Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 10:09

Färsenaufzucht auslagern..

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
Antwort erstellen
57 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
  • Mit Zitat antworten

Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Grauwolf » So Jan 27, 2013 11:18

Hallo zusammen,

Ich hoffe auf neue Erkenntnisse zu einem alten Thema. Und zwar möchte ich gern meine Färsen nicht mehr selber aufziehen. Arbeitszeit ist knapp, ich beschäftige einige Hilfskräfte und die Ställe sind arbeitswirtschaftlich indiskutabel (Anbindung) und reparaturbedürftig. Ich könnte wesentlich effizienter arbeiten, wenn ich stattdessen ein paar mehr Kühe halten würde. Der Arbeitsaufwand bliebe gleich, wäre leichter zu organisieren und die Wertschöpfung wäre höher.. :)

Ich habs bisher nicht geschafft, jemanden zu finden der meine Färsenaufzucht übernehmen würde, hier melken alle was das Zeug hält.. :regen:
Gibt es hier jemanden der seine Färsen einfach am Markt zukauft und seine Kühe einfach mit Fleischbullen besamt? Ich hab nun weniger Bedenken wegen irgendwelchen eingeschleppten Krankheiten, meine Hauptsorge gilt der Frage, ob dauerhaft genug Färsen zu passenden Preisen zur Verfügung stehen..

Also,
Was nu, braune Kuh? :wink:

Gruß
Grauwolf
Grauwolf
 
Beiträge: 194
Registriert: Do Sep 20, 2012 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Hoschscheck » So Jan 27, 2013 11:53

Grauwolf hat geschrieben:..., meine Hauptsorge gilt der Frage, ob dauerhaft genug Färsen zu passenden Preisen zur Verfügung stehen.

Moin Grauwolf,
wie lange ist dauerhaft,
wie viel ist genug
was sind passende Preise
und welchen Rhythmus meinst du mit zur Verfügung stehen?

Ansonsten würde ich schreiben: "Sehe ich auch so."


Hoschscheck
BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
Hoschscheck
 
Beiträge: 2916
Registriert: Mo Mai 07, 2007 11:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Grauwolf » So Jan 27, 2013 13:34

Hallo Hoschscheck,

Ich wüßte einfach gern, ob sich da auf Dauer ein funktionierender Markt erhält. Im Allgemeinen wurden Rinder, tragend oder abgekalbt, meist zu billig gehandelt. Momentan ist es so, zumindest hier, daß Rinder sehr teuer geworden sind, gleichzeitig aber niemand Kälber haben will..
Wie wird das dann in 2 Jahren aussehen mit den Rinderpreisen??
Ich befürchte ganz einfach, daß die Verfügbarkeit von Färsen dauerhaft zum begrenzenden Faktor für die Milcherzeugung werden könnte..
Grauwolf
 
Beiträge: 194
Registriert: Do Sep 20, 2012 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Fortschritt » So Jan 27, 2013 14:04

Als Färsenaufzüchter möcht ich dir sagen,da ich eine Vertragsfärsen Aufzucht betreibe,es ist kaum ausreichend,mit Färsenaufzucht allein zu überleben,bzw. in 10Jahren den Hof auslaufen lassen,hab ich mir alles anders vorgestellt!

Preiserhöhungen im Vertrag sind schwer durchzusetzen,aber die Kostensteigerungen müssen mittlerweile ja jedes Jahr ausgeglichen werden,also lebt man von der Substanz,Abschreibungen,minus Gewinn,arbeitswirtschaftlich ne tolle Sache,für beide Seiten,aber als Dienstleister der untersten Stufe,haste auch nichts zu lachen,mein Fazit,es werden sich nur sehr wenige finden,die Färsenaufzucht betreiben wollen,rechnet man die Verpachtung,und Vermietung von Land und Gebäude dagegen,hat man fast mehr................
Ist fast wie ein ABM programm für auslaufende Betriebe,trotzdem kanns das nicht sein................

Mfg.H.Sch.
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
Fortschritt
 
Beiträge: 955
Registriert: Fr Dez 08, 2006 13:25
Wohnort: Osterholz-scharmbeck
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Panic » So Jan 27, 2013 16:14

Grauwolf hat geschrieben:Hallo Hoschscheck,

Im Allgemeinen wurden Rinder, tragend oder abgekalbt, meist zu billig gehandelt. Momentan ist es so, zumindest hier, daß Rinder sehr teuer geworden sind, gleichzeitig aber niemand Kälber haben will..
Wie wird das dann in 2 Jahren aussehen mit den Rinderpreisen??


Genauso sieht es aus, Kammerberatung sagt, Färsenaufzucht auslagern. Problem: Der Aufzüchter muss sein Einkommen aus der Aufzucht bestreiten, fachlich kompetent sein. Das ist dauerhaft nix für auslaufende Betriebe und damit werden Färsen nicht günstiger. Ich tippe Durchschnittsfärse in 2 Jahren bei über 2500 €, Verwerfungen am Milchmarkt mal aussen vor!
Benutzeravatar
Panic
 
Beiträge: 1335
Registriert: Mo Jun 25, 2007 18:06
Wohnort: Münsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Grauwolf » So Jan 27, 2013 16:23

Genauso sieht es aus, Kammerberatung sagt, Färsenaufzucht auslagern. Problem: Der Aufzüchter muss sein Einkommen aus der Aufzucht bestreiten, fachlich kompetent sein. Das ist dauerhaft nix für auslaufende Betriebe und damit werden Färsen nicht günstiger. Ich tippe Durchschnittsfärse in 2 Jahren bei über 2500 €, Verwerfungen am Milchmarkt mal aussen vor!


Das ist das, was ich befürchte.. :roll:
Grauwolf
 
Beiträge: 194
Registriert: Do Sep 20, 2012 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Qtreiber » So Jan 27, 2013 18:58

Panic hat geschrieben:Ich tippe Durchschnittsfärse in 2 Jahren bei über 2500 €


Wenn aber die Färsen bei 2500,--€ liegen, bedeutet das auch, dass die selbstaufgezogenen Tiere diesen Wert haben, die aufgewendete Arbeit für eigene Färsenaufzucht besser bezahlt ist (zumindest kalkulatorisch). Heisst also, das Verfahren immer mal wieder neu durchzukalkulieren.
Qtreiber
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Panic » So Jan 27, 2013 19:05

Qtreiber hat geschrieben:
Panic hat geschrieben:Ich tippe Durchschnittsfärse in 2 Jahren bei über 2500 €


Wenn aber die Färsen bei 2500,--€ liegen, bedeutet das auch, dass die selbstaufgezogenen Tiere diesen Wert haben, die aufgewendete Arbeit für eigene Färsenaufzucht besser bezahlt ist (zumindest kalkulatorisch). Heisst also, das Verfahren immer mal wieder neu durchzukalkulieren.


Klappt nur, wenn Fläche vorhanden oder der Kuhbestand variabel!
Benutzeravatar
Panic
 
Beiträge: 1335
Registriert: Mo Jun 25, 2007 18:06
Wohnort: Münsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Qtreiber » So Jan 27, 2013 19:23

Panic hat geschrieben:oder der Kuhbestand variabel!


muss ja wohl so sein. Wenn der TE statt seiner Färsen aus wirtschaftlichen Gründen ein paar Kühe mehr einstallen will, sollte das doch auch - bei geänderter Wirtschaftlichkeit der Färsenaufzucht - umgekehrt möglich sein.
Qtreiber
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon tröntken » So Jan 27, 2013 19:43

Ich denke auch, wenn Fläche vorhanden, dann vllt. die Besten aufziehen.
Wenn keine Fläche vorhanden ist, Stall alt (und müsste ersetzt werden), Personal knapp,
dann wärst du auch auf Kosten um die 2k.
Damit der Färsenaufzüchter langf. auch verdient, muss da wohl noch etwas mehr kommen.
Allerdings sind die ab Hof meist auch einen Taken günstiger. Und man kann sich die Qualität aussuchen.
Zusätzlich hab ich höhere Kälberpreise. Meist sinkt auch die Remontierung, bei alleinigen Färsenzukauf :roll:

Die Krankheitsdruck sehe ich nicht so eng. Wenn man nichts zukauft, kann man die selben Probleme bekommen.
Oder hast du so ein strenges Hygieneprogramm dass selbst der Tankwagen jedesmal desinfiziert wird?

Außerdem könnte man mit einen Fleischbullen arbeiten, der somit Besamungskosten sparen könnte, evtl.

Auswirkungen könnte auch das gesexte Sperma haben (evtl. mehr Mutterkälber?!)


Ich muss hier mit über 300 € Gülle-Entsorgungskosten je Färse rechnen. Das kann ich mir einfach nicht mehr schönrechnen.
Benutzeravatar
tröntken
 
Beiträge: 2087
Registriert: Do Dez 14, 2006 19:58
Wohnort: Münsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Grauwolf » So Jan 27, 2013 23:24

Falls die Färsenpreise weiter nach oben gehen, ist sicher eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung erforderlich. Leider hilft das nicht bei der Arbeitsorganisation..
Das wäre für mich der wichtigste Faktor, weil das Jungvieh und die Trockensteher nicht mit der übrigen Herde zusammenwohnen.
Und wenn ich die Kuhherde aufstocken will unter Beibehaltung der Jungviehaufzucht bekäme ich auch ein Platzproblem, ich kann jetzt schon kaum mehr aufziehen wie ich selber brauche.. :(
Ich gehe nicht davon aus, daß sich hier jemand für meine Färsenaufzucht findet, auch nicht für gutes Geld..
Kauft Einer von euch seinen kompletten Färsenbedarf zu und wenn ja wo (Auktion, Handel, Zuchtverband..) ?
Grauwolf
 
Beiträge: 194
Registriert: Do Sep 20, 2012 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Panic » Mo Jan 28, 2013 8:38

tröntken hat geschrieben:Ich denke auch, wenn Fläche vorhanden, dann vllt. die Besten aufziehen.
Wenn keine Fläche vorhanden ist, Stall alt (und müsste ersetzt werden), Personal knapp,
dann wärst du auch auf Kosten um die 2k.
Damit der Färsenaufzüchter langf. auch verdient, muss da wohl noch etwas mehr kommen.
Allerdings sind die ab Hof meist auch einen Taken günstiger. Und man kann sich die Qualität aussuchen.
Zusätzlich hab ich höhere Kälberpreise. Meist sinkt auch die Remontierung, bei alleinigen Färsenzukauf :roll:

Die Krankheitsdruck sehe ich nicht so eng. Wenn man nichts zukauft, kann man die selben Probleme bekommen.
Oder hast du so ein strenges Hygieneprogramm dass selbst der Tankwagen jedesmal desinfiziert wird?

Außerdem könnte man mit einen Fleischbullen arbeiten, der somit Besamungskosten sparen könnte, evtl.

Auswirkungen könnte auch das gesexte Sperma haben (evtl. mehr Mutterkälber?!)


Ich muss hier mit über 300 € Gülle-Entsorgungskosten je Färse rechnen. Das kann ich mir einfach nicht mehr schönrechnen.


Man sieht doch jetzt schon, das Kuhkälber trotz hoher Färsenpreise nicht angemessen honoriert werden. Ich kann aus Flächenknappheit nur ein Teil meiner Nachzucht selbst aufziehen ( den Teil, den ich zur Bestandsergänzung brauche).Daher verkaufe ich seit Jahren überzählige Kuhkälber. Als ich im letzten Jahr für teilweise 8 Wochen alte Kuhkälber 200-250€ geboten bekommen habe, habe ich konsequent die Hälfte meiner Herde mit WBB belegt. Es werden keinesfalls mehr Färsenaufzüchter, also bleibt auch die Nachfrage gering. Gesext hilft da nur bei der Selektion!
Benutzeravatar
Panic
 
Beiträge: 1335
Registriert: Mo Jun 25, 2007 18:06
Wohnort: Münsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Einhorn64 » Mo Jan 28, 2013 9:01

Haben selber keine nachzucht, alles zukauf,(reine ackeregion mit ZR, kartoffel+ nun erdbeeren)
daher fläche knapp, reicht fürs futter aber halt gülleabgabe.
Bis vor ca 4 jahren waren die färsenpreise im prinzip gefährlich niedrig, mittlerweile auf einem brauchbaren niveau( in grünlandregionen sollte zu dem preis die aufzucht langsam wirtschaftlich werden.)
Was mir sorge bereitet: bis vor gut 10 jahren war es für die offizialberatung ein absolutes unding nur zu melken und nicht aufzuziehn,
das die mittlerweile die empfehlung rausgeben nur noch zu melken....
Im allgemeinen fährt man recht gut wenn man sich NICHT an deren empfehlungen hält^^.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
Benutzeravatar
Einhorn64
 
Beiträge: 3507
Registriert: Sa Nov 01, 2008 9:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Dschingis_Khan » Mo Jan 28, 2013 9:44

Da gebe ich Einhorn vollkommend recht.

So vor 5 Jahren konnte ich auf der Auktion meine weiblichen Kälber für 400 Euro verkaufen. Am selben Markttag wurden dann die Jungkühe für 900 Euro verschleudert.

Heutzutage bekomme ich ca. 350 Euro für ein 8 Wochen Zuchtkalb. Die fertige Jungkuh wurd aktuell mit 1950 Euro netto gehandelt.

Die Schere ist ganz schön auseinander gegangen.

Die Bauern welche mit Freude Jungvieh aufgezogen haben, gibs nicht mehr. Entweder haben sie verpachtet, die Wiesen umgepflügt oder der Grasschnitt wird an eine BGA verkauft. Mal schauen wohin das noch führt.
Dschingis_Khan
 
Beiträge: 319
Registriert: Do Jun 25, 2009 13:29
Wohnort: Nordbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Färsenaufzucht auslagern..

Beitragvon Iron Maiden » Mo Jan 28, 2013 10:36

Ich denke es ist verdammt schwierig das Ganze abzuwägen.
Auf der einen Seite scheint sich die Jungviehaufzucht wieder eher zu lohnen, auf der anderen Seite ziehen viele nur noch das nötigste auf bzw. gar nicht mehr, und kreuzen mit Fleischrassen...
Andersrum gibts wieder gesextes Sperma und mehr weibliche...
Platzprobleme wegen Aufstockung bei den Kühen, Flächenknappheit und Konkurrenz, Biogas, hohe Pachten etc...

Keine Ahnung wo die Reise hingeht!
Ich möchte wenigstens die eigene Remontierung selbst aufziehen, hätte ich nicht genügend Platz würde ich versuchen, irgendwo in der Gegend nen leerstehenden Stall zu pachten, dürfte es genug geben...
Wo kommst du genau her?
Auch irgendwo hier in (Nord-) Hessen?!
Benutzeravatar
Iron Maiden
 
Beiträge: 578
Registriert: Fr Sep 07, 2007 10:39
Wohnort: Nordhessen
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
57 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4

Zurück zu Rinderforum

Wer ist online?

Mitglieder: allgaier81, Bing [Bot], flashbac, Majestic-12 [Bot], Nick

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki