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Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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72 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon marius » Do Feb 06, 2020 14:30

CarpeDiem hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Vielleicht sollte man die Landwirtschaft einfach abwickeln. Ähnlich der Kohleindustrie.

Das frage ich mich schon lange und warum stellt denn die Lw keine Forderungen ähnlich derer von den Kohle- und Autoleuten. Das ist von Milliarden und Abermilliarden die Rede, die Autoleute sagen die "Beihilfen" die dringend notwendig seien wären minimal zweistellige Milliardenbeträge. Nur die Lw, der es ja an den Kragen geht, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen, hält die Füsse still, warum eigentlich???


Ganz einfach. Weil die Landwirte überhaupt keine Lobby haben.
Und das größte Problem : Diese Spirale dreht sich weiter : Täglich weniger Landwirte, täglich mehr Weltretter.
Die Politik weiss sehr genau das in Deutschland keine ( teure ) Landwirtschaft nötig ist, die aufgrund des teuren Produktionsstandorts und nationaler Auflagen lückenlos Subventionen benötigt.
Der Bedarf an Nahrungsmittel kann locker spottbillig importiert werden und im Gegenzug Industriegüter im Tausch verkauft werden was Arbeitsplätze schafft und Steuern einbringt.
Dann wären hier auch die Gutmenschen und Tierschützer zufrieden, und die Politiker hätten ihre Ruhe.

Wobei man sagen muss das der BV noch nie sonderlich schlagkräftig war, ABER vor 20 Jahren brachte die Bauernschaft der Politik noch Wählerstimmen. Somit wurde damals zumindest teilweise Politik für Landwirtschaft gemacht.
Diese Zeit ist für immer vorbei. Heute genau umgedreht incl Volksbegehren gegen Landwirte.

Ich hatte hier kürzlich Christian Schmidt als Beispiel gebracht. Der hat sich im SInne der Gleichberechtigung und Wettbewerbsfähigkeit für eine weitere Glyphosatzulassung eingesetzt.
Der wurde darauf von Politkern und Bevölkerung übel gemobbt und erhielt gar Morddrohungen.
Fordert hingegen heute ein Politiker 100 % bio in Deutschland erntet er Applaus und Wählerstimmen.

Fazit : Da sollte wirklich jedem langsam klar sein, wo die Reise hingeht. Aber das erzähle ich hier im Forum ja schon seit Jahren.
Damals bekam ich hier im Forum für solche Aussagen noch erheblichen Widerstand. :mrgreen:
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon einsiedler » Do Feb 06, 2020 15:31

Der große Nachteil, den die Landwirtschaft gegenüber anderen Branchen hat:
Wir sind gleichmäßig übers Land verteilt, keine Region ist (wirtschaftlich) von uns abhängig.
Der Steinkohlebergbau wäre nicht so lange erhalten geblieben, wenn nicht eine ganze Region dahinter gestanden wäre.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon bien » Do Feb 06, 2020 22:33

@einsiedler:
Ich denke, die Bauern müssen sich auch überlegen, was sie denn als konkrete Unterstützung seitens der Bevölkerung erwarten.
Potentiell hat die Landwirtschaft ja eine große Lobby - essen müssen alle.
Nur liegen die Nerven eben blank und jeder vielleicht naive Umweltbesorgte bekommt schnell eine Abfuhr. Damit findet man keine Verbündete.

@Family Guy:
"Es geht um Marktzugang in die Merkosurstaaten, da kann man ruhig eine paar Bäuerchen über die Klinge springen lassen",
sehe ich auch so. Allein dass es Schiedsgerichte gibt, die Staaten auf verlorengegangene Profite verklagen können,
an der nationalen Rechtsordnung glatt vorbei, ist katastrophal.
Mit CETA werden weitere 65000 Tonnen Rindfleisch und 75000 Tonnen Schweinefleisch Zugang zum europ. Markt haben.
Der Preisdruck wird weiter steigen, da Fleisch in Kanada preiswerter ist.
Die Höfe werden weiter kaputt gehen.

@bauer hans:
Ja, eine Möglichkeit wäre, dass der Staat mit Prämien die höheren Kosten ausgleicht.
Das ist vermutlich der Plan der jetzigen Politik, die Landwirtschaft am Tropf
der brummenden Wirtschaftssparten(wie z.B. der exportierenden Autoindustrie) und nicht selbstständig überlebensfähig.
Ich halte dieses "Konzept" schon deshalb für schlecht, weil das Kartenhaus vollständig einbricht,
wenn es nicht mehr brummt. Man wird der Landwirtschaft auch immer gerade so viel spendieren, wie die Traktoren
nicht gerade direkt in das Reichstagsgebäude hinein fahren.
Dieses Herangehen stellt sich auch nie die Frage: Wie sollte gute Landwirtschaft aussehen, sondern
versucht nur irgendwie finanziell über die Runden zu kommen.
Ich halte dagegen die Grundüberlegung richtig, dass Landwirtschaft möglichst lokal vor Ort sein sollte,
nicht als Selbstzweck oder Ökospleen sondern weil es in der Sache unseren endlichen Erd-Ressourcen am besten gerecht wird.
Auch schafft es Arbeit vor Ort. Die jetzige Agrarpolitik dreht ja nicht nur den Bauern bei uns einen Strick,
sondern vernichtet massenhaft Bauernexistenzen weltweit. Diese Ex-Bauern kommen dann als Migranten zu uns...
Der brasilianische Bauer sollte die Menschen in seiner Umgebung ernähren, der deutsche Bauer die Menschen hier
und der chinesische eben in China. Dies möglichst auf eine Art und Weise, die die Natur intakt lässt, weil wir ein Teil von ihr sind.
Das ist aktuell in Deutschland (oder Europa) nicht möglich, weil solch eine Art von Landwirtschaft nicht marktfähig ist.
Die einzige Möglichkeit solch eine ökologisch sinnvolle und selbstgenügsame Landwirtschaft(wenn wir denken Afrika ernähren zu müssen,
machen wir die Landwirtschaft da vor Ort kaputt) einzuführen, sehe ich darin, gesetzliche Rahmenbedingungen mittels Importverboten
und Zöllen zu schaffen. Man kann das Abschottung nennen - man kann es auch "agroökonomischen Schutzraum" nennen.
Das ist alles Rhetorik. Wichtig ist eigentlich der Grundgedanke, dass man einen Schutzmechanismus braucht, um eine Landwirtschaft vor Ort
zu ermöglichen, die auf eigenen Beinen steht.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon 210ponys » Do Feb 06, 2020 22:47

Stimmt essen müssen alle aber den allermeisten ist es egal wo ihr täglich Futter herkommt Hauptsache Billig... Und wenn der Verbraucher das Billig Produkt stehen lassen würde und ein Produkt kaufen würde wo allen geholfen wäre hätten wir diese Diskussion nicht aber das ist die letzten 20 Jahre nicht passiert und wird auch in Zukunft nicht passieren!
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon Südheidjer » Fr Feb 07, 2020 0:39

In Niedersachsen wird auch ein Volksbegehren ala Bayern angestrebt:

Cellesche Zeitung: "Volksbegehren pro Artenvielfalt in Arbeit"

https://www.cellesche-zeitung.de/Celle/Aus-der-Stadt/Celle-Stadt/Jetzt-Thema-in-Celle-Volksbegehren-pro-Artenvielfalt-in-Arbeit

Man sieht auf dem Bild, daß die (Berfufs)Imker da ganz vorne mit dabei sind.

Statt zuzusehen, wie man mit den Landwirten zusammen Lebensräume schaffen könnte, gehen die Imker leider auf Konfrontationskurs und machen den Landwirten das Leben schwer.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon bien » Fr Feb 07, 2020 6:55

@210ponys:
Da gehe ich vollkommen mit. Auf Verbraucherappelle zu bauen ist keine Lösung, da sind wir uns einig.
Mein Lösungsansatz geht auch nicht in diese Richtung. Zynisch ist es, wenn sich hochrangige Berufspolitiker hinstellen und dies als Ausweg preisen, wohl wissend, dass dies verlogen ist.

Südheidjer hat geschrieben:...
Statt zuzusehen, wie man mit den Landwirten zusammen Lebensräume schaffen könnte, gehen die Imker leider auf Konfrontationskurs und machen den Landwirten das Leben schwer.


Zwei Dinge dazu:
1) Vielleicht hat der eine oder andere den Fall von Mitte Januar noch im Kopf: https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2 ... otest.html
Glyphosat in 4t Honig macht diesen zu Müll. 60.000€ Schaden, fetzt nicht.
2) "gehen die Imker leider auf Konfrontationskurs und machen den Landwirten das Leben schwer" ist in der Wahrnehmung, denke ich, sehr falsch. Den Imkern ist klar, dass die Bauern mit den Rücken
an der Wand stehen. Sie kritisieren auch nicht die Bauern, sondern die Politik, die die Bauern in eine Situation zwingt, die für alle Beteiligten ruinös ist.

"Zusammen Lebensräume schaffen..." erinnert mich an Blühstreifenprojekte u.ä. Das sind aber keine ganzheitlichen Ansätze, sondern nur Kosmetik im Sinne von: "Wir stopfen gerade soviel Finanzen in die LW,
dass Bauern und Imker die Fr...e halten". Eine Biene fliegt im Umkreis von 2-3km, locker auch weiter, wenn es nötig ist, wenn da in diesem Flugradius irgendwo Dreck ist, ist das Problem da.

Als Ergebnis sagen die einen nun "Wir haben es satt." und die anderen "Wir machen euch satt." Die Dritten, und das sind die, die von der jetzigen Agrarpolitik profitieren(also weder Bauern noch Imker), lachen sich ins Fäustchen. Es wäre Zeit, gemeinsam auf die Straße zu gehen unter dem Motto "Unser Land macht uns satt.". Das sollte man versuchen zu organisieren.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon 210ponys » Fr Feb 07, 2020 10:37

warum wird eine Landwirtschaft gefördert die rein nach Fläche und Produktion geht... Warum fördern wir nicht wer besonders Naturnah wirtschaftet mit Heumilch Weidehaltung usw. es ist ja in Deutschland nicht so das wir auf Teufel komm raus produzieren müssen wie wir es gerade tun und so viele endliche Ressourcen verschwenden.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon Isarland » Fr Feb 07, 2020 10:47

bien hat geschrieben:@210ponys:
Da gehe ich vollkommen mit. Auf Verbraucherappelle zu bauen ist keine Lösung, da sind wir uns einig.
Mein Lösungsansatz geht auch nicht in diese Richtung. Zynisch ist es, wenn sich hochrangige Berufspolitiker hinstellen und dies als Ausweg preisen, wohl wissend, dass dies verlogen ist.

Südheidjer hat geschrieben:...
Statt zuzusehen, wie man mit den Landwirten zusammen Lebensräume schaffen könnte, gehen die Imker leider auf Konfrontationskurs und machen den Landwirten das Leben schwer.


Zwei Dinge dazu:
1) Vielleicht hat der eine oder andere den Fall von Mitte Januar noch im Kopf: https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2 ... otest.html
Glyphosat in 4t Honig macht diesen zu Müll. 60.000€ Schaden, fetzt nicht.
2) "gehen die Imker leider auf Konfrontationskurs und machen den Landwirten das Leben schwer" ist in der Wahrnehmung, denke ich, sehr falsch. Den Imkern ist klar, dass die Bauern mit den Rücken
an der Wand stehen. Sie kritisieren auch nicht die Bauern, sondern die Politik, die die Bauern in eine Situation zwingt, die für alle Beteiligten ruinös ist.

"Zusammen Lebensräume schaffen..." erinnert mich an Blühstreifenprojekte u.ä. Das sind aber keine ganzheitlichen Ansätze, sondern nur Kosmetik im Sinne von: "Wir stopfen gerade soviel Finanzen in die LW,
dass Bauern und Imker die Fr...e halten". Eine Biene fliegt im Umkreis von 2-3km, locker auch weiter, wenn es nötig ist, wenn da in diesem Flugradius irgendwo Dreck ist, ist das Problem da.

Als Ergebnis sagen die einen nun "Wir haben es satt." und die anderen "Wir machen euch satt." Die Dritten, und das sind die, die von der jetzigen Agrarpolitik profitieren(also weder Bauern noch Imker), lachen sich ins Fäustchen. Es wäre Zeit, gemeinsam auf die Straße zu gehen unter dem Motto "Unser Land macht uns satt.". Das sollte man versuchen zu organisieren.

Wir bewirtschaften 80ha ökologisch, davon 65ha, wo nur aussen konventionelle Flächen anliegen. Drei Imker hatten hier ihre Völker stehen. Nachdem allerdings bei uns auf dem Marktplatz die Drei Werbung für das Volksbegehren machten, habe ich ihnen die rote Karte gezeigt und des Platzes verwiesen. Zudem habe ich die Bäume auf meiner 2ha grossen
Streuobstwiese gerodet. Ich lasse mir doch von diesen NoGos kein Biotop aufzwingen.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon Todde » Fr Feb 07, 2020 11:52

bien hat geschrieben:Zwei Dinge dazu:
1) Vielleicht hat der eine oder andere den Fall von Mitte Januar noch im Kopf: https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2 ... otest.html
Glyphosat in 4t Honig macht diesen zu Müll. 60.000€ Schaden, fetzt nicht.


Stellt sich die Frage wieso ein großer Bio-Imker Jahr für Jahr Glyphosat in seinem Honig findet, anscheinend ist es denen egal wo die Bienen Honig sammeln und die Zwischenfruchtflächen bei konventionellen Landwirten sind interessanter und wirtschaftliche als irgendwo im Wald. Das man das dann als "Bio" zertifizieren kann ist schon ein Unding. Hier scheint es ganz andere wirtschaftliche Interessen zu geben, ansonsten würden die ja nicht laufend die Bienen an konventionelle Felder stellen und dann auf Glyphosat testen. Das Geld scheint eher aus anderen Quellen als aus dem Honigverkauf zu kommen.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Feb 07, 2020 12:31

Von welchen Flächen mit Gylyphosateinsatz soll den überhaupt Honig geerntet werden?

Wenn Glyphos verboten wird, werde ich bedauerlicherweise auf Grünlanderneuerung mit Bodenbearbeitung setzen müssen. 100te Tonnen CO2, 100te kg N-Freisetzung und höherer Unkrautdruck im ersten Jahr, der möglicherweise wieder chemisch bekämpft werden muss. :prost:
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon bien » Fr Feb 07, 2020 19:19

Was Bio-Honig ist, ist laut EU-Standard sehr schwammig formuliert:
...so aufzustellen, dass im Umkreis von 3 km um den Beutenstandort Nektar- und Pollentrachten im Wesentlichen aus ökologisch bewirtschaftete Flächen, Flächen mit natürlicher Vegetation oder
solchen mit einer geringen Intensität, die z. B. im Rahmen von Agrarumweltprogrammen bewirtschaftet werden und die die ökologische Qualität der Imkereierzeugnisse nicht beeinträchtigen können, vorhanden sind.

Fakt ist, dass es nicht gerade einfach ist, solche Standorte überhaupt noch zu finden - wenn man es ernst nimmt. Kann ja jeder bei sich mal prüfen.
Pollen ist eigentlich ein sehr gesundes Nahrungsergänzungsmittel. 2018 berichtete ein Referent aus einem Bieneninstitut(sorry, ich weiß die Namen nicht mehr) auf einem Symposium in Berlin zur genau der
gesundheitsfördernden Wirkung von Bienenprodukten, dass das zwar im Prinzip stimme, aber die Untersuchungen seines Institutes von Pollen aus allen Teilen Deutschlands ergeben hatten, dass Pollen sehr stark
belastet ist. De facto gibt es kaum noch unbelastete Proben.
Wenn man als Hobbyimker ein Glas Honig zur Nektarbestimmung an solch ein Institut schickt, wird zwar eine Pollenanalyse der Pollen im Honig gemacht, um die Nektarherkunft zu ermitteln,
aber man untersucht nicht auch gleich automatisch auf Schadstoffe. Man bekommt also im Zweifel die Auskunft, dass es sich um einen wunderbaren qualitativ hochwertigen(cremig, wenig Wassergehalt...) Rapshonig handelt. Das sagt aber gar nichts über dessen Schadstoffbelastung.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon Frankenbauer » Fr Feb 07, 2020 21:47

Wen ich zwanzig Rinder mehr halten will, dann brauche ich die Fläche dazu. Wenn ich zwanzig Völker mehr halten will, reichen zehn Quadratmeter, ich brauch zwanzig Beuten und etwas Unterbau mehr nicht, den Rest fordere ich von anderen ein, da stimmt das System nicht.
Fast hätte ich es vergessen: Die Honigbiene und vor allem die Neozoote Carnica braucht unseren Schutz nicht. Schützen sollte man die Wildbienen, Hummeln und Co. , denn die bringen die bessere Bestäubungsleistung, werden aber gerne mal von Imkern vernichtet.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon Südheidjer » Fr Feb 07, 2020 22:35

bien hat geschrieben:Pollen ist eigentlich ein sehr gesundes Nahrungsergänzungsmittel. 2018 berichtete ein Referent aus einem Bieneninstitut(sorry, ich weiß die Namen nicht mehr) auf einem Symposium in Berlin zur genau der
gesundheitsfördernden Wirkung von Bienenprodukten, dass das zwar im Prinzip stimme, aber die Untersuchungen seines Institutes von Pollen aus allen Teilen Deutschlands ergeben hatten, dass Pollen sehr stark
belastet ist. De facto gibt es kaum noch unbelastete Proben.


Meinst du den Vortrag von Dr. von der Ohe (Bieneninstitut Celle) mit dem Thema

"Umweltmonitoring - Mit Bienenvölkern in der Stadt und auf dem Land"

auf dem Berliner Imkertag 2017 ?

Download der Vortragsfolien:

https://berlin.deutschland-summt.de/files/media_ds/pdfs/2017/Rueckstaende_Umweltmonitoring.pdf

Ürbrigens: Wenn es um den Pollen für den menschlichen Verzehr geht, gibt es auch Kritiker.

Am schärfsten sind immer die Leute, die Gelee Royal in sich reinfuttern und meinen dadurch länger zu leben.
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon marius » Fr Feb 07, 2020 22:42

Apropos Volksbegehren, Bürgerinitiativen.

Bei der nächsten Krise werden Landwirte so richtig eins auf die Mütze bekommen. Leider nicht profitieren, was einige vermuten.

Warum wird sich der ein oder andere fragen.
Zunächst mal sieht es gut aus. Wenn die kommenden Jahre die Stagflation kommt also einbrechende Wirtschaft und durch die dann nötige Gelddruckerei werden die Rohstoffpreise hochschiessen.
Also auch Nahrungsmittelpreise gehen deutlich hoch. Das ist für die Erzeuger auch nötig weil dadurch deren Kostenseite ebenfalls explodiert.
Aber jetzt kommt das Problem, hohe Arbeitslosigkeit, einbrechende Steuereinnahmen werden dazu führen das Nahrungsmittelpreise per Gesetz schlicht eingefroren werden. Ein Debakel für Landwirte weil sie ihre gestiegenen Kosten nicht mehr weitergeben können.
Die Vorstufe seht ihr jetzt schon beim Mietendeckel. Je nach Volksbegehren sollen 5 oder 6 Jahre die Mieten eingefroren werden.
Heisst auch hier das der Vermieter seine steigende Kosten nicht an den Mieter weitergeben kann.
Jetzt noch eine hohe Inflation dann gute Nacht....

Aber auch bei den Mieten wirds noch weitergehen wenn die Krise kommt : Da werden Kündigungen schlicht verboten wenn der arbeitslose Mieter seine Miete nicht mehr bezahlen kann. Wo soll er auch hin ?
Muss halt dann der Vermieter ausbaden, incl die Nebenkosten vom Mieter auf seine Kosten übernehmen wen der nicht bezahlen kann.
Ähnliches wird den Landwirten blühen.
Wobei das alles legal ist, hier wieder das Grundgesetz : Eigentum verpflichtet und soll zum Wohl der Allgemeinheit dienen...upps. :mrgreen:
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Re: Europ. Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!"

Beitragvon bauer hans » Sa Feb 08, 2020 9:15

die kommenden monate wird uns der Coronavirus in schach halten.Zeitonline stellt gerade die frage,"wenn der virus Afrika erreicht".
wir schaffen uns :mrgreen:
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