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Entschädigung Dürre

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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95 Beiträge • Seite 3 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Teddy Bär » Fr Sep 04, 2015 13:05

Ein Jahr mit vollen Ausgaben und null Einnahmen?
Da wären nach einem Jahr nicht mehr viele übrig.
Oder sagen wir so, die meistenLandwirte würden das wahrscheinlich mehr schlecht als recht überstehen. Aber würde das bei Handwerksbetrieben passieren, dann wären 99% weg nach dem Jahr.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Fr Sep 04, 2015 13:35

Teddy Bär hat geschrieben:Schon erstaunlich wie manche Berufskollegen so über andere Betriebsausrichtungen denken.
Und wenn da dann ein Betrieb mal Probleme kriegt weil der Michpreis im Keller ist und gleichzeitig noch das Gras und der Mais im Feld verdorren, dann ist natürlich das alles nur dem betriebswirtschaftlichen Unvermögen des Betriebsleiters geschuldet.


wer 100 kuehe hat und verliert aktuell bei 10 cent weniger wie so vieleicht 100000 euro pro jahr. Wer das nicht verkraftet sollte aufhoeren. Die betriebe sind halt selbst schuld an ihrem unvermoegen. Erst grosse staelle bauen und dann bei schlechter werdenden preisen gleich probleme bekomme.?
Da habe null null mitleid.
Regel nr 1 lautet seid eh und je erstmal die produktion sowie die finanzlage zu verbessern. Dann hat man in schlechten zeiten auch handlungsspielraum. Ich kann auch ferkelpreise von 35 euro jahrelang ueberstehen bevors an meine flaechen geht.
Am ende entscheidet nicht die groesse sondern der lange atem!
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Sep 04, 2015 13:41

Estomil hat geschrieben:
Teddy Bär hat geschrieben:Schon erstaunlich wie manche Berufskollegen so über andere Betriebsausrichtungen denken.
Und wenn da dann ein Betrieb mal Probleme kriegt weil der Michpreis im Keller ist und gleichzeitig noch das Gras und der Mais im Feld verdorren, dann ist natürlich das alles nur dem betriebswirtschaftlichen Unvermögen des Betriebsleiters geschuldet.


wer 100 kuehe hat und verliert aktuell bei 10 cent weniger wie so vieleicht 100000 euro pro jahr. Wer das nicht verkraftet sollte aufhoeren. Die betriebe sind halt selbst schuld an ihrem unvermoegen. Erst grosse staelle bauen und dann bei schlechter werdenden preisen gleich probleme bekomme.?
Da habe null null mitleid.
Regel nr 1 lautet seid eh und je erstmal die produktion sowie die finanzlage zu verbessern. Dann hat man in schlechten zeiten auch handlungsspielraum. Ich kann auch ferkelpreise von 35 euro jahrelang ueberstehen bevors an meine flaechen geht.
Am ende entscheidet nicht die groesse sondern der lange atem!


Estomil, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

Viele meinen, wenn sie größer werden, wird alles besser. Anstatt erstmal die Leistungen zu verbessern, und dann größer zu werden...
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Fr Sep 04, 2015 14:18

Es gibt reichlich Betriebe, die werden sogar schlechter bei Wachstumsschritten. Da muss das managment halt auch angepasst werden. Wer mit einer aktuellen leistung von 7000kg Milch pro kuh und null EK in einen neuen Stall investiert hat sie meiner Meinung nach nicht alle. Warum soll die Leistung bei einer Herdenaufstockung besser werden wenn ich mit der geringeren Tieranzahl schon nicht zurrecht komme?

Ich kann auch bis heute nicht verstehen, wieso man auf Böden mit einer ertragserwartung von 5t Getreide nicht schon vor jahrzehnten in entsprechende beregnungstechnik investiert hat. Dann muss der neue Fendt den sich ja anscheinend alle Kuhbetriebe noch leisten können halt mal nen paar Jahre aufgeschoben werden.
Beregnungstechnik ist zb ein klassisches Beispiel einer Investitionen, die sich je nach Region innerhalb von wenigen Jahren Rentiert hat. Einmal 100000€ ausgegeben->20 jahre lang 30000€ erhöhter gewinn. Solche Traumrenditen erwirtschaftet kaum jemand.
Aber nein man investiert lieber in den neuen dicken Trecker, Bodenbearbeitungsgerät oder was auch immer das sich bei näherer betrachtung nie im leben Rechnet.
Frei nach dem Motto: Ich kauf mir den Trecker den ich nicht brauch, ums dem nachbarn zu zeigen den ich sowie nicht leiden kann.

von solchen Beispielen gibt es hunderte. zb Luftwärmetauscher in einem meiner Ställe. Investition 12000€. Energiersparnis 4000€ im jahr. 20000€ mehrkosten für meine Ferkelstallfütterung->70g höhere Tageszunahmen sowie 0,1bessere Futterverwertung. Kostenvorteil locker 5000-10000€, Im sauenstall das gleiche. Dank neuer Technik 400g höhere Absetztgewichte der Ferkel und 1abgesetztes mehr. Amortisationszeit der mehrkosten meiner Fütterungsanlage->1-3 Jahre.
Investition in eine CCM annahme + fahrsilo. Kostenpunkt 25000€. Ersparnis pro Jahr: 12000€ trocknungskosten +rund 5000-10000€ fürs mahlen und mischen sowie handelsmarge abzüglich Arbeit etc. Amortisation trotzdem in ca 2 Jahren.

Auf jedem betrieb finden sich überall Stellschrauben an denen mal schnell 5000€ im Jahr zu holen ist. Kurzfristig tut das keinem weh. Die guten Betriebe finden diese optimierungsmöglichkeiten aber und stecken so jahrzehntelang mehr Geld ein wie andere. Und das ist halt der unterschied zwischen den guten und den schlechten.
Leistung ist sicherlich ein extrem wichtiger Punkt. Ähnlich wichtig ist es jedoch auch sich diese nicht zu teuer zu erkaufen und seine kosten im griff zu haben. Kostenführerschaft verhilft einem über durchstrecken hervorragend hinweg.

Ich behaupte mal, dass es auch massenhaft milchbauern gibt, die mit den 27cent lange lange leben können. Was machen die nur richtig?
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Teddy Bär » Fr Sep 04, 2015 15:06

Seid ihr beide Zwillinge? :wink:
Ja gut die Schweinebauern jammern schon länger nicht mehr, die sind die zu niedrigen Preise jahrelang gewöhnt.
Beregnung der Getreidefelder oder was? Hab ich noch nie gesehn. Wo kommt das Wasser dafür her?

Am besten kommen die mittleren Betriebe mit niedrigen Preisen klar, die schon 20 Jahre nichts mehr neu gebaut haben weil sie eh keinen Hofnachfolger haben. Gibts hier einige. Die müssen alle paar Jahre einen neuen Schlepper kaufen, wegen der Steuern.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Fr Sep 04, 2015 15:44

Wer nen trecker wegen der steuern kauft sollte vieleicht nochmal die schulbank druecken. Oder sich nen taschenrechner kaufen. Den hatte mein opa breits 1979 fuer ein kleines vermoegen gekauft und war so so manchem anderen nen jahrzehnt vorraus. Heute unvorstellbar. Wer nicht mit der zeit geht, muss halt mit der zeit gehen! ;-)
Ich nutze sonderabschreibungen nur um bei extremen investitionen fluessig zu bleiben. Und wenn dann eh nur bis zum spitzensteuersatz. Das finanzamt holt einen eh ein. Insofern kann man besser brav zahlen. Gibt natuerlich ausnshme. Wie dke betriebsaufgabe im ganzen die der vatter einmal im leben machen kann und erhebliche abschrekbungsvorteile generieren kann(massive erhoehung der abschreibungsmasse). Dafuer muss man aber sehr sehr.fluessig sein und i. Vorleistung gehen.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Qtreiber » Fr Sep 04, 2015 17:56

Das gleitet zwar jetzt alles etwas vom Thema ab, trotzdem will ich auch mal meinen Senf dazugeben:
Als vor einigen Jahren mal die Milchpreise hoch waren, sagte der Verkäufer des örtlichen Lama-Händlers mir, dass z.Zt. das Arbeiten Spaß mache, weil die Bauern wie verrückt Traktoren kaufen. Einen Traktor sieht man eben, was bei neuer Stalltechnik nicht unbedingt der Fall ist. Soviel zu sinnvollen Investitionen.
Teddy Bär hat geschrieben:Gibts hier einige. Die müssen alle paar Jahre einen neuen Schlepper kaufen, wegen der Steuern.

Mein Steuerberater: "Viele Unternehmer zahlen lieber der Bank Zinsen als dem Finanzamt Steuern."
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » Fr Sep 04, 2015 20:08

Estomil hat geschrieben:Wer nen trecker wegen der steuern kauft sollte vieleicht nochmal die schulbank druecken. Oder sich nen taschenrechner kaufen.


Nö. Du hast doch was von 6-stelligen Gewinnen geschrieben die du jährlich einfährst ?
Wegen der Steuerersparnis ist es möglich das man einen 30 %, 40 % Rabatt, oder sogar nochmehr Rabatt beim Maschinenkauf erhält, bei diesem hohen Steuersatz.
Wozu dann mit altem Schrott rumärgern ? Es sei denn jemand hat einen kostenlosen Mechaniker im Haus, der Zeit hat das er während der Hochsaison diesen alten Plunder wieder zusammenflickt. Mit etwas Pech sind Ersatzteile für diesen alten Schrott erst nach Tagen verfügbar und man kann sich um Ersatzmaschinen umsehen. Ein Zukunfstbetrieb mit hohem Umtrieb hat für sowas mitten in der Hauptsaison ( und genau da gehen Maschinene kaputt ) keine Zeit.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » Fr Sep 04, 2015 20:14

Kreuzschiene hat geschrieben:Auch Grundfutter kann man zukaufen. Kostet halt was. Und Getreide wird auch immer günstiger. Kann man zukaufen.


Grundfutter nicht in Dürregebieten.
Bei Grundfutter sind diese Transportwege extrem teuer, bei Getreide gehts halbwegs.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » Fr Sep 04, 2015 20:20

Teddy Bär hat geschrieben:Schon erstaunlich wie manche Berufskollegen so über andere Betriebsausrichtungen denken.
Und wenn da dann ein Betrieb mal Probleme kriegt weil der Michpreis im Keller ist und gleichzeitig noch das Gras und der Mais im Feld verdorren, dann ist natürlich das alles nur dem betriebswirtschaftlichen Unvermögen des Betriebsleiters geschuldet.


Hier schreiben einige die einen Vollzeitjob haben und dieses Geld im Betrieb versenken. Dazu kommt oft noch eine oder mehrere PV Anlagen. Wenn diese Betriebe nur die Hälfte ernten oder der Preis im Keller ist spielt das für diese Betriebe keine Rolle. Diese Betriebe sollten diese Verhältnisse aber nicht auf alle anderen Betriebe übertragen, die einen Vollerwerb haben ohne weitere Standbeine. Da siehts nämlich komplett anders aus.
Pacht, Betriebsausgaben und laufende Kosten müßen bezahlt werden und die Einnahmen fehlen wegen Dürre UND schlechter Preise. Die Kosten sind also vorhanden nur die Einnahmen fehlen.
Ein Gewerbebetrieb kann bei wenig Arbeit seine Angestellten nachhause schicken und die werden vom Staat bezahlt. Er macht dann wenigstens keine Verluste. Bei den Landwirten sieht das leider anders aus.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon togra » Fr Sep 04, 2015 21:32

marius hat geschrieben:Ein Gewerbebetrieb kann bei wenig Arbeit seine Angestellten nachhause schicken und die werden vom Staat bezahlt. Er macht dann wenigstens keine Verluste.

Ah ja. Das ist ja einfach.
Wo kann man das lernen, einen Angestellten einfach nach Hause zu "schicken" und gleichzeitig einen Betrieb komplett ohne laufende Kosten zu haben?
In welchem Gewerbe geht das (legal)?

Ich frage interessehalber, würde nämlich gerne morgen damit anfangen.
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Sep 04, 2015 22:03

marius hat geschrieben:
Teddy Bär hat geschrieben:Schon erstaunlich wie manche Berufskollegen so über andere Betriebsausrichtungen denken.
Und wenn da dann ein Betrieb mal Probleme kriegt weil der Michpreis im Keller ist und gleichzeitig noch das Gras und der Mais im Feld verdorren, dann ist natürlich das alles nur dem betriebswirtschaftlichen Unvermögen des Betriebsleiters geschuldet.


Hier schreiben einige die einen Vollzeitjob haben und dieses Geld im Betrieb versenken. Dazu kommt oft noch eine oder mehrere PV Anlagen. Wenn diese Betriebe nur die Hälfte ernten oder der Preis im Keller ist spielt das für diese Betriebe keine Rolle. Diese Betriebe sollten diese Verhältnisse aber nicht auf alle anderen Betriebe übertragen, die einen Vollerwerb haben ohne weitere Standbeine. Da siehts nämlich komplett anders aus.
Pacht, Betriebsausgaben und laufende Kosten müßen bezahlt werden und die Einnahmen fehlen wegen Dürre UND schlechter Preise. Die Kosten sind also vorhanden nur die Einnahmen fehlen.
Ein Gewerbebetrieb kann bei wenig Arbeit seine Angestellten nachhause schicken und die werden vom Staat bezahlt. Er macht dann wenigstens keine Verluste. Bei den Landwirten sieht das leider anders aus.


Aber wenn ein Vollerwerbler sich ohne weitere Standbeine aufstellt (was ich nicht nachvollziehen kann, denn auch Vollerwerbler könnten sich ja PV kaufen oder Mietwohnungen oder so), dann sollte dieses eine Standbein doch so stabil sein, dass man auch mal ein zwei Jahre verkraften kann, die schlecht laufen.
Und ich für meinen Teil hänge außerlandwirtschaftliche Kohle wenn dann nur zum Kauf von Ackerland oder Wald in den Betrieb. Und dann auch nur so, dass kein Betriebsvermögen daraus wird sondern im Privatvermögen. Der Betrieb muss sich schon selber tragen. Wo kämen wir denn da hin. Ich buckel doch nicht 50h pro Woche plus Fahrzeiten, um dann die Kohle im Betrieb zu versenken.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon Estomil » Sa Sep 05, 2015 9:11

marius hat geschrieben:
Estomil hat geschrieben:Wer nen trecker wegen der steuern kauft sollte vieleicht nochmal die schulbank druecken. Oder sich nen taschenrechner kaufen.


Nö. Du hast doch was von 6-stelligen Gewinnen geschrieben die du jährlich einfährst ?
Wegen der Steuerersparnis ist es möglich das man einen 30 %, 40 % Rabatt, oder sogar nochmehr Rabatt beim Maschinenkauf erhält, bei diesem hohen Steuersatz.
Wozu dann mit altem Schrott rumärgern ? Es sei denn jemand hat einen kostenlosen Mechaniker im Haus, der Zeit hat das er während der Hochsaison diesen alten Plunder wieder zusammenflickt. Mit etwas Pech sind Ersatzteile für diesen alten Schrott erst nach Tagen verfügbar und man kann sich um Ersatzmaschinen umsehen. Ein Zukunfstbetrieb mit hohem Umtrieb hat für sowas mitten in der Hauptsaison ( und genau da gehen Maschinene kaputt ) keine Zeit.


Niemand bekommt einen rabatt! Deine steuerlast verschiebt sich nur nach hinten! Genau wegen dieser denkweise haben viele betriebe probleme. Der billigste trecker ist halt immernoch der abgeschriebene. Der faehrt quasi fuer sprit und wartungskosten. Ein oertlicher lohner hat dieses fruehjahr bei mir mais gelegt mit einem jd der 18000 h auf der uhr hatte. Das heisst die maschiene hat in den 10000 zusaetzlichen h mal eben 150000 euro abzueglich wartungskosten mehr eingespielt wie der lohner der seine maschienen nach 8000h ersetzt. Nur so kann man geld verdienen!!!

Ich kauf mir doch nicht neuen krempe nur weil er abgeschrieben ist oder weil ich steuern zahlen muss. Leute leute leute......

Meine stalleinrichtung die letztes jahr aus dem sauenstall geschmissen wurde hat 35 jahre gehalten. Also das 3,5 fache der afa zeit. Und genauso wurden die sachen jetzt gegen neue ersetzt. Freilaufabferkelbuchten nach meinen vorgaben entwickelt. Nichts teurer wie stangenwahre jedoch deutlich langlebiger. Wo das eisen zuerst weggammelt weiss ich ja.

200000 euro fuer stalleinrichtung mal dreifache afazeit sind halt wenigstenz 200000euro mehr zu versteuerndes einkommen was andere schaffen. Am ende nach steuern also noch wenigstens 120000 euro mehr in der tasche. ....
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » So Sep 06, 2015 21:00

togra hat geschrieben:
marius hat geschrieben:Ein Gewerbebetrieb kann bei wenig Arbeit seine Angestellten nachhause schicken und die werden vom Staat bezahlt. Er macht dann wenigstens keine Verluste.

