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Entschädigung Dürre

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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95 Beiträge • Seite 4 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » So Sep 06, 2015 21:16

@Estomill.

An meiner Aussage und meine Meinung zu diesem Thema ( Steuern ) hat sich rein garnichts geändert.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » So Sep 06, 2015 23:05

marius hat geschrieben:Aber alle Baubetriebe schicken ihre Arbeiter von November bis März nachhause, die werden in dieser Zeit vom Steuerzahler bezahlt, und ab März übernimmt sie wieder der Arbeitgeber.

Wenn das keine Gelder vom Steuerzahler sind, dann weiß ich auch nicht.

Da gibts sicher nochmehr Beispiele und Gelder für Gewerbebetriebe, aber damit befasse ich mich nicht, da mußt du dich als Chef schon selber informieren.

Muß ich nicht, ich weiß es schon.
Wir müssen in diverse (nicht-staatliche) Kassen einzahlen (z.B. SoKaBau ein Begriff?), welche die Lohnkosten für das Personal übernehmen.
Da deren Glaspaläste und Pensionen aber auch bezahlt werden wollen, bekommen wir im Gesamten deutlich weniger raus als wir einbezahlen. Toll, oder nicht?

In unserem Betrieb gibt's ein Jahresarbeitszeit-Konto, so dass jeder selbst bestimmen kann ob er im Winter (der übrigens in der Regel von Mitte/Ende Dezember bis Anfang/Mitte März geht, also 2-3 Monate) "stempeln geht" oder durch Mehrarbeit in der Saison im Winter bei vollen Bezügen zuhause bleiben kann.

Eigentlich ein Irrsinn für mich, weil ich die tollen Kassenbeiträge in jedem Fall zusätzlich bezahlen muss.
Leider garantiert mir die tolle Kasse aber nicht, dass meine Mitarbeiter auch brav im März wieder alle bei mir anfangen wollen.
Wenn dann das Frühjahr losgeht und man fast ohne Leute da steht, wird's lustig.

So, wie war das jetzt noch mal mit dem Geld der Steuerzahler :roll: ?

Dagegen frage ich Dich:
- Wie viele Steuern bezahlst Du für Deinen Traktor? (Der auch Abgase ausstößt und mal auf der Straße fährt und sie dadurch verschleißen lässt)
- Wer muss für Diesel mehr bezahlen, damit Du ihn verbilligt bekommst?
- Wer bezahlt das, was Du bekommst wenn Du auf einer Fläche einfach nichts machst?
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Man macht einfach nichts mehr auf einer Fläche und hat nachher mehr Geld (vom Steuerzahler) in der Tasche, als wenn man diese bearbeitet hätte :roll: :roll:
Wenn das nicht so wäre, würde es keiner machen.
- Wer bezahlt die Differenz, wenn die steuerliche Pauschalierung Deines Betriebes immer oder überwiegend zu Ungunsten der Allgemeinheit ausgeht?
- Wer bezahlt die vielen anderen "kleinen" Subventionen, Prämien und Hilfen, die man als Landwirt so erhält? Alle Möglichen hier aufzuführen würde mich Stunden kosten...

Ja, wer bezahlt die nun???
Wer????
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Elisa » So Sep 06, 2015 23:59

Wenn man da soviel Kohle fürs Nichtstun bekommt dann frage ich mich warum du nicht auch diesen weg gehst?
Besorg dir Flächen und werde mit Nichtstun reich!



Aber bitte jetzt keine Ausflüchte warum das gerade bei dir nicht klappen kann.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » Mo Sep 07, 2015 0:20

marius hat geschrieben:- Wer bezahlt das, was Du bekommst wenn Du auf einer Fläche einfach nichts machst?
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Man macht einfach nichts mehr auf einer Fläche und hat nachher mehr Geld (vom Steuerzahler) in der Tasche, als wenn man diese bearbeitet hätte :roll: :roll:


Das trifft dann wohl auf dich zu. :D
Du hast laut deinen Beiträgen teilweise schon seit jahrzehnten Schlepper im Besitz und einen Wald. Ich gehe davon aus das ihr früher einen landw Betrieb hattet und nun verpachtet habt.
Aber es stimmt. Nichtlandwirte, Exlandwirte oder Erben von landw Betrieben, die ihre Flächen verpachtet haben kassieren dickes Pachtentgeld ( womöglich wurde das Milchkontingent früher auch noch verpachtet oder verkauft ) und machen sich keinen Finger dabei krumm. Ich kenn solche Pappenheimer. Trotz dieses Geldsegens ( Pacht ) beschweren diese Profiteure sich dann noch über Subventionen in der Landwirtschaft. Obwohl sie direkt davon profitieren.

Das betrifft somit Nichtlandwirte oder ehemalige Landwirte. Aktive Landwirte können die Suppe auslöffeln und sich nichts anbauen nicht erlauben. Das kommt ein dickes Minus raus. Bei den Verpächter ohne Risiko und ohne jegliche Festkosten funktioniert das " Nichtstun " mit ihren Flächen hingegen schon.

Aber ich mach einen Vorschlag. Nimm deine Flächen einfach zurück und aktiviere wieder deine Landwirtschaft.
Oder falls du keine hast : pachte einfach einen Betrieb der aufhört, davon gibts doch genug.
Dann kannst du spielend dieses Geld verdienen wenn das so einfach ist. :D

Was gewerbliche Unternehmen/Industriebetriebe an Milliarden an Steurgelder pro Jahr geschenkt bekommen und an Steuererleichterungen kassieren hatte ich schon beschrieben. Hier nur einige wenige kleine Auszüge dieser Milliarden.

http://www.jarass.com/home/index.php/DE ... nternehmen

http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-rec ... 65634.html

http://www.fr-online.de/wirtschaft/appl ... 31466.html

Auch das Unternehmer deutlich weniger für Strom bezahlen als Landwirte.

http://www.t-online.de/wirtschaft/energ ... -sein.html

Unterm Strich werden Landwirte gegenüber einem Unternehmer sicher nicht bevorzugt. Ich würde sogar behaupten das Unternehmer deutlich mehr vom Staat abgreifen als Landwirte. Unternehmer und Gewerbebetriebe wie Du sollten sich anhand dieser Artikel schämen. Was da betrieben wird ist in meinen Augen Diebstahl an der Allgemeinheit. Abwrackprämie, Rettungsmillionen für einzelne Unternehmer ( Holzmann ) und weitere Geldgeschenke für euch Unternehmer wurden schon erwähnt. Alles zu Lasten der Steuerzahler. Die wachsende Molkerei hier in der Nähe sowie der Schlachthof bekamen ebenfalls wieder einige Millionen an Steuergelder geschenkt stand in der Presse.

Zum Schluß, da du dieses Thema im Forum immer wieder anschneidest : Ich würde mir überlegen ob es eine gute Idee ist sich in einem landw Forum anzumelden und dann auf Subventionen oder wie hier auf dürregschädigte Landwirte draufzuhauen obwohl Unternehmer mit geldgeschenken deutlich bevorzugt werden.
Vielleicht wärst du in einem Verbraucherforum besser aufgehoben ? Dann wäre jedem geholfen ?
Ist nicht böse gemeint sondern ein Vorschlag zum Abschluß dieses Gesprächs. Denn hier gehts um Dürreschäden und deren Entschädigung.
Wenn Du Subventionen oder Steuererleichterungen der Landwirte anprangern willst, solltest du einen neuen Thread eröffnen. Dort gerne. Aber dann bitte mit offenen Karten spielen und die Erleichterungen, Steuerermäßigungen, Konjunkturprogramme und andere Geldgeschenke die Unternehmer ( Nichtlandwirte ) erhalten und die ich nur zum kleinen Teil erwähnt habe, ebenfalls aufführen.
Zuletzt geändert von marius am Mo Sep 07, 2015 0:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon T5060 » Mo Sep 07, 2015 0:29

Wir produzieren 70 % unseres Stroms selbst zu 15 Cent und verdienen dabei noch eine 6 % ige Verzinsung des eingesetzen Kapitals
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon steel. » Mo Sep 07, 2015 7:51

togra hat geschrieben:Muß ich nicht, ich weiß es schon.
Wir müssen in diverse (nicht-staatliche) Kassen einzahlen (z.B. SoKaBau ein Begriff?), welche die Lohnkosten für das Personal übernehmen.
Da deren Glaspaläste und Pensionen aber auch bezahlt werden wollen, bekommen wir im Gesamten deutlich weniger raus als wir einbezahlen. Toll, oder nicht?

In unserem Betrieb gibt's ein Jahresarbeitszeit-Konto, so dass jeder selbst bestimmen kann ob er im Winter (der übrigens in der Regel von Mitte/Ende Dezember bis Anfang/Mitte März geht, also 2-3 Monate) "stempeln geht" oder durch Mehrarbeit in der Saison im Winter bei vollen Bezügen zuhause bleiben kann.

Eigentlich ein Irrsinn für mich, weil ich die tollen Kassenbeiträge in jedem Fall zusätzlich bezahlen muss.
Leider garantiert mir die tolle Kasse aber nicht, dass meine Mitarbeiter auch brav im März wieder alle bei mir anfangen wollen.
Wenn dann das Frühjahr losgeht und man fast ohne Leute da steht, wird's lustig.

So, wie war das jetzt noch mal mit dem Geld der Steuerzahler :roll: ?

Dagegen frage ich Dich:
- Wie viele Steuern bezahlst Du für Deinen Traktor? (Der auch Abgase ausstößt und mal auf der Straße fährt und sie dadurch verschleißen lässt)
- Wer muss für Diesel mehr bezahlen, damit Du ihn verbilligt bekommst?
- Wer bezahlt das, was Du bekommst wenn Du auf einer Fläche einfach nichts machst?
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Man macht einfach nichts mehr auf einer Fläche und hat nachher mehr Geld (vom Steuerzahler) in der Tasche, als wenn man diese bearbeitet hätte :roll: :roll:
Wenn das nicht so wäre, würde es keiner machen.
- Wer bezahlt die Differenz, wenn die steuerliche Pauschalierung Deines Betriebes immer oder überwiegend zu Ungunsten der Allgemeinheit ausgeht?
- Wer bezahlt die vielen anderen "kleinen" Subventionen, Prämien und Hilfen, die man als Landwirt so erhält? Alle Möglichen hier aufzuführen würde mich Stunden kosten...

Ja, wer bezahlt die nun???
Wer????



Das sagt ausgerechnet einer der eine Gartenbaufirma hat. Pro Stunde kassierst du für deine Arbeit 60-70 Euro brutto. Deinen Angestellten bezahlst du lächerliche 12 oder 13 Euro brutto und kassierst dafür ebenfalls 60-70 Euro incl Mwst dazu Maschinenkosten und Anfahrt extra.
Das ist moderner Sklavenhandel gegenüber deinen Angestellten, während du dir eine goldene Nase verdienst.
Über die Wintermonate bezahlt das Arbeitsamt deine Angestellen, während du im Keller das Geld stapelst. Das sollte die Politik abstellen. Deine Angestellten solltest über den Winter selber aus eigener Tasche bezahlen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Mo Sep 07, 2015 10:01

Wer angestellte beschaeftigt der muss halt auch wenigstens 30% an denen verdienen. Was im handwerksbereich an angestellten verdient wird ist doch eh laecherlich im vergleich zu angestellten in der industrie oder zb auch in der landwirtschaft. An den 50 euro brutto hat die firma in der regel doch keine 5 euro verdient. Neben urlaub und krankheit muessen ja auch noch sozialabgaben, diverse umlagen wie bg, schlechtwetter oder u2 bezahlt werden. Dazu kommt das so einige stunden erst garnicht abgerechnet werden koennen. Angebotserstdllung buchhaltung, lager und kommissionieren etc. ein oertlicher klemptner hat bereits nen 30 ha hof komplett dadurch gebracht....

Im vergleich dazu kann ich mit ner hilfskraft die 2000 euro kostet ja locker 4000 schweine halten. Die spielt ja locker das x fache wieder ein und rechnet sich auch ohne wachstum in der regel bereits durch leidtungssteigerungen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon simmal1 » Mo Sep 07, 2015 10:02

Ich möchte auch eine Entschädigung dafür, dass meine Aktienkurse engebrochen sind.
"Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher"- Vito Corleone
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon julius » Mo Sep 07, 2015 12:08

simmal1 hat geschrieben:Ich möchte auch eine Entschädigung dafür, dass meine Aktienkurse engebrochen sind.


Eine Entschädigung für Dummheit gibts nicht.
Zumindest noch nicht. :lol:
Dein verlorenes Geld hat jetzt ein anderer Börsenteilnehmer der klüger war und rechtzeitig verkauft hat.
Eine Entschädigung für Dürreopfer halte ich hingegen für gerechtfertigt. Das ist höhere Gewalt. Den Flüchtlingen wird auch mit Milliardenhilfen unter die Arme gegriffen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Mo Sep 07, 2015 21:54

@Marius:
Ich habe keine Lust, jetzt noch groß weiter zu diskutieren.
Nicht, weil ich keine Argumente habe sondern die Diskussion seitenlang wird ohne je zu einem "Ergebnis" zu kommen; wenn es überhaupt eins gibt.
Nur so viel: Ich selbst habe in meinem Leben noch keinen € Direktzahlungen/Förderungen/Hilfen etc. erhalten.
Schon gar nicht aus der Landwirtschaft.

Aber ein Beispiel für Geld für's Nichtstun:
Ein guter Freund, Vollerwerbler mit 450ha, legt Flächen still und sät Blumen drauf. Wie das Programm heißt weiß ich leider nicht.
Nun bekommt er dafür eine Prämie. Die bekommt er aber nicht von seiner Frau oder dem örtlichen Imker-Verein, sondern vom Steuerzahler.
Dann kommt die Zeitung und berichtet über das "selbstlose" Handeln zur Bewahrung der Umwelt.
Am schönsten war dann sein Satz: "Die Prämie sei aber deutlich geringer als die Einnahmen (nicht Gewinn!!), die er bei weiterer Bewirtschaftung erzielen könne"
Wow, da verzichtet einer freiwillig auf Geld damit die Blumen blühen.... :roll:
Aber siehe da: Kritisch nachgefragt stellt man fest, dass die fehlenden Ausgaben z.B. für Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Erntekosten usw. bei der "Rechnung" in der Zeitung gar nicht berücksichtigt wurden. :shock:
Unter'm Strich bleibt ihm ein Plus, und zwar gar nicht wenig (nahezu 30% gab er dann zu :roll: )
Dass er dabei besonders steile und/oder wenig ertragreiche Stücke stillgelegt hat, gibt dem Ganzen eine besondere Note... :prost:

Ich neide ihm das nicht (und auch keinem anderen Landwirt).
Ich hasse Subventionen allgemein, weil sie den Markt verzerren und ungerecht sind (der eine bekommt sie, der andere wieder nicht).
Sie erhalten auf Kosten der Allgemeinheit Sachen am Leben, die so nicht existieren könnten.
Die Landwirtschaft sollte es eigentlich ohne können, aber Atomkraft oder die Steinkohleförderung z.B. hätten in D nie existiert.

Was ich aber noch viel mehr hasse ist, wenn laufend gejammert wird wie schlecht es einem geht, wenn dem nicht so ist.
Und gerade das ist in der Landwirtschaft (habe einige Landwirte in meinem Freundeskreis :D ) leider sehr weit verbreitet.
Dass man in der Diskussion über Agrarsubventionen auch mal die Konfrontation in einem LW-Forum hat, finde ich nicht schlimm;
Mit Niveau geführt, kann jeder etwas lernen.

Du kritisierst immer die Steuergeschenke an die Unternehmen, führst aber als Beispiel nur Großkonzerne an.
Was bitte hat ein kleiner Handwerksbetrieb mit z.B. 5 Angestellten mit Weltkonzernen wie z.B. Google oder Ikea zu tun??
Dass deren Steuerliches Gebaren nicht richtig ist, da bin ich voll bei Dir.

Da Du gerne offene Karten haben möchtest, zeige mir die Geldgeschenke für einen kleinen GaLaBau-Betrieb, und wo ich Sie abholen kann.
Ich weiß nicht wo sie sind; kann mir auch keine teuren Berater leisten, die das für mich ermitteln.

Dazu kurz: Es gibt z.B. den §35 EStG, der Handwerkerleistungen steuerlich begünstigt.
Davon habe ich aber rein gar nichts: Ich habe nicht mehr Geld, bin nicht vor Wettbewerb geschützt und kein Mensch beauftragt einen Handwerker ausschließlich nur, damit er ein paar Steuern sparen kann.
Deswegen ist diese Subvention sinnlos und gehört genau so abgeschafft. Die Bevölkerung zahlt woanders ihren "Sparvorteil" einfach wieder drauf :roll: :roll:

Strom bezahlen wir alle auch voll.
Subventioniert werden z.B. Aluminiumhütten oder Stahlwerke.
Auch hier bezahlt sich die Bevölkerung den Erhalt der Arbeitsplätze selbst.
Volkswirtschaftliches Vorankommen sieht anders aus....

Noch einmal:
Ich will keine Subventionen für Landwirte anprangern, kann nur die ewige Leier von "uns geht's so schlecht und keiner hilft uns" nicht mehr hören.
Auch kann man dem Landwirt selbst gar keinen Vorwurf machen, wenn er die Geschenke der Allgemeinheit ausschlägt.
Würde ich genau so tun.

Von mir aus sollst Du Deine Entschädigung für Dürre bekommen, wenn Du sie, sagen wir in den nächsten 5 Jahren kostenmäßig inkl. Zinsen für die Allgemeinheit "neutralisierst".
Sonst können wir ja gleich sagen: Jeder Landwirt bekommt einfach Summe "X" vom Staat, egal was er tut.
In schlechten Jahren rumheulen und nach Hilfe schreien (und auch noch bekommen), aber wenn's gut läuft den Mund halten und die Kohle für sich beiseite schaffen.

Abschließende, nochmalige Bitte: Zeige mir die Geldgeschenke, die auf mich warten (und nicht auf Großkonzerne).
Ich will Dir vorher sagen, dass ich meine Beruf über alles Liebe und mit niemandem tauschen will.
Auch wenn ich dabei sicher weiß, dass man wo anders für viel weniger Arbeit viel mehr Geld bekommt. Teilweise sogar ohne was dafür zu tun.... :prost:

steel. hat geschrieben:Das sagt ausgerechnet einer der eine Gartenbaufirma hat. Pro Stunde kassierst du für deine Arbeit 60-70 Euro brutto. Deinen Angestellten bezahlst du lächerliche 12 oder 13 Euro brutto und kassierst dafür ebenfalls 60-70 Euro incl Mwst dazu Maschinenkosten und Anfahrt extra.
Das ist moderner Sklavenhandel gegenüber deinen Angestellten, während du dir eine goldene Nase verdienst.
Über die Wintermonate bezahlt das Arbeitsamt deine Angestellen, während du im Keller das Geld stapelst. Das sollte die Politik abstellen. Deine Angestellten solltest über den Winter selber aus eigener Tasche bezahlen.

Nur, damit es für die Ewigkeit festgehalten bleibt.
Ob nun §186 oder schon §187StGB erfüllt sind, mag ein Gericht klären.
Ansonsten ist dieser Beitrag so abgrundtief niveaulos, darauf zu antworten ist die Abnutzung der Tastatur nicht wert.....

julius hat geschrieben:Eine Entschädigung für Dürreopfer halte ich hingegen für gerechtfertigt. Das ist höhere Gewalt.

Dann unterscheide aber bitte zwischen wirklichen "Opfern" und denen, die mal einfach dieses Jahr weniger oder vielleicht auch gar nichts verdient haben.
Dauerregen wäre in unserer Branche auch höhere Gewalt, trotzdem hilft uns keiner.
Habe ich als Landwirt also eine Lebensberechtigung höheren Ranges?
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Mo Sep 07, 2015 22:08

Wo bitte gibts denn Geld fürs nichts tun?

Das sollten dann ALLE Landwirte mal mit ihren gesammten Flächen mitmachen.

Dann können die Superschlauen mal zusehen wo sie ihr Essen herbekommen.
Am Besten ihr fresst dann irgendwelchen Dreck aus China.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Frankenbauer » Mo Sep 07, 2015 22:33

Jetzt bin ich aber ganz traurig und schau mal zu meinem Schulkollegen mit seinem Gartenbaubetrieb rüber und bring ihm was zu essen!

Im Ernst: Ich hab noch nie einen Unternehmer gesehen, der von der administrativen Seite seines Unternehmens so wenig Ahnung hatte wie mein Vorschreiber zu haben vorgibt.
GaLa Bau Betriebe hier in der Region haben mehr als zwanzig Angestellte und von denen ist im Winter auch niemand daheim, dann laufen die Schlepper und LKWs im Winterdienst und da auch die Fahrzeuge immer mehr und immer moderner werden, geh ich nicht davon aus, dass deren Geschäfte so schlecht laufen. O.g. Schulkollege hat soeben ein Ausstellungsgelände eröffnet, das der Landesgartenschau Konkurrenz macht, da zeigt er alles, was er und seine gutbezahlten Mitarbeiter alles können. Das hat bestimmt nichts gekostet, oder? Der und auch die anderen Betrieb arbeiten im großen Stil mit Landwirten zusammen, sei es über die Vergabe von Arbeiten über die MR DL oder den Einkauf von Rohstoffen, wie Stroh, Miscantus, Holz (gerade ist Weidenschnitt begehrt, Haselruten nimmt er auch).

Gruß

Werner
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Frankenbauer » Mo Sep 07, 2015 22:37

Ferengi hat geschrieben:Wo bitte gibts denn Geld fürs nichts tun?
An Regentagen auf der Landesgartenschau, aber nur wenn Du GaLa Betrieb mit festem Pflegevertrag bist. Dann bekommst Du täglich Geld fürs Giesen, auch wenns gerade 20l geregnet hat.
Das sollten dann ALLE Landwirte mal mit ihren gesammten Flächen mitmachen.

Dann können die Superschlauen mal zusehen wo sie ihr Essen herbekommen.
Am Besten ihr fresst dann irgendwelchen Dreck aus China.


Mit Vorschreiber meinte ich nicht Ferengi!

Gruß

Werner
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Mo Sep 07, 2015 23:29

@all
Ich bin müde vom Schreibtisch, werde aber nochmal antworten. :prost: n8
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » Di Sep 08, 2015 21:00

togra hat geschrieben:@Marius:
Ich habe keine Lust, jetzt noch groß weiter zu diskutieren.



Das würde ich dir auch raten. :mrgreen:
Mit deinen fragwürdigen Aussagen machst Du dir keine Freunde hier im Forum, sondern entpuppst dich als Bauernfeind.
Deine Aussagen passen in andere Foren wo über Landwirte permanent gelästert wird. Wie wärs dort mit einer Anmeldung ?

Wenn Landwirte Geld fürs Nichtstun bekommen, frage ich mich wo denn die Überproduktion herkommt ?
Die würden doch beim Nichtstun deutlich mehr verdienen als wenn sie arbeiten und zum Spottpreis verkaufen ?

Allerdings trifft dann die Aussage von Ferengi zu. Wenns hierzulande nichts mehr zu fressen gibt, kann Müll aus dem Ausland von zwielichten landwirtschaftlichen Großfabriken importiert werden. Ob es die dann zum gleichen Spottpreis gibt, oder wirds dann deutlich teurer ? Wohl letzteres. :mrgreen:
Zuletzt geändert von marius am Di Sep 08, 2015 21:14, insgesamt 2-mal geändert.
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