Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: So Mai 03, 2026 14:08

Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
168 Beiträge • Seite 3 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 12
  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon langholzbauer » Do Apr 09, 2026 11:39

Echt jetzt?
Am Ende zählt nur was zwischen Vollkosten und allen Erlösen unterm Strich übrig bleibt!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 13769
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon T5060 » Do Apr 09, 2026 15:23

VOLLKOSTEN ... der Begriff kam mal irgendwo von Festus Hagen aus Santa Fe ... Bonanza das waren auch Mutterkuhhalter ...

Lineare Programmplanung ist das Werkzeug seit über 40 Jahren, in dem ich zwei oder mehr Verfahren miteinander vergleiche, wie z.B.:

0 ha, verpachten oder 80 ha oder 300 ha oder 2.000 ha mit Biogaskartoffeln

oder wie es JohnDeere gerade für Kanada empfiehlt: 70 Milchkühe und 550 Milchziegen :lol:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35739
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon langholzbauer » Do Apr 09, 2026 15:32

Natürlich kannst auch " die schwäbische Hausfrau" zitieren, bei der nur gilt, was am Ende des Jahres noch übrig bleibt. :wink:
Da nützen die schönsten Finazplanungen wenig, wenn hinten nicht wenigstens eine schwarze 0 steht!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 13769
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon T5060 » Do Apr 09, 2026 16:40

Am Ende ist es eben und überall die "schwäbische Hausfrau" die zählt und nicht der "schwäbische Möchtegern-Großbauer". Das ist dann meist eher ein Depp.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35739
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon Ackersau » Do Apr 09, 2026 17:06

strokes hat geschrieben:
Ackersau hat geschrieben:
Ackersau hat geschrieben:Wenn man die Bewirtschaftungseinheit von 80 auf 300 ha ausdehnt, kann man min 300 € Arbeitserledigungskosten sparen. Von 300 ha auf 750 ha noch mal 150 €. Und kommt mir nicht mit: Geht nicht, Strukturen, Nachbar doof usw. Es geht. Und erfolgreiche machen es.


Von pachten hab ich ja nix geschrieben. Wir haben das in summe in zwei schritten gemacht. Zuerst die Bewirtschaftung von zwei 80 ha Betrieben zusammen geworfen. Das ging komplett ohne Neuinvestition. Dann 5 Jahre später zwei weitere Betriebe dazu genommen und Bewirtschaftungseinheit auf 500 ha ausgedehnt. Das ging dann auch noch 3 Jahre mit einem 5 Schar und ner 3m Drillkombi.



Das heißt? Gekauft? Geerbt? Gepachtet auf Leibrente? Geschenkt bekommen? Mehrere Betriebe in Kooperation zusammengeschlossen?
Das wäre in diesem Fall wichtig zu wissen. Ich tippe auf letzteres. Schon allein wenn 500ha mit einer 3m Drille bestellt werden. Da sind dann vermutlich viele Betriebsleiter bzw AK vorhanden. D.h. der Gewinn wird auch wieder geteilt. Aber an sich natürlich vorteilhafter als wenn ein Einzelbetrieb finanziell stark wachsen muss, da zb bei Betriebszusammenlegung auch Lagerkapazitäten(wenn auch etwas verstreut ) vorhanden sind, was der Einzelbetrieb bei so großem Wachstum erst investieren muss, und bis dahin nur Abliefermentalität betreiben kann


Es stand schon weiter oben, das wir Gemeinschaften gebildet haben. Und es ging im Ersten Schritt um eine Vollfusion und im zweiten von 160 ha weiter um ne "Arbeitserledigungs GbR"
Dadurch haben wie die Arbeitserledigungskosten deutlich reduziert. Und zur Lage Im Ackerbau: Hier haben die Betriebe die letzten Jahre über Kartoffeln und Zuckerrüben richtig gut Geld verdient. Da das zumindest kurzfristig erst mal nicht mehr so weiter geht führt zu der Frage, die hier eigentlich diskutiert werden soll.
Das liegt natürlich auch ganz stark an den Neigungen. Hier sind Masthähnchen gerade sehr im kommen HF 3 Stall 29900. Für mich ists nix, ich war mal in den Ställen, hab ich keine Freude bei. Mit reinem Ackerbau auf Pachtbasis wachsen funktioniert nur bei ganz excellenten Ackerbauern mit sehr hohen sozialen Kompetenzen. Deshalb ja die Kooperationen. Ich kenne mindestens 5 Betriebe, die so gut sind, dass die Nachbarn "da mitmachen wollen"
Ackersau
 
