kraftwerk.. enbw sagt das neckarwestheim 2 garnichtmehr zu reparieren und umzurüsten ist.. bei lingen macht es keinen sinn, weil der strom in norddeutschland kaum benötigt wird und eher redispatch verursacht als nutzen zu erzeugen. in der liste der angeblich 8 schnell wieder in betrieb zu nehmenden akws sind welche wo die leitungen bereits mit säure gereinigt wurden - das ist nicht revidierbar usw.

das pferd ist halt einfach tot.. auch weil es zu teuer ist es wieder zu zäumen und sich das nie rechnet.. was dann noch vergessen wird.. zur zeit haben wir so 50-100nuklearia deppen die ab und an mal vor nem alten akws ne demo machen und transparente enthüllen - wenn wir beginnen wollen würden alte akws zu reaktivieren sind da zehntausende

ich wohen ja ind er nähe des akw unterweser das rückgebaut wird.. hier regt sich schon wegen jedem kübel beton aus dem akw widerstand der entsorgt werden soll - freigemessen ohne strahlung, aber weil aus akw, kann man das ja nicht auf die mülldeponie usw.. brennelemnte lagerung schon jetzt ein riesen problem.. von endlager ist man weit entfernt.. alles probleme für die nachwelt.. so oder so.. für einen ganz kurzen spaß den wir mit dem strom hatten.. unsere generation sollte sich eher schämen für dieses scheiss und nicht noch versuchen das zu verlängern
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fleischverkäufer » Do Aug 10, 2023 12:14

Das ist aber wieder eine Pro und Contra Diskussion die in Deutschland !! nichts mehr bringt, die hätte man 2011 führen müssen. Wenn ich aber mal lese, das Weltweit gerade nochmal 57 Blöcke im Bau sind, aber 204 stillgelegt bzw. werden, dann wird das aber nicht mehr. Und wenn ich dann in Frankreich lese, der Prügel hätte 2012 fertig sein sollen, der ist immer noch nicht fertig. Kosten geplant 3,3 Milliarden € steht jetzt schon bei 13,2 !!Milliarden €, und noch kein Ende abzusehen,. Na, Ja, dann weiß ich auch nicht was da falsch oder richtig ist. Fakt ist anscheinend, die die Dinger im Bau Schweineteuer sind, im Betrieb günstig, und der Rückbau aber dann noch schweineteuererer.

https://www.grs.de/de/aktuelles/kernene ... tweit-2023
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Do Aug 10, 2023 12:36

Sind die Mitarbeiter der letzten stillgelegten AKWs alle entlassen oder umgesiedelt worden?
Meiner Kenntnis nach werden viele Mitarbeiter für den Rückbau eingesetzt.
Ein AKW fährt man ja auch nicht am 13.12 runter und damit ist alles vorbei.
Was ist beispielsweise mit den Brennstäben im Abklingbecken? Die müssen doch noch ein bischen abklingen und dafür muß auch die entsprechende Technik weiter einsatzbereit sein, oder?
Mit jedem Tag, den man verdödelt hat, die letzten 6 (?) AKWs wieder anzufahren, sinkt die Möglichkeit, für eine Reaktivierung. Für Gundremmingen C meine ich gelesen zu haben, daß der Generator/Turbine schon raus ist. Die Kühltürme sind wohl auch schon entkernt.
Vielleicht sieht das für Isar II und Emsland noch anders aus.

Beim Beginn der "Energiekrise", also dem Krieg in der Ukraine, hätte die Regierung eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten auf den Weg bringen müssen. Dann hätten wir jetzt bis zu 6 Blöcke am Laufen bzw. jetzt aktuell in Juli/August in der jährlichen Revision. Der Strompreis wäre sicher 10-20% günstiger, die Wirtschaft und die finanziell schwächeren Mitbürger wüden unter der Last der hohen Strompreise nicht so leiden.
Das wäre aber für die Grünen in der Regierung politischer Selbstmord gewesen.

Ergänzung: Man könnte ja die Hypothese aufstellen, daß wir die letzten AKWs jetzt noch am Laufen hätten, wenn vor 2 Jahren die Deutschen nicht diese Regierung gewählt hätte, sondern eine Regierung OHNE die Grünen. Die Mehrheit der Deutschen war bei Umfragen im letzten/diesen Jahr dafür, die AKWs bis auf weiteres laufen zu lassen.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fleischverkäufer » Do Aug 10, 2023 13:07

Sehr gute Fragen, wird hier wohl kaum einer beantworten können. Ich kann nur das schreiben, was mir der MA vom AKW Lingen gesagt hat, "da geht länger Nix mehr ". Was mir auch logisch erscheint, es stand jahrelang fest, wann die Prügel abgeschaltet werden. Und Betriebswirtschaftlich werden die auch nichts anders gemacht haben, das die keinen € mehr als Nötig investiert haben. Die Sicherheit muss gewährleistet werden, alles andere kann entfallen. Und sonst wären die schön blöd, wenn die das nicht so gemacht hätten. Und sonst hast du Recht " Wäre der Esel eine Katze würde er auf Bäume klettern ".
P.S. ein AKW ist kein Notstromaggregat. Ich denke du hast das gelesen, alles was da immer gemacht, verändert oder genehmigt werden muss, das wird immer in Jahren geplant und berechnet. Und ob man Mitarbeiter die vorher für den Betrieb zuständig waren, heute für den Rückbau gebrauchen kann, dafür braucht man schon eine blühende Fantasie.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Höffti » Do Aug 10, 2023 13:15

fleischverkäufer hat geschrieben: Und ob man Mitarbeiter die vorher für den Betrieb zuständig waren, heute für den Rückbau gebrauchen kann, dafür braucht man schon eine blühende Fantasie.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ak ... g-101.html

Zumindest in Bayern scheint man mehr Fantasie zu besitzen als in NRW.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Do Aug 10, 2023 13:43

Ich bin immer wieder erstaunt, daß Leute glauben, daß ein deutsches AKW die letzten Jahre auf Verschleiss gefahren worden wäre.
Das ist schlicht und einfach nicht wahr. Was erneuert werden mußte, weil Prüfer und TÜVis Defekte gefunden haben, das wurde getauscht.
Das lief nicht nach dem Motto: "ach kack was auf den Ölwechsel, die Karre wird eh in 5000 km verkloppt".

Es gibt allerdings in vielen industriellen Anlage Bauteile, die man nicht von der Stange kaufen kann, sondern die Monate oder auch Jahre vorher vorbestellt werden müssen. Deswegen werden solche Anlagen regelmäßig zerstörungsfrei geprüft, um beispielsweise die Korrosionsgeschwindigkeit abschätzen zu können. Und wenn der verantwortliche Ingenieur meint, daß ein Bauteil in 2 Jahren seine Verschleissgrenze erreicht haben wird, dann wird das Bauteil bei Lieferzeit von 1 Jahr entsprechend bestellt und die Anlage zu einem geplanten Zeitpunkt zur Reparatur runtergefahren. Der Fachmann spricht dann von Shut-Down. Dann werden alle Arbeiten erledigt, die notwendig sind, damit die Anlage den nächsten Turn ohne Zicken durchläuft. In der Industrie kostet ein ungeplanter Stillstand schnell mal mehrer 100.000 Euro am Tag. Dann investieren diese Industriebetriebe lieber mal regelmäßig ein paar Zehntausend Euro, um auf der sicheren Seite zu sein. Vom Schaden, den z.B. eine explodierende Anlage nach sich ziehen würde mal ganz abgesehen.
Und falls jetzt irgendwer meinen sollte, ich schreibe hier Blödsinn: Ne, ich spreche hier von meinem Job, also mein täglich Brot, mit dem ich und meine Kollegen täglich zu tun haben.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neuland79 » Do Aug 10, 2023 13:49

Bei den alten AKWs läuft mir immer ein Schauer über den Rücken. Laut Hören-Sagen ist die gesamte netztechnische Infrastruktur jahrzehntealt, weil man dort "keine Schraube" ändern darf. Soll heißen, die fahren auch noch mit Uraltschutztechnik. Ich weiß gar nicht, wer noch elektromechanischen Schutz prüfen kann. Manche Netzbetreiber haben ja auch noch "antike" Umspannwerke im Netz (Grüße in den Süden). Insofern bloß weg mit dem Schrott. Wenn AKW, bitte neu bauen oder komplett sanieren und ausmisten.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Do Aug 10, 2023 13:54

Mein bayerischer Trecker ist fast doppelt so alt wie Isar II und der Trecker läuft immer noch. Zuverlässige Technik, die 65 Jahre alt ist. :lol:

...Isar II hat allerdings mehr Stunden auf der Uhr.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neuland79 » Do Aug 10, 2023 13:58

Südheidjer, beim elektromechanischen Schutz musst aber die Federn nachspannen und alles so schöne Dinge. Sonst verstellen sich die Auslösebereiche und die Funktionalität der alten Schutzrelais ist auch sehr begrenzt. Da würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, dass im Ernstfall (und die Funktion von Schutz sieht man leider erst im Enrstfall) noch irgendetwas funktioniert. Die (Weiter)Entwicklung der Schutztechnik hatte einen Grund.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Manfred » Do Aug 10, 2023 14:37

Bei all den Kosten für die Atomkraft muss man halt ehrlich sein und feststellen, dass diese zu einem großen Teil selbst auferlegte Bürokratiekosten sind, die ein ein handlungsfähiges und -williges Parlament abschaffen könnte.

Ich bin selbst wenig begeistert von Atomkraft, wegen des Entsorgungsproblems.
Die Frage ist, welche Alternativen wir haben.

Alle halbwegs energiehungrigen Sparten der Wirtschaft benötigen 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag kostengünstige Energie, um international und bei fehlendem Außenschutz auch national wettbewerbsfähig zu sein.
Mit Wind und Solar kann man in D keine kostengünstige Ganzjahres- oder auch nur Ganztagesversorgung aufbauen.
Ausreichende Wasserkraft- oder sonstige ganzjahresfähigen kostengünstigen, regenerativen Erzeugungsmöglichkeiten haben wir eigenen Land nicht.
Und Industriestrom durch private Haushalte subventionieren zu lassen schadet gesamtwirtschaftlich mehr als es nützt.

Selbst den Wackelstrom durch billiges Russengas auszugleichen ist viel teurer als ihn gleich komplett aus Gas zu erzeugen, wegen der doppelten Infrastruktur und der schlechten Auslastung.

Über einen Mega-Pumpspeicher, wie man ihn z.B. durch Abtrennung der Ostsee schaffen könnte, wird nicht mal angedacht und wäre wohl auch politisch kaum durchsetzbar, da alle Anrainerstaaten mitmachen müssten.

Das muss halt alles mal ehrlich auf den Tisch und dann muss man überlegen was wir realistisch tun können.
Dazu sollte es einen offenen Ideenpool geben, wo jeder seine Infos und Vorschläge beisteuern kann und die aus gesamtheitlicher Perspektive sinnvollsten würden dann nach und nach umgesetzt.

In Nord- und Osteuropa gäbe es noch erhebliche Wasserkraftreserven, die wir uns vertraglich sichern könnten.
Natürlich sind wir dann weiter von Importen abhängig. Das sind wir bisher auch und müssen auch dafür bezahlen.
Wo solche Kapazitäten als Kurzzeitspeicher realisierbar sind, also durch Schwallbetrieb, als Pumpspeicher etc., sollten wir das zum Ausgleich von Wackelstrom nutzen.

Besonders energieintensive Industrien könnte man evtl. unter deutscher Beteiligung dahin verlagern, wo es günstige Wasserkraft gibt und direkte Seeanbindung für günstige Transporte gegeben ist, wie z.B. Island.

Die Industrie würde ich zudem komplett von Auflagen bezüglich des Energiebezugs befreien und die "Energiewende" auf die privaten Haushalte konzentrieren. Und zwar in der Form, dass Energie aus fossilen Energieträgern für private Haushalte durch Besteuerung zunehmend teuer gemacht wird. Und das nicht nur bei Heizenergie, sondern auch bei Kunststoffen etc.
Dann kann jeder entscheiden, wie er damit umgeht, ob er z.B. auf andere Energieträger / Produkte umsteigt, oder in Einsparung investiert etc.
Vorschriften zur Dämmung alter Gebäude, Verbote von Verbrennungsmotoren etc. gäbe es mit mir nicht. Das sollen die Verbraucher selbst entscheiden und die wirtschaftlichsten und beliebtesten Lösungen sich am Markt durchsetzen.
Bei einem grundsoliden, freistehenden Altbau mit absehbar noch langer Lebensdauer mögen dann evtl. Dämmmaßnahmen sinnvoll sein. Bei einer Bruchbude in der Restnutzungsphase, die absehbar die nächsten Jahrzehnte abgerissen wird, schaut es wieder ganz anders aus.
Für Rentner mit klein Häuschen auf dem Land, die nur wenig km im Jahr zum Einkaufen und Arzt etc. fahren könnte der Verbrenner-Kleinwagen noch sehr lange die beste Lösung sein, evtl. irgendwann mit synthetischem Treibstoff,
oder der Verbrenner-Geländewagen für den, der Zugleistung benötigt.
Es gibt so viele unterschliche Anwendungsfälle und Bedingungen wie Menschen in diesem Land.
Die Vorstellung en paar Politiker mit 5° Perspektive und ohne Schulabschluss könnten besser entscheiden, was zukunftsfähig ist, als 80 Mio. selbst denkende Menschen, ist völlig absurd.

Wo hohe Standards zur Energieeinsparung sinnvoll sind, ist natürlich der Neubaubereich.
Da sollen aber bitte nur die Anforderungen und nicht der Lösungsweg festgelegt werden.

Ein transeuropäisches Höchstspannungsleitungsnetz wäre sinnvoll, um die Erzeugung von Wackelstrom aus unterschiedlichen Quellen ausgleichen zu können. Die Chinesen haben sowas längst und bauen es weiter aus.

Stromtarife mit zeitechter Abrechnung gibt es ja inzwischen auch die ersten für Verbraucher, so dass langsam Lösungen für die zeitliche Steuerung des Energiebedarfs marktfähig werden, wo das sinnvoll umsetzbar ist.
Wie das Steuern von Heiz- und Kühlgeräten, das Einschalten von vorher gefüllten Wasch- und Spülmaschinen etc.
Auch in im gewerblichen Bereich gibt es ja durchaus Verbraucher, die sich sinnvoll steuern lassen.

Usw. usw.

Aber doch bitte nicht ohne jeden Sinn und Verstand und mögl. teuer mit dem Kopf durch die Wand, um den größtmöglichen Schaden anzurichten, so wie es bisher gemacht wird.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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