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Es därfad amol rechn

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 6:07

240236 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
Haben gerade Schweine verladen und dann lese ich diesen Spaßbeitrag vom Rittergutbesitzer.

Wenn die Sperrfrist auch vorbei ist, ist das kein Freibrief zur Gülleausbringung. In deinem Fall würde man bei uns von wassergesättigtem Boden sprechen. Also Ausbringung verboten.

Ps.: Das ist halt der Vorteil eines Puppenstubenbauer. Dieser kann noch von der Hofeinfahrt bis zur Güllegrube denken. Rittergutsbesitzer denken nur von der Hofeinfahrt bis zum nächsten Motoradkauf. Wenn du deine Güllelagerraumberechnung die letzten 5 Jahre vorschriftsmäßig gemacht hättest, dann müßte dir aufgefallen sein, daß irgend etwas nicht stimmt. Verstehe sowieso nicht, daß wie bei uns auch mehrere, Biobetriebe mit Strohhaltung der Tiere die größten Probleme mit dem Lagerraum haben. Da hätte der Berater mal nen Berater gebraucht :lol:


Upps, da wäre mir doch fast der erste Schluck Kaffe im Halse stecken geblieben. Zur heiteren Einstimmung auf den Tag, gibt es morgens zunächst mal einen Blick ins LT. Zwar hast du meinen Beitrag durchaus richtig als nicht so ernst zu nehmend erkannt, jedoch ohne Kenntnis der betrieblichen Verhältnisse gleich mal die Keule geschwungen. Das erinnert mich an Hiob 13-5. Dort heisst es sinngemäß: Wollt Gott ihr schwieget, er hätte euch weise gemacht.
Als guter Biobauer verfüge ich überhaupt nicht über eine Tierhaltung mit Gülleanfall! Das, was man als flüssigen Wirtschaftsdünger meines Betriebes bezeichnen könnte, ist Regenwasser, das durch den Miststapel hindurchdiffundiert und als tiefbraune Flüssigkeit unten austritt und aufgefangen wird. Nun könnten Unwissende aus der intensiven Färbung natürlich auf einen erhöhten Nährstoffanteil schließen. Völlig falsch. Das Braun stammt von Huminstoffen, die aus dem Mist ausgewaschen werden. Der N-Gehalt wurde kürzlich mit 0,3kg/m³ ermittelt. Mit jedem Fässchen bringe ich also 1,2kg N aus. Das entspricht einer "Düngung" von 3,6 kg N/ha. Das ist selbst nach der DÜV/ST eine zu vernachlässigende N-Düngemaßnahme.
Die heftigen Regenfälle während der letzten 6 Monate haben auf der Dunglege zu erstaunlichen Flüssigkeitsmengen geführt. Da es selbst im Oktober schon sehr feucht war, hatte ich die Behälter nicht komplett leergefahren. Das war ein Fehler. Bei normalen Regenmengen, reichen meine Lagerkapazitäten für über 6 Monate aus. Bei einer Sperrzeit von 3 Monaten sollte das wohl reichen. Der geringe Nährstoffgehalt sollte dabei mit berücksichtigt werden.
Wenn wir zukünftig unsere Praxis komplett auf immer noch recht seltene Wetterverläufe ausrichten müssen, dann werden wohl mehr als 70% der Berufskollegen ihre Tätigkeit aufgeben müssen. Es ist also Augenmaß und vor allem die Berücksichtigung der Betriebsindividualität gefordert, wenn wir zukünftig noch arbeiten wollen.
Mir drängt sich der Eindruck, dass etwas mit der Landwirtschaft nicht stimmt, vor allem hier im Forum auf!
Zuletzt geändert von DWEWT am Do Feb 08, 2024 8:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon 240236 » Do Feb 08, 2024 8:01

Das ist ja egal, deshalb muß man bei uns den Jaucheanfall bei Dunglagerstätten auch für 6 Monate vorhalten. Für meine Dunglagerstätte von 990m2 mußte ich eine Grube mit über 400m3 bauen.
240236
 
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon allgaier81 » Do Feb 08, 2024 8:38

Warum muss man da 6 Monate nachweisen, wenn der N-Gehalt unter 1,5% liegt?
Dieses Wässerchen unterliegt ja nicht der Sperrfrist.

Bei uns hat es gestern 20l geregnet. Für die nächsten Tage sind noch mal 20 angesagt. Das Wasser steht wieder überall auf den Flächen, der Lehm ist gestättigt. Nach unten geht nix weg.
Gruß, allgaier
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 8:49

allgaier81 hat geschrieben:Warum muss man da 6 Monate nachweisen, wenn der N-Gehalt unter 1,5% liegt?
Dieses Wässerchen unterliegt ja nicht der Sperrfrist.


Geau das wollte ich mit der Betriebsindividualität, die es hier nicht gibt, zur Sprache bringen. Wenn ich das braune Wasser während der Sperrfrist ausbringen möchte, muss jemand eine hochoffizielle Probe nehmen und ich muss dann das Ergebnis der Analyse abwarten. Dieser Ausnahmetatbestand hätte auch eine negative Auswirkung bei evtl. Tiererweiterungsmaßnahmen. Die Behörde möchte während der Sperrfrist niemanden mit dem Fass auf den Flächen sehen.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon langholzbauer » Do Feb 08, 2024 9:14

DWEWT hat geschrieben:... Die Behörde möchte während der Sperrfrist niemanden mit dem Fass auf den Flächen sehen.


...weil weder die anzeigenden Zivilisten als leider auch immer weniger Mitarbeiter/innen der zuständigen Behörden die Unterschiede kennen.
Die Brühe gilt offiziell als wassergefährdend! :klug:

Und mit der Unterschrift auf dem MFA liegt die Beweislast allein beim Landwirt.
Das ist sehr dünnes Eis, auf dem man sich da auch außerhalb der Sperrfristen bei wassergesättigtem Boden bewegt.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon meyenburg1975 » Do Feb 08, 2024 9:18

DWEWT hat geschrieben: Wenn ich das braune Wasser während der Sperrfrist ausbringen möchte, muss jemand eine hochoffizielle Probe nehmen und ich muss dann das Ergebnis der Analyse abwarten.


Wer sagt das?

Bei einem ähnlichen Sachverhalt habe ich auf dem Feld, war sogar Acker, "Besuch" von der unteren Wasserbehörde bekommen.
Ich habe ihm die Umstände geschildert. Wenn er daran Zweifel hätte, könnte er gerne eine Probe nehmen. Meine Arbeit würde ich aber nicht einstellen.

Das wollte er auf dem Amt abklären und sich ggf melden.

Nix wieder von gehört.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 11:39

meyenburg1975 hat geschrieben:
Wer sagt das?


Das Amt für Landwirtschaft.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 11:41

langholzbauer hat geschrieben:Das ist sehr dünnes Eis, auf dem man sich da auch außerhalb der Sperrfristen bei wassergesättigtem Boden bewegt.


Bei welcher Tätigkeit in der Landwirtschaft ist das denn heute nicht der Fall? :wink:
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon germane » Do Feb 08, 2024 12:21

DWEWT hat geschrieben:
allgaier81 hat geschrieben:Warum muss man da 6 Monate nachweisen, wenn der N-Gehalt unter 1,5% liegt?
Dieses Wässerchen unterliegt ja nicht der Sperrfrist.


Geau das wollte ich mit der Betriebsindividualität, die es hier nicht gibt, zur Sprache bringen. Wenn ich das braune Wasser während der Sperrfrist ausbringen möchte, muss jemand eine hochoffizielle Probe nehmen und ich muss dann das Ergebnis der Analyse abwarten. Dieser Ausnahmetatbestand hätte auch eine negative Auswirkung bei evtl. Tiererweiterungsmaßnahmen. Die Behörde möchte während der Sperrfrist niemanden mit dem Fass auf den Flächen sehen.


Die Probe würde ich Dir auch nicht selber nehmen lassen, sondern das müsste jemand vom Amt oder dem Labor machen. Bau halt ein verschiebbares Dach über die Mistlege, denn das Problem wird noch schlimmer werden. Das kommt von den Windrädern :lol: , aber mir physikalisch-mathematischer Logik sind die Biobauern überfordert.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 12:38

germane hat geschrieben:
Die Probe würde ich Dir auch nicht selber nehmen lassen, sondern das müsste jemand vom Amt oder dem Labor machen. Bau halt ein verschiebbares Dach über die Mistlege, denn das Problem wird noch schlimmer werden. Das kommt von den Windrädern :lol: , aber mir physikalisch-mathematischer Logik sind die Biobauern überfordert.


Es wäre nett, wenn du die mit deinem nick hier demonstrierte Nähe/Affinität zum Deutschen auch in der korrekten Anwendung der deutschen Sprache zum Ausdruck bringen würdest. Neben der dir selbst zugeschriebenen "physikalisch-mathematischen Logik", würde das doch das Bild von einem Deutschstämmigen komplettieren. :lol:
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Isarland » Do Feb 08, 2024 15:34

Es ist besser den zu ignorieren. Der ist doch nicht ganz sauber. :lol:
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon Marian » Do Feb 08, 2024 15:50

Was dir aber offensichtlich nicht gelingt.
Ich denke derartige Aussagen über andere User gehören hier nicht öffentlich her. Man muss nicht thematisieren wen man mag oder eben nicht.
Deshalb eine Verwarnung an dich, Isarland.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon langholzbauer » Do Feb 08, 2024 16:31

Aber Recht hat der beschriebene User trotzdem. :wink:
Bei Mistplatten für Tiefstallmist ist eine Überdachung wegen der ganzen "JGS- Auflagen" mittlerweile günstiger, als regelkonforme neue Entwässerung zu erstellen.
Paradox daran ist, dass durch den fehlenden Regen im Mist ganz andere Prozesse ablaufen, deren Umweltwirkungen gegenüber der gezielten Ausbringung einiger Fässer " Sickerjauche" bei passendem Wetter in der politisch bestimmten Sperrzeit deutlich Umweltschädlicher sind.
Z.B.
höhere gasförmige Nährstoffverluste inkl. Co²- Bildung
höherer Kraftstoffverbrauch zur Ausbringung
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 17:14

Marian hat geschrieben:Was dir aber offensichtlich nicht gelingt.


Dieser Umstand sollte dir doch bestens bekannt sein. Du konntest meine Beiträge doch auch nicht ignorieren und musstest deshalb die technische Ignorierhife wählen. :wink:
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Re: Es därfat amol rechn

Beitragvon DWEWT » Do Feb 08, 2024 17:16

@Isarland
Merkst du was? So etwa begann es auch im LL-Forum. Endzeitstimmung?
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