Ah ja. Das ist ja einfach.
Wo kann man das lernen, einen Angestellten einfach nach Hause zu "schicken" und gleichzeitig einen Betrieb komplett ohne laufende Kosten zu haben?
In welchem Gewerbe geht das (legal)?

Ich frage interessehalber, würde nämlich gerne morgen damit anfangen.


Vor wenigen Jahren hatte hier ein großér Industriebetrieb wenig bis keine Arbeit. Mein Bruder war ebenfalls betroffen. Die wurden zeitweise Nachhause geschickt, bekamen vom Staat den Lohnausfall als Kurzarbeitergeld vom Steuerzahler ersetzt. Nach einigen Monaten wurden die alle vom Beitrieb wieder eingestellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurzarbeit

Schechtwettergeld gabs ebenfalls über Jahrzehnte wurde aber inzwischen abgeschafft.
Aber alle Baubetriebe schicken ihre Arbeiter von November bis März nachhause, die werden in dieser Zeit vom Steuerzahler bezahlt, und ab März übernimmt sie wieder der Arbeitgeber.

Wenn das keine Gelder vom Steuerzahler sind, dann weiß ich auch nicht.

Da gibts sicher nochmehr Beispiele und Gelder für Gewerbebetriebe, aber damit befasse ich mich nicht, da mußt du dich als Chef schon selber informieren.

Bei Landwirten ist sowas leider nicht möglich. Wie schon geschrieben müßen fast die gesamten Ausgaben ( Pacht, Dünger, Pflanzenschutz ) ausgebracht und vor der Ernte bezahlt werden, auch wenn unter dem Strich z.b. wegen Dürre nichts geerntet wird. Da übernimmt der Staat keinen Cent an Ausgaben, im Gegensatz zum Gewerbebetrieb, siehe oben.
Zuletzt geändert von marius am So Sep 06, 2015 22:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Entschädigung Dürre

Beitragvon marius » So Sep 06, 2015 21:08

Kreuzschiene hat geschrieben:Aber wenn ein Vollerwerbler sich ohne weitere Standbeine aufstellt (was ich nicht nachvollziehen kann, denn auch Vollerwerbler könnten sich ja PV kaufen oder Mietwohnungen oder so), dann sollte dieses eine Standbein doch so stabil sein, dass man auch mal ein zwei Jahre verkraften kann, die schlecht laufen.
Und ich für meinen Teil hänge außerlandwirtschaftliche Kohle wenn dann nur zum Kauf von Ackerland oder Wald in den Betrieb. Und dann auch nur so, dass kein Betriebsvermögen daraus wird sondern im Privatvermögen. Der Betrieb muss sich schon selber tragen. Wo kämen wir denn da hin. Ich buckel doch nicht 50h pro Woche plus Fahrzeiten, um dann die Kohle im Betrieb zu versenken.


Ich hab selber meinen Betrieb verkleinert und längst unsere Kühe und Schweine abgeschafft und bin froh darum. Das läuft nun mehr als Hobby weiter und ich habe mehrere gutlaufende andere Einnahmequellen. Das war für mich dir richtige Entscheidung im Nachhinein.
Ich würde mir aber nicht anmaßen, dass es, nur weil ich persönlich nicht auf die landwirtschaftlichen Einnahmen angewiesen bin, den Landwirten gut oder prächtig geht und es nichts zu jammern gibt.
Das stimmt nämlich nicht.
Es sei denn es wird viel Privatvermögen und private Erbschaften in den Betrieb gesteckt, was nicht der Sinn sein kann. Aber genau das sind diese "vermeintlich" gutlaufenden Vollerwerbsbetriebe.
Nach einer Vollkostenrechnung und Entzug der privaten Einlagen/Erbschaften aus dem Betrieb, sind auch das zu 90 % Pleitebetriebe.
Leider beherrschen die wenigsten Landwirte eine Vollkostenrechnung.

Deshalb kann ich deine Aussage, den Landwirten gehts nicht schlecht, und es gebe nichts zu jammern nicht nachvollziehen.
Besonders bei dem Hintergund, daß dein eigener Schweinestall leer steht weil es sich nicht rechnet.
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