Shierling, ich brauche nicht einzusehen, daß etwas falsch ist, was ich gar nicht gesagt habe.
DU redest von "Keimfreiheit", DU redest davon Rinderbestände zu sanieren und EHEC zu entfernen.
Das ist in DEINEM Kopf, nicht in meinem.
Ich rede davon, sicher zu stellen, daß EHEC-belastete Ausscheidungen von Rindern, sprich: Gülle, nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen, die roh verzehrt werden.
Das ist meine Frage.
Wie könnten EHEC-Erreger auf Gemüse gelangen, obwohl Gemüse nicht mit Gülle gedüngt wird.
Ich erinnere mich, daß vor einigen Wochen auf der A 19 kurz vor Rostock ein schwerer Verkehrsunfall durch einen Sandsturm verursacht wurde.
Der Sandsturm wurde durch extreme Trockenheit ausgelöst.
Die Felder waren zur Aussaat vorbereitet, also auch gedüngt (womit? Es handelte sich um zukünftige Maisfelder).
Die Aussaat fand aber wegen der großen Trockenheit nicht statt.
Nun, was meinst Du, welche Ausdehnung so ein Sandsturm haben kann?
Was enthält dieser gedüngte Sand?
Wo liegt das nächste Feld mit Eisbergsalat?
Ist eine Kontamination des Freilandsalats sicher auszuschließen?
Das ist ein denkbarer Infektionsweg, ob es so war, läßt sich feststellen.
Ist es sicher, daß über Gülle ausgebrachte EHEC-Erreger n i c h t ins Grundwasser gelangen?
Oder ist es möglich, daß diese Keime in die Brunnen gelangen, aus denen das Wasser zur Bewässerung von Freilandgemüse gewonnen wird?
Diese Fragen stellen sich von selbst.
Mir jedenfalls.
Und erzähl mir jetzt bitte nicht, ich würde eine Sterilisierung der Ackerflächen verlangen, sei so gut.
Gruß
Sabeth

