Fendt 308 ci hat geschrieben:Auch der exzellente Ackerbauer mit besten Sozialkompetenzen bekommt nicht mehr als 19 Euro für seinen Weizen, zur Ernte möglicherweise noch weniger.
Selbst Schuld, wenn man einfach nur versucht möglichst viel abzuliefern und auf gute Preise hofft.
Als Getreidelieferant bist du nur eine Nummer auf dem Lieferschein. Das Zeug ist einfach transportabel und lagerbar, da gibts immer jemanden der es zu niedrigeren Preisen liefern kann, weil er schlichtweg bessere Rahmenbedingungen hat. Gibt weltweit nur wenige Länder mit ähnlich irsinnig hohen Steuern, Abgaben, Auflagen und Bürokratie. Die können alle billiger produzieren.
Nicht Fläche und auch nicht Ertrag sind entscheidend, sondern die möglichst unabhängige und vielseitige Verwertung. Milchviehbetrieb mit eigener Nachzucht + Mast + Biogas + Fernwärmenetz + PV hat deutlich weniger Probleme als ein reiner Ackerbaubetrieb. Irgendwas läuft immer.
Gibt Betriebe deren hofeigene Spedition mit LNG aus der eigenen BGA fährt. Die sparen beim Diesel gerade mehr, als beim Weizen draufgezahlt wird. Dementsprechend ist die Frage zu welchen Preisen man noch Betriebsmittel auf Vorrat kauft auch ganz betriebsindividuell.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet