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Entschädigung Dürre

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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95 Beiträge • Seite 2 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 7
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Kreuzschiene » Do Sep 03, 2015 7:22

Ich schäme mich immer für meine jammernden Berufskollegen. Das ist manchmal unerträglich. Uns geht es doch gut. Überall neue Maschinen, Traktoren. Was soll das Jammern. Wem das Einkommen zu wenig ist, soll halt aufhören und an irgendeinem Fließband anheuern. Oder Flüchtlinge betreuen. Arbeit gibt es genug.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ulikum » Do Sep 03, 2015 8:21

Kreuzschiene hat geschrieben:Ich schäme mich immer für meine jammernden Berufskollegen. Das ist manchmal unerträglich. Uns geht es doch gut. Überall neue Maschinen, Traktoren. Was soll das Jammern. Wem das Einkommen zu wenig ist, soll halt aufhören und an irgendeinem Fließband anheuern. Oder Flüchtlinge betreuen. Arbeit gibt es genug.


:mrgreen:
das sind die Folgen wenn man keine Steuern zahlen will, dann wird die AfA in die Höhe getrieben und in einem nicht so gut laufenden Jahr kann dann der Kapitaldienst nicht mehr geleistet werden.

Was ich mich frage - was ist in einem sehr guten Jahr? :!:
zahlen dann diejenigen die jetzt Geld fordern auch mehr an Steuern an den Staat wegen der höheren Erträge? :lol:
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Frankenbauer » Do Sep 03, 2015 19:51

So weit ich weiß soll es Vorzugsdarlehen aus dem Hochwasserfond geben, mehr nicht. Kriegt jeder Handwerker auch von der KfW. Was ich nicht kann, was jeder "Handwerker" macht ist meine Kühe so lange zum Arbeitsamt schicken, bis ich wieder Futter (Arbeit) für sie habe. Zusätzlich zum Verlust durch die entgangene Leistung der Kühe muss ich diese auch recht billig hergeben, weil niemand in der Region Futter hat. Für jedes Tier und jedes Kilo Getreide, usw. fordern meine Abnehmer, wie vom Handwerker ein Begleitpapier auf dem ich "Garantie" übernehme, beim Vieh sogar für den gesamten Aufwand (Transport, Schlachtung, Beschau und Entsorgung), kann genau so existenzbedrohend sein wie für einen Handwerker. Schlimmer noch, wenn mein Getreide einen ganzen Silo z.B. mit Kornkäfern kontaminiert bin ich wieder dran.
Den netten Kollegen, die nicht ganze 10 Wochen in der "Großen Phase" vergeblich auf Regen gehofft haben sei ebenfalls etwas Demut angeraten, wie ihr abgesoffen seid hat ganz Bayern für Euch gespendet.
Hier erwischt es besonders die Bio- Betriebe, die massig Magerflächen für die Prämie haben und denen die wenigen guten Flächen weggebrannt sind und die "Zukunftsbetriebe". Wir Kleinen können mit kleiner Technik die ÖVF, Obstanlagen usw. nutzen, macht zwar mehr Arbeit, aber füttert auch. Ich hab noch dreißig ha zweiten (der wächst jetzt erst) und dritten Schnitt stehen, dazu noch ein paar ha Zwischenfrucht auf WG Flächen, die Arbeit verschiebt sich zwar nach hinten, aber es wird schon reichen, wenn nicht mach ichs wie die Kreuzschiene, subventionier mein Hobby mit meinem Gehalt.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon julius » Do Sep 03, 2015 21:23

Ulikum hat geschrieben:
Was ich mich frage - was ist in einem sehr guten Jahr? :!:
zahlen dann diejenigen die jetzt Geld fordern auch mehr an Steuern an den Staat wegen der höheren Erträge? :lol:


Das ist doch klar.
Keine Dürre, bedeutet deutlich höhere Erträge, beudetet mehr Milch, Fleisch, Grundfutter und Getreide zum Verkauf bei gleichem Erzeugerpreis, Da eine regionale Dürre die Börsenpreise nicht beeinflußt.
Was einen höheren Gewinn und natürlich eine höhere Steuerlast mit sich bringt.
Zuletzt geändert von julius am Do Sep 03, 2015 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
julius
 
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon julius » Do Sep 03, 2015 21:31

Kreuzschiene hat geschrieben:Ich schäme mich immer für meine jammernden Berufskollegen. Das ist manchmal unerträglich. Uns geht es doch gut. Überall neue Maschinen, Traktoren. Was soll das Jammern. Wem das Einkommen zu wenig ist, soll halt aufhören und an irgendeinem Fließband anheuern. Oder Flüchtlinge betreuen. Arbeit gibt es genug.


Das seh ich ganz anders. Du warst ja von der Düre kaum betroffen, ebensowenig wie ich. Du hast als Nebenerwerblandwirt bei Weizen 11 Tonnen/ha geerntet, die in den Trockengebieten nur die Hälfte bei fast gleichen Kosten.

Das die betroffenen ihr Leid im Forum posten ist doch vollkommen in Ordnung.

Oder über was sollte man den sonst in einem landw. Forum schreiben ?
Nur noch über Politik und Flüchtlinge ? :D Nein danke, das läuft 24 Stunden in der Glotze.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ulikum » Fr Sep 04, 2015 7:26

julius hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:
Was ich mich frage - was ist in einem sehr guten Jahr? :!:
zahlen dann diejenigen die jetzt Geld fordern auch mehr an Steuern an den Staat wegen der höheren Erträge? :lol:


Das ist doch klar.
Keine Dürre, bedeutet deutlich höhere Erträge, beudetet mehr Milch, Fleisch, Grundfutter und Getreide zum Verkauf bei gleichem Erzeugerpreis, Da eine regionale Dürre die Börsenpreise nicht beeinflußt.
Was einen höheren Gewinn und natürlich eine höhere Steuerlast mit sich bringt.

:mrgreen:
deine Antwort bedeutet dann in der Umkehr der Staat hilft ja auch bei der Dürre durch eine niedrigere Steuerlast.
Warum also sollte er noch weitere Hilfen bereitstellen ? -
und wenn ja werden die dann auch in guten Jahren unabhängig von der Steuer zurückgezahlt?
weil über mehr Steuern, siehe mein vorheriger Beitrag.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Teddy Bär » Fr Sep 04, 2015 10:00

Bisschen jammern darf man ja wohl noch.
Ich habe im Grünland auch Ertragsausfälle von bisher 50% schätze ich mal. Und die Mäuseplage verschlimmert das ganze noch.
Ich habe aber zum Glück eine Silagereserve vom letzten Jahr. Wenn die Rinder dann im Winter mehr Stroh in die Mischung kriegen, dann überstehe ich den Winter ohne exta Vieh zu verkaufen.
Schwierig wird es erst wenn 2 solch trockene Jahre aufeinander folgen würden. Weil wenn ich gezwungen bin meinen Viehbestand zu reduzieren, dann dauerts 3 bis 4 Jahre bis ich ihn wieder aufgebaut habe.

Im Ackerbau kann man sich ja gegen Witterungsschäden versichern, macht das keiner von euch?
Etwa die vereingte Hagel bietet das ja an. Einen Kostenvoranschlag machen die kostenlos. Im Getreide kriegt man da leider erst was ausgezahlt, wenn der Ertrag 1/3 niedriger ist als man sonst im Durchnitt hat. Was bei mir dieses Jahr nicht der Fall war. Anstatt 7,5t/ha nur 5,5t. Hätt ich also nur 5,0t/ha geerntet, hätte ich mehr verdient. Irgendwie komisch.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Sep 04, 2015 10:04

Auch Grundfutter kann man zukaufen. Kostet halt was. Und Getreide wird auch immer günstiger. Kann man zukaufen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Teddy Bär » Fr Sep 04, 2015 10:30

Kreuzschiene hat geschrieben:Auch Grundfutter kann man zukaufen. Kostet halt was. Und Getreide wird auch immer günstiger. Kann man zukaufen.

Das ist die Lösung des Problems, soll also keiner mehr jammern hier.
Futter zukaufen und fertig.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Fr Sep 04, 2015 10:53

ich habe da kein großes mitleid mit den Betrieben. Wer eh immer nur 6t erntet sollte sich vieleicht mal über eine beregnung gedanken machen. Das Geld hat man in wenigen Jahren wieder. Im übrigen waren in den letzten Jahren die Grundfutterpreise doch wohl extrem niedrig weswegen sich jeder Betrieb entsprechende Reserven hätte anlegen können. Als Futterbaubetrieb würde ich doch keine ruige Minute schlafen wenn ich nicht wenigstens 30-40% Reserve hätte!

Als schweinehalter hat mir auch keiner durch Jahrelange mieserable Ferkelpreise geholfen......
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Teddy Bär » Fr Sep 04, 2015 11:05

Muss ja kein Mitleid haben, Verständnis wäre besser.
Ich würde eher umgekehrt sagen, die Betriebe die immer 40% Grundfutter in Reserve haben, die haben zu wenig Vieh :lol:
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Fr Sep 04, 2015 12:07

Verstaendnis habe ich da noch viel weniger. Die biogassanlagen kriegen es ja auch hin sich reserven anzulegen. Wer auf ein produkt angewiesen ist, dass nur regional hergestellt werden kann und eine sehr geringe transportwuerdigkeit aufweisst, der muss halt aktives risikomanagment betreiben. Es gehoert heute aber anscheinend schon zum guten ton extrem zu wacbsen und das risiko auzzublenden.
Als schweinehalter habe ich zb auch massiv in guellelagerraum investert und bin voellig unabhaengig mit 12 monaen lagerraum.
Wer von 200 sauen auf 500 geht muss auch entsprechend mehr reserven einplanen. Die betriebe sollten vieleicht erstmal ihre hausaufgaben machen bevor sie sinnlos in groessenwachstum investieren.
solche jahre in denen zum teil 50 prozent an grundfutter zugekauft werden muss fressen doch die eigenkapitalbildung eines ganzen jahrzehnts auf! Mit ein wenig vorplanung lassen sich da hohe zweistellige renditen erziehlen....
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Sep 04, 2015 12:17

Estomil hat geschrieben:Verstaendnis habe ich da noch viel weniger. Die biogassanlagen kriegen es ja auch hin sich reserven anzulegen. Wer auf ein produkt angewiesen ist, dass nur regional hergestellt werden kann und eine sehr geringe transportwuerdigkeit aufweisst, der muss halt aktives risikomanagment betreiben. Es gehoert heute aber anscheinend schon zum guten ton extrem zu wacbsen und das risiko auzzublenden.
Als schweinehalter habe ich zb auch massiv in guellelagerraum investert und bin voellig unabhaengig mit 12 monaen lagerraum.
Wer von 200 sauen auf 500 geht muss auch entsprechend mehr reserven einplanen. Die betriebe sollten vieleicht erstmal ihre hausaufgaben machen bevor sie sinnlos in groessenwachstum investieren.
solche jahre in denen zum teil 50 prozent an grundfutter zugekauft werden muss fressen doch die eigenkapitalbildung eines ganzen jahrzehnts auf! Mit ein wenig vorplanung lassen sich da hohe zweistellige renditen erziehlen....


So ist das!
Bei mir liegt auch fast durchgängig Getreide rum, das für 1,5-2 Jahre Schweine füttern reichen würde. Ich würde es hassen, immer von der Hand im Mund leben zu müssen...
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Teddy Bär » Fr Sep 04, 2015 12:35

Schon erstaunlich wie manche Berufskollegen so über andere Betriebsausrichtungen denken.
Und wenn da dann ein Betrieb mal Probleme kriegt weil der Michpreis im Keller ist und gleichzeitig noch das Gras und der Mais im Feld verdorren, dann ist natürlich das alles nur dem betriebswirtschaftlichen Unvermögen des Betriebsleiters geschuldet.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Sep 04, 2015 12:41

Teddy Bär hat geschrieben:Schon erstaunlich wie manche Berufskollegen so über andere Betriebsausrichtungen denken.
Und wenn da dann ein Betrieb mal Probleme kriegt weil der Michpreis im Keller ist und gleichzeitig noch das Gras und der Mais im Feld verdorren, dann ist natürlich das alles nur dem betriebswirtschaftlichen Unvermögen des Betriebsleiters geschuldet.


Naja, ein Jahr sollte ich doch mindestens auf der hohen Kante bei vollen Ausgaben und null Einnahmen, oder?
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