Beiträge: 608
Registriert: Sa Feb 18, 2023 21:38
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon Agrohero » Do Apr 09, 2026 17:10

Der alles entscheidende wirtschaftliche Vorteil eines 80 ha Betriebes ist hat das er, im Gegensatz zu den anderen Beispielen in Nebenerwerb geführt wird !
Agrohero
 
Beiträge: 847
Registriert: Di Mai 14, 2024 19:54
Wohnort: Südöstlichen Zipfel der Lüneburgerheide
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon T5060 » Do Apr 09, 2026 19:59

https://de.wikipedia.org/wiki/Osthilfe_(Deutsches_Reich)

https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirts ... sverfahren
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35739
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon Ackersau » Do Apr 09, 2026 20:12

Die Grenzen zwischen "Haupt-" "Zu-" und Nebenerwerb sehe ich zunehmend fließend. Man kann auch mit 150 ha und PV und nem guten Job des Ehepartners schnell im sogenannten Nebenerwerb landen.
Ackersau
 
Beiträge: 608
Registriert: Sa Feb 18, 2023 21:38
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon langholzbauer » Do Apr 09, 2026 20:39

Als Ergänzung zu Reinhold's Links möchte ich darauf hinweisen, dass es für Landwirte laut BGB auch die Möglichkeit gibt, die Grundsteuer und die Pacht im laufenden Vertrag zu reduzieren, wenn die äußeren Umstände jegliche Gewinne verhindern. :wink:
Vielleicht ist es gerade eine gute Zeit, mit den aktuellen Preisen und Kosten eine Aussetzung der Grundsteuer zu beantragen.
Der Geldwert möge vernachlässigbar sein.
Aber der bürokratische Aufwand bei den Kommunen öffnet vielen Leuten die Augen für unsere wirtschaftlichen Probleme.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 13769
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon Fendt 308 ci » Do Apr 09, 2026 21:37

Auch der exzellente Ackerbauer mit besten Sozialkompetenzen bekommt nicht mehr als 19 Euro für seinen Weizen, zur Ernte möglicherweise noch weniger.
Vollerwerb braucht langfristig einen deutlich sechsstelligen Gewinn, sonst wird das nichts.
Und da wirds mit normalem Ackerbau schwierig bei der derzeitigen Kostensituation und daran ändert auch eine Kooperation nur geringfügig etwas.

Diejenigen, die nur Schlepper fahren wollen oder können, werden halt in naher Zukunft ins schleudern kommen.
Fendt 308 ci
 
Beiträge: 1894
Registriert: Sa Okt 20, 2018 18:54
Wohnort: wärmste Region Deutschlands
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon 210ponys » Fr Apr 10, 2026 6:39

Fendt 308 ci hat geschrieben:
Diejenigen, die nur Schlepper fahren wollen oder können, werden halt in naher Zukunft ins schleudern kommen.

Oh jetzt sagst was :lol:
so typen mit Rundholzallergie und Bäuchen wie ein Bierkessel haben wir auch genügend, aber oft eben nicht nur Ackerbauern...
210ponys
 
Beiträge: 8055
Registriert: Sa Dez 31, 2016 23:23
Wohnort: Bw
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon Fahrer412 » Fr Apr 10, 2026 7:16

Fendt 308 ci hat geschrieben:Auch der exzellente Ackerbauer mit besten Sozialkompetenzen bekommt nicht mehr als 19 Euro für seinen Weizen, zur Ernte möglicherweise noch weniger.
Vollerwerb braucht langfristig einen deutlich sechsstelligen Gewinn, sonst wird das nichts.
Und da wirds mit normalem Ackerbau schwierig bei der derzeitigen Kostensituation und daran ändert auch eine Kooperation nur geringfügig etwas.

Diejenigen, die nur Schlepper fahren wollen oder können, werden halt in naher Zukunft ins schleudern kommen.



Bin ich voll bei dir, das Geld wird nicht hinter dem Lenkrad verdient, dazu muss man absteigen.
Fahrer412
 
Beiträge: 526
Registriert: Do Mai 19, 2022 14:01
Wohnort: Oberpfalz
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon Manfred » Fr Apr 10, 2026 7:22

Nach meiner Vermutung kann man aus den Top-Ackerbauregionen der USA ableiten, wie sich das bei uns entwickeln wird:
Das Umfeld wird durch einen extremen Wettbewerb bestimmt. Durchschnittlich gute Bauern kommen in normalen Jahren zu Null raus.
Die Pachtpreise sind so hoch, dass nur mit überdurchschnittlichen Erträgen bei gleichzeitig konsequenter Kostenkontrolle überdurchschnittlich verdient wird.
Für die überdurchschnittlichen Erträge braucht es neben Fachwissen/Können auch eine sehr schlagkräftige Technik, um trotz der großen Flächen diese zum optimalen Zeitpunkt bestellen zu können.
Für diese teure, komplizierte Technik kompetentes und zuverlässiges Personal zu finden, wird immer schwieriger.

Die Spitzenbetriebe haben dort idR. mehrere hochkompetente, sehr fleißige Familien AK und wenige, aber ebenfalls hochkompetente Fremd-AK für den Ackerbau.
Dazu muss man sich die Fahrer und Fahrzeuge für das schlagkräftige Abfahren der Ernte(n) sichern. Dafür hat man gerne eine familieneigene oder eng befreundete Spedition.
Eignes Lager ist eh klar.
Und dann braucht es ein gerüttelt Maß an Eigentumsfläche (die mit den Gewinnen aus den guten Jahren regelmäßig aufgestockt wird) deren kalkulatorischer Pachtanspruch in den schlechten Jahren den nötigen Grund-Cashflow und Lebensunterhalt sichert.
So ein Familienbetrieb bewirtschaftet dann 2.000 ha aufwärts mit mehreren 100 ha Eigentumsanteil.

Das baut keiner mehr von null auf. Und wer in dem Umfeld nicht zu den Besten gehört, ist idR wirtschaftlich besser dran, wenn er verpachtet, oder er braucht irgendeine Nische.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 14437
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon tyr » Fr Apr 10, 2026 7:28

langholzbauer hat geschrieben:Als Ergänzung zu Reinhold's Links möchte ich darauf hinweisen, dass es für Landwirte laut BGB auch die Möglichkeit gibt, die Grundsteuer und die Pacht im laufenden Vertrag zu reduzieren, wenn die äußeren Umstände jegliche Gewinne verhindern. :wink:
Vielleicht ist es gerade eine gute Zeit, mit den aktuellen Preisen und Kosten eine Aussetzung der Grundsteuer zu beantragen.
Der Geldwert möge vernachlässigbar sein.
Aber der bürokratische Aufwand bei den Kommunen öffnet vielen Leuten die Augen für unsere wirtschaftlichen Probleme.


Das kannst Du aber nur, wenn Du keine Pachtkonkurenz hast, sonst sind Deine Pachtflächen ruck zuck weg... außer Grünland, das will hier keiner haben
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
tyr
 
Beiträge: 10926
Registriert: Do Jun 10, 2021 7:39
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Eure ackerbauliche Strategie für das nächste Jahr?

Beitragvon 210ponys » Fr Apr 10, 2026 8:03

Manfred hat geschrieben:Nach meiner Vermutung kann man aus den Top-Ackerbauregionen der USA ableiten, wie sich das bei uns entwickeln wird:

Und dann braucht es ein gerüttelt Maß an Eigentumsfläche (die mit den Gewinnen aus den guten Jahren regelmäßig aufgestockt wird) deren kalkulatorischer Pachtanspruch in den schlechten Jahren den nötigen Grund-Cashflow und Lebensunterhalt sichert.
So ein Familienbetrieb bewirtschaftet dann 2.000 ha aufwärts mit mehreren 100 ha Eigentumsanteil.

Das baut keiner mehr von null auf. Und wer in dem Umfeld nicht zu den Besten gehört, ist idR wirtschaftlich besser dran, wenn er verpachtet, oder er braucht irgendeine Nische.

naja was wird dann aus Regionen wie unserer? Wer viel hat, hat Maximal 50ha Eigenfläche der Durschnitt aber eher vielleicht 15ha.
Wen es was zu kaufen gibt was Acker betrifft geht die Geschichte ganz schnell Richtung 5.-
210ponys
 
Beiträge: 8055
Registriert: Sa Dez 31, 2016 23:23
Wohnort: Bw
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
168 Beiträge • Seite 3 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 12

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot], Pegasus_o

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki