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Entschädigung Dürre

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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95 Beiträge • Seite 5 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » Di Sep 08, 2015 21:06

togra hat geschrieben:Dann unterscheide aber bitte zwischen wirklichen "Opfern" und denen, die mal einfach dieses Jahr weniger oder vielleicht auch gar nichts verdient haben.
Dauerregen wäre in unserer Branche auch höhere Gewalt, trotzdem hilft uns keiner.
Habe ich als Landwirt also eine Lebensberechtigung höheren Ranges?


Dann schickst du deine Angestellten nachhause in Urlaub. Das ist gesetzlich zulässig. Der Urlaub wird dann eben verschoben. Wo ist das Problem ?
Ein Landwirt hat bei Dürre nicht nur keine Einnahmen sondern muß die Ausgaben tragen. Bei dir steht höchstens der LKW oder die Rüttelplatte einige Tage still. Das ist doch wirklich kein Problem wenns eh auf die Urlaubstage umgemünzt wird und es entstehen keine weiteren Unkosten.
Und außerdem. Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung. Vorausschauende Chefs sorgen vor.
Es gibt immer Baustellen und Arbeiten die bei Regen vollzogen werden können. Da ist vorauschauendes denken nötig.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Di Sep 08, 2015 21:51

Frankenbauer hat geschrieben:GaLa Bau Betriebe hier in der Region haben mehr als zwanzig Angestellte und von denen ist im Winter auch niemand daheim...etc.

Schön, das freut mich für ihn; und alle anderen auch.
Ich verstehe aber nicht, was Du mir damit jetzt sagen willst. (Weil ich halt nicht superschlau bin :wink: )
Frankenbauer hat geschrieben:Im Ernst: Ich hab noch nie einen Unternehmer gesehen, der von der administrativen Seite seines Unternehmens so wenig Ahnung hatte wie mein Vorschreiber zu haben vorgibt.

Auch das verstehe ich nicht ganz; erklär' es mir noch einmal, bitte.
Frankenbauer hat geschrieben:An Regentagen auf der Landesgartenschau, aber nur wenn Du GaLa Betrieb mit festem Pflegevertrag bist. Dann bekommst Du täglich Geld fürs Giesen, auch wenns gerade 20l geregnet hat.

Ok.
Wenn pauschal abgerechnet wird bekommst Du aber auch nicht mehr, wenn Du 4 mal hinrennen musst weil's schweineheiß ist.
Und wenn nach Einsatz abgerechnet wird, können (und müssen) unsinnige Einsätze von der Rechnung gestrichen werden.
Erfolgt eine Abrechnung, obwohl gar kein Einsatz erfolgte, ist das Betrug.
Wo ist jetzt der Fehler?
Und wie viele Betriebe könnten über welchen Zeitraum von einer solchen "Subvention" profitieren?
Ferengi hat geschrieben:Wo bitte gibts denn Geld fürs nichts tun?

Frag mal die, die zwischen Deinem Weizen und meinem Bäcker hängen.
Die, die produktiv am wenigsten tun (manche schreiben nur einen Liefer-/Umladeschein und eine Rechnung), kassieren am meisten.
Ferengi hat geschrieben:Am Besten ihr fresst dann irgendwelchen Dreck aus China.

Will ich gar nicht.
Ich möchte für ein Produkt so viel bezahlen, dass alle daran Beteiligten ein Auskommen haben.
marius hat geschrieben:Dann schickst du deine Angestellten nachhause in Urlaub.

Preisfrage an Dich: Wie viel kostet ein Angestellter die Firma an einem Urlaubstag? (Bitte gleich für "Krankheitstag" mit antworten).
marius hat geschrieben:Es gibt immer Baustellen und Arbeiten die bei Regen vollzogen werden können. Da ist vorauschauendes denken nötig.

Bestimmt.
Und Du weißt auch ganz sicher, dass das dann wirtschaftlich ist? Mit "wirtschaftlich" meine ich: Nicht noch mehr drauflegen als ohnehin schon, also das Defizit begrenzen.
Dann hättest Du ja auch "vorausschauend" bewässern können.
Oder Deine Flächen komplett an einen Wanderzirkus oder Fußballverein verpachten können; wo doch alles so einfach ist, wenn man nur vorausschauend denkt
Außerdem "fliegen" einem Baustellen nicht einfach immer und überall zu.
Ich kann nicht einfach beim Nachbarn klingeln und sagen: "Wir tapezieren heute Ihr Wohnzimmer, weil wir drüben nichts machen können; auch wenn Sie das gar nicht beauftragt haben. Macht dann 3000€".
Du kannst Dir sicher sein, dass ich Rahmen der Möglichkeiten alles versuche, damit keiner zu hause bleiben muss.
marius hat geschrieben:Bei dir steht höchstens der LKW oder die Rüttelplatte einige Tage still. Das ist doch wirklich kein Problem wenns eh auf die Urlaubstage umgemünzt wird und es entstehen keine weiteren Unkosten.

Ich sag's mal ganz direkt: Du hast absolut keine Ahnung, was ein Maschinen- und Personalpark in unserem Gewerk für Fixkosten hat. Du weißt auch eigentlich überhaupt nicht, was ein Angestellter im Monat kostet (ob er arbeitet oder nicht).
Meine Fixkosten pro Tag sind höher, als Dich Dein 200PS Schlepper im Jahr an Unterhalt kostet.
Trotzdem maule ich nicht, man muss eben damit klar kommen. Alternative ist: Betrieb schließen. Der Staat hilft einem jedenfalls nicht.
marius hat geschrieben:Mit deinen fragwürdigen Aussagen machst Du dir keine Freunde hier im Forum, sondern entpuppst dich als Bauernfeind.

Ich brauch' keine "Freunde" hier im Forum, was hätte man davon.
Bauernfeind bin ich aber trotzdem sicher nicht.

Ich habe versucht, Dir kritisch aber höflich ein paar Fragen zu stellen.
Wenn Du das so auffasst, als ob ich Dich und alle Bauern hassen würde, bitteschön.

Dann zeige mir noch kurz die Geldgeschenke, dann ist es für mich gut.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Di Sep 08, 2015 22:19

togra hat geschrieben:
Ferengi hat geschrieben:Wo bitte gibts denn Geld fürs nichts tun?

Frag mal die, die zwischen Deinem Weizen und meinem Bäcker hängen.
Die, die produktiv am wenigsten tun (manche schreiben nur einen Liefer-/Umladeschein und eine Rechnung), kassieren am meisten.


Lenk nicht vom Thema ab.
Du hast behauptet die Bauern würden Geld fürs nixtun bekommen.
Also sag an wo.


marius hat geschrieben:
Allerdings trifft dann die Aussage von Ferengi zu. Wenns hierzulande nichts mehr zu fressen gibt, kann Müll aus dem Ausland von zwielichten landwirtschaftlichen Großfabriken importiert werden. Ob es die dann zum gleichen Spottpreis gibt, oder wirds dann deutlich teurer ? Wohl letzteres. :mrgreen:


Rein vom Geld her ist der ausländische MÜLL definitiv billiger.
Der PREIS ist dann halt eine massiv steigende Krebsrate, Missbildungen bei Kindern, etc.
Aber das merkt man ja erst nach vielen vielen Jahren.
Und ob sich der Zusammenhang dann wirklich so beweisen läßt, das selbst Gretchen Modermöse es begreift...
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Di Sep 08, 2015 22:44

Ferengi hat geschrieben:Also sag an wo.

Sei net so frech :)
Weiter oben steht's, Du musst es nur lesen :wink:
Oder wie würdest Du die Tätigkeit beschreiben, Blumen beim Wachsen zu zusehen?

Und dann denk' mal ein paar Jahre zurück, wie war das nochmal mit der Stilllegungsprämie?
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Di Sep 08, 2015 22:58

Stilllegungsprämie war Leuteverarscherrei.


Und zu deiner Blumenwiese...
Säät die sich von selbst an?
Erledigt die auch die ganze schwachsinnige Buchhaltung?
Füttert die das Vieh?
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Di Sep 08, 2015 23:12

Ferengi hat geschrieben:Säät die sich von selbst an?

Nein, erntefähiger Weizen aber auch nicht.
Ferengi hat geschrieben:Erledigt die auch die ganze schwachsinnige Buchhaltung?

Nein, erntefähiger Weizen aber auch nicht.
Ferengi hat geschrieben:Füttert die das Vieh?

Mein Bekannter hat kein Vieh, kann dem also egal sein.
Blumenwiese, einmal angelegt (eben ein paar Samen hingeschmissen) und dann nur noch kassieren.

Wenn Du es "korrekter" bezeichnen willst, nenn es halt: "(Deutlich) mehr Geld für (wesentlich) weniger Arbeit; auf Kosten des Steuerzahlers"
Ist es jetzt besser?

Wäre so als wenn man zu mir käme und sagt: "Mach' mal 3 Baustellen weniger im Jahr, Deine Maschinen schaden der Umwelt zu sehr. Wir geben Dir dafür 60% vom erzielbaren Umsatz"
Ich würde Luftsprünge machen vor Freude.

Leider kommt keiner.... :(
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Di Sep 08, 2015 23:20

togra hat geschrieben:
Ferengi hat geschrieben:Säät die sich von selbst an?

Nein, erntefähiger Weizen aber auch nicht.


Merkste was? :roll: :roll:

Beides wird von dem bezahlt, der es haben will.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Di Sep 08, 2015 23:37

Ich brauch' die Blumenwiese nicht.
Sollen die Ökos die Rechnung dafür bekommen....
Die sind dann aber "nicht zu erreichen".
Da sind wir uns einig.

Als "Gute-Nacht-Geschichte" noch Einer:
Hier macht einer "unkonventionelle Bio-Landwirtschaft auf unkonventionelle Art".
Macht Heu bei Regen, wenn alle schon längst fertig sind; kauft mehr Saat zu, als er abkippt; saut mit uralten Ölsardinen jede Straße voll; "verliert" beinahe täglich mehr Dreck auf der Straße als wir im ganzen Jahr, ohne auch nur einen klitzekleinen Gedanken an einen Besen zu verschwenden; verschandelt die Landschaft mit Krauterwerk, Müll und Unordnung überall; fährt nachts völlig schmerzfrei ohne Licht (weil's nicht geht) auf der Hauptstraße; kommt Samstags bei schönstem Wetter nicht hoch, ackert dafür am Sonntag bei Regen mit kaputtem Schalldämpfer direkt neben Wohnhäusern etc...
Und bekommt dafür trotzdem fast genau 1.000€ im Monat vom deutschen Michel einfach so dazu. Warum??? Warum??? Ich kann es einfach nicht verstehen..... :roll:
n8
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon simmal1 » Mi Sep 09, 2015 8:11

Ferengi hat geschrieben:
Rein vom Geld her ist der ausländische MÜLL definitiv billiger.
Der PREIS ist dann halt eine massiv steigende Krebsrate, Missbildungen bei Kindern, etc.
Aber das merkt man ja erst nach vielen vielen Jahren.
Und ob sich der Zusammenhang dann wirklich so beweisen läßt, das selbst Gretchen Modermöse es begreift...


Wenn ich mir anschaue wie in diesem Land teilweise produziert wird, dann würde ich mich nicht trauen den Ausdruck
"ausländischer Müll" zu verwenden.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Mi Sep 09, 2015 11:02

Na dann fress doch Honig aus Vietnam, Noro-Erdbeeren aus China, Glyphosat-Bio aus der Türkei.... :roll: :roll: :roll:
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon simmal1 » Mi Sep 09, 2015 11:30

Honig krieg ich von meinen Bienen und Erbeeren wachsen bei uns sogar noch im Garten.
Außerdem fressen Tiere, Menschen essen.
Wo kaufst du denn deinen Honig und deine Erdbeeren?
Wenn ausländische Lebensmittel Müll sind, wie kommt es dann dazu, dass Bayern Ei bescheidene Ware geliefert hat?
Um mal 1 Beispiel zu nennen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Mi Sep 09, 2015 12:02

Den Honig kauf ich nur noch von örtlichen Imker.
Dessen Bienenkästen bei mir an den Flächen stehen.
Erdbeeren kauf ich ebenfalls beim örtlichen Direktvermarkter.
Auch die für die Marmelade.
Eier bekomme ich vonnem Bekannten.
Fleisch versuche ich möglichst nur noch eigenes zu essen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon simmal1 » Mi Sep 09, 2015 12:27

So jetzt hab ich dich verstanden.
Du bzw. ich auch -> WIR wollen wissen, was wir essen.
Nur haben wir in D. auch viele Lebensmittel, die will ich nicht essen, weil ich gar nicht wissen will, was da drin ist :x
Das ist das Traurige hier. :cry:
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Falke » Mi Sep 09, 2015 12:39

Ferengi hat geschrieben:Fleisch versuche ich möglichst nur noch eigenes zu essen.


Tut das nicht verdammt weh? :shock: :roll: :cry:

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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Ferengi » Mi Sep 09, 2015 12:42

:lol: :lol: :lol:

Weist schon was ich meine. :wink:
Also Fleisch von eigenen Tieren.
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